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Interview: Crown of Glory |
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Schon seit über einem Jahr stehen gerade Reviews und Bandbios von Schweizer Bands bei unseren Besuchern hoch im Kurs. Das war für uns Anlass genug, mehr von eidgenössischen Bands zu erfahren. Diesmal fiel die Wahl auf die Combo Crown of Glory, die bereits seit 1998 mit ihrem Power Metal und AOR Fans zu begeistern weiß. Der Frontmann Heinz Muther hat sich für uns die Zeit genommen und ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Dass dabei stellenweise der angeborene Schweizer Humor nicht zu kurz kam, ist Ehrensache. |
Datum:
Wir fragten...
| | Jochen: Da falle ich doch gleich einmal mit der Kirche ins Dorf, denn zuerst interessiert mich, wie ihr auf euren Bandnamen gekommen seid? Die Bild-Collage eures Covers für "Spirit" erinnert an den Kreuzgang einer Kathedrale. Darf man religiöse Hintergründe vermuten?
Heinz: Nein, das Cover zeigt zwar wie du bereits richtig erkannt hast das Gewölbe einer Kathedrale, das ist aber eher zufällig entstanden.
Um das Ganze zu erklären muss ich etwas weiter ausholen.
Im Sommer 2003 haben wir damit begonnen ein komplettes Album einzuspielen dessen Produktionstitel ART OF PAYBACK lautete. Im Verlauf der Aufnahmesessions kam es zu internen Spannungen, die mit dem Ausstieg von zwei Bandmitgliedern (Cyril und Marco) endeten.
Wir haben uns wieder aufgerafft und noch mal, mit neuem Gitarristen und neuem Drummer, von vorne angefangen.
All die Enttäuschungen aus dieser Zeit haben wir textlich im Song "Spirit" verarbeitet. Zudem war es für uns wichtig, zusammen mit den Neuen (Hungi und Merz) wieder zum alten Teamspirit zurück zu finden.
Das dazugehörige Cover ist ein Werk unseres Gitarristen Markus. Es hat einfach zum CD-Titel gepasst wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
Jetzt seid ihr schon seit 1998 zusammen und eure Mini-CD hat sich scheinbar besser verkauft bzw. mehr Abnehmer gefunden, als ihr erwartet habt. Mittlerweile gibt es ein zweites Mini-Album "Spirit" und ihr seid auch mit einem Song auf dem Heavy Metal Nation II-Sampler vertreten Ist das für euch ein Meilenstein oder nur ein kleiner Zwischenschritt?
Es ist schön zu sehen, dass sich die Leute für unsere Musik interessieren. Und manchmal etwas überraschend auf welch abenteuerlichen Wegen unsere Musik an die erstaunlichsten Orte kommt.
So ist unsere erste CD zum Beispiel in Ländern wie Chile, Neuseeland, Frankreich etc. von Radiostationen gespielt worden. Wir konnten Gigs im Vorprogramm von Leuten wie Blaze, Candlemass, Bruce Kulick, Shakra und Axel Rudi Pell bestreiten.
Und unsere CD verkauft sich ohne professionelle Vertriebsgesellschaften hervorragend.
Da war es natürlich schön auf einem Sampler wie Heavy Metal Nation den Opener beizusteuern.
Übrigens wird im Frühling ein weiterer Sampler namens Helvetic Rock 2 erscheinen, auf dem wir auch vertreten sein werden.
Es fehlt nur noch ein "richtiges" Album. Was darf man hier erwarten, denn erste Anläufe habt ihr ja schon hinter euch?
Natürlich ist es unser Ziel, als nächstes ein komplettes Album abzuliefern. Wir sind auch schon eifrig mit dem Songwriting beschäftigt. Wir möchten uns die Zeit nehmen, um das Maximum aus uns heraus zu holen und unseren Fans das beste Crown of Glory Album zu liefern, das wir machen können.
Es ist geplant Ende des Jahres ein Studio aufzusuchen.
Lasst euch überraschen.
Wenn wir schon bei Aufnahmen sind. Die Schweiz ist nicht gerade riesig. Gibt es überhaupt genügend qualitativ hochwertige Studios, empfiehlt es sich ein eigenes Studio einzurichten oder sogar z.B. nach Deutschland auszuweichen?
Das Thema Studio ist etwas worüber man sicherlich Bände schreiben könnte.
Meistens ist die Auswahl eines Studios, für Bands wie wir, vor allem eine Preisfrage, da man ja kein Label im Rücken hat.
Wie viele andere Bands auch, stecken wir jeden Franken den wir zusammenklauben können in die nächste Produktion.
Zu den Studios ist folgendes zu sagen, es gibt in der Schweiz mit Sicherheit auch Studios die den Vergleich mit dem Ausland nicht zu scheuen brauchen wie z.B. die Montreux Mountain Recording Studios (u.a. Queen, Rolling Stones, Michael Jackson etc.) beweisen.
Klar gibt es im Metal-Bereich Namen, mit denen jeder arbeiten möchte sprich Sascha Paeth oder Mika Jussila von Finvox. Es wäre auch gelogen zu sagen, dass wir uns die Möglichkeit entgehen lassen würden, mal mit den genannten Herren zu arbeiten, und sicherlich wäre es schön seine CD mit so klingenden Namen zu schmücken.
Aber ob es Sinn macht sich mit Produktionskosten heillos zu verschulden ist fraglich, man kauft sich ja üblicherweise auch nicht einen Ferrari als Erstwagen. (Stimmt, den fährt normalerweise die Frau als Zweitwagen - Anm. d. Red.)
So suchen wir also ein Studio das zu uns passt, egal ob das sich jetzt in Deutschland oder in der Schweiz befindet.
Welche Unterstützung von Labels dürft/könnt ihr in eurer Heimat erwarten?
Da ist es natürlich wie überall anders auch, es gibt die Nachwuchsförderung in Form von Samplern wie Heavy Metal Nation (Quam Libet Records / K-tel Schweiz) oder Helvetic Rock, um nur zwei zu nennen.
Ansonsten ist es ziemlich schwer in irgendeiner Form von einem Label Unterstützung zu erhalten.
Jetzt gibt es in der Schweiz immerhin auch Größen im Geschäft, wie z.B. Krokus, Gotthard oder Shakra. Könnt ihr von dieser Seite Hilfe erwarten, z.B. Erfahrungsaustausch, Empfehlungen oder herrscht eher "Futterneid"?
Wie überall kann ich nur für mich sprechen. Ich kenne die Jungs von Gotthard und Krokus nicht.
Über die Herren von Shakra kann ich nur Gutes berichten. Wir hatten während der "Rising-Tour" die Möglichkeit einige Daten (Gigs) mit Ihnen zu spielen und ich kann nur sagen die Jungs sind echt in Ordnung und haben den Erfolg verdient.
Apropos LIVE, ihr ward kürzlich auch bei der Burgdorfer Rocknacht vertreten und habt glücklicherweise den besseren Tag (Samstag) erwischt. Wie sind eure Erinnerungen?
Wir haben bis jetzt eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht, egal wo wir waren. Aber die Berner haben irgendwie den Narren an uns gefressen. Wir haben im Kanton Bern so oft wie sonst in keinem anderen Kanton gespielt. Die Konzerte waren durchwegs sehr gut besucht und die Leute gehen dort ab wie ein Zäpfchen!
Außerdem gibt es da ein paar richtige Die-Hard-Fans von uns, die fast an jedem Konzert zu sehen sind. Tja, ein tolles Völkchen diese Berner.
Ist das (Rocknacht Burgdorf) in etwa die durchschnittliche Größenordnung eurer Auftritte?
Ja, im Großen und Ganzen entspricht es etwa dem durchschnittlichen Crown of Glory Konzert. Ausnahmen sind Großanlässe wie Z7, ABC-Mix oder andere.
Ist es euch auch schon mal so ergangen, wie den Kollegen tags zuvor? 30 Gäste, davon noch fünf Musiker der Vorband und dann so tun als wäre der Laden gerammelt voll?
Erstaunlicherweise erst einmal in Kreuzlingen im Z88 zusammen mit den Kollegen von Pertness. Da waren im Konzertlokal Polstersessel aufgestellt in welchen sich das ohnehin spärliche Publikum flegelte. War nichts zu machen. Passte aber auch zum ganzen Abend.
Bei der Hinfahrt hatte uns die Aargauer Kantonspolizei den Wohnwagen außer Verkehr gesetzt und die Bandkasse mit einem saftigen Bußgeld gebeutelt.
Und bei der Heimreise wurden bei einem Pinkelstop unsere beiden schlafenden Roadies aus dem Schlaf gerissen und unter Drogenverdacht aufs heftigste kontrolliert.
Alles in allem ein gelungener Abend. Oder wie der Ami sagt: A Night to remember!
Was war bisher euer größter und/oder erfolgreichster Live-Auftritt?
Eigentlich ist jeder Gig ob groß oder klein sehr speziell, weil man nie weiß was passiert.
Aber sicherlich sind die Deutschland Konzerte und die Gigs im Z7 vor allem der Support für Axel Rudi Pell unvergessliche Erlebnisse.
Gab es auch einmal eine lustige Live-Begebenheit, bei der ihr heute noch lachen müsst, wenn ihr dran denkt?
Von denen gibt es unzählige und einige würde ich am liebsten vergessen z.B. meinen Ikarus-Flug.
Als ich getragen von "Zugabe"-Rufen in einem Anfall von Energie mit einer Flasche Bier in der Hand auf die Bühne sprang und der Sprung ca. 5cm zu kurz geriet.
Ich blieb mit der Schuhspitze am Bühnenrand hängen, und segelte quer über die Bühne. Während meines Segelfluges über die Bretter, die die Welt bedeuten, duschte ich, mit Hilfe der einsetzenden Zentrifugalkraft die ersten Zuschauerreihen sowie dass Equipment meiner Band.
Mein Einsatz riss Band und Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin.
Noch eine Frage zu eurem aktuellen Problem. Die Position eures Bassisten ist schon seit längerem nur noch eine Notlösung, da Ursula eigentlich kaum noch Zeit hat Ist hier eine viel versprechende Nachfolge in Aussicht, denn ihr sucht schließlich schon seit Juni 2005?
Die Suche nach einem geeigneten Ersatz für Ursi gestaltet sich echt schwierig. Wir hätten nicht gedacht, dass es so wenig Bassisten in der Schweiz gibt. Wir konnten zwar schon einige Bassisten antesten und einige Listenings stehen noch aus, aber bis jetzt ist noch nichts entschieden.
Abgesehen davon ist es natürlich nicht alleine das technische Können, dass einen Bassisten für uns auszeichnet. Es gilt auch Ursi als Person zu ersetzen, und das ist mindestens genau so schwierig.
Zum Glück steht uns Ursi bis wir einen Ersatzmann oder eine Ersatzfrau gefunden haben, weiterhin zur Seite.
Eine Anmerkung in eigener Sache. Eure Musik ist wie ein "Schrei nach Freiheit" und trotzdem sperrt ihr freiheitsliebende Benutzer eines Opera-Browsers, wie uns, aus. War euch das schon bewusst/bekannt? ;-)
Opera-Browser??... Kein Anschluss unter dieser Nummer... ;-)))
Zu guter Letzt, habt ihr noch etwas auf dem Herzen, was ihr euren Fans sagen möchtet?
Danke!!!
Was wäre die Band ohne die Leute die die Konzerte besuchen und die CD`s kaufen?
Nichts!!!
Heinz, wir danken Dir für die offenen und aufschlussreichen Antworten. Gruß an die restliche Truppe und macht weiter so.
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Band-Infos:
| | www.crown-of-glory.ch  |
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Bandinfos |
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