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Review: Riots |
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Album:
| | LOVESINDEATH, 2006, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | Eigentlich ist schon vieles vorhanden, die Sohle, die Schnürsenkel, die Ösen, die Stollen jedoch fehlt noch das passende Oberleder, welches der Sache Form und Zusammenhalt gibt. Aber, es bleibt noch einiges zu Tun, bis daraus ein richtiger Fußball-Schuh wird.
| | J.R., 29.06.2006 |
Review:
| | Die Combo Riots existiert bereits seit 2002 und steht nun kurz davor, mit ihrem zweiten Demo LOVESINDEATH die Fans zu beglücken. Eindeutig auf den Pfaden des Heavy Rocks und Punk der guten alten 70er und 80er konnten sie bisher besonders Live reichlich Punkte sammeln.
Was man von dem Zweitling erwarten darf, habe ich mir näher angehört.
Es beginnt mit einem abgespacten Intro "Welcome To" alá Jean Michel Jarre mit schwebendem Synth.
Die Heavy Rock Nummer "Green Fairy" erinnert stark an das Flair der Schüler- und Highschool-Bands wie man es aus vielen amerikanischen Spielfilmen gewohnt ist. Kräftige stamfende, Bass-lastige Riffs leben von Spontanität und reißen sofort mit. Der Refrain besitzt ebenfalls Mitsing und Mitstampf-Qualitäten.
Rock´n Roll mit einem Touch von Soul bietet "You & Me". Der Song startet mit gernetypischen Rock'n'Roll Riffs, originell und unverhofft - die Bläsersätze. Ob Rock und Big-Band-Flair jedoch unter einen Hut zu bringen sind, soll jeder selbst entscheiden. Die Soli klingen stellenweise etwas konfus - und schwächeln auf dem Niveau von belanglosem Instrumentenmix.
Die Heavy Rock Nummer "Action" in der eindeutig der Bass die Richtung vorgibt. Den Refrain hab´ ich doch schon einmal gehört abwarten, mir fällt's schon wieder ein. Etwas mehr Action hätte nicht geschadet. Wenn ich schon eine Ansage wie "I need some Action" treffe, dann müssen wenigstens die Gitarren krachen oder das Schlagzeug Amok laufen.
Die Punk Rock Nummer "Love Song" kommt auf leisen Sohlen und legt dann richtig los. Mit einfachem, eingängigen Riff und treibenden Drums, schönem, melodischen Refrain mit typischen Punk-Gesang, einem trockenen Gitarrensolo das Lust auf mehr macht und einem echtem Schlußakkord - "no fade out" - bleibt der Eindruck einer liebenswerten Punk-Nummer mit gehörigem Spaßfaktor.
"Sweet Devil" ist ein Mix aus Stoner Rock mit Rock´n Roll Elementen und Punk Rock-Interpretation. Man stelle sich vor, irgendwo in der Weite der Prärie, mit einem mächtig röhrendem Bass und als Fade Out, die Wiederaufnahme des Intros. Hier kommt durch die geschickte Mischung der drei Stilrichtungen zum ersten Mal das Gefühl einer gewissen Eigenständigkeit auf, die man sicherlich weiter hegen und pflegen könnte und sollte.
Und das war´s dann auch schon mit der Reise durch die unterschiedlichsten Genres. Also Crossover? Nein: Doch vorwiegend Heavy.
Fazit: Betrachtet man den Gerne-Mix der Songs ist der Endstand 2:3 für Riots und doch ist man näher am Sieg, als es das Ergebnis vermuten lässt.
Insgesamt ist die Promo im Sound etwas dumpf - und wird sicherlich noch verbessert. Die einzelnen Nummer hängen doch sehr am Tropf jeweils nur einer Idee. Eventuell findet ja der Titel "Green Fairy" wieder eine "Zweit-Verwendung" in der Werbung.
Was mir ein wenig fehlt, ist die musikalische Substanz und ausgestalterische Raffinesse. Vielleicht sollte man überlegen, ob ein zweiter Gitarrist oder ein Keyboarder nicht förderlich wäre und mehr Spielraum für Ideen und Volumen schaffen könnte.
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Titel-Liste:
| | - Welcome To
- Green Fairy
- You & Me
- Action
- Love Song
- Sweet Devil
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.riots-music.com
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