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Review: Jan Dorn |
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Album:
| | ...UNTER DEN NADELBÄUMEN, 2007, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | Wie auch schon B-Stinged Butterfly schicken auch Jan Dorn ihren Tonträger mit einer kompletten und sehr ausführlichen Mappe. Wirkt professionell und hebt sich von den restlichen Demos deutlich ab. Musikalisch wird Dunkle Deutsche Härte versprochen, auf Bandfotos wirken die drei Mitglieder von Jan Dorn wie die frühen Rammstein. Sänger und Drummer Jan Lubitzki hat bereits vorher mit den Thrashern von Depressive Age fünf Alben veröffentlicht und ist dem ein oder anderen eventuell bekannt. | | M.K., 08.06.2007 |
Review:
| | "Mein Feind" beginnt mit etwas komischen Drumming und einem Synthesizer, bis gerade aus nach vorne gerockt wird. Die Stimme von Lubitzki erinnert etwas an Dero von Oomph!. Im Refrain ist die zweite Stimme etwas zu laut, man kann jedoch damit leben. Lyrisch gefällt der Song, vom Songwriting her macht es auch Sinn. Vor allem der hohe elektronische Anteil gefällt mir als Industrial-Fan.
Ruhiger, jedoch nicht weniger strange beginnt "Sommer", welches mit einer fast schon extrem poppigen Keyboardmelodie aufwartet. Der Riff im Hintergrund hat leider nicht zu viel Druck. Der Song an sich hätte mit den Lyrics ("Wir leben nur für einen Sommer") und der catchy Keyboardmelodie gute Chancen, im Radio gespielt zu werden, hat jedoch mit dem Prädikat Neue Deutsche Härte nicht allzu viel zu tun. Dennoch sind die Texte im Endeffekt tiefgündig, manche Passagen beiten sich zum Nachdenken an.
Mit 4:33 Minuten ist "Ganz normal" der längste Song auf ...UNTER DEN NADELBÄUMEN, und hier wird direkt mal ein härterer Riff ausgepackt, der mit Synthesizing unterstützt wird. Lyrisch geht es um ein sehr extremes Thema, denn detailreich wird hier das Vergehen am eigenen Kind aus der Perspektive eben jenes Kindes beschrieben, während im Refrain aus der Sicht des Vaters gesungen wird. Sehr heftiges Thema, das mit der Metapher Märchen "getarnt" wird. Heftig, aber durchaus berechtigtes Thema heutzutage. Der Song regt zum Nachdenken an und ist lyrisch mit Abstand das derbste, was mir in meiner bisherigen Zeit bei HardHarderHeavy.de unter gekommen ist. Trotzdem gut.
Weiter geht es mit dem Titelsong, "Unter den Nadelbäumen". Ein langsamer Riff trifft hier auf an Rammstein erinnernde Keyboardmelodien. In den Strophen dominieren Schlagzeug und Synthesizing, die Gitarre von Friedemann hat nicht viel zu melden. "Unter den Nadelbäumen" kommt mit traurig klingenden Lyrics daher und bietet den perfekten Anschluss an "Ganz normal". Gefällt mir sehr gut, muss ich gestehen. Auch vereinzelt auftretende Double Bass-Attacken passen in den Song, der, wie schon gesagt, vom Synthesizing und Gesang dominiert wird.
Den letzten Song der CD stellt "Zusammenhalt" dar. Balladesk fängt man an, mit Drums und einer ruhigen Keyboardmelodie. Lubitzki singt tiefer als in den Songs zuvor. Der Anteil des Synthesizers liegt in diesem Song wohl am höchsten. Lyrisch ein weiteres Mal anspruchsvoll, wenn auch manche Reime gezwungen wirken. Spannend ist der Song zwar nicht, das Ende kommt auch relativ abrupt.
Fazit: Nun denn. Das Trio Jan Dorn aus der Hauptstadt bietet Neue Deutsche Härte. Die Gitarren hören sich allerdings nicht wirklich hart und kraftvoll an und wirken, wenn man das Genre Dunkle Deutsche Härte beachtet, relativ verloren. Dafür kommt der Gesang klar und deutlich aus den Boxen, dort gibt es auch nichts zu kritisieren.
Lyrisch überrascht die Band mit Texten, die vor Metaphern und Umschreibungen strotzen. Als bestes Beispiel sei hier "Ganz normal" genannt. Der wohl beste Song des Demos, neben "Unter den Nadelbäumen".
Fans von Gruppen wie Rammstein oder auch Oomph! sollten sich die Gruppe mal anschauen. Wer auf dieser Demo jedoch krachende Riffs etc. erwartet, wird enttäuscht sein. Dafür ist die Produktion etwas zu schwach. Jedoch habe ich auch schon weitaus schlechtere Demos gehört. |
Titel-Liste:
| | - Mein Feind
- Sommer
- Ganz normal
- Unter den Nadelbäumen
- Zusammenhalt
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/jandorn
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