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Review: Raw |
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Album:
Stil:
Tendenz:
| | Raw präsentieren nach knapp einem Jahr Bandgeschichte ihre erste Demo, die mit zehn Songs schon fast ein ausgewachsenes Album ist. Die deutsche Übersetzung des Bandnamen wird beim Blick aufs Cover bewusst, ein rohes Stück Fleisch grinst den geneigten Hörer dort an. Zehn Stücke haben es auf das gute Stück geschafft, knappe 23 Minuten Spielzeit wird vom Media Player angegeben. Na dann mal los. | | M.K., 22.08.2007 |
Review:
| | Los geht es mit "The Aesthetic of Cruelty", welches mit 02:19 Minuten noch zu den längeren Stücken des Demos gehört. Der Beginn erinnert stark an die frühen Zeiten von Slayer, ein schneller Riff startet die Demo. Thrash Metal at it's best gibt es hier, komplettiert mit den Vocals von Ill Phil. Dieser singt sowohl tief als auch recht hoch, zeigt sich also variabel. Im Hintergrund gibt Drummer Krawallex mit seiner Double Bass alles, während es zu interessanten Breaks kommt. Ein kurzes Gitarrensolo kann sich noch ins Ende des Songs einfinden.
Nun folgt das kürzeste Stück, "Headache". Dieses verfügt über einen Punkriff, das simple Drumming im Anschluß lässt den Song in den Hardcore-Bereich abdriften. Des öfteren findet sich auch eine Double Bass ein, während Ill Phil seine Vocals herauskeift. Zu Kopfschmerzen fügt das 71 Sekunden lange Stück nicht, inklusive kurzem Gitarrensolo ganz ordentlich gehalten.
"Things will never change" bietet mit 03:31 Minuten Spieldauer den längsten Song und hat damit schon fast epische Ausmaße. Auch hier kommt ein punkiger Riff zum Einsatz, das Songwriting orientiert sich am vorherigen Lied. Hier gibt es auch eine Art Refrain zu hören. Nach einem Gitarrensolo geht es mit der zweiten Strophe weiter. Krawallex punktet auch hier wieder mit einer guten Double Bass, dafür ist die Snare recht eintönig verprügelt worden. Nach gut zwei Minuten kommt es zu einem interessanten Break, der Groove in den Song bringt. Eine Minute vor Schluß gibt es ein weiteres Solo zu bestaunen, welches sich als das bislang längste erweist.
Weiter geht es mit "Wasted Youth". Hier wird zu Beginn wieder ordentlich Thrash Metal gespielt, während Phil weiter seine Vocals herauskeift. Noch dazu kommt es im Refrain zu Gangshouts im Hintergrund. Hiernach folgt das obligatorische, kurz gehaltene Soli, bevor es mit präzisen Thrashriffs weiter geht. In der folgenden Strophe varriert der Gesang, Phil singt etwas tiefer. Nach dem zweiten Refrain findet sich ein sauber gespieltes Gitarrensolo ein. Danach ist noch Zeit für das Vortragen einiger Lyrics, bevor Schluss ist.
Die erste Hälfte der Demo wird von "The Rich and the Beautiful" beendet. Hier gibt es Anfangs eine alles zermalmende Double Bass zu hören, während Phil im Refrain die Gesangslinie daher plärrt. Hört sich nicht wirklich schön an. Dafür gibt es auch hier ordentliche Riffs auf die Ohren. Die monotone Snare schafft es, in den ganzen zweieinhalb Minuten Spieldauer ordentlich zu nerven. Dafür gibt es kurz vor Schluß ein Gitarrensolo, welches jedoch vom Ende des Songs abgewürgt wird.
Der sechste Song nennt sich "Drug me" und bleibt auf ähnlich hohem Geschwindigkeitslevel. Hier gibt es auch mehr Abwechslung im Drumming zu notieren. Auch die Gesangslinien variieren, der komplette, knapp zweiminütige Song ist kurzweilig geschrieben worden. Vor allem das abwechslungsreiche Drumming ist hervorzuheben.
Wieder an Slayer erinnert der Beginn von "Pigs". Phil Ill growlt hier das ein oder andere Mal Zeilen der Strophen ins Mikrofon, während im Hintergrund präzise und auf den Punkt gespielt gethrasht wird. Im Refrain wird es teilweise mehrstimmig und ein sauber gespieltes Gitarrensolo macht sich zwischendurch breit. In der zweiten Hälfte des Songs wird das ohnehin hohe Tempo weiter angezogen. Einer der besten Songs der Demo, hat mir gut gefallen, auch Dank des zweiten Gitarrensolo in der zweiten Hälfte.
"It's hip to be Shit" - diese Aussage ist der Titel des achten Songs. Und auch dieser fährt einem mit Hochgeschwindigkeit durch den Gehörgang. Ein viel zu kurzes Solo gibt es kurz nach Beginn zu bestaunen, ansonsten die typischen Raw-Elemente: Double Bass-Attacken, prägnante Snare und die eigenständige Stimme von Ill Phil. Das Ganze wird garniert mit der präzisen Sechs- bzw. Viersaiterarbeit und ist nach noch nicht mal zwei Minuten schon wieder vorbei.
Der vorletzte Song nennt sich "War takes One". Auch hier gibt es wieder schnellen Thrash Metal auf die Ohren, jedoch von Beginn an mit gegrowlten Lyrics. Kurz danach driftet der gute Phil wieder ins Keifen ab. Dafür gibt es im Refrain wieder Gangshouts sowie mehr Growlen in der zweiten Strophe. Diese Mischung der Gesangswechsel zieht sich durch den ganzen Song, zwischendurch darf noch ein kurzes Solo mitmischen und nach anderthalb Minuten ist Schluss.
Der zehnte und letzte Song auf RAW heißt "Like Ants" und beginnt mit zwei sich ergänzenden Gitarren, bevor Drums, Bass und Vocals einsetzen und im gewohnten Tempo fortgefahren wird. Phil keift einmal mehr seine Lyrics heraus, während die Band ihn mit durchaus vorhandenem Können unterstützt. Es gibt auch eine Art Refrain, die motiviert vorgetragen wird. In der Mitte des Songs kommt es zu einem Break, der einen Tempowechsel nach sich zieht. Bis zum Einsatz der Allzweckwaffe Double Bass wird die Geschwindigkeit kurzerhand verringert, um danach einem Solo Platz einzuräumen. Danach geht es mit dem Refrain weiter, dann gibts noch etwas Instrumental-Thrash auf die Ohren, Ende.
Fazit: Raw bringen mit ihrer selbstbetitelten Demo einen zehn Songs umfassenden Silberling unter die Leute, der mit einer Mischung aus Thrash und Hardcore-Punk überzeugen kann. Der Thrash-Anteil ist jedoch deutlich höher. Die Jungs wissen, wie sie zu spielen haben, die teilweise zehnjährige Musikererfahrung hört man definitiv raus. Auch die Lyrics können überzeugen.
Die zwei für mich störenden und auf Dauer nervenden Aspekte sind die in fast allen Songs gleich monoton gespielte Snare sowie der keifend-plärrende, leicht nasale Gesang von Ill Phil. Jedoch kann der gute Mann auch gescheit growlen.
Raw sind ein Thrash-Rohdiamant, von dem in dieser Verfassung hoffentlich noch einiges zu erwarten ist. Zu bekommen gibt es die Demo für den Spottpreis von nur drei Euro auf der MySpace-Seite der Band. |
Titel-Liste:
| | - The Aesthetic of Cruelty
- Headeache
- Things will never change
- Wasted Youth
- The Rich and the Beautiful
- Drug me
- Pigs
- It's hip to be Shit
- War taking One
- Like Ants
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/fuckingraw
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