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Heralder
 
Heralder
[...]Die Namensdeutung (Herold) als "Überbringer" passt bis heute noch am besten, um das Wirken der Musik zu benennen. Reichte TWILIGHT KINGDOM in die Welt von Mythen und Legenden, so schlägt ECHOES nun (auch) Brücken in das eigene Selbst[...], verheißt der Introtext der saarländischen Epic-Metaller. Nachdem mich Ihr Album ECHOES davon überzeugen konnte, dass es sich hier nicht um eine Zeitungsente handelte und mir überzeugte 6 von 7 Punkten hervorlockte, stand fest: Dieser Heralder, "Herold des Metals" muss mir mal Rede und Antwort stehen...

Datum:
 A.K., 03.11.2012

Wir fragten...
 Ich muss zugeben, dass trotz des bereits 10jährigen Bestehens der Band mir HERALDER vor ECHOES kein Begriff waren. Was schade ist, aber auch als Musikjournalist kann man seine Ohren nicht überall haben. Doch das bringt gleichzeitig den Vorteil mit sich, dass man immer wieder auf´s Neue vom Hocker gehauen wird, wenn denn ein Longplayer wie ECHOES auf dem Tisch landet und einem schon beim ersten Reinhören überzeugt. So geschehen bei Eurem neuestem Werk. Was mich dabei besonders fasziniert hat sind die vielfältigen Einflüsse unterschiedlicher Metal-Genres, die in Eurer Musik vereint sind. Woher kommt diese breitgefächerte Stilrichtung? Entspringen die Mitglieder unterschiedlicher Musikrichtungen?

Stefan: Genau so ist es! Jedes Bandmitglied bringt verschiedene musikalische Vorlieben mit ein. Das ist das, was ECHOES ausmacht. Jeder Songschreiber legt einen eigenen Grundstein, was zur Folge hat, dass der Song von Bandmitglied A, stilistisch anders klingen kann wie der Song von Bandmitglied B. Das Ergebnis bietet dem Hörer sehr viel Abwechslung und hebt vor allem den starken Kontrast zwischen Gut und Böse hervor, was ja auch das Konzept von ECHOES vorgibt.


Um beim Stil Eurer Musik zu bleiben, gibt es Bands die Eure Musik besonders beeinflussen, bzw. Idole die Euch inspirieren?

Dennis: Wir haben jetzt nicht das Ziel ausgerufen, dass wir wie die Band XY klingen wollen. Das wäre durch die vielen unterschiedlichen Einflüsse auch unmöglich. Jedes Bandmitglied hat auf Grund seines eigenen, persönlichen Musikgeschmacks eine Vorstellung davon was in einem Song noch fehlt oder woran noch gearbeitet werden muss. Der kleine progressive Anteil unserer Musik ist, nur mal um ein Beispiel zu nennen, stark durch unseren Drummer Andre geprägt, der die Band Dream Theater sehr mag.


Wie würdet Ihr i.d.R. die Entstehung eines HERALDER Songs beschreiben?

Stefan: Das klassische "Jammen" findet bei uns leider nur noch selten statt, da uns aus beruflichen Gründen wenig Zeit dafür bleibt. Meist gibt einer der Bandmitglieder, oft ist es die Gitarrenfraktion, ein grobes Songgerüst (z.B. in Form einer Aufnahme oder von elektronischen sowie manuellen TABs) vor. Der Song wird dann auf unsere Dropbox für Jeden zugänglich gemacht. Die Bandmitglieder können so das Material für sich zu Hause vertiefen und weitere Anregungen sammeln. Anschließend wird im Proberaum darauf aufgebaut und es wird ein neuer Heralder-Song geboren.


Ebenfalls bemerkenswert fand ich die Kombination aus dem Black Metal entspringender Grunts und Tina´s glasklarer Stimme. Entstand dieser Kombi eher zufällig oder hattet Ihr bereits zu Beginn die Vision diese Elemente zu vereinen?

Björn: Von einer Vision würde ich da nicht sprechen. Diese Elemente waren schon immer ein Bestandteil unserer Musik. Als Heralder 2001 von Volker Andres, Tina Henschel und meiner Wenigkeit gegründet wurde bewegten wir uns als Fans in der Black Metal-Szene. Das spiegelte sich dann auch in unserer Musik wieder. Diese Elemente haben wir bis heute beibehalten und ich denke nach wie vor, dass sie uns gut zu Gesicht stehen.


Bjørn, als "Kreischer" der Band werden deine Stimmbänder gehörig gefordert, was mich immer wieder zu der Frage bringt: Wie trainieren/schonen die gutturalen Meister der Vocals ihre Stimmbänder um fit zu bleiben für Gigs und Recordings? Hast Du eine bestimmte Technik für dich entdeckt, insbesondere wenn man bedenkt, dass Du auch Passagen mit "klarer" Stimme singst?

Björn: Oh, das ist eine gute Frage (lacht). Die Stimmbänder werden in der Tat gefordert. Aber das ist wie bei fast allem eine Sache des Trainings. Als ich mich in den Anfängen an den Black Metal "Screams" versuchte, hatte ich nach 20 Minuten Schreien Halsweh. Heute ist das kein Problem mehr. Die Kraft muss aus dem Bauchraum kommen und darf sich nicht auf den Hals beschränken, sonst kann das Folgen für die Stimmbänder haben. Die Technik habe ich mir über die Jahre durch Übung selbst angeeignet. Vor dem letzten Album ECHOES besuchte ich allerdings das Vocalstudio Francesco Cottone. Hier lernte ich neue Techniken und Warm-Up Übungen, die genau wie beim Sport, wichtig für jeden Sänger sind. Diese jetzt einzeln zu erläutern, würde jedoch den Rahmen dieses Interviews sprengen (lacht).


Eine ähnliche Frage an Tina. Wie kamst Du zum Gesang bzw. wo liegen deine Wurzeln im vokalen Bereich?

Tina: Angefangen hat alles 1990 im Kinderchor Die Noswendeler Spatzen unter der Leitung von Ursula Scheiber. Neben dem klassischen Chorgesang in abwechselnden Stimmlagen durften wir bei verschiedenen Gesanglehrern wie bspw. Claudia Dylla lernen. 2000 wechselte ich dann zum Jugendchor Crescendo. Ein Jahr später begann ich dann als Mitbegründer und Sängerin bei Heralder. Nach unserem Debüt-Album TWILIGHT KINGDOM im Jahr 2008 nahm ich meinen ersten Privatunterricht bei Joelle AnnouQ im Bereich "Rock- Pop- und Musicalgesang". 2012 besuchte ich das Vocalstudio Francesco Cottone und wurde von Jens Usner mit dem Schwerpunkt "Speech Level Singing" gecoacht. Andere Musikprojekte wie z.B. 2011 die Metal-Oper "Ammit – Im Zeichen der Gerechtigkeit" gehören auch hin und wieder zum Alltag. Meine gesanglichen Wurzeln ordne ich dem Popularmusik-Bereich zu. Singen ist also ein Treuer Begleiter meines Lebens geworden.


In vielen Fällen war es zeitweilig schwer für die Damen des Metals, sich den Respekt des Genres – die lange Zeit als angebliche Männerdomäne gehandelt wurde - zu erkämpfen und ernst genommen zu werden. Hast Du ähnliche Erfahrungen in deiner Zeit als Sängerin gemacht oder kannst Du diese voreingenommene Haltung im Metal-Business eher dementieren, Tina?

Tina: Ich empfinde, dass es heute sogar schwieriger geworden ist als Sängerin ernst genommen zu werden. Vor zehn Jahren sah man in der lokalen Metal-Szene weniger Frauen an der Front, was das ganze wiederum für den Zuschauer interessanter machte. Man ist als Frau aufgefallen und bekam die Chance sich zu präsentieren. Heute erlebe ich es leider sehr oft, dass Frauengesang von vorne herein belächelt oder abgelehnt wird. Vielleicht liegt es generell am überrannten Markt im Metal-Genre?


Das Coverart – Booklet – zu ECHOES spricht eine deutliche Sprache, bei welcher die Spiegelsymbolik den scheinbar inneren Dämon des Einzelnen widerspiegelt. Würdet Ihr sagen, dass ECHOES ein sehr persönliches Album geworden ist oder gar Eure "inneren Dämon" auf lyrischer Ebene eingefangen hat?

Tina: ECHOES ist für Heralder schon etwas persönliches geworden, da es das erste gemeinsame Werk in dieser Besetzung ist. Jeder von uns trägt eine dunkle Seite in sich. ECHOES begibt sich mit jedem Hörer auf eine Reise tief in seine Seele. Hier erkennt sich jeder auf irgendeine Weise wieder. Das Album-Konzept wurde auf dieser Grundidee aufgebaut. Wir haben einen Spiegel geschaffen, der jedem Menschen, der in ihn hineinblickt, sein wahres Gesicht offenbart - was nicht immer bedeutet, dass es das ist, was er erwartet. Auch Heralder hat "innerer Dämonen" die darauf warten ihre Gesichter zu zeigen.


Wie würdet Ihr selbst die größten Unterschiede zwischen Eurem Debutalbum TWILIGHT KINGDOM und ECHOES beschreiben?

Björn: Es gibt sowohl musikalische, als auch textliche Unterschiede. Was das Musikalische angeht, haben wir im Vergleich zum Vorgänger an Härte zugelegt. Der Black Metal-Anteil wurde um einiges angehoben. Außerdem findet man auch ein paar leichte Prog-Elemente. TWILIGHT KINGDOM war einfacher gestrickt und ging mehr in die Pagan-Ecke. Textlich gesehen hat sich TWILIGHT KINGDOM eher mit Mythen und Sagen beschäftigt. ECHOES hingegen schlägt sozusagen Brücken ins eigene Selbst. Gemeinsamkeiten gibt es jedoch auch noch. Den zweistimmigen bzw. Wechselgesang zwischen männlichen Grimvocals und weiblichen Melodien haben wir natürlich beibehalten, genauso wie die gewohnten epischen und tragenden Passagen. Was wir in ECHOES auf jeden Fall besser machen wollten, war der Sound. Für die Aufnahmen haben wir uns das Studio Greywolf ausgesucht und das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen.


Neben der Bühne, ist die Arbeit im Studio sicherlich eine der aufregendsten Momente im Musiker Dasein. Seht Ihr das ähnlich oder ist euch die Studioarbeit eher Leid als Freud?

Tina: Einige von uns haben ja bereits schon im Vorfeld Erfahrungen im Studio gesammelt und wussten was auf sie zukommen wird. Generell empfand ich die Arbeit im Studio sehr anstrengend und zeitaufwendig. Doch neben der harten Arbeit machte das Recording auch sehr viel Spaß. Ein Aufenthalt im Studio bringt jede Menge Erfahrungen mit sich. Man gibt den Songs noch den letzten Feinschliff, erkennt deutlicher seine eigenen Stärken und Schwächen, lernt sich in Geduld und Disziplin zu üben, tauscht Ideen aus und erfreut sich zuletzt am Ergebnis. Ich kann jedem Musiker die Arbeit im Studio nur empfehlen, sofern das für die Band finanzierbar ist.


Eine oft von mir gestellte Frage, doch die Antworten darauf sind immer wieder spannend: Gibt es eine besonders lustige oder skurrile Anekdote aus der Zeit im Studio die Ihr mit uns teilen möchtet?

Dennis: Was im Studio passiert, bleibt auch im Studio… Sonst könnten wir uns ja nirgends mehr blicken lassen (lacht). Wer dennoch wissen möchte, was wir so erlebt haben, der kann sich bei Youtube unsere Studioreportagen (Heralder – Studio Diary) ansehen.


Nach einer Dekade, ist es zweifelsohne eine ereignisreiche Zeit bis zum Release von ECHOS für Euch als Band gewesen. Welche Momente sind Euch auf eurer bisherigen Reise am stärksten im Gedächtnis geblieben?

Tina: Also da fallen mir spontan unsere gemeinsamen Heralder – Abende mit Schwenken, Videos, Bilder und Heavy Fucking Metal ein. Wir machen nämlich nicht nur Musik gemeinsam... (lacht).


Eine Frage die ich mir nicht verkneifen kann: Beim Song "Wraith Hunter" (http://www.youtube.com/watch?v=-WbqBrKOwEY)– welcher ohne hier schleimen zu wollen zu meinen Favoriten gehört – erinnerte mich der Keyboardpart an die Titelmelodie von "Phantasm" (aka. Das Böse). Ein Zufall oder vielleicht doch beabsichtigt, wenn man bedenkt, dass es inhaltlich um einen Jäger übernatürlicher Wesen geht?

Antje: Die Grundmelodie von "Wraith Hunter" entstand durch meinen Vorgänger. Es ist mir leider nicht bekannt welche Einflüsse Marco zu jener Melodie inspirierten. Jedenfalls fügte sie sich für meinen Geschmack passend in das Stück. Ich griff sie lediglich auf und arbeitete sie etwas aus. Und nun ist sie zu dem geworden, was ihr heute auf ECHOES hören könnt.


Zurzeit seid Ihr mit Eurem neuen Album auf Clubtour. Spielt das Lampenfieber nach 10 Jahren noch eine große Rolle oder seid Ihr da eher relaxed?

Tina: Ich glaube es wäre nicht ganz richtig wenn wir sagen würden uns macht das alles nichts mehr aus. Jeder Auftritt ist auf seine Art und Weise aufregend. Es ist auch stark tagesformabhängig, wie die einzelnen Heralders auf den Gig reagieren. Mein Fazit, ich bin trotz jahrelanger Bühnenerfahrung noch jedes Mal aufgeregt.


Wie sollte es anders sein zum Ende meiner Interviews: Was möchtet Ihr Euen Fans gerne mitteilen?

Antje: Danke für euer offenes Ohr und eure Unterstützung!!

Stefan: Schüttelst du deine Mähne nicht zu Heralders Klange, so gibt's eine in die Laiskaul, keine Bange!

Dennis: Ihr seid die Größten! Bleibt uns weiterhin treu!

Tina: Besucht uns mal auf Facebook: www.facebook.com/heraldermetal oder auf: www.heralder.de.

Björn: Fans??? Wir haben Fans??? Juhuuuuuuuuuuuuuu (lacht) Nein, Spaß beiseite. Ja, wir hoffen natürlich, dass euch unser neues Scheibchen gefällt und dass ihr uns weiter so gut unterstützt wie bisher. "Listen to the echoes..."


Vielen Dank das Ihr Euch die Zeit für das Interview genommen habt und ebenso vielen Dank für die geniale Musik!


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