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Review: Skyline Symmetry
 
FEAR

Album:
 FEAR, 2007, Eigenvertrieb

Stil:
 Progressive Metal

Tendenz:
 Das größte Manko an dieser Demo ist der geringe Umfang, denn nach drei Songs habe ich tierisch Lust auf "mehr" bekommen. Dies verdient einen Doppeldaumen nach oben! J.G., 18.03.2007

Review:
 Leider gehört es heutzutage scheinbar zum guten Ton, sich und seine Leistung zunächst völlig falsch einzuschätzen. Da sollen geniale Wort- und Satzkonstrukte der Anschreiben über musikalische Defizite hinwegtäuschen.
Umso erfreulicher ist es, dass die Jungs von Skyline Symmetry aus Düren nicht an dieser Krankheit leiden, sondern sich ziemlich genau selbst beschreiben können.
Was soll mich also erwarten?
Zeitgemäßer Progressive Metal mit einer gesunden Portion an Härte ohne die Ohrenschmeichler auszusperren. Nun, ich bin gespannt.

Da wird nicht lange gefackelt, ein kurzes Slap-Bass-Riff und gleich geht es bei "Fear" in bester Heavy Metal-Manier in die Vollen. Schon nach wenigen Hooklines ist allerdings klar, dass es sich nicht um Standard-Hausmannskost handelt, sondern an allen Ecken und Enden progressive Elemente regieren.
Der Refrain ist sehr gefällig, fast etwas zu glatt geraten und bleibt mit seiner leicht hymnischen Attitüde sofort im Ohr.
Der folgende dezente Break untermalt mit einigen Naturgeräusch-Samples läutet die nächste nun deutlich härtere Runde ein. Mit druckvollem Drumming werden die gitarrendominanten Riffs direkt ins Großhirn gestanzt.
Michael Widdaus Stimme fügt sich dabei recht gut ein ins Gesamtkonzept und sie schafft es auch sich gegen die scheinbare Instrumentendominanz durchzusetzen. Ein kurzes Gitarrensolo beendet den Opener für meine Geschmack etwas zu abrupt.

Deutlich traditioneller mit tief gestimmten Gitarren und leicht düsterem Touch beginnt "Mental Oblivion". Ein Keyboardteppich untermalt dabei recht geschickt die groovigen Riffs bevor das Keyboard in der folgenden ruhigeren Passage sogar das Zepter in die Hand nimmt.
Diesmal ist der Refrain sehr intensiv und hart. Sogar Michaels Part fällt wesentlich aggressiver aus und ein paar Mal wird er wohl ins Mikro gebissen haben.
Der Song lebt im weiteren Verlauf von dem Wechselspiel zwischen druckvoll groovenden und sanfteren Riffs. Natürlich dürfen dürfen an geeigneten Stellen die kurzen Gitarren-Soli nicht fehlen.

Explosives Power-Drumming sorgt zu Beginn von "Daidalos" für genügend Adrenalin im Blut, bevor nach einem genialen Break die Sache in eine medodiöse sanfte Gasse abbiegt. Wer jetzt nicht gefasst ist, wird wohl überrascht sein, wenn gluturale Shouts die Harmonie stören. Aber keine Angst, der Refrain ist wieder ein zuckersüßer Ohrenschmeichler und beim zweiten Mal ist man auch besser auf die Shouts gefasst. Auch hier ist wie bei den Songs zuvor die thematische Vielfalt beeindruckend, die trotz aller Kurven, Abzweigungen und Windungen zielsicher immer wieder zum Hauptthema zurück findet.

Fazit: Genau so sollte guter Progressive Metal klingen. Engagierte Akteure ziehen ohne Rücksicht auf Trends und Modeerscheinungen ihr Ding durch und kommet dabei immer wieder auf den Punkt, anstatt sich im Nirvana planloser musikalischer Interpretationen zu verlieren.
Zur Abwechslung handelt es sich um Progressive Metal mit beachtlichem Live-Potenzial. Was viele Bands nur mit aufwendiger Studiotechnik umsetzen können, sollte mit einer gewissen Routine für Skyline Symmetry kein Problem darstellen.
Dass sie die Massen von der Bühne aus begeistern können, scheint nach eigenen Angaben auch der Fall zu sein.
Zwei Daumen nach oben - und schade, dass die Sache schon nach drei Songs zu Ende ist.

Titel-Liste:
 
  1. Fear
  2. Mental Oblivion
  3. Daidalos

Laufzeit:
 14:15 Min.

Band-Infos:
 
  • www.skylinesymmetry.de 
  •  
     
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