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Interview: Honigdieb
 
HonigdiebAm 19.10.2007 hatte Mario K. (li.) die Möglichkeit, Honigdieb-Frontmann und Mastermind Sir Hannes (re.) einige Fragen zum aktuellen Album SEELENTROPFEN, zum Konzert im Soester Sonic sowie zu einigen anderen Themen fragen zu können.
Was Édith Piaf damit zu tun habt? Findet es in diesem Interview heraus:

Datum:
 M.K., 19.10.2007

Wir fragten...
 Wie gehts und was erwartest du vom Abend heute?

Mir gehts natürlich gut. Wir sind zum ersten Mal in Soest und da weiß man nie so, was passiert. In sehr vielen Städten haben wir uns schon einen Namen erspielt, Tourauftakt war in Dortmund, da hatten wir über 500 Leute. Dann waren wir in Wermelskirchen, das war auch sehr gut besucht und hier sind wir nun zum ersten Mal und ich weiß noch nicht, was passiert. Wir hoffen natürlich, dass es ein schönes Konzert wird.


Was können die Zuschauer bei euern Auftritten erwarten?

Das weiß ich ja selber vorher nie. Ich bin jemand, der sehr spontan ist und die Zuschauer mit in die Show mit einbezieht. Daher weiß ich ja nie, wer kommt und was passiert.


Vor einigen Wochen habt ihr euer drittes Album namens SEELENTROPFEN rausgebracht. Seit ihr zufrieden mit den Reaktionen?

Wir haben bis jetzt sehr gute Kritiken gekriegt. Es gab schon über zehn Titelstorys. Von großen Kulturmagazinen wie dem Nachtflug, der größten Kulturzeitung im Sauerland, da waren wir auf der Titelseite. Im September waren wir dann im Coolibri, eine große Kulturzeitung fürs Ruhrgebiet. Da waren wir auf dem Titel. In Stuttgart und Berlin sind wir auch auf Titelseiten. Es gibt sogar super Reaktionen zum Beispiel vom Legacy, was ja ein ganz klar dunkles Heft für Death- und Black Metal ist. Da wird es in der nächsten Ausgabe auch eine große Story geben. Wir haben Hörer aus allen Kulturen. Unser Hörerkreis geht von sieben bis siebzig. Zum Beispiel haben wir auf der ersten CD ein Stück namens "Telefonsex", das singen die Kinder im Kindergarten. Da regen sich andere Eltern auf, weil deren Kinder dann damit nach Hause kommen. Dann gibt es aber auch Klassikhörer über 60, die unsere Konzerte besuchen, weil wir auch zwei Leute aus der Klassik in unserer Band haben. Dann gibts Metalhörer, Punks, normale Leute, wir haben unser eigenes Publikum. Das erschließt sich immer mehr, es kommen immer mehr Leute dazu umso bekannter wir werden.


Wie entsteht ein typischer Honigdieb-Song?

Also, ich bin ein Mensch, der fast 24 Stunden auf den Beinen ist. Ich mach sehr viel und bin immer unterwegs. In Europa kleben mittlerweile über 50.000 Esel-Aufkleber (Anm. der Red.: Der Esel ist auf jedem Cover des Honigdiebs zu finden) und die müssen ja auch irgendwie dahinkommen. Ich reise sehr gerne, wir haben mit dem Honigdieb schon in China, in Prag und in Dänemark gespielt. Obwohl da nicht die deutsche Sprache ist, kommen wir da sehr gut an. Die Leute merken, dass die Musik ins Bein geht und durch meine Performance wird das auch verstanden.
Ich habe Begegnungen mit den verrücktesten Menschen, die merke ich mir. Ich habe meistens ein Diktiergerät bei und wenn ich einen Einfall habe, einen verrückten Satz oder eine Idee, dann tape ich das. Dann fällt mir meistens eine Melodie ein und dann arbeite ich daran. Meistens mache ich das nachts, ich brauche einfach Ruhe dafür.


Wie würdest du jemanden, der Honigdieb nicht kennt, eure Musik beschreiben?

Der Honigdieb mischt schamlos alle Stile, die es eigentlich gibt ineinander. Es gibt Songs von uns, da sind vier musikalische Stile in einem Song. Das ist schwierig, das Ganze einzugrenzen. Wir machen eigentlich den Honigbeat und ich glaube, es gibt auch keine andere Band die so klingt wie Honigdieb. Wenn man das erklären will:
Es basiert auf Rock und hat dann Einflüsse aus Ska, Punk, Folk, Polka oder auch Funk...es ist alles drin. "Dumm ist, der dummes tut" fängt mit Mittelalter an, dann kommt Ska und im Refrain gibts Reggae.


Gibt es Bands, die Honigdieb beeinflussen?

Ne, wüsst ich nicht. (Anm. der Red.:Zu diesem Zeitpunkt kam Sonic-Besitzer Thomas dazu) Hier, der Thomas, der beeinflusst mich. Dem habe ich schonmal beim onanieren zugeguckt. Das ist schon lange her.
Thomas: Da hattest du noch deinen ersten Laden, 1987. (Alle lachen)
Da gabs noch die Idiots. Bei Songs wie "Mädchen mit den roten Haaren", das war 1978, da habe ich schon das R gerollt. Das dreißig Jahre alte Lied haben wir jetzt nochmal aufgenommen. Ich hab dann erfahren, dass der Sänger und der Gitarrist von Rammstein früher Idiots-Fans waren. Ich hab das immer mitbekommen, dass wir eher andere Bands beeinflusst und auf Ideen gebracht haben. 1982 hatten wir mit den Idiots schon einen Rappart in einem Song, da gab es noch keine Fantastischen Vier. '84 haben wir schon Punk und Rock gemischt. Drei Jahre später habe ich dann neben The Idiots noch die Phantoms of Future gemacht und wir waren Vorreiterbands der Crossoverbewegung, wo hinterher dann auch Faith No More dazu kamen. Ich war der Zeit immer sehr vorraus.


Mit welcher Band kannst du überhaupt nichts anfangen?

Ich sag immer leben und leben lassen. Es gibt Schlagersänger wie Costa Cordalis, die treten auch drei Stunden auf und geben alles, was sie haben. Die Leute sind begeistert. Das ist zwar nicht meine Musik und meine Welt, aber dafür muss man auch Respekt haben. Was mir nicht so zusagt ist tote Musik wie Techno. Beim Honigdieb ist jeder Ton per Hand gespielt. Der Geiger macht Wind- und Türgeräusche, praktisch alles mit der Hand. Daher mag ich diesen Gegenpol nicht so. Aber wenn das wen glücklich macht, dann soll er sich das anhören.


Welches ist dein Lieblingssong auf dem Album?

Mehrere, schwierig. Ich konnte mich auf eins noch nicht festlegen.


Dann passt das sehr gut zur nächsten Frage: Bitte kommentier jeden Song eures Albums:

    I Verkehrt?
Ich habe schon in meiner Kindheit genossen, Sachen verkehrt zu machen und aus der Norm zu sein. Grenzen aufhebeln und entgeisterte Gesichter zu sehen hat mir immer sehr viel Freude gemacht. Dadurch, dass ich sehr viele Sachen immer wieder gerne verkehrt mache, schaffe ich meine Kunst.
    II Augenöffner?
Es gibt Begegnungen im Leben mit Menschen oder auch Tieren, die einen prägen und in dem Moment den Horizont öffnen und Sachen aus einer anderen Sicht sehen zu lassen. Das sind dann Momente, mit denen der Augenöffner gemeint ist. Wo ich mal auf Hawaii war, habe ich jemanden getroffen, der wie Catweazel aussah. Der lebte seit sechs oder sieben Jahren obdachlos an Stränden. Er hieß George. Den hab ich getroffen und mit ihm die ganze Nacht meditiert. Diese Begegnung war etwas besonderes und sowas erlebe ich ständig.
    III Seelentropfen?
In dem Song geht es darum, sich mit dem Universum zu vereinen. Es ist nichts voneinander getrennt, es sind ja Moleküle. Die Gedanken, die man hat, die schickt man ins Universum und genauso bestell ich mir, wenn ich irgendwo hinfahre, einen Parkplatz vorher und bekomme den auch. So kann man auch seine Wünsche erfüllen und darum geht es in dem Song. Diese Seelentropfen, die wir auch musikalisch darstellen, setzen Energien frei.
    IV Immer für dich da?
Ich singe dort ja über Telemagie. Da geht es um Telepathie. Ich habe Freunde, die sehe ich manchmal zehn Jahre nicht, bin aber immer mit denen so verbunden als wenn die jederzeit neben mir stehen würden. Wenn ich fest an die denke, dann rufen die mich fünf Minuten später auch an. Das nennt man Dualseelen. Es gibt im Leben nicht viele Menschen, die einem so nah sind. Aber ich habe da zwei, drei.
    V Hallo Neider?
Das ist das tägliche Brot: Um so bekannter man wird und umso mehr man in der Öffentlichkeit steht, gibt es auch viele, die neidisch sind. Ich habe das auf meine Art verarbeitet. Mir ist ganz klar, dass man Neider hat. Das sind meistens Leute, die selber nichts produktives hinbekommen und die versuchen dann, anderes schlecht zu machen. Aber das ist normal und wird in dem Song härter ausgedrückt als ich es annehme. Ich schmunzel da selber drüber (lacht).
    VI Smarties?
Es ist sehr wichtig, dass man das Kind in sich erhält. Es gibt Leute, die sind mit zwanzig schon so alt, so alt kann man gar nicht werden. Die gehen jeden Tag ganz straight zur Arbeit und gucken nicht nach links, nach rechts. Die merken gar nichts. In dem Song geht es darum, dass man einfach mal die Leinen los lässt und Spaß hat.
    VII Pille(n)mann?
Unsere Gesellschaft macht sich völlig zu. "Keine macht den Drogen", das Fußballspiel wird gesponsort von Krombacher. Der Staat macht da gehörig mit und ist sehr verlogen und unterstützt auch diese ganze Pharmaindustrie mit Steuernachlässen. Das wollte ich da mit 'ner witzigen Art mal auf den Punkt bringen: "Ich heiße Arschperin, komme nicht aus Berlin, sondern klar aus Antibiotika". Die Leute betäuben sich immer mehr, um den ganzen Druck in der Gesellschaft auszuhalten.
    VIII Dumm ist, der dummes tut?
Das ist ein Spruch aus "Forrest Gump". Der ist ja in dem Film auch etwas dümmlich und geistig zurückgeblieben. Man kann es schlecht erklären, wenn man den Film nicht gesehen hat. Es geht darum, dass es manchmal gut ist, wenn man klug ist wenn andere Leute einen für dumm erklären.
    IX Bevor du gehst?
Da geht es um eine Beziehung. Heutzutage wechselt jeder seine Beziehungen wie irgendwelche Unterhosen, keiner versucht an sich oder gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten. Es geht immer in die nächste, die alten Muster werden beibehalten. In dem Song spreche ich an, dass man doch mal drüber nachdenkt, wenn ein Mensch einem wichtig ist, dass man sich doch mal mit der Beziehung auseinander setzt.
    X Mädchen mit den roten Haaren?
In meiner früheren Punkzeit gab es mal ein sehr hübsches Mädchen mit roten Haaren. Das Lied ist schon alt und ich habe es noch einmal aufgegriffen, um zu zeigen, dass die Musik, die ich mache, zeitlos ist. Man kann es jetzt genau so gut hören wir vor dreißig Jahren. Früher war das ein totaler Hit mit den Idiots und es kommt jetzt nach wie vor gut an.
    XI Wenn schon, denn schon?
Da geht es auch um die ganzen Verbote, die man als Kind bekommt. In den ersten zwei-drei Jahren lebt man noch nach seinem Instinkt, und dann kommt: "Mach das nicht, mach dies nicht, vergiss nicht!" und man wird in eine Schiene gesetzt. Um die Liebe von den Eltern und allen anderen zu bekommen, macht man das dann auch. Man verliert immer mehr seinen eigenen Kern.
    XII All das was ist?
Alles ist gleich: Mörder, Polizisten...Ich glaube an Wiedergeburt und glaube, dass jeder in verschiedenen Leben mal der Polizist und auch der Mörder war. Wenn man Leute verurteilt, sollte man bedenken, dass man das vielleicht auch mal gewesen sein kann.
    XIII Fischstäbchen?
Da geht es um einen Voyeur, der auf dem Baum sitzt und jeden Abend zuguckt, wie das Mädchen sich auszieht und dann seine Phantasien spielen lässt. Er traut sich aber nicht, die Frau anzusprechen. Das spiegelt so ein bisschen wieder, dass jeder in sich gekehrt ist und die Kommunikation fehlt. Deswegen sage ich auch am Ende des Liedes: "Warum haben alle Menschen nur noch die Augen zu?". Ich mache Honigdieb nicht nur, um Musik zu machen. Mir ist ganz wichtig, dass wieder mehr Respekt und mehr Kommunikation unter den Menschen entsteht.
Nach dem Song kommt nach fünf Minuten ja noch ein Outro. Das hat in der Dortmunder Livestation die ganze Halle gesungen. Das ist so ein bisschen das Lebensgefühl des Honigdieb, dass jeder so sein Ding macht. Auf der ersten Platte SEI WIE DU BIST ist auch so ein Outro.


Wer hatte die Ideen für den Namen und das Artwork des Albums?

Das kommt alles aus meinem Kopf. Ich habe damals vor der ersten Platte zwei-drei Jahre daran gearbeitet. Ich habe über dreißig Musiker gecastet, über fünf Schlagzeuger, vier Gitarristen, bis ich dann halt die richtigen gefunden habe aus denen sich die Band kristallisiert hat. Ich habe damals zweihundert Bandnamen aufgeschrieben und wollte etwas Bittersüßes. Die Texte klingen ja erst sehr süß, aber wenn man sich näher mit beschäftigt, merkt man einen bitteren Beigeschmack und eine gewisse Tiefe. Irgendwann kam ich dann auf den Honig und den Dieb. Es gibt einen südafrikanischen Vogel, der Dachse betört, zum Bienenest führt und der Dachs plündert dann das Nest. Für den Honigdieb bleibt dann auch was über. Und so ist das auch mit der Musik, die ich schreibe. Die Leute kaufen sich unsere Musik, unsere T-Shirts und man bekommt Anerkennung zurück, dann kommt für uns auch Honig zurück. In meinem Café in Dortmund haben wir immer 7-8 Leute eingeladen, mal Metaller, mal Punks, mal von der Volksbank oder vom Lampenladen und haben denen immer 5-6 Lieder vorgespielt. Von den 200 Bandnamen sind dann die 20 besten übrig geblieben und die Leute sollten ankreuzen, welche drei sie am besten fanden. Honigdieb hat dann mit über 100 Punkten gewonnen. Ich habe nichts dem Zufall überlassen, ich glaube nicht an den Zufall.


Was war der Grund dafür, dass SEELENTROPFEN bei Idiots Records erscheint und nicht mehr bei Prophecy?

Ich habe gemerkt, dass ich, wo wir noch bei Prophecy waren, zu 95% alles selber gemacht habe. Bei gewissen Sachen wie Sampleranfragen musste ich dann immer erst anfragen und dann habe ich gemerkt, dass ich da kein Interesse dran habe. Wenn ich finanziell und von der Arbeit her alles selber leiste, dann möchte ich gar nicht mehr, dass andere Leute da Mitspracherecht haben. Wir sind jetzt zu 110% völlig unabhängig. Ich hab ja früher auch schon fünf CD's bei Sony rausgebracht und da ging es vor Gericht. Es ist ein harter Kampf, gerade bei den ganz großen Firmen geht es gar nicht um Inhalte und Musik, die wollen viel verkaufen. Ich bin besessen von Musik, es ist meine Leidenschaft. Ich habe die letzten Monate 16 Stunden pro Tag dran gearbeitet, weil ich wirklich alles mache: Bühnenshow, alle Logos, die Texte. Ich buche die Konzerte, mache wirklich alles. Und das kannst du nur, wenn du da wirklich absolut Herzblut für hast.


Mit wem möchten Honigdieb gerne einmal auf Tour gehen?

Wir waren bereits für 14 Konzerte mit New Model Army auf Tour und hatten einen Zuschauerschnitt von über 1.000. Wir wurden auch bereits zwei mal von Chumbawamba eingeladen und waren mit denen auf Europatournee. Das ist eine ganz tolle Band, die auch von der Ideologie eine tolle Aussage haben. Die machen, wie New Model Army auch, mittlerweile ebenfalls alles selber. Ich glaube, uns würde es etwas brignen, wenn wir einmal mit einer Band wie Subway To Sally auf Tour gehen würden. Ich habe mitbekommen, dass viele, die die gut finden, auch mittlerweile den Honigdieb mögen. Und die sind natürlich bekannter als wir. Honigdieb ist noch im Aufbau, aber es tut sich einiges. Wir waren jetzt auch bei EinsLive und sind da im Online-Forum. Wir kriegen jetzt Bestellungen aus Russland und Australien, ich staune da mittlerweile drüber. Die Leute merken, dass wir was völlig eigenes sind. Andererseits sind wir auch zwischen den ganzen Stühlen, wir sind keine Metalband. Wir sind nichts für den Metal Hammer. Die haben mal geschrieben, als wir auf dem Summer Breeze gespielt haben: "Dieser Band sollte man Auftrittsverbot geben". Die hassen uns wie die Pest, ich weiß nicht warum. Aber ich glaube, dass ich manchen Menschen mit meinen Texten einfach auf den Fuß trete.


Plant ihr im nächsten Sommer auch einige Festivalauftritte?

Also, wir haben eine Anfrage vom Rockpopmuseum in Gronau an der holländischen Grenze. Da werden wir wohl spielen. Dann sind wir beim Summer Breeze im Gespräch, die wollen uns wohl nochmal haben. Da spielen ja sonst nur Metalbands und als wir da spielten, klatschte die ersten drei Lieder niemand. Die standen wie eingefroren, wir dachten, die schmeißen ihre Bierbecher gleich. Dann auf einmal haben 2.000 Metaller Polonaise getanzt. Es war wirklich kurz vorm Kippen (lacht). Beim Battle Of Metal sind wir noch im Gespräch. Wir spielen ja auch öfters bei Sachen wie "Parkfest in Waltrop" oder so. Da haben wir übrigens schon mit Tokio Hotel zusammengespielt (lacht). Das war einen Monat bevor die ganz groß wurden, aber da waren auch schon 2.000-3.000 kreischende Mädchen. Naja, wir spielen auch öfters bei Kulturfesten, da passen wir ganz gut hin. Da wird sich wohl einiges tun.


Wie lange gedenkt ihr noch, Musik zu machen?

Solange mein Herzschrittmacher noch geht (lacht).


Was ist, deiner Meinung nach, das beste Album aller Zeiten und wieso?

Édith Piaf, eine französische Chansonsängerin, die leider schon tot ist. Da gab es jetzt einen Kinofilm über sie ("La Vie En Rose", Anm. der Red.). Die kannst du hier hinstellen, die braucht kein Mikrofon oder Instrument, aber die hörst du bis zum Bahnhof. Die hat in Paris gelebt in den dreckigsten Löchern, in Frauenhäusern. Irgendwelche Frauen haben sie groß gezogen, die Eltern haben sich nie um sie gekümmert. Die hats ganz alleine nach oben geschafft. Die war so gut, da kam keiner dran vorbei. Sie wurd auf der Straße entdeckt.


Hast du noch letzte Worte oder Grüße für unsere Leser?

Die sollen sich auch mal ein bisschen Honig einkippen. Vielleicht nicht nur Metal hören, sondern auch den Horizont etwas erweitern. Es lohnt sich auf jeden Fall mal, ein Honigdiebkonzert zu besuchen. Denn da sieht man etwas, was man sonst nirgends sieht. Von der Besetzung her sind es mit die besten Musiker, die man in Deutschland kriegen kann.


Vielen Dank fürs Interview!

Ich bedanke mich auch herzlich und viel Spaß gleich beim Konzert!




Band-Infos:
 
  • www.honigdieb.de 

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