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Dragonsfire
 
Dragonsfire - Thassilo HerbertEin halbes Jahr nach Veröffentlichung des ersten full-length Albums VISIONS OF FIRE von Dragonsfire war es höchste Zeit dem Bandgründer, Bassisten und Sänger Thassilo Herbert auf den Zahn zu fühlen.

Der Hesse bescherte uns freundlich und gut aufgelegt neue Einsichten in so fundamentale Sachen wie Eppelwoi, verkappte Superhelden und die gewünschte Kleiderordnung bei weiblichen Festival Besuchern.

Datum:
 U.B. 09.06.2009

Wir fragten...
 Hallo Thassilo, danke dass Du dir die Zeit nimmst um auf meine neugierigen Fragen zu antworten. Dann legen wir doch gleich mal los. Ihr seid erst vor wenigen Tagen zurück von einer Tour bei der ihr bei einigen Auftritten als Support von Cage aufgetreten seid. Die Jungs spielen ja auch ein mächtig hartes Brett. Wie war die Zusammenarbeit, habt Ihr euch neben der Musik auch menschlich gut verstanden?

Thassilo: Hi Ulf, die Zeit für ein Interview nehmen wir uns gerne. Und die Tour mit Cage war eine tolle Sache. Es hat alles gepasst und tierischen Spaß gemacht. Sowohl die Konzerte, als auch das Drumherum. Und dazu gehört auch das Menschliche. Wir haben uns sehr gut mit den Jungs von Cage verstanden und hatten ne gute Zeit. Nicht zuletzt mit Hilfe einer hessischen Geheimwaffe, die da heißt: Ebbelwoi. Hahaha. Wir bleiben jedenfalls in Kontakt, so gut es geht.


Auf dem Queens Of Metal Open Air habt Ihr am 20. Juni bereits den nächsten Auftritt. Da spielen auch so bekannte Bands wie Dream Evil, Jon Olivia´s Pain, Powerwolf und Orden Organ. Seid Ihr da schon etwas nervös oder überwiegt die Vorfreude? Wie sieht Eure Vorbereitung aus? Seid Ihr momentan häufiger im Probenraum oder habt Ihr Euer Repertoire so gut drauf, dass das nicht nötig ist?

Nervosität tritt bei uns eigentlich so gut wie gar nicht auf. Ich weiß nicht, wann ich wegen eines Auftrittes zuletzt nervös war. Es überwiegt also in jedem Fall die Vorfreude. Dadurch, dass wir so viele Konzerte übers Jahr verteilt spielen sind wir eigentlich immer in der Vorbereitung. Wir proben jede Woche und spielen da ein paar Songs, die wir live spielen, bevor wir an neues Material Hand anlegen. In der Probe vorm Gig wird dann das komplette Set gespielt.
So sieht zumindest der Plan oder der Idealfall aus. Meist klappt das auch ganz gut, da wir mit unseren Proben doch ziemlich gut organisiert sind und das halte ich auch für wichtig; das macht doch ne Band auch irgendwo aus.


Euer erstes Album in voller Länge VISIONS OF FIRE kam Anfang 2008 auf den Markt. Seid Ihr mit den Verkaufszahlen zufrieden? Die Musikindustrie stöhnt ja schon seit längerer Zeit über schleppenden Verkauf und sinkende Umsätze. Da hat es eine relativ neue Band sicher besonders schwer.

Kleine Korrektur : es kam im Dezember 2008 auf den Markt, also Ende 2008 und soweit sind die Zahlen in Ordnung. Wir werden sogar in absehbarer Zeit noch mal eine neue Auflage pressen lassen, damit auch für jeden noch genug da ist.
Also, wenn ihr euch in die Lage versetzen wollt zu sagen: "Hey, ich hab 'ne CD der Erstauflage", dann greift noch schnell zu. Hahaha.
Klar stöhnt die Musikindustrie über sinkende Umsätze, aber erstens können wir daran nichts ändern und zweitens sind unsere Umsätze - als Newcomer - ja steigend, sonst wären wir ja eher "…goer" statt "…comer"


Zwischen der EP BURNING FOR METAL und VISIONS OF FIRE liegen drei Jahre. Eine lange Zeit besonders für eine Truppe der man die Spielfreude anmerkt. Was waren die Gründe? Seid Ihr nach dem Motto: gut Ding will Weile haben, verfahren und wolltet Ihr nur mit Material von dem Ihr voll überzeugt seid an den Start gehen, oder waren andere Faktoren für die Verzögerung verantwortlich?

Letzteres. Nach der BURNING FOR METAL EP haben wir uns erstmal vom damaligen Sänger Peter getrennt und 2007 musste noch Thorsten den Job an der Gitarre aufgeben, weil es gesundheitlich nicht mehr ging. Wir haben in der Zwischenzeit viele Konzerte gespielt um uns als Live-Band zu etablieren. An die Aufnahme einer Neuen CD haben wir erst 2007 wieder gedacht.
Während der "Live-Ära" haben wir viele Songs geschrieben und live präsentiert, von denen jedoch kaum etwas auf der VISIONS OF FIRE zu hören ist. Als wir 2007 beschlossen eine CD aufzunehmen ging es noch mal neu ans Songwriting. Die Vorbereitungen für's Studio wurden getroffen, dann kam noch die Zusammenarbeit mit Pure Steel Records zustande, und somit war ein wichtiger Schritt für die CD getan. Zudem gab's dann noch ein paar Wochen für die Promotion und schon war's Dezember.


Da bei vielen Metal Fans oft völlig überzogene Vorstellungen von den Verdienstmöglichkeiten einer Band in den Köpfen rumspukt eine Frage zum finanziellen Hintergrund. So Argumente wie: die verdienen eh schon genug da kann ich mir ruhig das Album per Filesharing runterladen, gehen mir nämlich gehörig auf den Senkel. Wahrscheinlich habt ihr in die EP damals eine ganze Menge eigenes Geld gesteckt. Ich vermute mal stark, dass ihr von Eurer Musik (noch) nicht leben könnt und alle einem Job nachgeht. Liege ich da richtig?

Nicht nur in die EP haben wir 'ne Menge eigenes Geld gesteckt, auch in das Album. Und du liegst natürlich richtig mit deiner Annahme. Wir führen ein halbwegs normales Leben. …okay… halt noch mit dicken Limousinen, vielen Frauen und dem ganzen Kram. Haha.


Da schließt sich dann gleich die nächste Frage an. Wie bewerkstelligt Ihr es wenn Ihr auf Tour geht. Da müsst Ihr doch Urlaub nehmen, wie sieht das mit der Koordination unter den Bandkollegen aus?

Ja, das benötigt schon einiger Planung im Vorfeld und eine gute Koordination. Urlaub und freie Tage richten sich da nach der Band. Glücklicherweise funktioniert das alles bei uns ziemlich gut.


Im Jahre 2008 habt Ihr bei einigen Auftritten Mystic Prophecy supported, eine Band die ich sehr schätze. Der Prophecy Sänger R.D. Liapakis hat eine Stimme die so ganz anders ist wie Deine Thassilo. Er bevorzugt große Höhen und sein Gesang ist sehr klar. Gefällt Dir persönlich so etwas auch oder bevorzugst Du lieber Musik bei der die Vocals eher tief und rau sind wie bei Dir?

Klar gefällt mir der Gesang auch sehr gut. Ich bin da in meinem Musikgeschmack nicht wirklich auf einen Gesangsstil limitiert und höre mir das sehr gerne an. Auch Sean Peck von Cage bewegt sich stimmlich ganz weit oben. Das Gesamtpaket muss einfach stimmen.


Ich könnte mir gut vorstellen, die Art Deines Gesangs ist sehr stressig für die Stimmbänder. Hattest Du da schon Probleme?

Nein, eigentlich nicht. Wir haben schon Gigs von über 2 Stunden gespielt und das funktioniert bestens. Auch bei der Aufnahme der VISIONS OF FIRE habe ich mehrere Tage in Folge teils mehr als acht Stunden im Studio verbracht. Da habe ich dann zwischendurch mal 'nen Tag Pause gebraucht und sicherlich muss man auf sich und die Stimme achten. Insgesamt geht das aber ziemlich problemlos.
Auf Tour ist eher das Umfeld für die Stimme stressig. Man ist tagelang in lauten Umgebungen unterwegs. Im Bandbus ist immer ein gewisser Geräuschpegel und in den Veranstaltungsorten läuft auch vom ersten Moment an Musik. So muss man sich immer laut miteinander verständigen. Das haben wir allerdings auch recht schnell gemerkt und ich habe mich verbal zurückgehalten. …da waren die anderen drei auch sehr froh drum. Hahaha


Thassilo, Dein kraftvoller und tiefer Gesang passt ausgesprochen gut zum Stil von Dragonsfire Aber auf dem Stück Oath Of Alliance bist Du mal mit nicht so "rauchiger" Stimme dafür melodischer zu hören. Hast Du schon in Erwägung gezogen so etwas in Zukunft öfter zu bringen?

Das kommt immer ganz auf den Song an und auf die Songs die wir jetzt neu komponieren. Das wird es jedenfalls bestimmt immer mal wieder geben. In der Hauptsache geht's jedoch eher heftig zu. Ich denke - oder besser wir alle denken, dass der Gesang ein wichtiger Teil dessen ist, was uns von anderen Bands unterscheidet. Die Meisten Leute erwarten doch einen Rob Halford oder Bruce Dickinson, wenn sie die Play-Taste drücken. Dann etwas Anderes bieten zu können ist doch ne feine Sache, denn es ist ja doch Heavy Metal.


Auf Eurer Homepage habe ich festgestellt, dass zu Deinen Faves unter anderem von den Progern Dream Theater METROPOLIS Part II gehört. Ein Album das ich übrigens auch liebe. In einigen Stücken auf VISIONS OF FIRE konnte ich ebenfalls progressive Elemente feststellen. Bist Du in erster Linie dafür verantwortlich?

Das vielleicht progressivste Lied der Scheibe ist für mich "The Other One" und da habe ich in der Tat den Löwenanteil vom Songwriting gemacht. Ob ich allerdings derjenige bin, der immer dafür zuständig ist, weiß ich nicht. Würde ich eher nicht so sagen. Keiner der Songs auf der Scheibe wäre so wie er ist, wenn es nicht wir vier wären, die DRAGONSFIRE sind und die Songs so machen, wie sie letztendlich sind. …okay, ich bin höchstens der, der gesagt bekommt. "Jetzt hat er wieder zuviel Dream Theater gehört." hahaha


Was mich sogleich zur nächsten Frage bringt, wer übernimmt bei Euch hauptsächlich das Songwriting und wer erstellt die Texte?

Das ist recht einfach gesagt: Alle. Jeder von uns bringt neue Songideen, oder ganze neue Songs in die Band ein und jeder hat das Recht zu sagen: "Der Song ist Scheiße". Auch beim Texten hat jeder schon seinen Teil beigetragen und auch jeder ein - eingeschränktes - Vetorecht.


Für gewöhnlich ist die Musik zuerst fertig und dann wird erst nach dem passenden Text gesucht. Verfahrt Ihr da auch so oder habt Ihr bereits beim Schreiben des Songs die Lyrics im Hinterkopf?

Oftmals entsteht zuerst ein Chorus und da sind dann schon konkrete Gesangsmelodien oder ganze Textpassagen die direkt mit dem Song entstehen. Verallgemeinern kann man das allerdings nicht. Es gibt Songs, die sind fertig, haben aber noch gar keine Lyrics und - so war es der Fall beim Song BURNING FOR METAL - da gab es sogar erst die Lyrics und dann den ganzen Song.


Als Bassist Thassilo steht man gewöhnlich etwas im Schatten der Gitarristen. Genießt Du es, da Du auch Sänger bist, mehr im Fokus zu stehen als die "nur" Bassisten?

Ja, durchaus. Das kann ich heute so genau sagen, weil ich ja auch die andere Seite kenne. Zwar wurde DRAGONSFIRE ja als Quartett gegründet, zur BURNING FOR METAL EP hatten wir ja aber schon einen Sänger. Ich wollte mich gerne mehr auf das Bassspielen konzentrieren und insgesamt haben wir uns Vorteile erhofft, als Fünfer unterwegs zu sein. Wir haben aber irgendwann gemerkt, dass wir gerne meinen Gesangsstil - der ja etwas härter als der von Peter ist - mehr hören wollen. Und ich habe gemerkt, dass wir Bassisten arme unbeachtete Wesen sind, die von Groupies kaum wahrgenommen werden hahaha. Zudem habe ich auf der Bühne jede Menge Spaß und mit Jan, der die Leute auch verbal immer gut anzuheizen weiß einen guten Counterpart auf der Bühne, was bei den Fans immer für gute Unterhaltung sorgt.


Von Januar bis April 2007 hattet Ihr mit Kathi Heßler eine Frau am Mikro. Leider kenne ich ihre Stimmlage nicht. Nun die, zugegeben provokative Frage, wolltet Ihr da etwas die Richtung von Nightwish, Edenbridge, Lunatica oder Within Temptation einschlagen die zumindest zur damaligen Zeit ausgesprochen erfolgreich zu Werke gingen?

Das war eben in jener Phase, dass wir etwas experimentieren wollten. Kathi hat jedoch kaum ein Konzert alleine bestritten. Ich habe hier schon wieder einen großen Teil der Main-Vocals übernommen. Kathi hatte jedoch auch neben einer sauberen cleanen Stimme einen heftigen growl, so ist der Nightwish-Vergleich nicht ganz richtig. Es war eine interessante Erfahrung, aber es war eben auch nur eine eher kurze Phase.


Bleiben wir gleich beim Jahr 2007. Ihr hattet Gelegenheit mehrfach mit Wizard aufzutreten. Die sind vom Stil und auch von den Lyrics her doch auf der gleichen Schiene wie Dragonsfire. Sieht man sich mehr als Konkurrenten, die angesprochene Zielgruppe dürfte nahezu identisch sein, oder versteht man sich besonders gut, sozusagen Brothers of Metal? Thassilo Du hast sogar auf dem rechten Oberarm ein Battleaxe Tattoo ähnlich wie die Jungs von Wizard, okay die haben noch ein paar Waffen mehr.

Hm, das ist schon n Moment her. Da ist aber eigentlich immer eine gute freundschaftliche Stimmung Backstage. Egal wer das bisher war. Mal ist man mehr mit sich selbst beschäftigt, mal hat man viel Zeit mit anderen Bands zu quatschen. Aber Konkurrenz herrscht da eigentlich nie. Im Gegenteil, man hat ja ein gemeinsames Interesse, nämlich dass die Leute einen coolen Abend erleben von dem sie noch lange erzählen. Da muss man schon Hand in Hand arbeiten. Wenn mal was Kaputt geht, hilft man sich im Notfall auch mal aus. …und die Axt,… ja, die mag ich halt.


Matthias Bludau einer Eurer Gitarristen nennt auf der Dragonsfire Homepage zwei Alben von Garry Moore unter seinen Favoriten. Nun weiß ich von Moore, als er noch nicht dem Blues verfallen war und noch richtig rockte, dass er sich vor Live Auftritten immer auf einer Gibson Explorer warm spielte. Da Matthias auch eine Gitarre dieses Typs (unter anderem) bei seinem Equipment aufführt würde mich interessieren ob da ein Zusammenhang besteht oder das reiner Zufall ist.

Matthias: Nein, Gary Moore, der in den 80ern auch Explorer (Hamer) spielte, hat damit nichts zu tun. Vielmehr ein gewisser Herr Hetfield :-)
Die Vorlage zur ESP Explorer von James Hetfield war aber ganz klar die Orginal '76er Gibson Explorer und so kam ich zur Explorer und zu Gibson. Da Gibson Explorer und Flying V in sehr vielen Punkten baugleich sind (Vollmahagoni, Mensur, Halsdicke, PU-Bestückung), die Flying V aber "bühnentauglicher" ist, kommt seit 2007 nun lediglich die Flying V live zum Einsatz. Vom Sound klingt sie etwas weniger bissig in den Mitten, dafür mehr Druck unten rum, mit seidigeren Höhen.
Soundvergleich: "Burning For Metal" - Gibson Explorer; "Visions Of Fire" - Gibson Flying V.


Timo Rauscher der andere Mann am Sechssaiter verrät auf Eurer Homepage nur sehr wenig über sich. Ist er so schüchtern und bescheiden oder nur wortkarg?

Thassilo: Unter uns: Timo führt ein geheimes Doppelleben als Superheld und fürchtet, dass fiese, nach der Weltherrschaft strebende Oberschurken sonst Wichtiges über ihn herausfinden könnten. …aber: pssst.


Jan Müller Euer Drummer spielte bevor er zu Dragonsfire stieß bei einer Band die seiner Aussage nach aus der Hardcore Richtung kam. Ich habe das Gefühl Jan fühlt sich bei Dragonsfire sehr wohl, sein Drumstil passt perfekt zu Eurer Truppe, sieht der Rest von Euch das auch so?

Absolut. Eine tragende Säule, des DRAGONSFIRE-Sounds. Er hat schon viele unterschiedliche Sachen getrommelt. Bei DRAGONSFIRE kann er alle Qualitäten als Metal-Drummer ausspielen und ein schöööön grooooßes Drumset bedienen. Und letztendlich ist es die Art von Musik, die er auch immer gehört hat und quasi mit der Apfelweinflasche aufgesogen hat.


Und nochmals zu Jan. Er beschreibt sich selbst auf humorvolle Weise, hat er auch sonst eine humoristische Ader und sorgt bei Euch für gute Laune?

Auf jeden Fall. Wer mal bei uns auf nem Konzert war wird das nur bestätigen. Abseits der Bühne geben wir jedoch alle gerne viel schlaues Zeug von uns. *grins*


Da wir gerade bei guter Laune sind, das Video zum Track Dragonsfire Rockxxx ist ausgesprochen locker ausgefallen und zeugt vom angesprochenen Humor. Da hat Jan Müller doch Regie geführt, war die Gestaltung auch seine Idee?

Ja, Jan hat uns gesagt, was er sich so vorgestellt hat und dass er das in Angriff nehmen wolle. Wir haben gesagt: MACHEN. Haha. So einfach war's. Timo hat ihm dann bei den Aufnahmen mit den Tanz-Mädels assistiert und ich hab schließlich mit dem Gasbrenner vor mich hin gegrillt.


Apropos Video, woher habt Ihr denn all die hübschen Mädels die da auftreten, haben sich auch Eure Freundinnen verewigt?

Nein, da sind keine Freundinnen drin. …nicht dass ich wüsste jedenfalls. Hahaha. Zum einen ist das eine Tanzformation aus Leeheim, die sich Desaster nennt. Und die anderen Mädels hm… teils Bekannte, aber zu einem Großteil hat Jan (oder auch mal Jan und ich) Mädels auf Festivals zum mitmachen animiert.


Eure Homepage ist sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet. Macht Ihr das selber oder habt Ihr einen Fachmann (oder Frau) die Euch die Arbeit abnimmt?

Vielen Dank für die Blumen. Die Homepage ist mein Werk. Ich bin da zuständig, dass alles läuft und aktualisiert wird. Und wenn ich mal zu lange brauch, sind da drei Leute, die schon dafür sorgen, dass ich's tu oder auch mal Ideen geben, Verbesserungen ansprechen und so weiter und so fort.


Ihr macht auf mich einen lockeren Eindruck was bei Gruppen die sich True Metal mehr oder weniger auf die Fahnen geschrieben haben eher selten der Fall ist. Ist Euch die Nähe zu den Fans wichtig?

Vielleicht kommt das daher, weil wir uns das True gar nicht selbst auf die Fahne geschrieben haben. …jedenfalls nicht ganz so vordergründig, wie wir nun von außen eingeordnet werden. Aber davon abgesehen: klar ist uns die Nähe zu den Fans wichtig. Sonst könnten wir auch im Proberaum bleiben und jede Woche sinnlos ne Schachtel Bier vernichten. Wenn man nach dem Konzert raus kommt und mit den Leuten ins Gespräch kommt, das ist absolut cool. Was hat den Leuten gefallen? Wie urteilen sie über die Musik und die Show? Das ist wichtig und es macht auch Spaß. …und das ist wirklich "true".


Was haltet ihr generell von solchen Stilbezeichnungen wie True- Power- und Speed Metal. Ist das für Euch unnützes Schubladendenken nach dem Motto: solange die Mucke richtig rockt (pardon: rockxxx) ist die Bezeichnung ganz egal?

Ja, insgesamt ist das so. Aber man braucht eben wohl Kategorien um sich zu orientieren. Wir selbst können gerne darauf verzichten und denken beim Songwriting nicht darüber nach, ob das jetzt Power-Metal oder Speed-Metal oder sonst was ist. Hauptsache es knallt. *Knall* Und wenn wir ne True-Metal Band sind, sind wir eben true. Wir haben da jedenfalls keine Probleme damit.


Die Musik von Dragonsfire wird häufig als Old School Metal bezeichnet. Stört Euch das oder empfindet Ihr das sogar als Auszeichnung, beinhaltet es doch, dass Ihr nahe an den viel zitierten Wurzeln seid und keinem Trend hinterher lauft?

Es ist vielleicht sogar die Bezeichnung, die wir alle am besten finden. Denn wenn uns jemand fragt, was für eine Musik wir machen, dann sagen wir "Heavy Metal". Meist gefolgt von Fragezeichen im Gesicht gegenüber. Worauf hin dann die passende Antwort lautet: "Ja, ganz einfach HEAVY METAL" Bam. Und das ist es doch auch was tierisch viele Leute hören wollen. Sie lieben ihre Maidens, Metallicas, Priests und alles. Dass da dann auch mal was Neues kommt, was in direkter Verbindung damit steht,… da sag' ich mal: zugreifen Leute. hahaha


Auf VISIONS OF FIRE ist mir sofort positiv aufgefallen, alle Instrumente sind gleichberechtigt und keiner wird soundtechnisch "zugedeckt". Habt Ihr bei den Aufnahmen und beim Mix besonders drauf geachtet oder hat sich die Sache automatisch so homogen ergeben? Vielleicht auch ein Zeichen, dass es in der Band stimmt und kein Egomane im Vordergrund stehen will?

Der ausgewogene Sound ist das Ergebnis einer Entwicklung, die vor allem Live stattgefunden hat. Wir haben auch live einen Sound gefunden, der druckvoll aber nicht matschig ist und jedem Instrument seine Freiräume lässt. Das wollten wir auch auf der CD so haben und das hat bei der Arbeit mit Rolf Munkes im Empire Studio auch wunderbar funktioniert und harmoniert. Da haben alle am selben Strang gezogen.


Gewissensfrage, könntet Ihr euch vorstellen Musik zu machen die so gar nicht Eurem Stil entspricht wenn der Erfolg (auch finanziell) garantiert wäre oder ist Euch die Vorstellung so zuwider das Ihr daran erst gar keinen Gedanken verschwendet?

Also ich würde zumindest mein Geld lieber mit Musik verdienen als mit irgendeinem Kack-Job. Insofern kann ich mir ganz persönlich das schon vorstellen. Aber auch nur wenn das mit DRAGONSFIRE vereinbar wäre. Denn ohne Metal geht's keinesfalls.


Seht Ihr euch als eine Band die Musik mehr mit dem Herzen macht als mit dem Kopf? Wobei das Eine das Andere nicht unbedingt auszuschließen braucht. Ist Heavy Metal mehr als Musik, vielleicht ein Lebensgefühl?

Musik machen kannst du nur mit Herz. Und zum Band-sein brauchst du deinen Kopf. Die Musik und Inspiration kannst du nur schwer mit dem Verstand begreifen. Klar, du kannst analysieren und mit musikalischem Handwerkszeug an die Sache ran gehen, aber wenn das Herz dahinter fehlt wird das nix. Deinen Kopf musst du aber immer anschalten, wenn's um die Band geht. Es gibt soviel zu organisieren und zu planen, da geht's nicht ohne eigene Organisiertheit. Das hat mit Heavy Metal als Lebensgefühl direkt erstmal nichts zu tun, denn das Lebensgefühl schwebt quasi über allem und schließt alles ein, was man macht. Denn alles was in der Band steckt ist ja für den Heavy Metal und dreht sich um Heavy Metal. Es geht da also in erster Linie um die innere Einstellung. Die Einstellung bestimmt dann in irgendeiner Weise die Art wie man die Dinge anpackt. Oder würde jemand sagen, dass das Fliegen einer Boeing nicht Metal ist? (sofern es Bruce Dickinson tut. Hahaha)


Zum Abschluss die unvermeidliche (und auch abgedroschene) Frage, ich stelle sie aber trotzdem, wollt Ihr Euren Fans noch einige "famous last words" mit auf den Weg geben?

Ja, Titten raus, es ist Sommer. …öhm *hust*, na ja, ich will sagen: Bewegt eure Hintern auf ein paar Festivals. Die Saison geht grade richtig los und wir sind auch auf Einigen anzutreffen, was die Sache natürlich noch interessanter macht. Und schaut mal auf unserer Page vorbei oder bei Mypace da gibt's was von uns zu hören, wenn ihr's noch nicht kennt. …und dann könnt ihr auch direkt die CD VISIONS OF FIRE ordern. ...noch in der Erstauflage.


Vielen Dank Thassilo!


Band-Infos:
 
  • www.dragonsfire.de 
  • www.mypace.com/dragonsfiremetal 

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