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Molly Hatchet |
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Start:
| | 1971, Jacksonville, Florida, U.S.A. |
Erstes (klassisches) Line-Up:
Letztes Line-Up:
Übersicht der bekannten Bandmitglieder
Wichtige Alben
| | MOLLY HATCHET (1978, Epic)
FLIRTIN' WITH DISASTER (1979, Epic)
BEATIN' THE ODDS (1980, Epic)
TAKE NO PRISONER (1981, Epic)
NO GUTS... NO GLORY (1983, Epic)
THE DEED IS DONE (1984, Epic)
DOUBLE TROUBLE LIVE (1985, Epic)
LIGHTNING STRIKES TWICE (1989, Capitol)
DEVIL'S CANYON (1996, SPV)
SILENT REIGN OF HEROES (1998, SPV)
LIVE AT THE AGORA BALLROOM (2000, Phoenix Gems)
KINGDOM OF XII (2002, SPV)
LOCKED AND LOADED (2003, SPV)
25TH ANNIVERSARY, Best of (2004, SPV)
WARRIORS OF THE RAINBOW BRIDGE (2005, SPV)
JUSTICE (2010, SPV) |
Geschichte:
| | Molly Hatchet machen sich 1971 auf, die härteste und berühmteste Southern Rock-Band des Planeten zu werden, als die beiden Gitarristen Dave Hlubek und Steve Holland sich in Jacksonville (Florida) kennenlernen und beschließen gemeinsam eine Band in Leben zu rufen.
1973 stößt der Bassist Banner Thomas zur Band. Es folgen der Drummer Bruce Crump, Sänger und gelernter Versicherungs-Vertreter Danny Joe Brown (vorher bei Rum Creek) und der Gitarrist Duane Roland.
Von Anfang an ist der Bandname ziemlich makaberen Ursprungs. Abigail "Hatchet Molly" war eine Dame aus Salem, die im 17. Jahrhundert die Köpfe ihrer Liebhaber mit einer Axt abschlug - Mahlzeit.
Was lag für Molly Hatchet näher, als in die Fußstapfen der legendären, ebenfalls aus Jacksonville stammenden Lynyrd Skynyrd treten zu wollen. Amüsanterweise ist Sänger Ronnie Van Zant ein richtiger Molly Hatchet-Fan.
1978 veröffentlicht die Truppe ihr erstklassiges Debüt-Album MOLLY HATCHET, das von Tom Werman (Mother's Finest) produziert wurde. Danny Joe Browns vom Alkohol gezeichnete Stimme und die exzellenten Gitarren-Soli zeichnen die Scheibe aus. Der Stil ist ein Mix aus Southern-Rock mit einem Schuss Blues und Boogie.
Auch das nächste Album FLIRTIN' WITH DISASTER geht als reinrassiger Southern Rock-Klassiker in die Analen der Bandgeschichte ein.
Mittlerweile hat sich auch das Album-Cover als Markenzeichen heraus kristallisiert. Mit schöner Regelmäßigkeit ist ein gefährlich aussehender Krieger zu sehen. Meist gehört ein Schwert, Schild und ab und an ein Schlachtross mit dazu.
Nach dem Album FLIRTIN' WITH DISASTER muss Danny Joe Brown aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, da er seine Diabetes nicht in den Griff bekommt. Er wird durch Jimmy Farrar ersetzt, der stimmlich allerdings nicht an Danny herankommt.
Obwohl die Songs immer noch voller Power stecken, fehlen neue Impulse und die Jungs beginnen sich zu wiederholen. Sehr schneller und gitarrenlastiger Southern Rock allein, ist eben nicht genug.
Mit Jimmy Farrar werden die beiden Alben BEATIN' THE ODDS und TAKE NO PRISONER eingespielt. Als Gastsängerin ist Joyce Kennedy von Mother's Finest mit von der Partie.
1982 ist es dann endlich soweit und wird Danny Joe Brown von der Band überredet, wieder bei Molly Hatchet einzusteigen. Zwischenzeitlich hatte Danny eine eigene Southern Rock (Danny Joe Brown Band) am Laufen um dem charakteristischen Southern Rock zu frönen. Die Rückkehr versetzt alle in Euphorie und man beschließt gleich noch eine Frischzellenkur des Line-Ups. Der Bassist Banner Thomas wird durch Riff West ersetzt und Schlagzeuger Bruce Crump tauscht man gegen den ehemaligen Mother's Finest-Drummer B.B. Borden aus.
1983 erscheint NO GUTS... NO GLORY, auf dessen Cover die Musiker in schmucker Western-Kleidung zu sehen sind. NO GUTS... NO GLORY bereitet über die volle Spielzeit Freude und beinhaltet die Klassiker-Ballade "Fall of the Peacemakers", sicherlich eine der besten Kompositionen von Molly Hatchet. Der Song erinnert mit ausschweifendenen Gitarren-Exzessen stark an Lynyrd Skynyrds "Free Bird" und Blackfoots "Highway Song". Für B.B. Borden ist hinter der Schießbude jedoch Feierabend und Bruce Crump nimmt wieder seinen angestammten Platz ein.
Leider verkauft sich das Album nicht besonders gut und Hlubek beschließt daraufhin fatalerweise, seinen Stil gründlich zu überarbeiten. Der Veteran Steve Holland muss die Koffer packen, und Keyboarder John Galvin kommt in die Band. Die neue Richtung schlägt eindeutig poppigere Töne an und das Ergebnis ist eigentlich vorhersehbar. Das Album THE DEED IS DONE erweist sich als kompletter Flop - von Molly Hatchets charakteristischem gitarrenlastigen Feuerwerk ist nicht viel übriggeblieben.
Als dann 1985 das Doppel-Live-Album DOUBLE TROUBLE LIVE erscheint, ist weider das alte Feuer der Band deutlich zu spüren. Die Jungs überraschen außerdem mit einer interessanten Cover-Version des Lynyrd Skynyrd-Klassikers "Free Bird" und dem Song "Edge of Sundown", das Danny Joe Brown ursprünglich mit seiner eigenen Band aufgenommen wurde.
1988 arbeiten Hatchet an ihrem nächsten Album, das zuerst HEADS ARE GONNA ROLL heißen soll, dann aber 1989 unter dem Titel LIGHTNING STRIKES TWICE. Diesmal ist ein neue Gitarrist an Bord. Gründungsmitglied Dave Hlubek muss dem engagierten Bobby Ingram weichen. Und prompt sind Molly Hatchet auf dieser Scheibe kaum wiederzuerkennen. Die Southern-Einflüsse fehlen gänzlich und Brown versucht bei einigen Songs sogar richtig zu singen. Der Anteil an Gastmusiker hat sich ebenfalls deutlich erhöht.
Warum sich die Südstaaten-Rocker im März 1990 bei Konzerten in Deutschland aber wieder in alter Form präsentieren, bleibt wohl ein Rätsel. Das gute an der Sache ist, dass seitdem Molly Hatchet wieder regelmäßig Tourneen bestreiten.
Von nun an beginnen stürmische Zeiten, in denen Ingram und Brown mehrmals versuchen ein stabiles Line-Up zu finden. Beim ersten Versuch dürfen der Gitarrist Rik Blanz, 4-Saiter Rob Sweat, der Keyboarder Rob Scavetto und der Drummer Kenny Fiegle (ex-Danny Joe Brown Band) ihr Können beweisen. Das Jahr ist noch nicht zu Ende, da muss Fiegle schon seinen Stuhl für Kenny Holton räumen. 1991 verlässt Sweat die Band; Kevin "Sav" Ryan darf von nun an die 4 langen Saiten bearbeiten. Und weiter dreht sich das Besetzungskarussel. 1993 ersetzt der Gitarrist Erik Lundgren den ausgeschiedenen Rik Blanz. Im gleichen Jahr hält es auch den Keyboarder Scavetto nicht mehr länger bei Molly Hatchet; Andy Oarth darf als Nachfolger die Tasten bearbeiten. Bevor jemanden noch schwindlig wird, überspringen wir drei Jahre Geschichte (Anm. d. Red.).
Ein neues Album, produziert von Kalle Trapp, erscheint erst mit DEVIL'S CANYON 1996. Phil McCormack wird als neuer Sänger präsentiert. Da Danny Joe Brown erneut Probleme mit seiner Diabetes bekommt und ihm der Arzt absolute Ruhe verordnet, hat er selbst dafür gesorgt, für sich einen Nachfolger mit ähnlicher Stimme zu finden. Als Bassist hat man diesmal Andy McKinney und für's Schlagzeug Mac Crawford verpflichtet. Tim Donovan unterstützt John Galvin zusätzlich an den Keyboards. DEVIL'S CANYON entpuppt sich mit duellierenden Gitarren und peitschenden Rhythmen wieder als echter Hatchet-Kracher und gar mancher behauptet, dass Molly Hatchet ihr bis dato stärkstes und kompromißlosestes Album abgeliefert haben.
1998 erscheint das nächste Album SILENT REIGN OF HEROES. Der Stil des Vorgängers wird konsequent fortgesetzt, auch wenn etwas weniger Ohrwürmer zu finden sind.
Im folgenden Jahr sichert sich Bobby Ingram die Namensrechte für Molly Hatchet. Gerade der richtige Zeitpunkt, wenn man bedenkt, dass die ursprünglichen Bandmitglieder Dave Hlubek, Banner Thomas, Riff West, Steve Holland, Jim Farrar, Duane Roland, Jay Johnson, Bruce Crump und Greg VanderVoort eine neue Band namens The Dixie Jam Band gründen.
Im Jahr 2000 besteht Molly Hatchet nun aus: McCormack, Ingram, McKinney, Galvin, den Gitarristen Russ Maxwell und dem Schlagzeuger Sean Shannon. Später stößt noch der Gitarrist Mike Owings (ex-Allen Collins Band) dazu. Als Album erscheint in diesem Jahr LIVE AT THE AGORA BALLROOM, ein Live-Mitschnitt des Auftritts am 20.04.1979
2001 melden sich die Südstaatler mit dem Neuling KINGDOM OF XII eindrücksvoll zurück. Nicht zuletzt der Beitrag des legendären Geigenspielers Charlie Daniels, zeigt, was Molly Hatchet zu leisten vermag. Eine anschließende Tour, die am 3. Juli startet, unterstreicht das Bandpotenzial in gewohnter Weise auch 'live'.
Tim Donovan verlässt im Dezember 2002 die Band, wegen eines interessanten Projekts und wird von nun an bei Live-Auftritten von Jeff Ravenscraft vertreten.
Auch der Bassist Jerry Scott, der erst im Februar 2002 seine Band Brian Howe verlassen hatte, um bei Molly Hatchet zu spielen, packt im Mai 2003 seine Koffer und wird vom Gründer der Band Black Molly J.J. Strickland würdig ersetzt.
Im Februar 2004 schaffen es Molly Hatchet über den großen Teich nach Deutschland zu kommen, um dort Ein neues Studio-Album für SPV einzuspielen. Als neuer Bassist darf diesmal Tim Lindsey seine Qualitäten beweisen. Im April erschüttert dann die Nachricht vom Tod von Bobby Ingrams Frau Stephanie, Presse und Fans. Sie wurde nur 33 Jahre und war in den vergangenen Jahren so etwas wie der gute Geist der Band gewesen.
Die Jungs lassen sich trotzdem nicht hängen. Im Januar stößt erneut Dave Hlubek zur Band, der sie vor 25 aus der Taufe gehoben hatte. Das Line-Up setzt sich nun aus McCormack, Ingram, Hlubek, Galvin und Lindsey zusammen. Rich Del Falvo unterstützt als neuer Mann Galvin an den Keyboards und mit Shawn Beamer nimmt ein erfahrender Mann der Szene hinter der Schießbude Platz.
Das 2005er Album WARRIORS OF THE RAINBOW BRIDGE ist in vieler Hinsicht einzigartig. Mit Songs wie "Son of the South", beweisen Molly Hatchet, wie moderner Southern Rock gespielt werden sollte und mit Titeln wie "Rainbow Bridge" nehmen sie gefühlvoll Abschied von ihren Liebsten. Der Titel des Albums ist ebenfalls ein Tribut an die Verstorbenen, die man am Ende des Regenbogens wiedersehen würde - so die Vorstellung.
Kaum den einen Schock verarbeitet, ereilt der nächste Schicksalsschlag die Molly Hatchet Familie. Im Alter von 53 Jahren verstirbt am 10. März 2005 der ehemalige Mitbegründer und Sänger Danny Joe Brown an den Folgen einer Lungenentzündung, obwohl er gerade erst vom Krankenhaus nach Hause kam. |
Highlights:
| | 1979: MOLLY HATCHET, das Debüt ist noch etwas roh und ungeschliffen, aber durchaus hörenswert.
1996: Mit den Album DEVIL'S CANYON legen die Southern-Rocker ein Glanzstück hin.
2005: WARRIORS OF THE RAINBOW BRIDGE ist eines der härtesten und perfektesten Alben |
Homepage:
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J.G. 20.05.2010 |
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Noch mehr Bands... |
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Bandinfos |
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Band-Bilder |
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Covers |
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 Flirtin' with Disaster 1979
 Lightning strikes twice 1989
 Devil's Canyon 1996
 Kingdom of XII 2001
 25 Anniversary 2004
 Warriors of the Rainbow Bridge 2005
 Justice 2010 |
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Top-15 Bands |
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21 Tage-Hits bis 19.12.2011 |
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