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Emina
 
Emina ArapovicUnser Marc S. nutze nach dem Review des Debüt-Albums TAKE # 1 die sich ihm bietende Möglichkeit, ein Interview mit Emina, der "Queen of Rock" mit derzeitigem Amtssitz in Wien zu führen. Klar, dass er dabei die Form wahrte und eine gebührende Anrede wählte...

Datum:
 M.A., 26.06.2012

Wir fragten...
 TAKE # 1 ist meiner bescheidenen Meinung nach durchaus als die Wiederauferstehung des female-fronted-Rock anzusehen. Herausragende und abwechslungsreiche Songs, eine famose Produktion und erstklassige handwerkliche Arbeit. Großes Kompliment! Bevor ich dieses Interview jedoch mit der ersten Frage beginne: Darf ich Emina sagen oder sollte ich Dich standesgemäß mit "Königliche Hoheit" ansprechen?

Emina: Natürlich "Königliche Hoheit" .. ha, ha, ha!!


Also dann, Königliche Hoheit. Es hat Dich ja erst vor einigen Jahren nach Österreich verschlagen. Wo bist du geboren/aufgewachsen?

Ich war in meinem Leben viel unterwegs und eines kann ich mit Sicherheit sagen: Seitdem ich in Österreich lebe werde ich so oft gefragt woher ich komme, wie vorher noch nie in meinem ganzen Leben. Ich sage immer, ich komme aus dem Land der tausend Inseln wo die Menschen viel Courage haben.


Wo liegen Deine musikalischen Wurzeln? Gab es einen Schlüsselmoment in Deinem Leben, der den Berufswunsch "Sängerin/Songwriterin" in Dir weckte?

Musik war von Anfang an ein wichtiger Teil in meinem Leben. Ich habe als kleines Mädchen schon gesungen und mit sechzehn meine erste Band gegründet. Ich habe Deep Purple gehört, Whitesnake, Black Sabbath. Ronnie James Dio ist ebenfalls ein großes Vorbild. Und dann natürlich die starken Frauen wie Tina Turner oder Janis Joplin. Bei den Rock/Hard Rock-Bands der 80er Jahre liegen meine Wurzeln und das hört man auch, glaube ich. Einer der tollsten Tage in meinem Leben war, als ich Steve Morse auf einem Konzert von Deep Purple gesehen habe. Ich stand in der ersten Reihe und habe direkt in seine Augen geschaut.

Später habe ich dann als Support für Motörhead, Uriah Heep und The Cult gespielt, auch sehr tolle Erlebnisse. Da war die Entscheidung aber schon gefallen Sängerin zu werden. Das war überhaupt so eine Story! Es fand eine „Castingshow“ statt - ich wollte gar nicht hin - aber eine Freundin hatte mich angemeldet. Und dann hat mich natürlich der Ehrgeiz gepackt vorn dabei zu sein, was ja auch geklappt hat. Ich bin mit einem Plattenvertrag heimgegangen!


Was war das für ein Casting-Format und wie stehst Du allgemein diesem ganzen Casting-Wahnsinn gegenüber, der zum überwiegenden Teil musikalisch sehr fragwürdig erscheint?

Das Casting damals war noch eine echte Talentschau. Ich hab mir die Lieder zum Teil selbst ausgesucht, zum Teil wurden sie mir vorgegeben, aber das war wirklich etwas, wo ich ein Feedback bekommen habe. Ich war eigentlich sehr überrascht, dass es der Jury gefällt. Ich selbst war nicht so überzeugt von mir. Die heutigen Casting-Formate sind wirklich lediglich Show und haben mit Talent nicht mehr so viel zu tun, glaube ich. Es wird sich abnutzen. Die Leute merken ja doch irgendwann, dass bei diesen Formaten langsam die Luft raus ist. Die Gewinner werden nicht berühmt, sie schaffen den Sprung in die Musikkarriere nicht. Das zeigt eigentlich schon, wie unecht das alles ist.


Im Wege des vorerwähnten Plattenvertrages folgten u.a. Tourneen mit Motörhead und Uriah Heep, wie Du bereits erwähnt hast. Lemmy von Motörhead soll ja entgegen seines Rufes ein echter Gentleman der alten Schule sein. Kannst Du das bestätigen?

Absolut Ja, und mehr wird nicht verraten. Nicht nur der Gentleman genießt und schweigt...


Als ich mir zur Vorbereitung auf dieses Interview einige Deiner Live-Videos auf Youtube anschaute, fiel mir sofort die Power und Leidenschaft auf, mit der Du die Songs auf der Bühne interpretierst. Hier lassen sich durchaus Parallelen zu Beth Hart oder Alannah Myles ziehen. Hast Du, was die Live-Performance angeht, konkrete Vorbilder?

Konkrete Vorbilder habe ich nicht. Ich mache das, was ich am besten kann und so wie ich es fühle und wie es aus dem Bauch kommt. Aber natürlich schaue ich mir immer wieder gerne die Performance der „Großen“ an. Wie viel da von der Persönlichkeit rüberkommt, die Power, die Emotionen… Ab und zu schau ich mir sicher etwas ab, aber ich mache immer mein eigenes Ding daraus. Ich könnte nie jemanden auf der Bühne imitieren. Dafür habe ich zuviel in mir, was raus muss.


Das Genre des female-fronted Hard Rock wurde in den letzten Jahren von der breiten Öffentlichkeit kaum mehr wahrgenommen, wohl auch, weil entsprechende Aushängeschilder und Gallionsfiguren fehlten. Trittst Du nun in die Fußstapfen von einstigen Größen wie Joan Jett, Lita Ford oder Lee Aaron?

Na warum nicht, das wäre doch was, oder?! Ich meine, das war ja so auch nicht geplant. Ich bin einfach eine Frau, die gern Hard Rock singt! Aber wenn man heute nach female-fronted Rock sucht, findet man fast nur Symphonic Metal, Tarja Turunen oder Christina Scabbia. Das sind so die Namen. Echter Hard Rock mit einer Frontfrau existiert so gut wie gar nicht mehr! Und das ist schade!


Dem kann ich mich nur anschließen. Es wurde daher auch höchste Zeit, dass mal wieder jemand auftaucht und diesem Genre neues Leben einhaucht. Eine gute Stimme und Charisma sind da sicherlich schon mal die halbe Miete. Aber ohne eine starke Band im Rücken kann eine Frontfrau - sei sie noch so gut - natürlich nicht überzeugen. Insofern kann man Dir nur gratulieren. Du hast eine fantastische Band am Start! Wie hat sich diese Formation gefunden?

Da hat mein Label kräftig mitgeholfen, ich kannte ja niemanden in Wien. Die Band hat fast vom ersten Augenblick an gut zusammengepasst. Da sind alle mit Herz und Seele dabei, ein kleines Wunder!!


Die Songs auf TAKE #1 sind sämtlichst auf Deinem Mist gewachsen und existierten bereits, bevor sich die Band formierte. Inwiefern unterscheiden sich Deine Roh-Versionen der Songs von den finalen Versionen, die nun auf TAKE #1 verewigt worden sind? Wie viel Anteil hatte die Band am Gelingen des Albums?

Die Band hat noch einiges beigetragen und auch mein Label hat viele Ideen in die Produktion eingebracht, hauptsächlich beim Arrangement. Am Songwriting hat sich aber nichts mehr geändert.


Die musikalische Palette des Albums reicht von straightem Hard Rock, über bluesige Töne bis hin zu poppig angehauchten Balladen. Werdet Ihr diese Stilbreite auf dem nächsten Album beibehalten oder Euch auf einen bestimmten Stil fokussieren?

Das haben wir uns noch gar nicht überlegt. Wir denken, es ist eine der Stärken des Albums, dass für so viele Geschmäcker etwas dabei ist. Die zweite Scheibe werde ich mit der Band gemeinsam angehen. Da werden sich die musikalischen Einflüsse der anderen sicher bemerkbar machen. Und vielleicht packen wir - nur so zum Spaß - auch ein paar Ausreißer-Nummern drauf, dann sind alle schockiert, ha, ha. Ich denke, es wird sich im Hard Rock-Bereich bewegen. Unser Bassist Andy schreibt jedoch auch verdammt gute Balladen und Songs, die mit anderen Instrumenten als Pop durchgehen würden.


Gibt es für das Folgealbum bereits konkrete Songideen oder sogar fertig komponierte Songs?

Ja, wie gesagt, die Band ist dabei! Es schwirren schon viele Ideen herum. Wir sind im Moment jedoch mit den Gigs und der Promotion des ersten Albums so beschäftigt, dass wir noch nicht wirklich angefangen haben, an den Ideen zu arbeiten. Aber das wollen wir in der nächsten Zeit auf jeden Fall machen. Das ist immer das Ding mit den Songs: Wenn sie fertig und auf der Scheibe festgehalten sind, dann sind wir schon wieder auf dem Weg zum nächsten Album. Für den Rest der Welt fängt die Story jedoch da gerade erst an und wir können die Songs vom ersten Album gar nicht oft genug live spielen.


Ihr baut auf der Bühne gern Cover-Songs in Eure Setlist ein wie z.B. die beiden Purple-Klassiker "Highway Star" und "Hush", die im übrigen grandios von Euch dargeboten werden, wovon ich mich auf Youtube bzw. Deiner Homepage (rock.com) selbst überzeugen konnte. Warum also greift Ihr nicht nach den Sternen und setzt das absolute Purple-Masterpiece "Child in Time" auf Eure Setlist? Ian Gillan (der einzig wahre Purple-Sänger, Anm. d. Red.) ist bedauerlicherweise nicht mehr in der Lage, die Nummer live zu singen. Für Dich jedoch sollte der Song doch kein Problem darstellen.

Gute Frage! Da hab ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht, vielleicht nehme ich es als Anregung? Ian Gillan - super Typ. Habe mal mit ihm geplaudert, das war auch ein großartiges Highlight!


Kann ich gut nachvollziehen, diese Legende hätte ich auch gern einmal vor dem Mikro;-) Wie sehen die Tournee-Pläne für das laufende Jahr 2012 aus?

Deutschland steht auf dem Programm! Im August NRW, im Oktober wahrscheinlich Bayern. Dazwischen mal wieder Wien, Bratislava und die österreichischen Bundesländer.


Die wichtigste Frage kommt zum Schluss: Wer wird Fußball-Europameister?

Stefan sagt: Kroatien und Österreich sind die wahren Meister! Andy lacht nur darüber und sagt: Deutschland! Ich sage: Spanien! Spanien ist ein tolles Land, tolle Menschen!


Also Andy hat wirklich Ahnung von Fussball;-) Zum Abschluss des Interviews möchte ich Dir noch die Gelegenheit geben, eine Message an unsere Leser loszuwerden.

Peace, Love & Rock’n’Roll! Passt auf Euch auf und benutzt Euer Hirn; selber denken und nicht alles glauben, was man Euch einreden will!

Und noch etwas: Die meisten sagen: „Wow, toll, die leben ihren Traum, das sind Musiker.“ Das stimmt zwar, aber es ist nicht immer nur Spaß, so wie es sich die meisten vorstellen. Das schönste daran ist, das Publikum zu hören und zu spüren! Dafür leben wir! Dass einer nach dem Gig auf uns zukommt und sagt, dass er es geil fand. Also: Wenn Euch etwas gefällt, dann sagt es auch! Das ist das schönste was ihr einem Musiker geben könnt!!!


Emina, ähhhh ich meine Königliche Hoheit;-) Vielen herzlichen Dank für die Geduld, die Du aufgebracht hast, um meine neugierigen Fragen zu beantworten. Ich wünsche Dir und Deiner Band viel Erfolg mit TAKE #1 und alles Gute für die anstehenden Gigs. Wir sehen uns voraussichtlich im August auf dem Stadtfestival in Versmold. Hoffentlich spielt das Wetter mit, das ist in unseren Breitengraden leider nicht immer der Fall. Ich drücke insoweit ganz fest die Daumen und freue mich auf das Konzert;-) Und ich werde Euch auch ganz bestimmt mitteilen, wie ich es fand!!!!

Wir danken für das Interview! ROCK ON!



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