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Interview: Die Kollegen |
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Vier sympatische Musiker der Band "Die Kollegen" aus Wien standen uns diesmal Rede und Antwort. Mit 20 Jahren musikalischer Erfahrung auf dem Buckel, sind wir gespannt, was sie uns alles zu berichten haben. |
Datum:
Wir fragten...
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Hallo "Kollegen", so richtig wie Pennäler seht ihr mir ja nicht mehr aus. Habt ihr eine klassische Musikausbildung genossen (z.B. Blockflöte, Klavier,...)? Wann habt ihr denn eure ersten Erfahrungen mit der Musik oder mit Bands gesammelt und wie seid ihr zu euren Instrumenten gekommen?
Günther: ich hab 'ne klassische Klavierausbildung absolviert, ich denke meine Klavierlehrerin hat sich meine CDs ein wenig anders vorgestellt :-)
Lorenz: eine E-Gitarre als "little junior" und dann ging's los ...
Herbie: schon als Schuljunge würgte ich die Stromgitarre - jetzt gibt's den Hammerbass!
Alex: einmal Drummer, immer Drummer!
Wer hatte eigentlich die Idee zu euren Bandnamen? Ich hätte kaum eine richtige Rockband dahinter vermutet.
Günther: Korrekt! Ist ein interner Bandgag - Namen sind Schall und Rauch - der Name klingt letztendlich und eine wirkliche Schublade bzw. Musik-Kategorie existiert dafür auch nicht...
Welche Vorbilder haben euch bisher musikalisch am meisten geprägt?
Günther: BAP, Heinz Rudolph Kunze, Rammstein, Reinhard Mey (kein Gag!), Bob Dylan, Udo Lindenberg
Lorenz: Rammstein, Zakk Wylde, Dream Theater (but not DJ Ötzi !!!)
Herbie: Good old Ozzy and Sabbath, Priest, AC/DC, Type o Negative
Alex: Kiss, no way of british heavy metal, Megaherz, Rammstein, Dream Theater
Gibt es bei euch eine treibende Kraft für das Songwriting bzw. die Lyrik oder bringt jeder Ideen mit ein?
Günther: ist unterschiedlich - Text von "Der Mann" ist von mir, Text vom "Kreuz" ist von Herbie, musikalisch ist es ebenfalls gemischt!
Seid ihr mit eurem jetzigen eingeschlagenen Stil zufrieden oder möchtet ihr musikalisch noch etwas experimentieren oder gar weiterentwickeln?
Günther: Nie stehen bleiben, es muss immer abwechslungsreich und spannend bleiben.
Eure CD Kreuzzug habt ihr mit deutschen (und lateinischen) Texten versehen. Die Texte selbst erscheinen nur auf den ersten Blick religiös. Ansonsten lassen sie jede Menge Spielraum für (system-)kritische Äußerungen. Heißt das, ihr wollt besonders hier im deutschsprachigen Raum auch verstanden werden und eure "Kritik" an den Fan bringen?
Es geht hier nicht um eine fingerzeigende, belehrende Kritik sondern die Texte sind Ausdruck unserer emotionalen Welt, bedeutet in dem Fall: Wäre doch schön wenn wir unseren Planeten und uns selbst weniger schaden zubereiten würden! Natürlich ist da Kritik, Zorn,... dabei. Als Gesamtkunstwerk verstehend ist es uns natürlich wichtig, dass unsere Fans unsere Message verstehen.
Religion: Hat jeder so seine eigene Auffassung - ohne Spiritualität bzw. Glauben an bessere Welten wäre diese Welt gleich Stein.
Mit Österreich verbinde ich zuerst Bands wie Darkwell, Edenbridge und Visions of Atlantis einerseits oder andererseits eher Pop alá Falco und E.A.V.. Ist es nicht schwer in Österreich mit dieser Art Musik Fuß zu fassen?
Es gibt kaum bis keine Unterstützung seitens österreichischer Record-Companies, Radiosender, etc.!
Obwohl z.B. bei Rammstein die Wiener Stadthalle (15.000 Besucher) ausverkauft war, gilt immer noch als Argument: So etwas würde sich hier schwer verkaufen lassen. Wir haben auch keine Medium-Plattform für diese Musikrichtung. Allerdings haben wir einen namhaften österreichischen Vertrieb gefunden, der einige Wiener Shops wenigstens mal mit 50 Stück bemustert (Vertrieb Hoanzl).
Mal sehen...
Wie schaut es mit positiven Signalen aus der Schweiz oder Deutschland aus? Könnt ihr dort eine Zielgruppe für eure Musik erkennen?
Beide Länder wurden erst vor kurzem mit unserem Produkt bemustert.
Ich nehme mal an, dass ihr mit eurer Musik bisher noch keine 6- oder 7-stelligen Beträge verdient. An dieser Stelle sind wir mal neugierig, wie ihr sonst eure Brötchen verdient. Steve Harris hatte damals ja seinen Beruf als technischer Zeichner zu Gunsten von Iron Maiden aufgegeben und Tomi Göttlich hat seine Kenntnisse als Geschichtslehrer gleich für das neue Album SAGAS OF ICELAND von Rebellion genutzt.
Günther: Arbeit mit behinderten Menschen bei der Lebenshilfe Niederösterreich
Lorenz: Außendienst in der Touristik-Branche
Herbie: Technischer Angestellter bei Siemens Austria
Alex: Betreibe mit meiner Schwester einen Vergnügungsbetrieb im Wiener Prater
Obwohl ihr eure Band zur Zeit "nur nebenberuflich" betreibt, zeigt die Qualität eurer CD Kreuzzug (incl. Video) doch eine gewisse Ernsthaftigkeit. Was habt ihr denn für Zukunftsziele?
Kollegen: Da wir alle schon seit fast 20 Jahren in diversen u.a. namhaften österreichischen Bands aktiv sind/waren, jeder inzwischen zahlreiche Tonträger (ohne großen Erfolg) vorweisen kann und nun noch immer "still alive" sind, ist das Ziel klar: Wir wollen den absoluten Erfolg, Mega-Konzerte und Airplay!!
Ist Kreuzzug ein Mini-Album, das ihr thematisch noch mit weiteren Songs ausbauen und ergänzen wollt?
Kollegen: Wäre möglich, wir wollen uns aber da nicht festlegen: Da das Album in Eigenregie produziert wurde, existiert hier letztlich auch nur der finanzielle Aspekt.
Schweben euch schon ein paar neue Ideen vor? Leute, die es verdienen, dass man ihnen etwas auf die Füße tritt, gibt es ja mehr als genug.
Da stimmen wir einstimmig zu, die gibt es: Tendenz steigend! Es gibt vielerlei Ideen in diese Richtung, sie müssen aber erst konkretisiert werden.
Ihr wurdet wegen einer Verletzung eures Drummers Alex für Live-Auftritte im Sommer 2005 ausgebremst. Ist mittlerweile wieder alles ok?
Wenn seine Genesung weiterhin so fortschreitet, werden wir bald mit Proben für das Live-Programm beginnen und hoffentlich Mitte/Ende September unseren Kreuzzug starten können!
Wenn wir schon bei Live-Auftritten sind, können euch die Fans demnächst irgendwo spielen sehen/hören?
Wie gesagt, wir brennen darauf, Ende September endlich wieder live präsent zu sein, aber leider ist derzeit noch nichts konkretes bekannt. Wir würden auch gerne Zugang zu größeren Veranstaltungen, vor allem in Deutschland, finden...
An welchen eurer Live-Auftritte erinnert ihr euch am liebsten?
Es gibt so viele Erlebnisse, Szenen, Leute, Bilder, coole Momente einfach... an fast jeden unserer Auftritte denken wir gerne zurück!
Welchen Auftritt würdet ihr am liebsten für immer aus eurem Gedächtnis streichen, wenn dies möglich wäre? Was war eure bisher größte Live-Panne?
Günther: Im Bundesland Kärnten, als wir unmittelbar vor dem Gig Witze über den Politiker Jörg Haider von der damaligen FPÖ machten (ein Kärntner), und während des Gigs sowie kurz davor auf der Toilette sich fast Handgreiflichkeiten anbahnten - ein bis obenhin Besoffener kletterte dann auch noch auf die Bühne und wollte auf meinem Keyboard herumfingern ... what a bloody fuckin' gig!
Zum Schluss noch etwas Technik. Auf welches Equipment schwört ihr denn zur Zeit?
Günther: Mikros von Neumann im Studio
Lorenz: Kramer-Gitarre Nr.243 und Marshall JCM800 (na klar), Boss Effekte
Alex: Ludwig Drums
Herbie: Warwick total und Jackson Bass
HardHarderHeavy: Vielen Dank für das Interview.
Wir wünschen euch für die Zukunft viel Erfolg und viele neue Fans. Und vielleicht sehen wir uns ja sogar in Deutschland.
Kollegen: Auch Euch vielen Dank, viele Leser und hoffentlich ein baldiges kollegiales "Wiedersehen" !! |
Reviews:
Band-Infos:
| | www.diekollegen.com
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