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Review: Burning Ham
 
FIVE FINGERS - ONE FIST

Album:
 FIVE FINGERS - ONE FIST, 2006, Eigenvertrieb

Stil:
 Alternative Rock, Metal

Tendenz:
 Burnig Ham stammen aus Geseke im Kreis Soest und existieren nun seit fast zweieinhalb Jahren. Ihre Musik nennt das Quintett Flesh Rock. In dieser Zeit hat die Band sich im lokalen Umkreis einen guten Namen gemacht und eine EP, FIVE FINGERS - ONE FIST veröffentlicht. Außerdem wurden Exilia bei ihren Auftritt in Soest supportet. Musikalisch sind die fünf Jungs alle schon vorher in anderen Bands aktiv gewesen. Drummer Manuel Gonstalla spielt außerdem bei den Power Metallern von Torian.  M.K., 15.09.2007

Review:
 Das erste Stück nennt sich "...Like a Supersonic Song" und wird auch live quasi immer gespielt. Mit 05:08 Minuten ist es außerdem das längste Lied auf der EP. Man startet mit einem eingängigen Riff der zwei Gitarristen Thomas Schmidt und Niklas Krause, bis Frontmann Thorsten Heiße mit klarem Gesang die Strophe beginnt und hierbei von Bass und Drums unterstützt wird. Im Refrain kommen die Gitarren wieder hinzu, eine ordentliche Double Bass verfeinert den Chorus und verleiht ihm an Tempo. Von der Produktion her kann man mit dem Eindruck zufrieden sein, etwas mehr Druck hätte jedoch nicht geschadet. Gesanglich und spielerisch überzeugen Burning Ham, auch die Gitarrensoli in der zweiten Hälfte des Songs sind sauber und schnell gespielt. Zum Ende hin wird das Tempo angezogen, nach einem letzten Refrain ist dann Schluss.
Weiter geht es nun mit dem "Jewel Song". Dieser ist, ebenfalls wie der Opener, im gesunden Mid-Tempo gehalten und besticht durch den einprägsamen Refrain. Auch live weiss dieses Stück immer wieder zu unterhalten. Auf CD klingt Heiße älter als er eigentlich ist, der Qualität des Songs schadet dies jedoch nicht. Nach dem zweiten Refrain folgt hier ein Gitarrensolo, welches sich qualitativ nicht vor den großen Bands verstecken muss. Hiernach folgt ein guer Break mit abwechslungsreichem Drumming von Manuel Gonstalla, bis es nach der kurzen Bridge noch einmal den Refrain auf die Ohren gibt.
Mit "Five Fingers - One Fist" folgt nun der Titelsong der EP. Hier fällt das ausgereifte Songwriting auf, welches durch gutes Schlagzeugspiel und passende Riffs unterstützt wird. Auch der Refrain weiss zu überzeugen, da Heiße in den richtigen Momenten stimmliche Unterstützung seiner Mitmusiker bekommt. Erinnert an viele Thrashbands. Nach dem zweiten Chorus gibt es auch hier ein Gitarrensolo zu hören, welches kürzer ausfällt als das im Song zuvor gehörte. Danach gibt es ein weiteres Mal den Refrain zu hören, bis der kürzeste Song der EP nach 03:18 Minuten zu Ende ist.
Das vorletzte Stück namens "Threshold" zählt ebenfalls zu den am öftesten live gespielten Songs dieser EP. Musikalisch ist das ganze abwechslungsreich, ruhige Parts in den Strophen wechseln sich mit dem vertrackteren Refrain ab, der interessantes Drumming von Gonstalla beinhaltet. Nach dem zweiten Refrain kommt es zu einem schnell gespielten Gitarrensolo, bei dem die restliche Band in den Hintergrund tritt. Klingt etwas komisch. Hiernach folgt nochmals der Chorus, bevor auch "Threshold" sich dem Ende neigt.
Mit "My last Day" folgt der letzte und zweitlängste Song der FIVE FINGERS - ONE FIST EP. Eine langsame Gitarrenmelodie zu Beginn wird mit ruhigem Drumming und gefühlvollem Gesang kombiniert. Doch der Schein trügt, nach rund vierzig Sekunden entwickelt sich "My last Day" zu einem kraftvollen Mid Tempo-Rocksong. Tempo wird also aufgebaut, der Track geht gut nach vorne. Nach gut drei Minuten wird das Tempo etwas gedrosselt, um Platz für den Chorus zu machen. Der Übergang des Tempowechsels hätte eleganter gelöst werden können, das nachfolgende Gitarrensolo macht dieses kleine Manko jedoch wieder wett. Ins Solo mischen sich noch andere, kleine Spielereien, es klingt nicht so drüber gelegt wie in "Threshold". Kurz darauf ist das Stück nach 05:04 Minuten beendet.

Fazit: Burning Ham haben nach knapp anderthalb Jahren Bandgeschichte ihre erste EP aufgenommen. Das Songwriting ist ausgereift, gleicht sich jedoch leider des öfteren (Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Solo-Refrain).
Dennoch bleiben die Refrains im Kopf hängen, die Soli sind sauber gespielt und über die Fähigkeiten des Quintetts gibt es nicht viel Schlechtes zu berichten. Auch die Produktion des Erstwerks ist in Ordnung, etwas druckvoller hätte es zwar sein können, aber das hat nunmal seinen Preis.
Burning Ham können mit FIVE FINGERS - ONE FIST einen guten Eindruck abliefern. Live überzeugt mich die Band jedoch mehr, vor allem Thorsten Heiße hat auf der Bühne mittlerweile viel mehr drauf als auf dieser CD.
Sollte es der Band gelingen, ihre guten Live-Qualitäten mit ins Studio zu nehmen, dann erwartet uns ein sehr guter Nachfolger. Für ein Debüt ist FIVE FINGERS - ONE FIST jedoch sehr ausgereift und gut durchdacht. Man macht keinen Fehler, wenn man die CD über die Homepage der Band oder bei Konzerten erwirbt.

Titel-Liste:
 
  1. ...Like a Supersonic Song
  2. Jewel Song
  3. Five Fingers - One Fist
  4. Threshold
  5. My last Day

Laufzeit:
 22:03 Min.

Band-Infos:
 
  • www.burning-ham.de 
  •  
     
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    ¬ 02.06.2007
     
     

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