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Gamma Ray - Michael Ehré, Henjo Richter
Die deutschen Power Metaller Gamma Ray sind die MASTER OF CONFUSION. Dies jedenfalls, wenn man den Text des gleichnamigen Songs und der neuen Single glaubt. Daneben sind die Jungs auch noch verdammt talentierte Musiker und Songwriter. Auf der Hellish Rock Tour Part II zusammen mit Helloween spielten die Ray's nach zwei Jahren wieder im schweizerischen Pratteln – also an dem Ort, wo die erst kürzlich erschienene SKELETONS & MAJESTIES-Live-CD aufgenommen wurde. Seither hat sich einiges getan. Neben den Aufnahmen der neuen Single wurde Michael Ehré als neuer Schlagzeuger eingearbeitet. Es gab also genügend Gründe für ein ausführliches Gespräch mit dem gut gelaunten Henjo Richter (Gitarre) und Micheal Ehré.

Datum:
 R.W., 04.03.2013

Wir fragten...
 Zu aller erst: Danke dass ihr euch Zeit fürs Interview genommen habt.

Henjo Richter: Ja, war schön. War prima. Tschüs.
Michael Ehré: Und das letztes Wort für die Fans?
Henjo: Ja (lacht)
Michael: Macht’s gut!
Henjo: Schön das ihr da wart. Äh mitgelesen habt. Dabei wart.
Michael: Prima. Bis zum nächsten mal.


Genau: Kommen wir noch kurz zur Tour. Ihr seit seiner Woche mit Helloween unterwegs.

Henjo: Ja, fast.


Wie war es bisher?

Henjo: Es war wunderbar. Wir sind ja diesmal in Spanien gestartet und haben natürlich im Vorfeld erwartet: "Ah, hurra, da wird es bestimmt ein Bisschen wärmer!" Dem war aber nicht so. Hier ist es eigentlich schöner als in Spanien. Aber was das musikalische und die Show betrifft geht es gut. Die erste Show war Klasse. Es hat alles geklappt. Michi hat ein paar Fehler gemacht, aber (lacht). Nein, perfekt! Es war ein schöner und perfekter Tourstart. Die zweite Show in Madrid fand ich noch geiler. Es hat noch mehr Spaß gemacht. Und bei der dritten Show in Bilbao hatten wir ein Bisschen scheiß Bühnensound aber der Rest war ebenfalls toll. Wir haben bisher drei gute Shows gespielt. Es waren viele Leute da. Alle sahen glücklich aus. Hurra!


Für dich Henjo ist es die zweite Tour zusammen mit Helloween. Hattest du große Vorfreude?

Henjo: Hm, irgendwie schon. Man weiß ja, wie es das letzte Mal war. Und das letzte Mal war es wirklich großartig. Aber ich habe mir abgewöhnt, irgendwelche Erwartungen oder so in irgendwas zu stecken, weil man dann sehr leicht enttäuscht wird. Also bin ich jetzt ohne jegliche Erwartungen hier. Mal gucken wie sich das alles entwickelt.


Bisher ist bei euch Europa und Japan angesagt. In Südamerika ist ja vor allem Helloween sehr stark. Ist da ebenfalls noch etwas in Planung?

Henjo: Es ist etwas in Planung. Das könnte sich allerdings ein Bisschen schlecht mit unseren Plänen überschneiden. Ich glaube aber es wird wohl im Oktober dieses Jahres sein. Eher so im Herbst. Es steht aber noch nicht fest, ob wir das zusammen machen. Helloween sind glaube ich bereits am Buchen. Aber ob wir da zusammen hingehen ist noch nicht sicher. Also davon weiß ich noch nichts konkretes.


Kommen wir zum Z7. Ihr habt im Dezember die Live-Scheibe raus gebracht, welche im Z7 aufgenommen wurde. Ihr habt mir dieses SKELETON & MAJESTIES vier Konzerte gespielt und davon zwei aufgenommen. Wieso ist gerade die Show im z7 auf die DVD und CD gekommen?

Henjo: Weil wir die am Ende doch am schönsten fanden. Also weil die am besten war. Es sah toll aus. Die Bühne sah schick aus. Die Show war irgendwie die Beste. Auch wenn wir in Bochum ein wenig rockiger und vielleicht ein Bisschen grooviger waren. Aber letztendlich haben wir wirklich beide Shows komplett durchgeguckt und immer verglichen, welchen Song von wo am Besten ist. Und am Ende war wirklich fast alles aus Pratteln. Also haben wir gesagt: „Komm dann nehmen wir noch ein paar Bonusgeschichten von Bochum mit und schneiden nicht einfach hin und her.“ Das war auch einmal eine Idee, dass man von einem Konzert ins andere schneidet, oder man zwei Songs parallel laufen lässt, dass du dann hin und her gehen kannst. Aber das fanden wir dann doch doof. Ich finde ein Konzert soll ein Konzert bleiben, und als solches dann auch auf einer DVD sein. So wie es wirklich war. Pratteln fanden wir eigentlich am Schönsten.


Wie stark musstet ihr nachbearbeiten, also nochmals gewisse Teile neu einspielen?

Henjo: Eigentlich so gut wie gar nichts. Also letztendlich musste ich bei einem Song fast die Hälfte neu einspielen, weil ich vergessen hatte, live das "Wah Wah" auszutreten (lacht). Da war irgendwie noch so ein „wäh wäh wäh“-Sound drauf, und das konnten wir so nicht lassen. Da musste ich also die Rhythmus-Gitarre nochmals machen. Und dann habe irgendwo noch was anderes kleines neu eingespielt. Das Schlagzeug ist natürlich komplett live. Das kannst du anschließend auch nicht dubben. Der Gesang ist alles Original. Es wurde also so gut wie gar nichts nachbearbeitet.


Man hört ja auch, wenn Kai Hansen während dem Singen wegen Michael Kiske lacht. Das finde ich großartig und wäre wohl auch schwierig zum Nachsingen.

Henjo: Das soll auch so sein. Deshalb nimmst du auch zwei Konzerte auf. Damit du eine gewisse Sicherheit hast. Na ja, wenn wir jetzt bei beiden schlecht gespielt hätten, dann hätten wir Pech gehabt. Aber so war es ja nicht. Es ist auch lustig, denn eigentlich denkt man, dass man vor so einer Show besonders aufgeregt ist. Aber am Ende ist man eigentlich doch cooler. Ich habe da auch das Glück, dass wenn so eine Show wichtig ist, das dann auch irgendwie alles ganz gut klappt. Ich meine, die Leute waren auch geil. Es hat Spaß gemacht, alles war lustig, tolle Atmosphäre und dazu sind noch ein paar Knüller drauf. Also dieses "A While in Dreamland" ist für mich so ein Knaller geworden. Weil da auch so viel Komik zwischen Kai und Michael Kiske drin ist. Das ist einfach großartig geworden, als Beispiel.


Schön das du es ansprichst. Wie spontan war die Aktion, dass da Michael Kiske mitsingt?

Henjo: Das war sehr kurzfristig. Deswegen lief er auch noch mit dem Text herum.


Ich habe mich noch gewundert.

Henjo: Das fand der Daniel (Zimmermann, ehemaliger Schlagzeuger) damals natürlich total unprofessionell und scheiße. Und dann noch diese alberne Mütze, das geht ja gar nicht (lacht)!


Aber es kam super rüber.

Henjo: Ja. Und hey, unbestritten ist Michael ein großartiger Sänger. Und es gibt dem Ganzen noch mehr Abwechslung. Schon vom Programm her, finde ich, ist das legendär gut geworden. Das war auch auf der ersten Skeleton (… IN THE CLOSET von 2003) der Fall und auf der ersten DVD (HELL YEAH – THE AWESOME FOURSOME (And the Finnish Keyboarder Who Didn’t Want To Wear His Donald Duck Costume) Live in Montreal, 2008) hatten wir ein tolles Programm gespielt. Und das neues Live-Album ist wieder etwas ganz anderes. Ich glaube kein Song der auf der ersten DVD war, ist auf dieser drauf. Also was will man mehr, nee?


Ihr habt ja Raritäten gespielt. Welche davon schaffen es nun ins reguläre Programm?

Henjo: Oh, wir spielen ganz schön viel von der SKELETON & MAJESTIES. Heute Nacht konnte ich nicht schlafen, weil ich gedacht habe: „Scheiße, Mensch. Das haben wir ja fast alles vor zwei Jahren hier bereits gespielt.“ Es sind jetzt bestimmt fünf Songs, die wir davon spielen. Wir fangen eigentlich komplett gleich an. Das kann ich ja jetzt verraten, weil es ja bereits vorbei ist, wenn ihr das liest. Hi! Wir haben schon einen Schwerpunkt auf die Skeleton gelegt, weil letztendlich ist das, wenn man so will, das aktuelle Album. Wir haben zwar jetzt eine EP raus gebracht, die ihr kaufen könnt! (lacht) (Achtung Werbeblock) Für ganz kleines Geld! Überall, ne!? Im jedem gut sortierten Laden. Und von da spielen wir die beiden Nummern auch, um diese zu promoten. Dann sind noch ein zwei alte Kracher dabei und dann ist die Spielzeit auch bereits wieder herum. Weil wir können ja hier kein volles Set machen, da wir ja nur Special Guest sind.


Im Rückblick war das Konzert im Z7 eines der letzten mit Daniel Zimmermann. Wie siehst du heute die Aufnahmen? Ist da ein Bisschen Wehmut dabei? Naja, jetzt kannst es ja nicht sagen, weil der neue Schlagzeuger hier sitzt.

Henjo: Nein. Aber es ist schön, dass du diese Überleitung findest. Da kann Michael ja jetzt mal was dazu sagen.
Michael: Ich? (ganz entsetzt) Ich war da ja gar nicht dabei!


War es für dich mit Wehmut, Michael?

Michael: Was?
Henjo: Aber das macht es heute ja auch zum ganz großen Unterschied. Weil wir uns durch den Wechsel am Schlagzeug schon ein bisschen verändert haben. Mit Daniel war alles super. Ich liebe Daniel. Ich finde er ist ein großartiger Trommler und finde alles geil, was er macht. Aber ich finde es auch gut, dass wir jetzt ein Bisschen anders klingen. So ein Bisschen (sucht nach dem richtigen Wort) ja, ein wenig rockiger, na ja, das ist auch das falsche Wort. Aber das passt gut mit Michael. Das passt gut zu uns und zu unseren Charakteren. Zu Kai, Dirk und mir. Wir sind alles alte Hasen. Michael ist zwar von uns der Jüngste aber ebenfalls ein alter Hase.
Michael: Alter Hase!
Henjo: Und das passt total gut zu uns. Es macht total Spaß mit ihm zu spielen. Und es wird dadurch heute Abend auch etwas anders klingen. Und das ist ja auch schön so.


Michael. Du hattest ja bereits einmal bei Gamma Ray ausgeholfen.

Michael: Ja.


War das für euch ein fließender Übergang so im Stile von: "Daniel geht und wir haben hier einen Schlagzeuger der das spielen kann und mit dem wir us uns gut verstehen...?"

Henjo: Letztendlich ging das genauso. Die Ersatz-Einsätze mit Michael waren aber nicht als Test zu sehen, weil damals noch gar keine Rede von einem Ausstieg von Daniel war. Wir hatten damals gar nicht geplant, mit Michael auch langfristig zusammen zu arbeiten. Ich hätte es auch nicht gedacht, dass das klappen würde. Weil Michael selber unheimlich viele Sachen macht. Er spielt ja auch noch bei seiner eigenen Band. Na, wie heißt nochmals deine eigene Band!?
Michael: Love.Might.Kill!
Henjo: Love.Might.Kill! Die kann man im Laden auch kaufen!
Michael: Ja, kaufen!
Henjo: Ja, Love.Might.Kill! Das ist eine tolle Band. Und mit Uli Roth spielt er. Wie haben uns auch schon oft getroffen auf Festivals. Wir waren mal zusammen auf diesem Metalcruiser. Ich kenne Michael eigentlich bereits seit den 90ern. Weil er auch ein Hamburger ist. Er hat früher einmal bei Metalium gespielt und da kennt man sich untereinander. Ich kenne ihn ewig lange und das war jetzt überhaupt keine Sache. Es gab keine Berührungsängste.
Michael: Nö, kann man nicht sagen. Das war so ein fließender Prozess.
Henjo: Ich freue mich total, dass das geklappt hat. Denn ehrlich gesagt, war ich mir nicht so sicher. Wir haben uns von Anfang an auch nicht von unserer besten Seite präsentiert (lacht). Uns eilt ja so der Ruf nach, sehr chaotisch zu sein…
Michael: Ach nee, ehrlich?
Henjo: Aber das hat ihn wohl nicht gestört. Und jetzt ist er dabei! Offiziell! Jetzt kommt er da auch nicht mehr raus!
Michael: Nein!
Henjo: Es sei denn er explodiert am Ende des Sets.


Michael. Du bist ja extrem vielseitig, wenn man mal bedenkt, was du mit Uli Jon Roth aufgenommen hast. Und auch Matt "Gonzo" Röhr hast du Alben aufgenommen. Du kannst das einfach so spielen?

Michael: Was meinst du damit genau? Also Generell?


Ja, generell. Ich meine mit Uli Jon Roth sind es ja diese komplizierten Klassik-Dinger.

Michael: Man wächst da rein. Also letztendlich ist das alles Schlagzeugspielen. Man muss sich da immer ein bisschen umstellen. Aber mit Gamma Ray ist es ja jetzt auch nicht alles komplett neu. Ich bin im Grunde meines Herzens Metaller. Metaller jetzt! IG Metall! Und von daher war das kein Problem. Henjo hat ja gerade gesagt, dass die Band jetzt vermutlich etwas anders klingt. Ich kann das nicht wirklich beurteilen, weil ich nicht weiß, wie das vorher geklungen hat. Ich habe die Band bisher ein, zweimal Live gesehen. Auf dem Schiff zum Beispiel. Aber damals habe ich nicht in den kühnsten Träumen daran gedacht, dass ich da irgendwann mal selber sitze. Ich habe mich da jetzt gar nicht so darauf geachtet.


Du bist ja auch als Songwriter bekannt. Welchen Einfluss hattest du auf die neuen beiden Lieder?

Michael: Wir haben die neuen beiden Songs komplett im Proberaum entwickelt. Es durfte auch jeder seinen Senf dazu geben. Ich also auch. Das war gar kein Problem. Und von daher würde ich schon sagen, dass ich da einen gewissen Einfluss hatte. Aber geschrieben habe ich jetzt diese Lieder nicht.
Henjo: Also Kai kam und hatte gar keine Lust, groß Demos zu machen und da viel vor zu produzieren. Er wollte, dass sich das ein Bisschen mit der Band entwickelt. Natürlich hatte er einen Refrain oder ein Riff gehabt oder sonst eine Idee. Aber wir haben uns viel Zeit genommen, dass mal wie früher, wie man so schön sagt, im Proberaum wachsen zu lassen. Wir haben immer wieder geprobt.
Michael: Und immer wieder verändert.
Henjo: Was auch schön ist. Das hat natürlich auch das Zusammenspiel sehr gefördert. Es hat sich immer wieder verändert und verdreht. Und ich weiß, dass Michael auch einen Part beigesteuert hat, weil er selber auch Gitarrist ist. Im Master (Of Confusion) ist auch ein Teil drin, welcher von dir kam.
Michael: Ja ja.
Henjo: Ist ja Wurst! Ist ja so gewesen.
Michael: Ist ja so gewesen!
Henjo: Genau!
Michael: Aber das wollte ich jetzt nicht so sagen. (lacht)
Henjo: Uns so haben wir das zusammen gestrickt. Und so ähnlich werden wir das auch mit dem Rest machen. So soll das ganze Album dann auch werden.


Ihr nutzt diese Vielseitigkeit von Michael als auch? Gibt es bald eine Classic-Rock-Album?

Michael: Nein, nein. Nur weil ich bei Uli gespielt habe, heißt das nicht, dass ich jetzt ein Classic-Schlagzeuger bin. Das nicht. Auf alle Fälle sind Ideen hier herzlich willkommen. Klar. Und ich werde mit Sicherheit auch andere Ideen haben, als sie Daniel damals hatte. Weil ich bin auch ein anderer Typ bin. und von daher glaube ich, dass sich dadurch auch neue Sounds oder neue Wege ergeben werden, aber sich an der Musik trotzdem nichts ändern wird. Ich glaube jetzt nicht… Du kennst die EP wahrscheinlich?


Ich habe da rein gehört. Ja.

Michael: Das ist ja… Gamma Ray!


Genau. Also im positiven Sinne. Nicht so im Stile von "Ah, gähn, Gamma Ray…"

Michael: Genau.


Kommen wir zum Werbeblock für die neue EP.

Henjo: Die könnt ihr übrigens kaufen!
Michael: Kaufen!
Henjo: Die gibt es überall zu kaufen!
Michael: Ja!
Henjo: Die kann man kaufen! Für ganz kleines Geld!
Michael: Kostet ja auch gar nicht so viel!
Henjo: Ja, die kostet gar nicht so viel! Nein.
Michael: Aber sie ist lang!
Henjo: Ja, lang. Sie ist 60 Minuten lang. Nein über 60 Minuten lang!
Michael: (flüstert) 60 Minuten. (Entsetzt) Das ist ja über eine Stunde!
Henjo: Ja, da haben wir glatt eine Stunde gespielt.
Michael: Das ist ja keine halbe Stunde!
Henjo: Nein, eine Stunde reine Spielzeit!
Michael: Das ist ja der Wahnsinn! Die hat ja drei Seiten!
Henjo: Ja!
Michael: Ja, die hat eine A, eine B und eine C-Seite.
Henjo: (wieder seriös) Ja, du hast eine Frage dazu?


Genau. Ihr habt bei MASTER OF CONFUSION aus der Not eine Tugend gemacht und den Text gleich über euch selber geschrieben. Das finde ich cool.

Henjo: Ja, ganz genau. Damit werden wir es in Zukunft wohl leichter haben. „Wieso seid ihr zu spät? Wir haben es gesagt! Wir haben es immer wieder gesagt! Ihr wisst Bescheid!“


Der Text wurde also auch durch diese Situation beeinflusst?

Henjo: Welche Situation?
Michael: DIE Situation.


Also die Situation, dass ihr eine Tour vor euch hattet und es schön wäre, wenn ihr dazu ein neues Album draußen hättet.

Henjo: Ja, aber das war natürlich überhaupt nicht zu schaffen, weil der feine Herr Hansen ja nebenbei noch Unisonic (Projekt mit Michael Kiske, Dennis Ward und Kosta Zafiriou (beide Pink Cream 69) und Mandy Meyer (ex-Gotthard)) gemacht hat. Und die haben halt im letzten Jahr viel Zeit verbraten. Mit Proben, mit Tour, mit Album und allem. Und da war erstmals wenig Zeit für uns. Das wäre wirklich nicht gut geworden, wenn wir überhaupt versucht hätten, eines zu machen. Wir haben uns zwar gedacht, dass wir es versuchten wollen. Wir fangen mal an, und gucken, wie weit wir kommen. Und dann haben wir irgendwann mal gemerkt, dass „Ne, lassen wir das mal. Wir machen einen Teaser und machen den Rest dann nach der Tour.“ Das wird dann wohl im Sommer sein. Wir werden dann also in der Sonne liegen und uns eincremen, und dann machen wir gleich weiter. Weil es ist schon geplant, die neue Scheibe in einem Jahr raus zu bringen. Und dann auch wieder zu betouren, wenn alles gut geht.


Stehen die Songs in diesem Falle bereits als Grundgerüste?

Henjo: Jeder hat so seine Titel zu Hause. Ich habe Titel zu Hause. Ich weiß, Michael hat ein paar Ideen…
Michael: Ja, aber man kann nicht sagen, dass da bereits Songs stehen .Es gibt bereits Ideen.
Henjo: Dass heißt, dass ihr eigentlich nach der Tour damit beginnt.
Michael: Obwohl, wir haben ja noch mehr aufgenommen, als wir jetzt raus gebracht haben.
Henjo: Ja, wir haben eigentlich noch zwei Songs von Kai übrig, welche wir auch schon geprobt haben. Somit wären wir mit den beiden veröffentlichten Liedern bei vier. Dann hätte ich zwei, welche auf jeden Fall bereits fertig sind. Da ist aber noch die Frage, ob die andern das mögen oder nicht. Also ob die sagen: „Ja, das kommt drauf. Das ist gut!“ Dann wären wir schon mal bei sechs. Dirk hat auf jeden Fall eine Ballade am Start, weiß ich. Dann wären wir bei sieben. Wenn du Michael, was hast, wären wir bei acht. Und wenn wir dann bei zehn, elf Songs sind; Wunderbar! Dann ist das ein Album! Man soll es ja auch nicht übertreiben.


Ich finde das Lied "Empire of the Undeath" extrem geil. Ist das ein Geschwindigkeitsrekord für euch?

Henjo: Nö, ich glaube "Somewhere out in Space" (vom gleichnamigen Album) ist noch schneller.
Michael: Ja, "Somewhere" ist noch eine ganz andere Liga. Das ist nicht Geschwindigkeitsrekord. Aber das kommt einem so vor. Weil es dich irgendwie wie eine Dampfwalze überrollt. Du hast immer so kurze Momente wo du Luft holen kannst, zwischen drin, und dann geht das wieder los. Und ich glaube, dass deswegen dieser Eindruck entsteht, dass es so unheimlich schnell ist.


Ist das Live eher ein mühsames Lied oder macht es Spaß?

Henjo: Wir spielen das auch live und es geht. Am anstrengendsten ist das eigentlich immer für den Schlagzeuger.
Michael: Ja (lacht).
Henjo: Der muss da immer am meisten treten. Während das für mich eigentlich immer okay ist. Ich mag schnelle Lieder. Und das schon immer. Und das ist auch nicht so, dass man beim Spielen ins eiern kommt. Das ist wunderbar, das finde ich gut.


Wie habt ihr die Coverversionen ausgesucht?

Henjo: Eigentlich hat sich das so ein Bisschen ergeben. Das Holocaust weiß ich gar nicht
Michael: Das hat Kai gebracht.
Henjo: Ja, Kai irgendwie. Und erst habe ich mir auch gedacht. "Ach Mensch, wieso jetzt gerade so eine Holocaust-Nummer? Es gibt so viele Leider, lass doch mal überlegen, was wir machen." Ich hätte gerne was von The Sweet gecovert. Und dann hatten wir noch was von The Sweet. Also es lässt sich so erklären. Es ist ja auch bekannt, da müssen wir auch nicht schummeln, dass wir das "Lost Angels" (von Sweet) schon mal geplant hatten, als Bonus-Track zu machen. Es existierte davon schon eine Schlagzeugspur. Da hatten wir schon mal das Schlagzeug aufgenommen und es gab ein Bisschen Playback. Und von daher war es naheliegend, dass wir gesagt haben, das wir den jetzt richtig fertig machen. Da haben wir schon was, warum nicht? Der war geil, und den wollten wir sowieso schon mal machen. Warum den jetzt nicht machen? Fertig. Also so ergab sich das mit dem Sweet-Song. Und Holocaust kam dann beim Proben so mächtig, das klang so gut und ist in der Produktion so gewachsen, dass ich jetzt den Song total geil finde und ihn sogar gerne live spielen würde (lacht). Aber alle Songs sind am Ende für mich richtig gut geworden. Ich dachte erst: "Oh, eine EP und hoffentlich wird das nicht ein Bisschen enttäuschend für die Leute. Und hoffentlich kriegen wir das wirklich geil hin?" Aber irgendwie kriegen wir es immer wirklich geil hin. Wenn man dann viel Arbeit da reinsteckt und es immer so lange macht, bis wir es richtig gut finden.


Eine der ersten Fragen, die ich mir aufgeschrieben habe, nach dem ich euer Sweet-Cover gehört habe, war: "Wieso covert ihr eigentlich Queen?" Dies wegen den Doppelchören. Dann habe ich in The Sweet rein gehört und festgestellt, dass die das ebenfalls hatten.

Henjo: …und das so richtig großartig. Also das war zwar nie so ihr Markenzeichen, weil es eher so eine kommerzielle Band war. Die wollten eigentlich immer wie Deep Purple sein, so ungefähr. Aber letztendlich haben sie eine ganz andere Musik gemacht. Aber The Sweet ist gesanglich einfach nur großartig. Was die Chöre betrifft, wirken diese gerade in diesem Song, auch entsprechend mächtig. Da haben wir uns auch viel Mühe gegeben und der Dirk hat sich auch ganz schön die Eier quetschen müssen, um die Sachen auch hin zu kriegen. Denn die sind teilweise schon extrem. Dirk ist ja unsere hohe Stimme.


Ich empfinde Dirks Stimme bei euch ähnliche wie diejenige von Bon Jovi-Gitarrist Richie Sambora als weiteres Markenzeichen; man hört sie zwar immer, nimmt sie aber nie bewusst war.

Henjo: Ja, Dirk ist von uns eigentlich auch der beste Sänger. Ich habe Michael bis jetzt noch nicht so gehört. Der wird auch noch mal mitsingen. Aber bisher haben wir das noch nicht so sehr praktiziert. Aber der Michael kriegt auch nochmal ein Mikrofon hingestellt. Ihn kann ich deshalb jetzt nicht beurteilen. Aber Dirk ist auf jeden Fall auch ein Sänger. Er hat auch eine Gesangsstimme. Er hat Power und ich kann Chöre singe. Ich habe vielleicht ein gutes Gefühl für Stimmen, aber ich bin überhaupt kein guter Sänger. Ich kann da ein bisschen füllen. Aber klar, Dirk drückt oben heraus. Den merkst du schon.


Ihr habt auf eurer Webseite geschrieben, dass MASTER OF CONFUSION wahrscheinlich die Längste EP im Metal ist. Ein neues Markenzeichen für euch?

Henjo: Ich weiß gar nicht, wer da drauf gekommen ist. Ich glaube eher die Plattenfirma. Es war ja vielleicht die EP, auf die sie am längsten warten mussten. Aber das war sie gar nicht. (lacht) Da waren wir tatsächlich gut in der Zeit. Weil wir es termingerecht geschafft haben.
Michael: Das war aber auch ganz clever, dass sie das gemacht haben. Weil letztendlich sind es doch 60 Minuten Spielzeit. Und das ist ja eigentlich keine EP In dem Sinne. Und dann geschieht es ganz schnell, dass die Plattenläden die EP dann trotzdem für den Preis eines ganz normalen Albums verkaufen wollen. Aber wenn du das von vornherein als EP ankündigst, können die sich schlecht raus reden.
Henjo: Und für das Ding ist es ein Spottpreis. Im Vergleich zu dem, was man doch schlussendlich erhält.


Ihr habt dafür auch ein eigenes Cover malen lassen.

Henjo: Ja.
Michael: Und es ist super geworden.
Henjo: Auch das neue Backdrop ist ja extra für diese EP gemacht worden. Na ja, es ist ja auch eine große Tour. Wir hätten ja auch neutral bleiben können. Und das wird jetzt von der ganzen Aufmachung her schon ein Bisschen wie ein Album gehandelt.


Ihr habt das Album und die anschließende Tour angekündigt. Wann rechnet ihr spätestens damit? Im Frühling 2014?

Henjo: Das ist der Wunsch. Das hängt natürlich immer davon ab, ob und wie wir das schaffen werden. Aber das ist der Wunsch.


Ihr hattet das Thema Unisonic angeschnitten. Ist Gamma Ray ein 100 Prozent-Job. Oder mit anderen Worten: Was macht ihr, wenn Kai Hansen mit Unisonic unterwegs ist?

Henjo: Ich sitze am Supermarkt an der...(lacht).
Michael: Wo kann ich dich treffen? Was treibst du?
Henjo: Ich sitze an der Kasse und verkaufe Pferdefleisch (lacht) Ach, eigentlich schreibe ich dann zu Hause Songs. Ich sitze zu Hause und bereite ein Soloalbum vor. Nein, ich schreibe einfach ein Bisschen und sehe zu, dass ich Musik mache. Und ansonsten drehe ich Däumchen und gehe spazieren. Und hadere mit dem Schicksal, dass ich kein Geld habe (lacht).


Und du Michael hast deine anderen Projekte?

Michael: Ja, ich habe genug zu tun.


Wir sind am Ende des Interviews. Ihr habt die lieben Worte an die Fans bereits zu Beginn des Interviews gesagt, wollt ihr diese wiederholen?

Michael: Was haben wir denn gesagt?
Henjo: Was haben wir denn gesagt?
Michael: Tschüss haben wir gesagt.
Henjo: Ja, Tschüss haben wir gesagt.


Also ist euer Schlusswort Tschüss?

Henjo: Ne ne. Also wir möchten alle grüßen. Vielleicht waren ein paar Leute sogar heute Abend am Konzert. Ich hoffe, das euch die EP gefällt. Weil das bestimmt so in der Art weiter gehen wird, und ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen und ordentlich die Hütte rocken.


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