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Dismember
 
Anlässlich ihres neuen Albums und der laufenden "Europa Burns" Tour sprachen wir vor dem Auftritt in Hannover mit den Gitarristen Martin Persson und David Blomqvist von Dismember. Letzterer war schon vorweg mit derart viel Enthusiasmus dabei, dass er voller Elan gleich erstmal die Türklinke abbrach. Nach ersten Reparaturen die uns ein Verlassen des Raumes wieder ermöglichen konnten, starteten wir mit der eigentlichen Befragung.

Datum:
 S.J., 28.02.2008

Wir fragten...
 Hallo erstmal! Wie geht's euch beiden denn? Laut eurem Online-Tagebuch ging es euch ja gerade zu Beginn der Tour nicht wirklich gut...

David: Ja, wir waren echt krank. Martin und ich hatten über eine Woche starkes Fieber, Kopfschmerzen und all solchen Mist den man halt nicht haben will wenn man auf Tour ist. Aber was soll's, wenn man auf Tour ist, muss man eben auch jeden Abend auf der Bühne präsent sein.


Ihr habt also kein Konzert auslassen müssen?

David: Ja klar!
Martin: Sollten wir nicht wirklich ohnmächtig sein, sagen wir keinen Gig ab.
David: Wir nehmen halt ein paar Schmerzmittel und versuchen auf der Bühne trotzdem unser Bestes zu geben.


Jetzt habt ihr ja schon weit mehr als die Hälfte eurer Gigs dieser Tour absolviert. Fasst doch bitte mal zusammen wie euer Eindruck bislang ist.

David: Wirklich sehr gut organisiert, viele Leute kommen zu den Shows, wir haben einige wirklich tolle Gigs hingelegt. Es lässt sich wirklich nichts schlechtes über den Verlauf sagen.
Martin: Du sagtest "knapp die Hälfte", wir sind nun aber eigentlich schon am Ende der Tour, wir haben knapp 20 Shows gespielt. Du hast wahrscheinlich schon unsere nächste anstehende Tour mitgerechnet.


Möglich. Kommen wir mal zu eurem neuen Album, das ja schlicht "Dismember" betitelt ist. Was können wir von der Scheibe erwarten?

David: (zögert) Ein Death Metal Album. Ja, eben... Brutal swedish Death Metal.


Ahja, keine weiteren Beschreibungen?

Martin: Der Dismember-Style. Dismember ist immer Dismember. Vielleicht klingen wir auf diesem Album sogar noch etwas älter und rauer.


Da das Album ja erst in den nächsten Tagen erscheint, ist mir bislang nur der bereits veröffentlichte Song "Europa Burns" davon bekannt. Der klingt ja nun deutlich langsamer..

Martin: Ja, könnte sein dass wir etwas mehr Midtempo Zeug drauf haben. Natürlich variiert das aber auch von Song zu Song, gibt auch schnelleren Kram darauf. An sich würde ich aber schon sagen dass unser jetziges Album wohl nicht so schnell ist wie beispielsweise das davor ("The God that never was" Anm. d. A.)


Nun, ihr gebraucht ja gewissermaßen die gleichen Songstrukturen auf jedem Album immer wieder und wieder. Am Grundrezept ändert sich nichts. Gibt es irgend etwas worauf ihr achtet, um eure Songs nicht langweilig werden zu lassen?

David: Naja, wir haben ja auch neue Songwriter. Fred schreibt nichts, aber es sind nun nicht nur Martin und ich die die Songs schreiben, sondern auch Tobias, unser Bassist schreibt Songs. Wir schreiben alle in dem etwa gleichen Stil, und so passt es sehr gut zusammen.
Martin: Weißt du, wenn ein Riff gut ist, dann ist es gut. Wir denken beim Songwriting gar nicht viel darüber nach. Wir analysieren unsere eigenen Songs so gesehen gar nicht.
David: Genau, es kommt auf die Riffs an. Und, um wirklich ehrlich zu sein: Sollte da mal ein Riff sein dass einem anderen, das wir vor 10 Jahren schon mal hatten ziemlich ähnlich klingt, denke ich nicht dass das so schlimm ist.


Wie schreibt ihr denn eure Songs an sich? Kommt einer von euch mit ausgearbeiteten Ideen an, oder ist es mehr dass ihr euch im Probenraum trefft und anfangt zu jammen?

David: Beides, würde ich sagen. Normalerweise ist es so dass jemand eine Idee hat, sagen wir mal Martin kommt mit einem Riff an. Ich sag dann "Hey, das ist ein guter Riff, ich hab etwas das dazu passt" und so basteln wir unsere Ideen dann im Probenraum zusammen.


Also habt ihr meist schon eine Grundidee?

David: Wir entwickeln den Song zusammen im Probenraum. Selbst wenn vielleicht Tobias mal kein Riff beisteuern kann, so hat er trotzdem Einfluss auf das Songwriting und kann seinen Input geben, was wir dann natürlich auch berücksichtigen.
Martin: Ja, es geht ja auch darum, welchen Part wir wofür verwenden, also dieses nehmen wir als Chorus, das hier als Strophe und so weiter.


Dismember wurden 1988 in Stockholm gegründet, sozusagen ist die Band so alt wie ich. Was hat sich verändert über die Jahre?

David: (lacht) Tja, was hat sich geändert.. (überlegt) also, musikalisch meinst du?


Ja, zu Beispiel, die Frage war aber allgemein gedacht, vielleicht auch der Umgang mit den Fans.

David: Oh das hat sich nie verändert. Ich würde aber sagen dass die Szene vor 18 Jahren ein wenig anders war. Heutzutage gibt es so viele Bands, es ist irgendwie alles so über... (sucht nach dem Wort)
Martin: überfüllt
David: Ja genau. Es gibt so viele Bands heutzutage die auf Tour sind und so weiter. Daher würde ich sagen, die Leute brauchen einfach auch eine Band wie Dismember ohne uns jetzt einen zu großen Namen machen zu wollen. Eine Band, die eben ihren Old School Death Metal Wurzeln treu bleibt.


Dass viele euch sehen wollen durfte ich letztes Jahr selbst erfahren als ihr die Masters of Death Tour spieltet, zusammen mit Grave, Unleashed und Entombed.

David: Das war vor zwei Jahren.


Hoppla, na gut.

Martin: Wie hieß der Laden in dem wir gespielt haben?


Das "Kulturzentrum Faust" war das. Ist nicht weit weg von hier.

Martin & David: (Lachen, schlagen ein).
Martin: Wir haben uns vorhin darüber unterhalten, wie der Laden hier hieß.
David: Ich war ja der Meinung, letztes Mal gar nicht in Hannover gewesen zu sein (lacht).


Ja, also ihr ward schon da. Ich leider nur davor, das Faust ist nämlich um einiges kleiner als das Musikzentrum, ich würde sagen, da gehen vielleicht halb so viele Leute rein wie hier in's Musikzentrum. Ich weiß nicht ob ihr das mitbekommen habt, aber eine Stunde vor Beginn der Show standen knapp 200 Leute noch draußen und wurden nicht mehr eingelassen weil der Laden voll war.

Martin: Ja, so was kotzt einen auch echt an. Das ist ein Problem dass wir mit unserer derzeitigen Booking Agency hatten. Das war nicht Massive Music wie jetzt. Diesmal läuft es ja auch deutlich besser, wie gesagt. An sich war "Masters of Death" eine wirklich coole Tour, aber so Sachen die du gerade sagst, dass ein paar Hundert Leute draußen stehen ist einfach eine Sauerei.
David: Ja, dieser ganze Businesskram hat einfach nicht hingehauen. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht mit den anderen Bands zusammen zu touren.


Naja, ein zusätzliches Problem an besagtem Abend war, dass noch hundert verfügbare Abendkassentickets angekündigt waren.

Martin: Und sie waren es nicht?


Nein, vielleicht zehn waren es noch.

Martin: Ja wie gesagt, so was geht einfach nicht. Leider können wir in so einem Fall aber auch nichts mehr daran ändern. Diesmal touren wir ja mit Massive Music und es läuft alles professioneller ab.


Massive Music ist ja eine polnische Agency. Ihr habt also auch nur gute Erfahrungen mit ihr gemacht? Weil sie organisiert ja wirklich eine ganze Menge Touren im Death Metal Bereich.

Martin: Ja, und das hat auch seine Gründe, die sind wirklich gut!
David: Ich glaube Grave waren es die uns von ihr berichtet haben, die hatten schon gute Erfahrungen gesammelt.
Martin: Ja, Kontakte dorthin bestanden schon ein paar Jahre, aber es ist das erste Mal dass wir mit ihnen [Massive Music] zusammen arbeiten, und wie gesagt: Es läuft bestens.
David: Gerade wenn man mehrere Jahre im Geschäft ist, lernt man einen professionellen Ablauf wirkliche zu schätzen.


Ja, das glaube ich. Wir haben ja eben schon über Songwriting gesprochen. Was inspiriert euch denn wenn ihr eure Texte verfasst?

David: Ja das ist anders als... [unverständlich]. (lacht) Ach, jetzt hab ich schwedisch und englisch vermischt. Also Martin mag besonders diese Kriege und historische Themen.


Europa Burns, zum Beispiel.

Martin: Genau, das ist über den ersten Weltkrieg.


Auf dem neuen Album ist ein Song Namens "The hills have eyes". Ein Song über den alten Wes Craven Film?

Martin: Nein.
David: Überhaupt nicht.
Martin: Es ist ein passender Titel. Wir spielten letztes Jahr zum ersten Mal in Sarajewo. Es war wirklich cool durch diese alte Stadt zu laufen. Wirklich eine schöne Stadt, aber der Krieg hat sie arg mitgenommen. Wir waren da und haben uns auch mit Leuten unterhalten die während des Krieges dort waren und die Belagerung miterlebt haben. Es gibt dort einen Weg namens "Sniper Alley", wo die Scharfschützen oben in den Bergen gelauert haben. Von dort haben sie auf die Menschen geschossen, und deswegen heißt der Song "The hills have eyes".


Würdet ihr denn sagen dass Dismember textlich eine Entwicklung gemacht haben, von eher fiktiven Dingen zu realitätsnahen bzw. historischen Dingen?

Martin: Dismember hatten nie fiktive Texte. (Aha. Woher dann beispielsweise "Skin her alive" kommt, möchte ich gar nicht wissen... Anm. d. A.)
David: Was wir auf dem neuen Album allerdings nicht so stark vertreten haben sind Songs über Religion.


Wie besonders auf dem letzten Album...

David: "The god that never was", genau. Ich finde wir haben wirklich ein ganz paar gute Songs über Religion. Gegen Religion, natürlich.


Death Metal allgemein gerät ja des Öfteren in die mediale Kritik, sei es wegen Gewalt in den Texten oder auch Cover Artworks. Mein Eindruck ist, dass ihr eine Band seid, die das alles nicht zu ernst nimmt.

Martin: Musikalisch und textlich schon. Gerade unsere Musik nehmen wir natürlich sehr ernst. Ansonsten würde ich schon sagen, dass wir keine gar zu ernste Band sind. Wenn aber jemand etwas gegen Death Metal sagt, kümmert mich das gar nicht wirklich. Soll er eben ein beschissenes Pop Album kaufen, wenn ihm so etwas eher in seinen Kram passt.
David: Ganz genau.


Ja, ich meinte aber auch die Art, wie ihr euch selbst präsentiert. Ich meine, es gibt ja einige Death Metal Bands die wirklich stark auf ihr Image pochen. Ich nenne einfach mal Deicide als Beispiel, die stecken da wirklich drin und wollen repräsentieren.

David: Ach... Ok, das ist deren Sache, aber ich find für uns ist so was Quatsch. Wir brauchen kein Image.
Martin: Eben, wie David sagt, so etwas kümmert uns nicht. Was wichtig ist, ist die Musik.


Das ist also die Hauptsache

David: Ja, absolut. Die Texte natürlich auch, aber man muss nicht immer noch total ernst sein wenn man die Fans trifft.
Martin: Ja, man muss ja nicht die ganze Zeit so durch die Gegend laufen (grimmige Mimik).
David: Ja, man braucht auch einfach selbst eine glückliche Distanz.


Okay, dann wäre ich durch mit meinen Fragen. Gibt es noch etwas dass ihr loswerden wollt?

David: Ähm...
Martin: "Keep supporting Metal!"
David: Ja genau, meidet Hip Hop! (lacht)




Vielen Danke euch beiden!


Band-Infos:
 
  • www.dismember.se 

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