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Metal Church |
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Genres:
Start:
| | 1979, San Francisco, U.S.A. |
Erstes Line-Up:
Letztes Line-Up:
Wichtige Alben
| | METAL CHURCH (1984, Ground Zero)
THE DARK (1986, Elektra)
BLESSING IN DISGUISE (1989, Elektra)
THE HUMAN FACTOR (1991, Sony)
HANGING IN THE BALANCE (1993, Blackheart)
THE WEIGHT OF THE WORLD (2004, SPV) |
Geschichte:
| | Was haben Metallica und Metal Church gemeinsam? Beide haben fast zeitgleich ein megastarkes Debüt auf den Markt gebracht. Warum sind dann die einen weltbekannt und die anderen eher unbekannt? Das Wörtchen "fast" ist schuld. Ein knappes halbes Jahr Vorsprung genügt Metallica, an den Kollegen vorbeizuziehen. Da ändern auch drei gemeinsame Tourneen in der Anfangszeit nichts mehr. Unfähige Sachbearbeiter in Plattenfirmen und geldgierige Manager tun ihr übriges. So darf Metallica in Stadien vor 50.000 Besucher spielen und Metal Church in Clubs mit 500 Gästen.
Wir schreiben 1979 und die Bay Area boomt. Zu dieser Zeit versucht Kurdt Vanderhoof Jungs für eine eigene band an Land zu ziehen. Leider mit wenig Erfolg. Dafür wir seine Wohnung zum beliebten Ort für Jams, Parties und auch etwas "mehr" von unzähligen Musikbegeisterten heimgesucht. Diese nennen Kurdts Bleibe bald ehrfürchtig die "Metal Church". Wenn auch keine Musiker-Kollegen im Gepäck, so hat Kurdt zumindest einen Bandnamen, als er 1981 wieder in seine Heimatstadt Seattle zurückkehrt.
Mit dem Sänger David Wayne, Drummer Kirk Arrington, einem Kumpel aus Sandkastenzeiten, Gitarrist Craig Wells und Bassist Duke Erickson findet Vanderhoof ein nahezu perfektes Line-Up. Die ersten Demo-Aufnahmen finden Anfang 1984 ihren Weg auf Compilations, wie Northwest Metalfest und Metal Massacre V.
Ende 1985 ist es dann endlich so weit und das legendäre Debüt-Album, vom Hinterhof-Label Ground Zero veröffentlicht, kann über die Ladentheken wandern. Noch während der Aufnahmen zu METAL CHURCH bekommt Drummer Kirk Arrington vom Def Leppard-Manager das Angebot für den verunglückten Rick Allen bei den millionenschweren britischen Jungspunden einzuspringen. Obwohl kaum absehbar war, dass Rick irgendwann mit einem Arm weitertrommeln würde, lehnt Kirk das Angebot dankend ab. Er will es mit der seiner Meinung nach besten Band der Welt durchziehen. Hätte er zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass er in den nächsten zehn Jahren auch noch mit Jobs wie Möbelpacker versuchen muss, über die Runden zu kommen, wie hätte er dann entschieden?
Kaum zu glauben, aber auf Vermittlung von Metallica bekommt die Band 1985 Plattenvertrag mit Major Label Elektra.
Die Gemeinsamkeit von Kritik und Karriere ist oftmals nur der erste Buchstabe. Trotz Lob für das Debüt und das zweite Werk THE DARK von 1986, ist karrieremäßig nichts spürbar. Man tingelt im VW-Bully über endlose Landstraßen von Nest zu Nest.
Für Kurdt Vanderhoof ist nach zehn Jahren erstmal Schluss mit Live. Am Ende seiner Kräfte möchte der zukünftig nur noch Songwriting und Produktion übernehmen. Als Nachfolger findet er James Hetfields Gittarrenroadie John Marshall, der bereits 1987 auf der Europa-Tournee von Metallica für den verletzten Hetfield eingesprungen war.
Aber auch Sänger David Wayne wirft das Handtuch und wird von Mike Howe ersetzt. Obwohl Mike ein zweifellos ein Weltklasse-Sänger ist, kann er bei den Fans jahrelang nicht landen, egal wie genial seine Bühnenpräsenz auch sein mag.
Das dritte Werk BLESSING IN DISGUISE hat neben einem bombastischen Sound auch noch Kracher wie "Badlands" und "Fake Healer" im Gepäck. Trotzdem entwickeln sich die Verkaufszahlen nicht so erfolgreich, wie erwartet.
1990 wechselt man den Label, diesmal ist es Sony. Doch auch das 1992er Album THE HUMAN FACTOR mit erneut erstklassiger Songs, will sich nicht verkaufen lassen. Da hilft nicht einmal ein Videoclip "Date with Poverty", die Verkaufszahlen zu pushen.
Der Umzug von San Francisco nach Seattle erweist sich spätestens als Griff ins Klo, denn unglücklicherweise entsteht in Seattle gerade das Zentrum der neuen Grunge-Bewegung. "Metal" wird nun eher als Schimpfwort missbraucht und wenn dieses Wort auch noch im Bandnamen auftaucht, dann ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen.
...wird von uns noch ergänzt... |
Highlights:
| | 1984: Der zeitlose Klassiker METAL CHURCH ist auch heute noch hörenswert
2004: THE WEIGHT OF THE WORLD ist ein abwechslungsreiches Heavy Metal Album mit Hörzwang. |
Homepage:
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J.G. 02.01.2006 |
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