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Review: Taletellers |
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Album:
| | THE MILLILES OF MERCY, 2006, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | "Klotzen statt Kleckern", wenn Sie diesem Wahlspruch des Demos auch bei ihrem Debüt-Album treu bleiben, kann noch etwas Großes daraus werden. Ich bin gespannt. | | J.G., 09.12.2006 |
Review:
| | Nicht nur namentlich ist unschwer zu erkennen, dass die Wurzeln der 2005 ins Leben gerufenen Taletellers in der ehemaligen Rock'n'Roll Band Taletellers Soulsellers zu suchen sind. Doch mit einfachem Rock'n'Roll geben sich die vier Musiker, Alan Costa, Stefan Kuhn, Pascal Luois und Ben Graf noch lange nicht zufrieden. Vielmehr haben sie sich eine interessante Heavy Rock/Metal- und Punk-Mischung zu eigen gemacht, die bei jedem Song klingt, wie aus einem Guss. Aber nicht nur musikalisch wurden die Ziele hoch gesteckt. Schon für das Artwork des Demo-Covers konnten sie Mark Wilkinson für sich gewinnen, der u.a. für Judas Priest (Painkiller), Led Zeppelin, Marillion, The Darkness und Iron Maiden tätig war. Also "Klotzen statt Kleckern" ist angesagt. Mal sehen, ob dies auch musikalisch angesagt ist.
Das kurze Gitarrenintro "The Missiles of Mercy" mit einprägsamen Rhythmusriff und verspielter Lead-Gitarre hält sich noch sehr zurück, lässt aber jeden Profi vermuten, dass die Show erst noch richtig losgeht.
Richtig vermutet! Bei "Bad Motherfucker" geht es dann so richtig zur Sache. Der flotte Heavy Rock-Rhythmus bekommt einen breiten Punk-Gitarren-Teppich verpasst und auch die Gesangslinie bedient sich ausgiebig aus der Punkrock-Kiste. Es ist fast nicht möglich sich dem Ohrwurm-Refrain zu entziehen und am liebsten möchte man aufspringen und wenigstens an der Luftgitarre mächtig mitrocken. Vielleicht hätten es ein paar Wiederholungen des Refrains "Bad Motherfucker" weniger auch getan, aber was soll's.
Wie ein Bullterrier, der sich gerade genüsslich ins Hosenbein des Postboten verbissen hat und dabei wild den Kopf schüttelt, lässt "G.D.A." ebenfalls nicht locker. Mit voller Power geladen, werden hier die Riffs in die Menge geschleudert. Etwas weniger Punk als beim Vorgänger und dafür stellenweise ein Schippchen mehr Rock. Trotzdem pflügt er noch als waschechter Punk-/Rock-Bastard seine tiefen Furchen in die Gehörgänge, seien es die punkigen Orgelklänge oder die rockigen Gitarren-Soli.
Mit ein paar Sekündchen Pause sorgt "Mr. President" gleich zu Beginn für eine Bomben-Stimmung und es ist unschwer zu erkennen, wer hier an den Bush ähh... Pranger gestellt wird. Obwohl hier das Tempo etwas herausgenommen wurde, geht es noch tierisch genug zur Sache, dass es für einen Tritt in den Allerwertesten ausreicht. Schade, nach knappen 18 Minuten ist schon wieder Schluss. Ich hätte noch genügend Adrenalin im Blut für ein paar Extra-Schichten.
Fazit: Ein wirklich überzeugendes Punk/Rock-Erlebnis findet hoffentlich bald seine Fortsetzung. Erfreulicherweise gibt es immer wieder Bands, die den Sinn eines Demos verstanden haben. Es geht hier nicht um Quanität sondern um Qualität. Dazu gehört das Songwriting ebenso, wie auch die Produktion. Nur wenn beides, wie im Falle der Jungs von Taletellers überzeugen kann, hat man auch etwas zum vorzeigen. Und so soll es doch schließlich sein, oder? |
Titel-Liste:
| | - The Missiles of Mercy
- Bad Motherfucker
- G.D.A.
- Mr. President
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.taletellers.de
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