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Interview: Krokus
 
Krokus: Marc Storace, Tony CastellKrokus sind in der Schweiz Ikonen, vergleichbar mit den Scorpions in Deutschland. Und sie sind nach wie vor die einzige Schweizer Band, die in Amerika große Erfolge feiern konnten. Mit ihren vier Alben METAL RENDE-VOUS, HARDWARE, ONE VICE AT A TIME und HEADHUNTER konkurrierten sie sogar AC/DC und gehörten neben Iron Maiden, Judas Priest, Def Leppard zur Speerspitze des Heavy Metals.

Interne Intrigen, Fehlmanagement und Leichtsinn beendeten den Höhenflug aber bereits 1984. Darauf folgten immer wieder neue Anläufe, das Schiff Krokus auf Kurs zu bringen. 2007 könnte es nun endlich klappen. Mit dem neuen, sehr starken Album HELLRAISER im Gepäck begleiten sie HammerFall auf ihrer Frühlingstour. Dass von der Erfolgsbesetzung nur noch der Sänger Marc Storace dabei ist, stört dabei wenig. Am letzten Konzert vor der Tour fragte ich fürs Radio Kanal K (www.kanalk.ch) und rockstation (www.rockstation.ch) den Sänger Marc Storace und den Bassisten Tony Castell aus, wie es denn nun um Krokus stehe und in wie fern der Name noch berechtigt ist.

Datum:
 R.W., 29.12.2006

Wir fragten...
 Gratulation zum gelungenen Konzert heute in Uster.

Tony Castell (TC): Danke. Es hat Spaß gemacht. Es war wirklich ein geiler Gig zum Abschluss von diesem 2006. Es war wirklich mega, mega. Es war ausverkauft, die Leute haben getobt. Es hat uns gut getan.


Gerade die Publikumschöre waren gewaltig. Marc, wie schwierig ist es für dich al Sänger, gegen diesen Chor anzukämpfen?

Marc Storace (MS): Die Energie vom Publikum kann man mit einem guten Fußball-, Tennis-, Ping Pong- oder was weiß ich für einen Match vergleichen. Wenn der Gegner gut ist, dann spielst du selber noch besser. Es gibt gutes Publikum, sehr gutes und fantastisches wie heute. Das gibt der Band sehr viel Energie um gerade noch mehr zu geben und um aus sich selber raus zukommen. Und das macht einfach immer gewaltig viel Fun, wenn es so ist.


Wie erlebt ihr Live die neuen Songs im Vergleich zu den alten?

Tony: Also wirklich sehr, sehr positiv. Es ist unglaublich. Ich meine es ist mittlerweile auch eine neue Generation da. Und das ist das, was wir auch in ganz Europa beobachtet haben. Also auch schon auf der letzten Skandinavien-Tour. Dass sie diese Songs wirklich lieben. Es ist eine frische da. Es ist Krokus 2006, sage ich jetzt mal, oder schon fast 2007 (das Interview fand am 29.12.2006 statt). Und sicher auch durch die neue Formation, die den Drive wirklich drauf hat. Für uns ist das sehr wichtig. Für Krokus war das immer so, auch in den früheren Zeiten, dass einfach die Qualität, die Musikalität, dieser Power, dass das vor allem Live verhebt und einfach brettert. Wir haben wirklich sehr positive Feedbacks für die neuen Sachen erhalten.


Für mich wart ich auch wirklich die Headliner und mit Abstand die beste Gruppe des Abends.

Tony: Merci. (lacht geschmeichelt) Also weißt du für uns… Man sieht ja auch bei den Vorbands, dass sie auch ziemlich Happy und auch dankbar sind, wenn sie vor uns spielen können. Ich meine wir sind auch keine Band, die die Vorbands reinlegen oder benachteiligen wollen. Klar wir haben unsere Regeln. Aber die sollen auch ihre faire Chance erhalten. Ich meine „music is the only language“, wo wir alle gleich reden. Uns so muss es einfach auch sein.


Nach welchen Kriterien wählt ihr die Setliste aus?

Marc: Das ist immer ein Bisschen schwierig weil wir viele Klassiker haben. Es gibt viele Songs, die wir gerne spielen würden. Aber es ist unmöglich alles in nur zwei Stunden zu spielen. Dann stellen wir immer etwas von neusten Album vor und leider, oder eigentlich muss ich zum Glück sagen, ist es so, dass „Hellraiser“ viele, viele gute Songs hat. Wir könnten eigentlich das gesamte Album Live spielen. Es ist so ein Album, dass es nur einmal in 50 Jahren gibt. Ein Album welches du von Anfang bis zum Schluss hören oder live spielen kannst und könntest. Aber wir sind uns bewußt, dass die Leute ebenfalls die Klassiker hören wollen. Und darum wählen wir das Beste aus. Wir bauen das Programm nach Energien auf und wählen die Songs mit den Energien so aus, dass die im richtigen Moment zu Geltung kommt. Wir achten ebenfalls darauf, dass wir diese auch im entscheidenden Moment richtig bringen können um so ans Ziel zu gelangen. Es war auch so beim neuen Album. Bei „Hellraiser“ haben wir die Tracks nach Live-Kriterien geordnet. So Anfang, Intro, Steigerung, eine weiche Ballade in der Mitte und dann wieder Vollgas, Doppelpauke und so. Es ist einfach sehr interessant und macht Spaß ein Live-Set zusammen zu stellen. Es braucht aber sehr viel Meditation. Da überlegt die Band schon mal wochenlang, was wir für ein Set bringen wollen. Und meistens klappt es anschließend an den Konzerten. (lacht)


Ändert sich Setliste auch im Verlaufe der Tour? Gerade jetzt hattet ihr ja schon ein paar Konzerte zu HELLRAISER.

Tony: Richtig. Du sprichst es gerade an. Wir sind jetzt dann bald (ab Mitte Januar) auf einer ziemlich langen Europatour mit HammerFall, mit uns als Special-Guest. Und es ist so, dass wir da etwa drei verschiedene Setlisten haben werden, die wir immer wechseln. Also je nach Stimmung, je nach… Es ist auch für die Musiker selber sehr interessant. So wie auch Marc vorhin gesagt hat. Du arbeitest mit Energien. Und jeder Song hat eine eigene Energie. Und darum ist es auch wichtig, dass du das den Fans lukrativ machen kannst. So dass es im Idealfalls heißt: „Hey, da haben sie das gespielt und da jenes.“ Eine Band muss heute auch ein Bisschen flexibel sein. Vor allem wenn du einen so riesigen Backkatalog wie Krokus hast. Aber das Live-Set muss sicher gemixt mit dem neuen Material sein. Das ist im Moment sicher unser Hauptding, dass wir die neuen Songs gut in die alten mischen.


Mit Hammerfall spielt ihr im Z7 an gleich zwei aneinanderfolgenden Abenden. Bedeutet das, dass ihr da zwei unterschiedliche Sets spielen werdet?

Tony: Das wird gerade das beste Beispiel dafür sein. So ist es. Klar, es gibt Leute die an beide Konzerte kommen werden. Und dort werden sie das natürlich erleben. An einem Tag das eine Set und am anderen Tag ein anderes.


Toni, du hast vorhin ja von den neuen Krokus gesprochen. Mit den 80er Jahren hat die neue Formation nur noch wenig zu tun. In wiefern ist der Name noch berechtigt?

Tony: Also wie meinst du berechtigt? In welchem Sinn?


In wiefern darf man euch noch mit den frühen Krokus in Verbindung sehen? Klar, Marc, euer Sänger ist noch derselbe.

Tony: Jetzt für mich, okay ich bin jetzt auch sei 1989 dabei, ist es so, dass man immer mit der alten Geschichte identifiziert wird. Das ist klar. Aber ist auch klar, dass wir davor sehr großen Respekt haben. Das ist sehr wichtig und auch das, was ich vorhin gemeint habe im Zusammenhang mit der Live-Geschichte. Dass das eigentlich das wichtigste ist, dass wir die Songs genau so rüber bringen. Klar gibt es in der jetzigen Besetzung mit Stefan (Schwarzmann) am Drum einen modernen Touch. Das macht es natürlich sehr interessant. Der Namen ist da, ist präsent, wir haben eine neue Generation und wie ich vorhin gesagt habe, wir behandeln den Namen und das Erbe „Krokus“ mit extremem Respekt und sind natürlich froh, dass wir auch mit den neuen Sachen so gut ankommen. Eines ist klar, und zwar dass es auch geil ist, diese glorreichen Songs von früher, die auch Fernando (von Arb) geschrieben hat, zu spielen. Und das Wichtigste vom Ganzen ist meiner Meinung nach, dass das Markenzeichen von Krokus ihr Sänger Marc mit dabei ist. „Marc the voice“, unverkennbar und den Rest kannst du einfach vergessen. Das ist einfach so und dazu stehe ich.


Marc, was meinst du dazu? Du bist ja der, der, von einer kleinen Pause zwischendurch abgesehen, jetzt bei Krokus seit 25 Jahre mit seiner Stimme den Stempel aufdrückst.

Marc: Ja. Also wenn ich auf die Bühne stehe, dann geht es für mich Hauptsächlich um die Musik. Ich habe in dieser Band so viele Leute kommen und gehen sehen. Und jedes Mal löst das bei mir einen gewissen Schmerz oder/und Emotionen aus, weil ich mich mit jedem neuen anfreunde. Früher gab es immer wieder Intrigen in der Band und dann ist dadurch wieder jemand rausgeflogen. Nimm zum Beispiel Mandy Meyer, der jetzt wieder dabei ist (Mandy war 1981 während der Hardware-Amerika-Tour bei Krokus und ersetze den langjährigen Leadgitarristen Tommy Kiefer). Das ist immer schmerzhaft und ich habe es nie richtig verstanden. Und wenn ich nur die Musik höre und das Publikum anschaue, dann sagt es mir, ob alles stimmt. Wir spielen immer noch unter dem Namen Krokus. Aber das ist meiner Ansicht nach der Name des Ladens. Und die Musik war damals so und dann kamen die 90er Jahren mit anderen Einflüssen und heute ist es halt so, wie es heute ist. Wir haben auch das Logo geändert, weil wir in neuen Zeiten leben, obwohl wir den alten Geist mitschleppen. Das ist unvermeidbar. Ich meine, ich bin ein Teil der Vergangenheit, aber jetzt auch der Gegenwart.
Aber ich lebe im Präsens und die Musik ist wie heute, gemischt mit dem alten und es ist ein guter Mix. Darum glaube ich, dass die Musik gut rüberkommt. Weil ich gelernt haben mit der ganzen Situation so zu leben, dass meine Emotionen heil bleiben. Ich war noch nie so froh, wie mit der jetzigen Situation der Band. So homogen, so harmonisch und damit, wie wir die Sachen besprechen. So wie wir das letzte Album mit Dennis Ward gemacht haben. Es laufen da intern ganz andere Vibes. Es ist nicht so wie früher, als immer jemand diktatorisch etwas durchziehen wollte. Es gab auch oft viele Intrigen und Neid von eigenen Kumpels in der Band. Zum Beispiel wenn einer zu viel Presse erhalten hatte. Das sind halt Gefahren, die in der Band vorkommen. Aber ich glaube dass die Leute, welche heute in Krokus sind, den wahren Geist des Rock’n’Roll wiederspiegeln.
Wir schauen vorwärts, für die Musik und für die Fans hauptsächlich.


Diese Probleme werden auch in einem Interview mit Fernando Von Arb in einer der letzten Metalworld-Ausgaben (Das einzige Schweizer Print-Metal-Magazin www.metalworld.ch) angesprochen. Da behauptet Fernando in etwa, dass die Musik in der Band nicht im Vordergrund gestanden hat, sondern nur alle geil auf den Namen Krokus waren. Wenn ich nun eure beeindruckenden musikalischen Backgrounds und Vergangenheiten anschaue (Mandy war lange bei Gotthard, Stefan Schwarzmann Schlagzeuger bei Helloween, U.D.O, Running Wild, Accept) , kann ich mir das nur schlecht vorstellen.

Tony: Es ist genau so wie du sagst. Also gut. Aber auf die Probleme die damals waren, möchte ich jetzt gar nicht ins Detail gehen. Ich möchte auch keine Namen nennen und so. Wichtig ist, was jetzt läuft. Und wie es Marc vorhin gesagt hat. In einer Band musst du einfach einen guten Spirit haben. Und den musst du dir auch erkämpfen in dem du zusammen hältst und durch dick und dünn gehst. Und dort ist es wichtig, dass du keine Egotrips in der Band hast. Du darfst keine Personen haben, welche nur noch Mediengeil sind und weiß Gott was. Sondern du bist und funktionierst als Band. Und das ist das, was die Fans sehen wollen. Die Fans wollen sich an etwas halten können. Ich glaube bei uns ist es wirklich so, dass der Grund am erneuten Boom daran liegt, dass sich Fans an uns halten können. Weil sie das ganze auch ernst nehmen. Also so, wie es auch sein sollte. Und alles was vorhin war, auch mit diesen Wechseln und Intrigen… Ich meine bei uns ist niemand, der irgendwie das Gefühl haben muss, dass er unter dem Krokus-Banner etwas sein kann, überhaupt nicht. Sondern nur Personen, die mit Würde und Respekt nach vorne rocken wollen. Und das ist das Wichtigste.


Kommen wir noch zur Amerika-Tour, welche ihr kurz nach Fernandos Ausstieg gemacht habt. Wie war das für dich, Marc? Du bist da nach vielen Jahren wieder einmal aufgetreten.

Marc: Die Comeback-Tour in Amerika ist nach 17 Jahren Abstinenz passiert. Es war eigentlich offiziell nicht genau so, wie wir es eigentlich haben wollten. Aber wir hatten keine Zeit zum Warten, weil wir vorher schon genug lange gewartet haben. Wir haben vorher schon zwei Touren in Amerika abgesagt. Und als Mandy bei uns eingestiegen ist, wollten wir einfach nur noch mit Vollgas nach Amerika. Das hat uns auch gekostet. Aber wir wollten die Rösser nicht sparen (?). Wir wollten einfach dahin gehen. Fertig, Schluss. Also über den Teich in das Land, welches uns weltweit groß gemacht hat. Wir sind das Amerika schuldig. Die Fans dort drüben haben dafür lange 17 Jahre gewartet. Und wir haben einfach, sozusagen in diesem Rausch, nicht in unseren stärksten Märkten gespielt. Wir haben die volle Last auf uns genommen und haben gesagt, dass wir trotzdem spielen. An der Ostküste sind wir nicht so bekannt wie an der Westküste, Midwest, Südwesten und so, Florida…


Wie groß waren dann die Clubs, wo ihr gespielt habt?

Marc: Die fassten so zwischen 500 und 2000 Leute. Zum Beispiel waren wir im House of Blues, wo auch die größten Bands spielen. Es hat uns vor allem selber sehr gut getan. Der ganzen Band, mit Mandy als neuen Gitarristen. Der Mandy ist ein echter Gitarrist. Er war von Anfang an Leadgitarrist. Er ist der geborene Leadgitarrist. Und seine Energie peitschte uns nach vorne. Wir haben auf dieser Tour auch eine Art Lehre absolviert. Es hatte ein paar Musiker die diese Intensität vorher noch nicht gekannt haben. 22 Auftritte in 30 Tagen mit einem Nightliner. Vollgas, nur nach vorne zu schauen. Und wir haben da auch die Schwächen in der Band gesehen. Das musst du auch wissen, wenn du groß rauskommen willst. Die Beatles nahmen auch im letzten Moment Ringo Star, bevor der große Erfolg gekommen ist. Und wir haben das ebenfalls gemacht. Wir wechselten auch den Schlagzeuger. Da nahmen wir den Stefan. Wir hatten ein paar letzte Songs mit dem Mandy geschrieben. Und den Amerikanischen Produzenten Dennis Ward haben wir zu uns genommen. Weil es ist halt so, dass der größte Erfolg von Krokus in Amerika war. Und das ist eine Tatsache. Und die müssen wir wahrnehmen. Und darum nahmen wir auch Dennis Ward, um damit den Amerikanischen-Touch zu erhalten. Das war sehr gut für unsere Geister und darum ist das Ergebnis eine so gute Platte wie HELLRAISER. Das ging mühelos.


Gibt es Pläne, jetzt mit HELLRAISER drüben zu spielen?

Tony: Ja, da sind Gespräche am laufen. Auf jeden Fall. Wir haben jetzt auch ein neues Management in Amerika drüben. Die sind jetzt am Organisieren, so dass wir im Sommer, vielleicht sogar vor dem Sommer oder halt im Herbst eine Tour machen können. Es ist uns aber klar, dass es diesmal anders sein wird. Hellraiser ist in Amerika ein wenig später als in Europa raus gekommen. Und jetzt wird dort einfach organisiert und geschaut. Damit wir vielleicht eine Package-Tour (mit anderen starken Bands zusammen) spielen können, wo wir auch in größeren Hallen spielen werden.


Ihr sagt ja zu HELLRAISER, dass es das beste Album aus allen besten Alben ist. Mittlerweile sind 2, 3 Monate vergangen seit dem Albumrelease. Seid ihr immer noch dieser Meinung? Ich persönlich finde es ein tolles Album, habe aber auch viele Kollegen, die mit dem gar nicht anfangen können.

Marc: Ich meine, wir wohnen in einem neuen Zeitalter, obwohl das was wir machen sozusagen alter Hard Rock ist. Aber es ist ein neues Zeitalter. Die Aufnahmen sind auch mit der neuen Technik aufgenommen worden. Man kann das eigentlich nicht mit METAL RENDE-VOUS, HARDWARE, ONE VICE AT A TIME oder HEADHUNTER vergleichen. Das ist jetzt halt so. Aber Hauptsache ist, dass es knallt und dass die Songs gut sind. Wir hatten eine große Auswahl und davon dann die Creme de la Creme genommen. Ich finde, dass es sicher das beste Album zwischen Headhunter und heute ist. Man muss immer auch beachten, dass die 80iger Jahre eine ganz andere Zeit waren. Und Headhunter ist eigentlich ein solides Album, dass mehr in die Metal-Richtung geht als die aktuelle Scheibe. Diese ist mehr mit Soul oder mit Blues und darum gefällt es mir persönlich besser als Headhunter.
Tony: Also eigentlich ist es wirklich wie ein Mix. Es gibt viele Leute die gesagt haben, dass "Angel Of My Dreams" das "Tokyo Nights" aus dem Jahre 2006 sein könnte. In diesem Sinne gesehen. Auch vom exotischen her gesehen. Oder "Spirit Of The Night" könnte das neue "Headhunter" sein. Aber alles natürlich mit einem moderneren Touch. Es sind einfach so, wie wir es vorhin gesagt haben, die Roots, die Basics da sind. Aber wir machen das, worauf wir wirklich stehen und wissen, dass es donnert. Man kann es nie allen Recht machen, und das ist auch nicht der Zweck vom ganzen. Sondern wichtig ist uns, nach vorne zu drücken.


Gegen Schluss noch was zur Auflockerung. Ich sage euch verschiedene Liedtitel, und ihr könnt mir dazu sagen, was euch spontan zu diesen Liedern einfällt. Fangen wir an mit "American Woman".

Marc: Das ist mein Lieblingssong von unseren Covern, die ich mit Krokus bis jetzt gemacht habe.
Tony: "American Woman"... hm... der ist einfach groovig, sexy (lacht). Das ist einfach ein geiler Groove, den ich wirklich sehr, sehr gerne spiele auf der Bühne.


"Love Will Survive" vom neuen Album?

Tony: Der ist ganz speziell (lacht). Dort haben wir auch ein Bisschen was probiert. Im Prinzip ebenfalls sehr groovig und sexy mit diesen Hooks am Schluss.
Marc: Der hat ein Bisschen was von James Brown drin und gleichzeitig auch etwas von Led Zeppelin. Und das goovet so wie "In Gheto" (weiß nicht, ob da wirklich der Song gemeint ist. Anm. d. Red.). Ist ein geiles Lied.


"Headstrockes"?

Marc: Das war der erste meistgespielte Song von uns in amerikanischen Radios. „Headstrokes“ war für uns wirklich so der Opener. Heastrockes... Wir waren dazumal gerade von Mike Bone von Arista entdeckt worden. Und er hat uns wegen diesem Song bei Arista unter Vertrag genommen. Mit dem Clive Davis. Und danach machten wir eine lange Karriere mit Arista. Das war halt leider kein eigentliches Rock-Label. Sie hatten Aretha Franklin und Whitney Houston. Das war aber trotzdem gut, weil die Maschinerie da war. Und Headtrockes erinnert mich an die Anfangszeiten und ist für mich nach wie vor ein geiler Song.
Tony: Das geht mir auch so. Es ist auf jeden Fall ein geiler Opener. Also wir hatten ihn auf der letzten Tour als Opener, und damit gibt es auch immer eine gewisse Spannung ins Konzert.


Nehmen wir nochmals einen neueren: "Angel Of My Dreams".

Tony: Der wurde sehr viel im Radio gespielt. Die Fans lieben ihn, wie wir auch heute wieder gesehen haben. Kaum beginnen wir diesen Song, sind die Hände wieder oben. Für mich ist das wirklich der "Tokyo Night"-Song von 2006.
Marc: Für mich ist das ein spiritueller Song. Es geht "far from the straight and narrow" (?). Ein Song der ein bisschen weiter geht, als das enge alltägliche Denken und spirituell ist. Der sollte einfach den Geist ein Bisschen aus dem Alltagsstress heben.


Und weil der heute am Konzert so gut angekommen ist, nehme ich ihn trotzdem noch: den "Bedside Radio".

Tony: Das ist natürlich DER Klassiker. Klar. Der darf natürlich nicht fehlen. Besonders hier in der Schweiz nicht. Das ist schon der Song, mit dem man Krokus am ehesten identifiziert.
Marc: Es gibt viele Songs die den gleichen Boogie-Groove besitzen. Aber es gibt keinen zweiten „Bedside Radio“-Song auf dieser Welt. Da ist nur einer. Dieser Song. Das ist ein Markenzeichen von der glücklichen Seite von Krokus und darum haben wir ihn heutzutage als Zugabesong. Es ist ein Party-Song. Der kommt immer gut an, auch wenn wir vor dem härtesten Publikum spielen. Die können sich damit wieder locker fühlen und mitmachen. Es ist ein guter Party-Song.


Zur zweitletzten Frage: Nach Shakra dürft ihr ab Mitte Januar mit Hammerfall auf Tour. Was erwartet ihr von dieser Tour?

Tony: Als Special-Guest freuen wir uns natürlich sehr auf diese Tournee. Auch weil wir an vielen Orten spielen werden, wo wir vorher noch nie gespielt haben. Zum Beispiel in Oslo in Norwegen oder in Spanien und Frankreich. Das wird eine harte Tour, auf die wir uns aber extrem freuen und wo wir vor allem neue Fans gewinnen wollen. Aber auch vor alten Fans spielen wollen, welche uns schon immer mal sehen wollten. Wir haben gerade erfahren, dass bereits fast die ganze Tour ausverkauft ist. Und das ist natürlich cool. Ich weis auch von den Hammerfall-Jungs selber, dass die sich extrem freuen. Weil ein Package sollte ja spannend sein. Du kannst nicht drei Bands mit auf Tour nehmen, die alle gleich klingen. Das würde langweilig werden. Und darum wird es sehr, sehr interessant werden.


Und gerade Shakra als andere Hard Rocker sind ja letztes Jahr sehr gut beim Hammerfall-Publikum angekommen.

Marc: Das wird die bisher größte Europa-Tournee von Krokus werden. Und ich finde das auch richtig so. Wir sind von Europa. Und wir wollen dass so aufbauen und darum sind wir sehr erfreut die Chance zu haben, damit viele Leute erreichen zu können. Vor allem solche Fans, welche uns schon lange mal sehen wollten, aber nie die Möglichkeit dazu hatten. Weil es nicht immer geht, überall zu spielen. Und ein solches Package macht dies möglich. Ich glaube, dass es eine gute Auswahl von Bands ist, weil jede anders klingt. Und trotzdem passen sie zusammen. Eine Person die da war, kann danach gut in einen Plattenladen gehen und je eine CDs von allen drei Bands kaufen, weil er sich gerne daran erinnern wird.


Die berühmten letzten Worte für unsere Leser?

Tony: Jetzt kommt mir gerade nichts in den Sinn, weil es so viele Sachen sind, die ich ihnen sagen möchte. (lacht)
Marc: Ich möchte einfach danke sagen für die Unterstützung über all die Jahre. Vor allem jetzt, wo wir mit dem neuen Album HELLRAISER am Start sind. Und die Welt wieder an der Schwelle zu Krokus steht. Wir werden euch mit jedem Auftritt in unseren Herzen halten den wir in der Welt draußen spielen. Weil die Band kommt aus der Schweiz, ist hier groß geworden, und wir müssen darum erstmals euch danken.



 
 
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