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Review: Ohm
 
FIXING THE SHADOW

Album:
 FIXING THE SHADOW, 2006, Eigenvertrieb

Stil:
 Hard Rock, Heavy Metal

Tendenz:
 Auch wenn es mir als Demo ans Herz gelegt wurde, so ist es schon fast ein ausgewachsenes Album, bei dem musikalische Erfahrung und zukünftiges Potenzial klar erkennbar ist. Noch nicht alles glänzt golden, in jedem Fall jedoch schon silbrig. J.G., 18.08.2007

Review:
 Die Ostschweizer machen endlich ernst und bannen ihre ersten Songs auf CD. Obwohl man dabei nicht sparsam war und gleich zehn Songs zusammengetragen hat, handelt es sich offiziell um eine Demo-Scheibe. Klar, die knappe halbe Stunde Spielzeit lässt für das geplante debüt noch jede Menge gestalterischen Freiraum, denke man nur an Gitarren-Soli. Aber trotzdem finde ich, sollen sich mal einige Bands eine Scheibe abschneiden, die es bei ihren regulären Alben auf magere acht oder neun Titel bringen - und davon vielleicht noch ein bis zwei gecovert.
Dass auch jede Menge Erfahrung mit im Spiel ist, wird schon nach wenigen Songs klar. Dies ist nicht zuletzt auf die Engagements der Mitglieder in anderen Bands zurückzuführen, Bassist Matthias Leuenberger spielt beispielsweise noch bei den Kollegen von Fair Haven, sondern auch auf unzählige Live-Auftritte.

Und hier nun einige Beispiele:
Genau so wie man es sich wünscht, knallt einem schon der Opener "The harder you come" die Riffs um die Ohren, das einem Hören und Sehen vergeht. Abgerundet wird die Leistung durch melodische Gesangslinien und gefälligem Refrain.
In bester Accept-Manier besinnt man sich bei "Chain Crusher" auf die guten alten 80er und zelebriert gewaltig nach vorne maschierende Retro-Kost, die so manchem Mitvierziger Tränen der Rührung in die Augen treiben wird.
Noch eine Spur härter geht man beim nächsten Song "Down the Drain" zur Sache. Auch wenn sich Sänger Sanji redlich bemüht, die Oberhand zu behalten, wäre es für die Gitarrenfront ein leichtes Spiel das Zepter zu übernehmen. Da ist auch angebracht, die allzu gefälligen Harmonien weitgehend auszusperren und mit metallischer Härte zu überzeugen.
"The Eye of Death" kann sicherlich live voll punkten, animiert sie doch schon nach wenigen Augenblicken zum Mitsingen. Die etwas quietschenden Gitarren-Effekte sorgen in jedem Fall dafür, dass sich auch die Schlaffies links hinten im Eck wieder aufmerksam dem Geschehen auf der Bühne folgen.
Mit "Break" versucht man den Spagat zwischen knallhartem True Metal-Riffing ala U.D.O. und melodischem Refrain einer Power-Ballade. Der Versuch gelingt nicht ganz und so bleibt ein weder "Fisch noch Fleisch-Geschmack" übrig. Etwas anders arrangiert, könnte hier noch ein richtig guter Bastard draus werden.
Trotz großen Ansprüchen auf eigenständiges Songwriting lassen sich auch bei "Fixing the Shadow" die deutschen Vorbilder von Accept und Co. kaum verleugnen. Dies trübt jedoch zu keiner Sekunde das Hörvergnügen.

Fazit: Obwohl unzweifelhaft sängerische Qualitäten spürbar vorhanden sind, hat er es mit dem Gefühl und dem Pathos etwas zu genau genommen. Absicht oder nicht, trifft er manche Gesangslinien um einen Halbton nicht so, wie ich es erwartet hätte und so klingt es für mich nur schräg. Stellenweise wird auch etwas zu nervig am Rande meiner Schmerzgrenze agiert. Hätte ebenfalls nicht sein müssen und vielleicht hat man es bei der Abmischung auch etwas zu gut mit dem Frontmann gemeint.

Eigentlich etwas schade, denn die Jungs an den Instrumenten sind prima auf einander eingespielt und machen ihre Sache wirklich gut. Angesichts der noch relativ kurzen Spieldauer einzelner Songs bleibt für das Debüt sicherlich noch einige Luft für so manches Solo oder Break.

Naja, inzwischen sollte sich die noch offene Sängerfrage auch bandintern geklärt haben und so warte ich gespannt auf ein ohm-inantes Debüt-Album.

Titel-Liste:
 
  1. The harder you come
  2. Chain Crusher
  3. Down the Drain
  4. Anywhere, somewhere, nowhere
  5. The Eye of Death
  6. Break
  7. Convince yourself
  8. Fixing the Shadow
  9. Enter the Night
  10. Are you ready

Laufzeit:
 28:51 Min.

Konzertberichte:
 
  • Konzertbericht vom 30.12.2005

  • Band-Infos:
     
  • www.go4ohm.com 
  •  
     
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