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Review: Ramones - I speak Music |
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Herausgeber/Autor:
| | George DuBose, Vorwort: Glenn O'Brien |
Ausgabe:
| | Hardcover: 104 Seiten, Größe: 21x21cm |
Auflage:
Verlag:
ISBN:
Bezugsquelle:
| | www.lulu.com ID#877509 www.amazon.com search: I SPEAK MUSIC - RAMONES |
Sprache:
Preis:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 25.07.2007 |
Review:
| | Bandbiografien gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und letztendlich ist es nur noch interessant, wer wen mit einer noch unglaublicheren Geschichte übertrumpfen kann, wer die spektakulärsten Jugendsünden überlebt hat und wie hoch der mittlere Durchschnittskonsum an Alkohol, Nicotin oder gar noch härteren Drogen liegt.
Wer dies hier erwartet wird wohl kaum das Richtige finden, obwohl die Hauptrollen keine geringeren als die vier aus dem New Yorker Stadtteil Queens stammenden Punker von The Ramones spielen. Erzählt wird jedoch nicht die übliche Bandgeschichte, sondern die Zeit, als George DuBose die Band als Fotograf begleitete und dabei nicht nur Konzert-Szenen festhielt, sondern auch für mehrere Album-Covers verantwortlich war.
Der Blickwinkel eines Fotografen mag zunächst vielleicht nicht gerade spektakulär anmuten, jedoch wer glaubt, dass jedes Foto eine reine Routinearbeit darstellte, der wird schnell eines Besseren belehrt. Schon die einfachsten Shootings in der New Yorker U-Bahn erregten die Aufmerksamkeit der Ordnungshüter, die Genehmigungen verlangten. Auch die Idee einige Fotos im Bronx Zoo zu schießen, endeten nach dem ersten Telefonat mit einem "Absolutely not!
Wie es dann doch immer wieder gelang, die Fotos an der geplanten Location oder im Studio zu schießen, wird in unzähligen kleinen amüsanten Geschichten erzählt.
Wer sich, wie ich, schon eingehend mit Fotografie beschäftigt hat, der ist immer wieder erstaunt, wie groß früher der Aufwand in einem Studio betrieben wurde um Szenen zu kreieren. Mit heutigen Blue-Screen-Verfahren ist es möglich mit dem entsprechenden Equipment jede x-beliebige virtuelle Umgebung zu erstellen. Das war zur Zeiten von George DuBose und den Ramones noch nicht möglich.
Hier bastelte er noch selbst einen übergroßen Fliegenpilz und bemalte ihn anschließend mit Farbe - die leider bis zum Shooting noch nicht ganz trocken war. Improvisation ist alles und so war sich George nicht zu schade, den vier Musikern kleine Perser-Teppiche als Sitzunterlage zu spendieren.
Wer kann sich noch an die ersten Gehversuche Fraktaler Kunst erinnern? Im allgemeinen Sprachgebrauch als Apfelmännchen bezeichnet, stellten sie für so manchen Computerbesitzer eine wahre Geduldsprobe dar, bis ein brauchbares Bild berechnet war. Klar, dass auch diese Computer-generierten Kunstwerke für die Bildarrangements herhalten mussten.
Und wenn eine passende Wand für eine Exekutionsszene fehlt, dann wird eben eine solche im Studio nachgebaut. Als Holzbalken-Nachbildungen tun es diesmal mit brauner Farbe bemalte Styropor-Blöcke. Jetzt fehlt nur noch etwas Sand für den Untergrund und fertig ist der Hintergrund für das Album-Cover ADIOS AMIGOS. Blutrünstig, wie ich bin, hätte ich mir natürlich noch ein paar Einschusslöcher gewünscht, aber man kann es auch übertreiben...
Fazit: Auch für Nicht-Fotografen ist das Buch durchaus ein interessanter Fundus vieler bisher unveröffentlichter Fotos. Und wer nun befürchtet, mit den englischen Texten überfordert zu werden, der sei beruhigt. Auch Kandidaten, die ihr Abitur in Englisch nicht mit 1,0 absolviert haben, werden an dem leicht verständlichen und flüssigen Stil ihre Freude haben.
Mein Dank geht an George Dubose für das Testexemplar incl. Widmung. |
Tipp:
| | Wer die passende Musik von den Ramones in komprimierter Form zur Untermalung dieses Buches sucht, der sollte sich das Compilation-Album RAMONES, Reissue 1976 & 2001, Warner Bros. näher anhören, falls er nicht schon längst eine Ramones-Sammlung sein eigen nennen kann. |
Homepage:
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21 Tage-Hits bis 19.01.2012 |
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