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Emergency Gate
 
Emergency Gate: li. Vlad Dose, re. Mario Lochert HHH: mi. Roger WetliREWAKE heißt das neue Album von Emergency Gate. Und wie der Name schon andeutet, steigen die Münchner tatsächlich einer dunkle Phoenix gleich aus der verbrannten Asche ihrer Vergangenheit heraus. Dabei hat das Feuer nicht nur wehgetan, sondern auch einige Änderungen bewirkt. Am Ohrenfälligsten ist dabei der Sound, der zwar nach wie vor schwer einzuordnen ist, jetzt aber weg vom Power-Metal in Richtung Melodic-Death-Metal neigt. Wer nicht nur genau hinhört, sondern auch genau hinsieht bemerkt zudem schnell die zusätzlichen Veränderungen: Neuer Sänger, neues Plattenlabel und mehr Musiker. Wie es dazu gekommen ist, erfuhr ich von Bassist Mario Lochert und Gitarrist Vlad Dose.

Datum:
 R.W., 08.11.2008

Wir fragten...
 Hallo Mario und Vlad. Neue Besetzung, neue Scheibe, neuer Musikstil. Wie ist es dazu gekommen?

Mario: Wir haben mit unserem Sänger Fabian Kissling und der Nightly Rain-CD einige Erfolge feiern können, und waren dann mit Mercenary auch auf Tour. Die Option von Universal ist erfüllt worden. Wir haben dann irgendwann, als wir in der Vorbereitung fürs neue Album waren, einen Anruf erhalten, in dem uns gesagt wurde, dass die komplette Heavy-Abteilung von Universal geschlossen wird, und keine weiteren Veröffentlichungen über das Label erfolgen werden. Somit hat man uns vor die Wahl gestellt. Sie konnten uns entweder verkaufen bzw. bei einem anderen Label unterbringen, oder unseren Vertrag auflösen, damit wir selber shoppen können. Darauf habe ich dann die letztere Option gezogen, die Rechte zurück genommen, also den Vertrag aufgelöst und selber geshoppt. Wir waren natürlich ziemlich niedergeschlagen nach dieser Nachricht, weil wir mit Universal eine sehr gute Zusammenarbeit hatten, und auch wirklich was erreicht haben. Und dann hat auch noch der Fabian seinen Rücktritt aus privaten Gründen erklärt, weil er sich auf andere Sachen spezialisieren wollte, also seinen Weg anders gestalten wollte. Darauf beriefen wir eine Krisensitzung ein und haben die Fakten auf den Tisch gelegt. Okay, Sänger weg, Gitarrist weg, was machen die übrig gebliebenen? Wir wurden uns dann einig, dass wir es wissen wollen. Wir wollten uns musikalisch weiterentwickeln. Wir wollten mal was ganz anderes machen, etwas, was wirklich noch mehr Drive hat und was geil ist. Vladi hat sich dann hingesetzt und wie besessen an Liedern geschrieben. Anschließend haben wir zusammen die Songs arrangiert. Und wir haben geschaut, wo wir einen Gitarristen herbringen können und auch einen Sänger kriegen. Einen Gitarristen hatten wir dann mit Udo Simon relativ schnell gefunden. Anschließend gingen wir bereits ins Studio und haben angefangen zu produzieren ohne zu wissen, wie es weitergeht. Ohne zu wissen, ob die CD jemals bei einer Plattenfirma unterkommen wird. Aber auch ohne zu wissen, wer denn die Stimme auf dieser CD sein soll. Zum Glück habe ich auf der Symphony X-Tour Mattias Kupka in Köln getroffen. Und der hat gepasst wie die Faust aufs Auge. Und somit haben wir eine Woche nach der Tour, als ich wieder daheim war, sofort mit den Vocals-Aufnahmen begonnen. Und wie man glaube ich hören kann, ist daraus ein gutes Stück geworden.


Wie viel habt ihr an den Songs noch abgeändert, als die Stimme schließlich da war?

Vlad: Also an den Songs selbst eigentlich nicht besonders viel. Die standen zum größten Teil bereits. Es waren vor allem kleine Feinheiten, die wir angepasst haben. Du hast also eine Stimme und du brauchst noch irgendeine Facette, die diese unterstützt. Manche Sachen haben wir auch weggelassen, damit die Stimme besser zur Geltung kommt. Klar haben wir einige Sachen angepasst. Aber im Großen und Ganzen, sind die Songs so geblieben wie sie waren, also zu mindestens 90%. So waren sie auch gedacht. Und damals bei der Sängersuche haben wir uns halt schon mal die ideale Stimme vorgestellt. Du hast da natürlich auch Angst, dass du vielleicht ein Sänger mit einer geilen Stimme bekommst, aber für den du die ganzen Songs abändern musst. Das war aber bei Matthias nicht der Fall. Er ist einfach ins Studio gekommen und hat die Songs so gepackt, wie sie waren. Und hat sie noch größer gemacht, ohne dass wir noch irgendwas auf ihn anpassen mussten.
Mario: Aber nichts desto trotz ist es ja nicht einfach mit einem guten Sänger getan, sondern er muss sich auch zu 100% in der Band einfügen können. Etwas, was der Matthias wahnsinnig gut geschafft hat. Wir haben sofort harmoniert, was natürlich sehr wichtig ist. Und dass man bei dieser CD das Gefühl hat, dass es diese Band seit zig Jahren gibt. Aber es ist eine neue Besetzung, neue Power und neue Energie. Und ich glaube, dass wird gut gehen.


Verstehe ich es richtig, dass sowohl die geschrieenen Lieder, wie auch diese wahnsinnige Power-Ballade bereits standen? Ihr wusstet also, dass ihr einen Sänger braucht, der beides kann?

Vlad: Absolut richtig. Es war wichtig, dass der Sänger vielfältig einsetzbar ist. Weil die Musik sehr Facetten reich ist. Die Musik besteht aus wahnsinnig vielen Schichten. Also am Anfang hatten wir die Idee, dass wir uns zwei Sänger holen. Einer der sehr gut clean und mit Druck singen kann, und einer der sehr gut Shouten kann. Nur, irgendwann wären wir dann 200 Leute gewesen, und das kriegst du in einem Tourbus einfach nicht mehr rein. Aber es war uns schon wichtig, dass der Sänger all diese kleinen Dinge in seiner Stimme widerspiegeln kann, was auch die Musik beinhaltet, und das kann der Matthais auch besonders gut.


Ihr habt ja allgemein aufgestockt und seit jetzt zu 7bt?

Mario: Ja, wir sind zu 7bt. Sieben aus einem Wurf. Sieben Verrückte mit demselben Ziel. Also was will man mehr? (lacht)
Vlad: Also egal ob sieben oder drei. Das wichtigste ist, was dabei rauskommt. Ich meine, es ist völlig egal, ob du Musik mit drei oder mit sieben Leuten machst. So hat jeder halt mehr oder weniger seine eigene Aufgabe und seinen eigenen Bereich und es ist sehr schön, weil jeder weiß, was zu tun ist. Wie bei einer Maschine, die halt schön ineinander greift. Also wie ein Schweizer Uhrwerk. (lacht)


Euer Sänger kommt aus Düsseldorf, ihr aus München. Wie oft probt ihr?

Mario: Mit der Band proben wir eigentlich mehrmals pro Woche. Gerade auch jetzt wegen der Kreator-Tour, die jetzt dann bald ansteht. Wir wollen eine super Show bieten. Matthias kommt immer wieder mal runter und fliegt hin und her, um mit uns zu proben, und um das Ganze bis ins letzte Detail zu verfeinern. Und auch die 600 km Distanz hindern uns nicht daran, zusammen kreativ zu sein.


Wie regelmäßig kommt er dann?

Mario: Das kommt ganz drauf an. Matthias ist selbstständig erwerbend. Er hat auch ziemlich viel zu tun. Er hat auch noch das House Of Rock. Also sein Rockbistro. Aber so einmal im Monat ist er auf jeden Fall da, und dann aber für mehrere Tage.
Vlad: Der übt auch schön brav zu Hause, muss man da unbedingt auch noch anfügen. Er hat die ganze Musik zu Hause und brüllt seine Nachbarn zu. Also neben ihm möchte ich nicht wohnen, als Normalbürger. Aber er macht das sehr gut. Man merkt halt einfach den Fortschritt. Er sitzt halt nicht einfach untätig herum, sowie keiner von uns. Auch über die Entfernung hinaus.


Das Album heißt REWAKE. Also eine Art Wortspiel?

Vlad: Ja, das ist im Grunde ein Wortspiel aus zwei Geschichten. Das "Re" kann man auf mehrere Sachen beziehen. Meisten denkt man dabei an Reborn, an die Wiedergeburt und die ganze Geschichte. Aber es ist nicht nur eine Wiedergeburt sondern auch ein Wiedererwachen, weil viele Leute uns tot geglaubt haben. Und wir sind mehr oder weniger wieder erwacht aus dem dunklen schlaf. Wir sind irgendwie wiedergeboren. Aber die Frage ist auch, ob du aufgewacht bist, oder bist du wiedergeboren aus was, in was? Und genau das ist die Frage. Es gibt ein Konzept in dem Album und es zieht sich ein roter Faden durch. Und genau das ist der passende Titel. Nicht nur, was jeden einzelnen Song betrifft, sondern auch das gesamte Werk an sich und die Band. Das ist sehr schön, wenn man das alles mit einem Wort zusammenfassen kann.
Mario: Und zusätzlich ist der Albumtitel auch super passend zu unserem neuen Stil und zur neuen Band. Wir haben einen neuen Sänger, wir haben ein neues Album. Was will man also mehr, als ein Wortspiel zwischen Reborn und Awake? Wir sind auf gut Deutsch zurück. (lacht)


Vladi. Du hast von einem Albumkonzept gesprochen. Ist das diese Wiedergeburt?

Vlad: Naja, ehrlich gesagt… also die Songs an sich sind sehr persönlich. Also da die meisten Songs von mir kommen, muss ich sagen, dass ich Songs nicht aus irgendwas hinaus schreibe, sondern aus sehr vielen persönlichen Begebenheiten und Situationen heraus, also aus dem, was in den letzten 3, 4 Jahren so alles passiert ist. Jeder braucht ein Ventil. Mein, oder besser unser Ventil, ist die Musik. Ich möchte jetzt nicht speziell auf gewisse Sachen eingehen, aber ich denke, derjenige der mich oder uns kennt, der wird vielleicht in vielen Sachen sich oder gewisse Situationen wieder erkennen, die halt genau so waren und wissen, worum es geht. Aber trotz dieser Sache sind die Songs so allgemein gehalten, dass jeder für sich irgendwo was rauspicken kann und für sich sagen kann, dass der Song für sich ein eigenes Thema hat. Also dass ich es nachvollziehen kann, oder eine Situation sehe, in der ich auch schon war. Und das ist halt so das schöne daran. Weil völlig egal was es ist, wird jeder, der sich die Songs anhört und die Texte ansieht, erkennen, dass er das genau kennt und ihm genau auch passiert ist.
Mario: Auf gut Deutsch gesagt, sind auch die Texte aus dem Leben gegriffen.


Wir sind ja momentan im Dreamscape-Studio. Im gleichen Gebäude hat es Bandräume, wo ihr selber probt, wo Megaherz und wo Eisbrecher proben. Heißt das, das die Münchner zusammenhält und mit einander spricht?

Mario: Auf jeden Fall. Also die Münchner-Szene oder Profi-Szene hat Kontakte untereinander. Also jeder weiß eigentlich von jedem wann was passiert. Oder wenn eine Band gerade eine Gitarre aufnimmt, dann weiß das auch jeder. Zwischendurch ist es auch so, dass auch Fragen kommen im Stile von, wie würdest du das machen, wie würdest du das gestalten, hast du nicht da eine Idee. Ich denke das wird aber in jeder Stadt das gleich sein, dass die Bands untereinander kommunizieren und auch zwischendurch miteinander spielen.


Ihr seid ja im Frühling mit Kreator, Eluveitie und Caliban auf Tour. Werdet ihr euch da vor allem auf die neuen Songs konzentrieren oder hören wir auch alte?

Mario: Ich denke, wir werden mit den neuen Songs auf Tour gehen. Wir werden natürlich zwischendrin auch ein wenig variieren. Allgemein kann man von dieser Tour aber vor allem vier Hammerbands erwarten, eine brutal geile Stimmung und jede Menge Heavy Metal.
Vlad: Wir wollen also Haare fliegen sehen.
Mario: Und im März werden wir mit dieser Tour in Pratteln vorbei kommen.


Kennst ihr die Bands denn bereits persönlich?

Vlad: Doch ja. Wir selber haben auf dem letzten Festival Kontakt mit Caliban aufgenommen. Als wir zusammen mit Matthias und unserem Keyboarder Daniel unterwegs waren. Da sind wir auf die Tour gegangen, haben die Hände geschüttelt und alles Mögliche. Die waren eigentlich sehr nett und freundlich. Wir freuen uns schon darauf. Das könnte eine echte coole Geschichte werden. Mit Kreator habe ich persönlich keinen Kontakt, aber der Mario hat da die ganzen Kontakte. Genauso mit Eluveitie. Aber ich denke mal, das wird ein riesen Spaß.
Mario: Eluveitie habe ich zum Beispiel auf dem Summer Breeze getroffen, oder jetzt auf der Heiden-Fest-Tour mit Equilibrium zusammen. Und wir verstehen uns und ich glaube das wird alles ganz gut von statten gehen.


Vielen Dank


 
 
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