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Review: Calling Anger |
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Album:
| | THROUGH THESE EYES, 2007, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | Calling Anger stammen aus Niedersachsen und waren vorher unter dem Namen Livin' Milk bekannt. Doch zur aktuellen Demo wurde der Name geändert, die musikalische Weiterentwicklung war Grund genug hierzu. | | M.K., 20.08.2007 |
Review:
| | Los geht es mit einem "Intro", welches ganze 55 Sekunden andauert. Zu hören gibt es verzerrte, bedrohlich klingende und langsam gespielte Gitarren. Mehr nicht, aber für ein Intro reicht es.
Weiter geht es mit dem Titelsong, "Through these Eyes", welcher in der Machart direkt ans Intro anschließt. Schlagzeug und Bass setzen im Verlauf der ersten halben Minute ein, es geht langsam voran, bis nach ca. 35 Sekunden ein ordentlich gespielter Mid Tempo-Metalcore-Part losbricht. Sänger und Gitarrist Ben Füllbrunn überzeugt mit gutem und klaren Gesang, erinnert teilweise an Danzig oder Keith Caputo von Life Of Agony. Auch Volbeat schauen hier um die Ecke. Musikalisch bleibt die Band recht langsam im Mid Tempo. Die Gesangslinien machen sich direkt im Kurzzeitgedächtnis breit. Drummer Jan Müller bringt eine kurze Double Bass ins Spiel, die dem Song ordentlich Groove verleiht, bevor es mit einer ebenso groovigen Bridge weiter geht. Hier wird das Tempo aufgebaut, doch der Hörer wird mit einer viel ruhigeren Passage überrascht. Der Gesang setzt wieder ein, es geht im gewohnten Tempo weiter, bevor nach fast fünf Minuten Schluss ist.
Ruhig und mit klarem Gesang beginnt das nachfolgende "Anyway". Treibendes Drumming setzt im Hintergrund ein, der Spannungsbogen wird also gespannt. Nach vierzig Sekunden geht es recht progressiv weiter, bis der Refrain wieder zur Melodie und einer astreinen Gesangslinie führt. "Anyway" besticht durch ein gutes Spiel aus Härte und seichte Töne, auch der Gesang zeigt sich dementsprechend variabel. Abwechslungsreiches Songwriting halt. Im zweiten Teil des Songs kommt es zu einer aggressiveren und härteren Phase, die mit überzeugenden Shouting seitens Füllbrunn überzeugt, bevor es mit dem Refrain weiter geht. Dieser Refrain erinnert mich persönlich an Boysetsfire. Guter Song mit gescheitem Songwriting.
Der dritte Song auf THROUGH THESE EYES nennt sich "Consideration" und beginnt ähnlich ruhig wie der Song zuvor. Überzeugend ist hier der groovende Bass von Thorsten "Toddy" Suhrbier. Danach bricht der Song los, der Gesang wechselt ein weiteres Mal zwischen klaren Vocals und Shouting. Im Refrain dominiert jedoch der klare Gesang. Wieder einmal stehen sich hier Härte und Melodie gegenüber, das ganze ist gut ausbalanciert worden. In der Mitte des Songs kommt es zu einem schnell gespielten Part, der von einer Double Bass angetrieben wird. Darauf folgt das komplette Gegenteil: Calling Anger treten auf die Bremse und machen Platz für ein langsames Gitarrensolo, bevor es noch ruhiger wird und ein an den Beginn erinnernder Part startet. Danach geht es mit einem weiteren Refrain weiter, bevor der Song noch einmal etwas an Fahrt aufnimmt und relativ plötzlich endet.
Nun kommt der letzte Song der CD: "Lost my Way". Die Gitarrenmelodie zu Beginn erinnert mich an System of a Down und auch Tool, bevor es mit einem harten, an Nu Metal erinnernden Part weiter geht. Hier kann sich auch ein kurzes, an Slayer orientiertes Solo erinfinden. Die erste Strophe wird ebenfalls ruhig gehalten, bevor im Refrain wieder die Härte regiert. Danach wird beides zusammen gemischt, was meiner Meinung nach sehr gut klingt. Im Mittelteil des Songs kommt es zu einem etwas langsameren Part, der jedoch nicht an Härte einbüßt. Erst danach geht es mit zwei Gitarrenmelodien etwas ruhiger weiter, bevor es mit einem daran angeschlossenen Riff voran geht. Hier kann sich auch ein gut gespieltes Gitarrensolo platzieren, bevor es mit abgehackten Riffattacken und klarem Gesang weiter geht. Dann gibt es noch einmal den Refrain auf die Ohren, in dem das Tempo ordentlich angezogen wird. Dann ist Schluss. Bester Song der CD.
Fazit: Calling Anger nennen ihre Musik Melodic Metalcore. Dem kann ich nur bedingt zustimmen, denn die Musik der Gruppe hat ebenfalls deutliche Alternative Rock oder Nu Metal-Einflüsse. Ein überzeugendes Gemisch, welches durch den hohen Wiedererkennungswert der Stimme von Ben Füllbrunn noch eigenständiger wirkt.
Die vier Songs können alle überzeugen, hervorzuheben ist meiner Meinung nach das abschließende "Lost my Way".
Wird Zeit, dass die Jungs sich an ein Album wagen. Potential ist definitiv genug vorhanden. |
Titel-Liste:
| | - Intro
- Through these Eyes
- Anyway
- Consideration
- Lost my Way
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.calling-anger.de
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