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Interview: Die Happy |
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Am 16.11.2007 bot sich für Melanie W. und Mario K. die Gelegenheit die Frontfrau von Die Happy, Marta Jandová, vor ihrem Unplugged-Konzert im Konzerthaus Dortmund zu interviewen. |
Datum:
Wir fragten...
| | Hallo, wie geht es dir?
Marta: Hallo. Es geht mir sehr gut. Ich bin sehr aufgeregt und freue mich auf das Konzert.
Was erwartest du vom Konzert heute?
Wir sind sehr gespannt und aufgeregt, weil wir wieder mal unplugged spielen dürfen. Das letzte Unplugged-Konzert von uns war vor zwei Jahren. Wir haben zwar zwischendurch 160 Konzerte gespielt, aber die waren halt richtig rockig. Mal gucken wie es gleich wird. Aber da der Ruhrpott normalerweise gut abgeht, glaube ich nicht, dass die Leute uns heute enttäuschen werden.
Wie kam es dazu, dass ihr wieder unplugged spielt?
Hier im Konzerthaus findet zurzeit eine Unplugged-Reihe statt und die haben bei uns angefragt, weil wir eben auch schon unplugged auf Tour waren. Das war dann eine gute Gelegenheit für uns, die Chance wahrzunehmen.
Ihr habt bereits ein Unplugged-Album herausgebracht. Habt ihr die Songs davon, die ihr heute auch spielt noch einmal umarrangiert oder spielt ihr die so, wie sie auf dem Album sind?
Teils, teils. Da wir gerade am neuen Album arbeiten und vor vier Tagen erst von einer Tour in Tschechien nach Hause gekommen sind, hatten wir nur drei Tage zum Proben und wollten nicht einfach das Programm unserer Tour und unserer CD spielen. Deswegen haben wir vier neue Lieder mit eingebaut; und die alten Lieder, die wir schon vor ein paar Jahren gespielt haben, haben wir meistens so gelassen oder nur ein bisschen umgeändert. Aber ganz viel nicht. Hätten wir mehr Zeit, würden wir vielleicht mehr damit spielen, aber eigentlich muss man das auch nicht. Man muss ja nicht bei jedem Konzert neue Versionen spielen, finde ich.
Habt ihr auch für die Bühne heute etwas Besonderes geplant, zum Beispiel ein ruhigeres Ambiente?
Also, wir haben einen Flügel auf der Bühne. Das ist das erste Mal, dass wir mit einem Flügel auf der Bühne spielen. Wir haben einen speziellen Bass und sind sehr gespannt wie das Konzert wird.
Du hast gerade ein neues Album angesprochen. Was kannst du uns bis jetzt darüber erzählen?
Die Basics sind bereits aufgenommen. Bass und Schlagzeug haben wir in Tschechien aufgenommen, in meiner Heimat. Ab nächster Woche werden dann die Gitarren schön aufgenommen und danach komme ich dann als Sängerin, wenn alles fertig ist. Es soll alles ziemlich bald fertig werden, denn es soll nächstes Jahr im Frühjahr rauskommen. Wir werden dazu eine Minitour spielen, nur ein paar Konzerte in den Medienhauptstädten. Natürlich nehmen wir dann die Festivalsaison mit und im Herbst wollen wir dann wieder auf Tour gehen.
Wird das neue Album vom Sound her wieder so rockig wie das letzte Album oder ganz anders?
Ich würde sagen, es wird eine Mischung aus unserem vierten und fünften Album was den Sound angeht mit Liedern, die man von Die Happy gewöhnt ist; schön melodiös, ein bisschen rockig, auch ein paar Balladen.
Du bist ja mit Sascha liiert. Könnt ihr euch vorstellen, mal mit ihm etwas zusammen aufzunehmen?
Ja, das kann schon mal vorkommen (lacht). Warum auch nicht? Wir haben bis jetzt nichts geplant, aber wir sind beide nicht abgeneigt. Ob das dann wirklich passiert, das steht in den Sternen.
Mit wem würdest du sonst gerne mal was aufnehmen oder auf Tour gehen?
Ach, ich glaube, immer mit den Leuten, die man am meisten schätzt. Natürlich würde ich gerne, vielleicht, wenn es möglich ist, auch wenn sie wahrscheinlich unerreichbar sind, würde ich gerne mit Incubus, also am besten mit dem Sänger ein Duett mal singen. Das wäre glaube ich schon schön, weil er einfach eine geniale Stimme hat.
Zählen Incubus auch zu deinen musikalischen Vorbildern oder hast du noch andere?
Ich habe in der Grunge-Zeit mit Musik angefangen. Deswegen liegen da wirklich meine tiefsten Wurzeln. Mittlerweile ist es kaum möglich, Vorbilder zu finden, denn der Markt ist so voll von Musik. Jeden Tag kommen zwanzig neue Platten auf den Markt. Daher ist es sehr schwierig, da jemanden zu finden. Also ich hatte damals so meine Grunge-Heroes, wie eben Mike Patton von Faith No More oder Chris Cornell von Soundgarden. Dann eben halt Skin. Idole ist da aber ein komisches Wort - ich glaube, Idole kann man haben als Fan, aber nicht als Musiker. Oder natürlich hat man da auch Idole, aber die sind meistens ältere Menschen, die das schon die ganzen Jahre durchgehalten haben. Das sind Idole. Mittlerweile gibt es so viele One-Night- - nicht Stands (lacht) - One-Hit-Bands bzw. -Künstler. Die werden es aber nie schaffen, ein Idol von jemandem zu sein, weil sie einfach ein halbes oder ein Jahr später wieder weg sind.
Du hast gerade deine Anfänge angesprochen. Was denkst du, welche Charakterzüge für eine junge Band wichtig sind, um sich aus der Masse hervorzuheben?
Das ist sehr, sehr schwierig, denn von über tausend Bands hat eine einzige vielleicht eine kleine Chance, irgendwo groß zu spielen. Wichtig ist auf jeden Fall Originalität, speziell zu sein. Es gibt da aber auch Unterschiede. Wir haben das also durch Fleiß geschafft. Wir haben viel gespielt und uns nie einschüchtern lassen von irgendwelchen Misserfolgen bis einfach kein Weg an uns vorbei führte. Das gilt vor allem für die Plattenfirmen. Aber es mittlerweile auch schwierig zu sagen, denn es werden auch Superstars aus Leuten gemacht, die einfach Idioten sind, die zu einem Interview drei Stunden zu spät kommen oder gar nicht, die Leute anpöbeln. Selbst solche Leute werden berühmt. Also ich denke, man muss inklusive Talent zur richtigen Zeit am richtigen Ort den richtigen Zeitgeist treffen.
Wer ist für dich im Rock- und Metal-Bereich dieses Jahr der Newcomer?
Mhm…(überlegt und überlegt und überlegt). Leider fällt mir gerade niemand ein. Da gibt es so viele Bands. Ich weiß es einfach nicht (lacht).
Was ist deiner Meinung nach das beste Album aller Zeiten und warum?
Also ich habe da schon ein paar Lieblingsalben. Natürlich muss ich auch hier wieder Incubus sagen. Das war die dritte Platte, MAKE YOURSELF, mit dem Lied "Pardon me" drauf. Welche ich auch mag, ist von Alien Ant Farm das zweite Album. Von The Feeling die CD hab ich auch ewig lang gehört. Das ist ein Album, dass es schafft, mich monatelang zu fangen.
Möchtest du noch letzte Worte oder Grüße an unsere Leser richten?
Natürlich wünsche ich ihnen schöne weiße Weihnachten ohne Stress. Ich wünsche ihnen danach einen super Sommer, den wir uns alle hier in Deutschland verdient haben, gute Musik und Ausdauer im Leben.
Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für unser Interview genommen hast.
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