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Review: Sirenia |
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Album:
| | SIRENIAN SHORES, 2004, Napalm |
Stil:
Tendenz:
| | Manches Songmaterial wird deshalb nicht veröffentlicht, weil es einfach zu schwach ist. Tut man es trotzdem, so muss man auch die Schelte vertragen können. "Finger weg!", sage ich. | | J.G., 04.12.2005 |
Review:
| | Wenn man ein richtiger Fan ist, dann fällt das Warten bis zum regulären Album schwer. Zu leicht verfällt man der Versuchung und greift auch bei einer EP zu. Nach den ersten beiden ziemlich guten Sirenia-Alben war für mich klar, dass auf der EP sicherlich das eine oder andere Sahneschnittchen lauern wird. Doch weit gefehlt, weniger fette Sahne als vielmehr magerer Quark wird mir hier vorgesetzt.
Schon der Opener "Sirenian Shores" lässt ahnen, dass ich enttäuscht werden könnte. Was bei dem Titel "Star-crossed" des letzten Albums begann wird hier sehr lieblos umgesetzt. Ziemlich fehlplatzierte Grunts und ein dünnes Stimmchen von Henriette lassen kaum Freude aufkommen. Aus grandiosem Original wird magere Hausmannskost.
War der Song "Save me from myself" im Original noch eine Ballade mit angehauchter Melancholie, so ist der Remix ein totaler Reinfall. Für das richtige Gothic-Flair braucht man keine Synthie-Klänge, die man eher einer Disco- oder Pop-Gruppe zuschreiben würde.
Und der Schrecken hat kein Ende. "Meridian", im Original ein wahres Bombast-Stück mit allem, was guten Gothic ausmacht, verliert in dieser Acoustic-Version gänzlich alle Ausstrahlung. Keine Grunts dafür Chorpassagen und Fabienne Gondamins Vierzeiler im Wechselspiel mit einer Violine. Hier bekommt man ein laues Lüftchen angeboten anstatt ein Werk mit Ausdruck und Kraft. Die Langeweile hat ihren Höhepunkt erreicht.
Mit dem Cohen-Klassiker "First we take Manhatten" wird endlich der erste Song geboten, der annähernd mit den bisherigen Sirenia-Werken vergleichbar ist. Ob es Emmanuelle Zoldans ausdrucksstarke Stimme ausmacht oder der deutlich fettere Sound, ist schwer zu sagen. Mehr als Durchschnitt darf man trotzdem nicht erwarten.
Bei dem Schlussakt "Obire Mortem" kommen Erinnerungen an Orff's Carmina Burana auf. Aber für richtiges Feeling ist der Song zu kurz um richtige Eindrücke zu hinterlassen.
Alles in allem jammerschade, dass man den Fans so etwas zumutet. |
Titel-Liste:
| | - Sirenian shores
- Save me from myself (Remix)
- Meridian (Acoustic)
- First we take Manhattan
- Obire mortem
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Laufzeit:
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