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Interview: Firewind
 
Firewind - Gus G.Am 9. November 2006 besuchten die griechischen Power-Metaller von Firewind das Z7 im schweizerischen Pratteln.
Obwohl Gus G., seines Zeichens Saitenhexer und Chefdenker der Truppe, satte vier Stunden auf sich warten ließ, harrte Roger W. tapfer aus und bat den Helenen schließlich doch noch auf den Interviewstuhl.

Datum:
 R.W., 09.11.2006, Übers: N.B.

Roger W. fragte...
 Eure Tournee läuft nun bereits seit fast 3 Wochen - wie ist sie bisher verlaufen?

Gus G: So weit, so gut. Die meisten Konzerte waren ausverkauft in den 6 oder 7 Ländern, in welchen wir bereits gespielt haben. Die Reaktionen waren in allen überall durchweg positiv, die Fans scheinen Firewind zu schätzen. Ich denke, dies ist die richtige Tour für uns, denn Dragonforce ziehen sehr viele junge Leute an. Für uns ist dies von Vorteil, denn so erhalten wir die Möglichkeit, auch diese Zielgruppe zu erreichen. Wir sind sehr zufrieden mit der Tournee.


Findest du vom Musikalischen her gesehen diese Kombination Dragonforce / Firewind eine gute Sache? Denn ihr habt einen anderen Musikstil als Dragonforce!

Wir haben eigentlich denselben Stil wie Dragonforce, nur sind sie viel extremer und schneller als wir. Beide Bands greifen auf dieselben Wurzeln wie beispielsweise Iron Maiden zurück. Folglich beinhaltet die Musik beider Bands sehr viele Melodien und Gitarren, viele Gitarrensoli sowie einige technische Dinge - wir haben zum Beispiel beide melodischen, hochwertigen Gesang sowie gute Reißersongs. Ich denke, wir sprechen grundsätzlich beide dieselben Fans an.


Wenn ich das neue Album mit dem Vorgänger FORGED BY FIRE vergleiche höre ich, dass die Musik nun doch ziemlich anders klingt. Wieso?

Sicher hatten der Drummer- sowie der Sängerwechsel einen Einfluss auf den Sound, doch grundsätzlich spielen wir immer noch denselben Stil wie vorher. Wenn du alle unsere Alben miteinander vergleichst, so fällt auf, dass wir immer wieder neue Elemente zu unserer Musik dazugefügt haben. Aber wir spielen immer noch denselben gitarrengetriebenen Hard Rock/Heavy Metal wie bis anhin. Dabei handelt es sich um traditionelle Sounds, doch durchmischt mit moderneren Elementen - das war immer unser Ziel.


Früher hast du in verschiedenen Bands gespielt, heute nur noch bei Firewind. Ist es ein Problem für dich, dass du mit nur einer Band nicht mehr die Vielseitigkeit hast wie wenn du in mehreren Bands spielst?

Ich finde, Firewind ist eine sehr vielseitige Band. Wir haben alles Mögliche an verschiedenen Musikelementen in unserem Sound: Sehr viele unterschiedliche Gefühle und Stimmungen, mehr melodische Sachen und Balladen, aber auch sehr viel Speed Metal sowie einige Midtempo- und Hard Rock Sachen. Für mich stellte Firewind immer die perfekte Balance dar, weshalb ich die anderen Bands nun auch verlassen und mich dazu entschlossen habe, nur noch bei Firewind zu spielen.


Wessen Idee war es, für den Song "Breaking the Silence" eine Frauenstimme einzusetzen?

Tara ist eine Freundin von mir, die ich kennen lernte, als ich vor ein paar Jahren in Schweden lebte. Sie kommt eher aus der Pop/Soul/R'n'B-Ecke und ist daher eigentlich kein Metalgirl - sie liebt zwar Rock und Metal, doch hat sie grundsätzlich einen anderen Background. Wir waren in Schweden, um unser Album aufzunehmen, hatten jedoch mitten im Aufnahmeprozess ein Problem mit diesem Song, denn uns gefiel die Melodieführung nicht. So lud ich Tara ein, bei uns im Studio vorbei zu schauen und sich den Song einmal anzuhören, um vielleicht noch etwas dazu zu schreiben oder allenfalls ein paar Backing Vocals zu singen. Tara nahm dann den Song mit nach Hause und arbeitete daran. Als sie ihn ein paar Tage später wieder zurück brachte und die Melodie von "Breaking the Silence" vom Anfang bis zum Schluss so sang, dachten wir nur: "Shit! Ihre Version des Songs ist viel besser als unsere!" Da kam uns der Gedanke, dass es am besten ist, ein Duett zu machen zwischen Tara und Apollo. Nun ist das Stück schlussendlich wie ein kleines Highlight unseres Albums geworden und gibt der Scheibe eine ganz andere Dimension, denn man erwartet so etwas von Firewind nicht. Ich finde, es ist eine nette Überraschung geworden.


"Breaking the Silence" ist der Lieblingssong meiner Freundin…

Oh wow, wirklich? Es ist schön, das zu hören. Wir lieben den Song und manchmal nehmen wir Tara mit auf Tour für ein paar Konzerte. Vor ein paar Wochen war sie beispielsweise mit uns in Holland und sie begleitete uns auch zu den großen Sommershows in Japan dieses Jahr. Sie war auf vielen Konzerten als Special Guest mit dabei und kam auch sehr gut an bei den Fans. Wir hoffen, dass wir es das nächste Mal schaffen, sie für eine ganze Tournee mitzunehmen.


Plant ihr eine Headliner-Tour, evt. auch durch die Schweiz?

Ähm, noch nicht. Wir werden vermutlich erst nochmals eine Support-Tournee machen, bevor wir dann vielleicht einmal als Headliner auf Tour gehen werden.


Aber dann vermutlich erst mit dem nächsten Album?

Ja, vermutlich schon. ALLEGIANCE verkauft sich viel besser als der Vorgänger, die Band befindet sich auf dem aufsteigenden Ast. Wir hoffen, dass wir mit dem nächsten Album Headliner-Konzerte spielen können.


Euer jetziger Sänger Apollo ist ein super Frontmann!

Magst du ihn? Ja, er ist ein sehr guter Frontmann, er ist einfach verblüffend. Er weiß ganz genau, wie er mit einer Menge umgehen muss und wie er die Stimmung am Kochen halten kann. Dazu hat er eine tolle Stimme und trifft jeden Ton - er ist wirklich unglaublich, der Typ!


Wenn dir Songideen kommen, wie hältst du diese fest? Mit Tabs, oder mit Noten?

Im Normalfall habe ich ein Homestudio zur Verfügung, wo ich meine Sachen aufnehme. Danach programmiere ich grob das Schlagzeug dazu und mache ein Vorproduktions-Demo, welches ich der ganzen Band austeile. Wenn die Vorproduktion beendet ist, gehen wir normalerweise in den Proberaum und üben das Material zu fünft ein. Das haben wir jetzt bei ALLEGIANCE das erste Mal so gemacht, dass die ganze Band zurück ins Studio ging, um zu proben wie eine richtige Band. Bei diesen Proben haben wir dann unter anderem auch die kleinen Details gefixt wie die Dynamik oder kleine Arrangements hier und dort, die beim ersten Hördurchgang vermutlich keiner hören würde, jedoch dem Album eine ganz andere Dimension verleihen.


Jetzt etwas zu dir, du wirst ja sehr oft mit Yngwie Malmsteen verglichen - was denkst du über diese Vergleiche?

Ich weiß es nicht. Soll ich jetzt gut oder schlecht darüber denken? Ich weiß es nicht. Was kann ich darüber sagen? Klar fühle ich mich geschmeichelt da Yngwie einer meiner Lieblingsgitarristen ist. Und es schmeichelt natürlich schon wenn dir jemand sagt, dass du zu den besten Gitarristen gehörst.


Hast du Yngwie schon einmal getroffen?

Nein, noch nie.


Ist es nicht langweilig für dich, immer mit derselben Person verglichen zu werden?

Ich habe auch schon andere Vergleiche gehört, gerade letzte Nacht hat mir beispielsweise jemand gesagt, ich sei wie Ritchie Blackmore weil mein Gitarrenspiel sehr viel Melodie und Technik, aber auch verschiedene Gefühle beinhaltet - eigentlich alles Dinge, die ein guter Gitarrist mitbringen sollte. Die Leute sagen mir aber auch oft, dass mein Stil eher dem von Dimebag Darrell oder Michael Schenker ähnelt. Schlussendlich hört jeder etwas anderes aus der Musik raus und gibt seine eigene Erklärung ab. Ich für meinen Teil probiere einfach, meinen eigenen Stil zu spielen und versuche nicht, mich mit anderen Gitarristen zu vergleichen. Ich bin nur Gus und spiele das, was ich spiele.


Welcher war früher dein Lieblingsgitarrist?

All die Typen wie Michael Schenker, Uli Jon Roth, Garry Moore, Tony Iommi, David Gilmore, Santana - ich höre alle verschiedenen Spielarten gerne, ich liebe sie alle.


Gab es einen speziellen Anlass, der dich dazu bewogen hat, mit dem Gitarrenspiel zu beginnen?

Ich habe angefangen Gitarre zu spielen wegen eines Gitarristen namens Peter Frampton. Mein Vater hörte sich immer diese Wahnsinns-Harmonien von ihm an und ich hörte diese Improvisation mit dem Talk-Box-Effekt, welcher die Gitarre zum sprechen brachte. Da dachte ich nur: "Was zur Hölle ist das denn? Ich will Gitarre spielen!" Das Nächste, was passierte war, dass ich ??? (leider ist der Name nicht zu verstehen) auf MTV sah und der ist ein solcher Virtuose auf der akustischen Gitarre, dass ich einfach nur eine Gitarre haben und von ihm lernen wollte. Von da an hörte ich alles Mögliche, Led Zeppelin zum Beispiel. Black Sabbath veränderten dann mein Leben. Tony Iommi spielte eine sehr wichtige Rolle in der Art und Weise, wie ich anfing, über Heavy Metal zu denken.


Was sind die wichtigsten Dinge, die du gelernt hast aus deiner Zeit bei anderen Bands wie Mystic Prophecy oder Dream Evil?

Es gibt nicht nur etwas, das du lernst beim Spielen und Touren mit anderen Bands, das sind viele Dinge. Ich lernte, wie man mit anderen Bandmitgliedern kooperiert, die Ideen anderer zu respektieren und zusammen Kreatives zu erschaffen. Du lernst, mit anderen zu leben, denn es ist nicht einfach, für ein- oder zwei Monate mit zehn anderen Typen in einem Tourbus zu sein.


Ich habe einige Geschichten darüber gehört, teilweise muss es sehr schwierig sein.

Touren ist nicht einfach. Es gibt gute und schlechte Zeiten und wenn du auf Tour bist, dann bist du auf Tour und mitten im Nirgendwo kann alles passieren. Daher musst du auf alles und jedes gefasst sein, dich professionell verhalten und trotzdem dein Zeugs zusammen kriegen. Es ist auf jeden Fall ein stetiger Lernprozess.


Was tust du, wenn du eines der Bandmitglieder einmal für ein paar Stunden einfach nicht mehr sehen willst und kannst?

Klar, es gibt Zeiten, in denen ich morgens aufwache, alles hasse und niemanden mehr sehen will und mich schlichtweg nach etwas Privatsphäre sehne, denn auf Tournee hast du so gut wie gar keine Privatsphäre. In solchen Situationen mache ich vielleicht einen Stadtbummel und suche mir irgendwo ein ruhiges Plätzchen oder ich versuche, das Ganze zu vergessen, einfach sozial zu sein und darüber zu stehen. Denn was soll man machen? Es ist wie eine kleine Gesellschaft.


Was ist für dich das Positivste am ganzen Touren?

Das Positivste ist die Chance, in der ganzen Welt herum zu reisen und unsere Musik in ganz verschiedene Nationen zu bringen und das jeden einzelnen Abend. Dazu finde ich es toll, neue Fans und Freunde kennen zu lernen, später wieder an einen Ort zurück zu kehren und für die Leute zu spielen - immer wieder und wieder. Dies ist für mich die größte Befriedigung. Ich finde es auch unglaublich, die Möglichkeit zu haben, in die Schweiz zurückkehren und wieder spielen zu dürfen. Wir werden während dieser Tour in 13 verschiedenen Ländern spielen, das ist für uns ein Riesending, wir spielen sogar in Taiwan.


Hast du die Schweizer Alpen schon gesehen?

Nein, ich hatte noch keine Gelegenheit dazu, denn es gibt während einer Tour immer so vieles zu tun. Nehme beispielsweise den heutigen Tag, ich hatte ja kaum Zeit, mit dir dieses Interview zu machen, da ich ständig auf Achse war. Aber ich möchte die Alpen definitiv einmal sehen, vielleicht einmal in den Ferien.


Wir Schweizer gehen in den Ferien nach Griechenland…

Und wir kommen in die Schweiz - wir tauschen einfach die Orte!


Ich habe gelesen, dass du einmal in den U.S.A. gelebt hast - stimmt das?

Ja, ich lebte etwa für ein Jahr in den U.S.A., das müsste 1998 gewesen sein.


Was hast du dort gemacht?

Anfangs habe ich am Burkley College in Boston Musik studiert, hörte aber nach ein paar Wochen wieder auf und bat ein paar Schulkollegen, mir auszuhelfen. Das war die Zeit, in der das erste Firewind-Demo entstand. Ich sagte mir einfach: "Fuck, ich werde meine eigene Band gründen und sehen, was daraus wird und wo es mich hintreibt!" Danach zog ich weiter nach Florida, wo ich ein paar Verwandte habe. Bei ihnen blieb ich dann etwa ein Jahr und versuchte, Firewind auf die Beine zu stellen, doch ich fand einfach nicht die richtigen Leute dazu. Deshalb reiste ich weiter nach Schweden, wo ich bei Dream Evil anfing - und der Rest ist Geschichte.


Also sprichst du auch Schwedisch?

Ein kleines bisschen - nicht viel, aber ein kleines bisschen, ja.


Du tourst viel und nimmst viel auf - kannst du von der Musik leben?

Glücklicherweise ja. Es ist nicht so, dass ich ein reicher Kerl wäre, aber ich habe mit 12 oder 14 Alben ein ziemlich großes Archiv an Alben, auf denen ich mitgespielt habe. Dazu verdiene ich etwas Verlagsgeld (publishing money?) und mache sehr viel Werbung für Kliniken (clinics?) und solche Sachen. Ich versuche, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Musikbusiness beschäftigt zu bleiben. Natürlich hoffe ich, dass die Band und somit auch die finanziellen Einnahmen weiter wachsen. Mein ultimativer Traum wäre, dass alle Bandmitglieder von Firewind leben könnten. Wir arbeiten daran.


Es läuft soweit gut. Hilft dir dabei auch dein eigener Bekanntheitsgrad? Denn Gus G. ist ein doch recht bekannter Name in der Metalszene…

Ja, es hilft der Band. Die Fans, die ich bereits bei anderen Bands hatte, sind interessiert daran zu erfahren, was ich jetzt mache. Vielleicht testen sie unser neues Album einmal an. Die Band ist im Wachstum, das Album erhält gute Kritiken, wir sind auf einer großen Tournee…wir haben im Moment eine recht große Präsenz. Hoffentlich, wie ich sagte. Es ist ein steter Wachstumsprozess, Schritt für Schritt.


Gus G. ist ja fast schon ein Marketingname…

Ich weiß es nicht. Für die Plattenlabels denke ich schon, ja.


Ihr Jungs von Firewind kommt fast alle von Griechenland und habt Namen, die sehr kompliziert und für den Rest der Welt nur schwer auszusprechen sind (finde ich zumindest).

Nicht wirklich. Petros Christo - das ist kurz, Mark Cross - er ist halb Engländer/halb Deutscher, Apollo Papathanasio - ok, aber da kann man einfach Apollo sagen, das versteht jeder, und Bob Katsionis - das finde ich, ist auch nicht so schwer.


Folglich regelt ihr das so, dass du dich einfach Gus G. nennst und Apollo seinen Nachnamen weglässt?

Yeah!


Das Line-Up bei Firewind wechselt sehr häufig. Was denkst du über das aktuelle Line-Up?

Was ich darüber denke? Ich hasse es, wenn ich Mitglieder auswechseln muss. Es ist wie in einer Beziehung, du hast eine Freundin und kommst plötzlich nicht mehr mit ihr klar, warum auch immer. Oder du hängst mit Freunden rum, doch nach fünf Monaten ist die Freundschaft nicht mehr so eng, aus welchen Gründen auch immer. Zum Beispiel Chity (Somapala, früherer Sänger bei Firewind). Er entschied sich dafür, die Band aus persönlichen Gründen zu verlassen. Da kann ich nichts dagegen tun, doch das Leben bzw. die Band muss weiter gehen. Ich löse die Band sicher nicht auf wegen jemandem, der irgendetwas anderes machen will. Firewind ist eine ernste Sache, in die wir als Mitglieder investieren, und in die (no ergänzt) das Plattenlabel investiert. Wir haben echt keine Zeit für jemanden, der nur rumplempert und nicht seriös mitarbeiten will. Das aktuelle Line-Up funktioniert viel besser als das alte, wie man auch an diversen Dingen erkennen kann: Wir haben einen besseren Frontmann, ein besseres Album, unser Label pusht und unterstützt uns mehr, steht voll hinter uns und hilft uns. Wir sind nun seit einem Monat auf Tournee und haben noch einen weiteren Monat vor uns - das Ganze ist wie eine kleine Familie geworden.


Du denkst also, dass dieses Line-Up länger halten wird als die vorherigen?

Ja, denn wir diskutieren schon jetzt sehr viel über zukünftige Pläne. Offenbar scheinen wir jetzt eine wirkliche Einheit zu sein, was wir vorher nie waren. Früher fielen die Dinge öfter auseinander wenn es darum ging, ein neues Album zu machen. Jetzt ist die Basis solider und stabiler.


Manchmal braucht es einfach seine Zeit. Kai Hansen hatte mit Gamma Ray in den ersten 5-6 Jahren auch ständig große Probleme, hat jetzt aber ein sehr starkes und stabiles Line-Up.

Ja, es ist sehr schwierig, die richtigen Leute zu finden. Schau dir doch mal Annihilator oder Megadeth an. Das sind zwar große Namen im Music Business, doch sie alle haben Probleme. Ich weiss nicht, es gibt einfach Probleme mit Beziehungen zu anderen Leuten. Ok, viele Leute denken: "Er wechselt so oft die Mitglieder in der Band, er ist ein Arschloch!", doch dies ist nicht immer der Fall. Manchmal kommt jemand in die Band, der sich jedoch in seiner Rolle innerhalb der Band nicht wohl fühlt. Oder er hat nach einer Weile den Eindruck, er sei etwas Besseres als er wirklich ist, will mehr Geld, mehr von diesem oder jenem. Oder das Gegenteil ist der Fall und der eine will das nicht, der andere will etwas anderes nicht. Es ist in etwa wie wenn du mit einer Freundin zusammen bist, die du hasst (lacht). Nein, es ist einfach sehr schwierig. Vermutlich hast du auch schon von Bands gehört, die sich nach einer Tour aufgelöst haben - einfach deshalb, weil es hart ist, zusammen zu leben, sich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche zu sehen, die Ausdünstungen der anderen zu riechen - das ist schlichtweg nicht einfach. Manchmal sind es nur die kleinen Sachen, die einem aber sehr stören. Man sollte grundsätzlich versuchen, die anderen Mitglieder und Freunde in der Band zu lieben und zu akzeptieren für das, was sie sind. Mit dieser Einstellung bleibt dann auch diese spezielle Chemie innerhalb der Band bestehen. Dies ist der Grund, weshalb ich dich Hoffnung noch nicht aufgegeben habe.


Mark Fox von Shakra erzählte mir auf der letzten Tournee mit Hammerfall diesbezüglich auch ein paar Geschichten…

Hatten die auch Probleme? Ja…ja. Jede Band hat ihre Probleme, wir sind längst nicht die einzige Band mit Problemen. Kuck dir eine Riesenband wie Slipknot an, die haben sich schon x Mal beinahe aufgelöst - kein Wunder, denn versuche mal, 9 Personen unter einen Hut zu kriegen!


Lass uns zum Schluss noch über andere Dinge als Probleme sprechen. Wie ist die Beziehung zu deinen Fans?

Ich halte engen Kontakt zu ihnen. Ich mag die Fans, die zu unseren Konzerten kommen, um uns zu sehen. Wir gehen raus und zeigen uns, zum Beispiel beim Merchandising Stand. Wir treffen unsere Fans, hängen mit ihnen rum, was auch immer. Wir schätzen die Fans, die ein Ticket kaufen und zu unseren Konzerten kommen und wir schätzen die Fans, die Geld ausgeben für unsere CD's. Wir nehmen uns immer Zeit für unsere Fans, immer - für das sind wir hier.


Was sind eure Zukunftspläne?

Die Band aufzulösen! (lacht) Nein, Spass beiseite. Wir werden diese Tour beenden, dann folgt die UK-Tour mit Dragonforce bevor wir für die Weihnachtstage heimfahren. Nächstes Jahr werden wir dann nochmals eine Europa-Tournee und danach vermutlich eine Asien-Tour machen. Dann kommen die Sommer-Festivals und danach Amerika an die Reihe.


Viel Arbeit!

Viel Arbeit, yeah. Und zwischendrin werden wir noch versuchen, das neue Album zu schreiben. Wir werden als sehr beschäftigt sein.


Viel Glück bei euren kommenden Projekten. Habt ihr ein paar letzte Worte für euere Schweizer Fans?

Ja, ich hoffe, dass ihr alle "heavy" und "Heavy Metal" bleibt. Testet doch einmal unser Album an wenn ihr es noch nicht gehört habt, es heißt ALLEGIANCE. Dir möchte ich für das Interview danken und wir hoffen, dass wir nach Pratteln oder sonst wohin in die Schweiz zurück kehren und für euch spielen können.


Vielen Dank, dass Du Dir so viel Zeit genommen hasst!



 
 
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