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Iron Savior
 
Iron Savior - Piet SielckEin Interview mit dem Leader einer Band die gerade ein klasse Album veröffentlicht hat ist immer eine feine Sache. Aber wenn der Interview Partner dann auch noch ein echtes Heavy Metal Urgestein ist und seit Jahrzehnten die Schwermetallszene mitgeprägt hat, dann ist das schon etwas Besonderes. So geschehen mit Piet Sielck dem sympathischen Hamburger und Mastermind von Iron Savior der alle Fragen, auch solche die weniger erfreuliche Aspekte des Musik Business behandeln, sehr ehrlich und unmissverständlich beantwortet hat. So wurde dieses Interview fast nebenbei auch noch zu einer kleinen Zeitreise durch die deutsche Metal Musik Landschaft.

Datum:
 U.B., 25.02.2012

Wir fragten...
 Hallo Piet, vielen Dank, dass Du dir die Zeit für ein Interview nimmst. Gerade kurz nach dem Erscheinen eines neuen Albums wartet bestimmt einiges an Promotion auf Dich. Für mich ist das besonders interessant da Du Musiker, Songwriter und Produzent in einer Person bist und durch Deine damalige Beteiligung am Dockyard Label auch da aus Deinen Erfahrungen berichten kannst. Doch kommen wir zuerst zu Iron Savior, das siebte Album mit dem Titel THE LANDING ist gerade auf dem Markt. Mir hat die Scheibe sehr gut gefallen und in meinem Review hat sich das dann auch mit 6 von 7 möglichen Bewertungspunkten niedergeschlagen. Persönlich halte ich THE LANDING sogar für das beste Savior Werk. Jetzt mit etwas Abstand wie zufrieden bist Du selber mit dem Album?

Piet: Ich bin nach wie vor 100%ig zufrieden! Und über die wirklich guten bis sehr guten Reaktionen von Seiten der Fans und Medien bin ich ebenso begeistert. Das hätte ich selbst nicht so gedacht...


Seit MEGATROPOLIS sind vier Jahre vergangen, im Musikmarkt eine kleine Ewigkeit. Im Iron Savior Forum habe ich gesehen, da gab es sogar einen Post mit der Frage ob Iron Savior überhaupt noch aktiv sind. Neben Deinen eben schon angesprochenen vielen Tätigkeiten gab es da auch noch andere Gründe warum man von Euch so lange nichts mehr gehört hat?

Ja, die gab es. Ein Grund war natürlich meine damalige Zweitband Savage Circus, aus der ich Ende Dezember 2011 ausgestiegen bin. Das Projekt Savage Circus war eine musikalische Herausforderung, auf die ich auch immer noch stolz bin. Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, nachdem ich „The Landing“ fertig hatte, mit dem Songwriting für Savage Circus zu beginnen und zum dritten mal mehr oder weniger alle Songs zu schreiben, alle Texte zu machen und die Produktion zu fahren. Ich war bei SC das Arbeitstier im Hintergrund... das war eine Zeit lang ok für mich, aber nun möchte ich meine Energie wieder ganz und gar für das einsetzen, was mir musikalisch und menschlich einfach am meisten am Herzen liegt: Iron Savior Der zweite Grund ist der Niedergang meines Labels Dockyard 1, der in 2009 begann und leider immer noch nicht vollständig ausgestanden ist. Nachdem Dockyard den Bach runtergegangen war, bin ich von meinen „Partnern“ stumpf sitzengelassen worden. Nachdem ich damals für das nötige Startkapital gesorgt hatte – was natürlich futsch ist – waren meine „Partner“ offensichtlich der Ansicht, dass ich dann auch noch alleine für sämtlichen Schulden aufkommen dürfe, die durch deren Missmanagement entstanden waren. Das war neben der menschlich vollkommen enttäuschenden Seite auch schlicht und ergreifend existenzbedrohend für mich. Nun, nachdem ich 2 Jahre lang bildlich gesprochen den Müll anderer Leute zusammengefegt und entsorgt habe, zeichnete sich Ende 2010 eine erste Entspannung der Situation ab, als AFM den gesamten Dockyard Katalog übernahmen. In diesen zwei Jahren haben ich mich weitgehend eher schlecht als recht gefühlt und habe auch mehrfach ans Aufhören gedacht. Letztendlich war es dann aber doch die Liebe zur Musik an sich und die Aufmunterungen der Fans, die mich wieder ins Studio zurückgebracht haben. Darüber bin ich sehr froh, denn allein durch die Existenz des aktuellen Albums und dem damit verbundenem Erschaffungsprozess geht es mir heute um so vieles besser als vor 2 Jahren. THE LANDING war und ist wie eine Selbsttherapie!


Siehst Du in der langen Pause von Savior eventuell auch eine gute Seite? Wenn man sich rar macht ist auch die Möglichkeit gegeben mit einem Paukenschlag wieder aus der Versenkung aufzutauchen und voll durchzustarten.

Auf jeden Fall. Denn tatsächlich hatten viele Fans schon nicht mehr mit einer weiteren Scheibe von IS gerechnet. Um so erstaunter und angenehm überrascht waren dieselben Fans dann, als es mehr oder weniger unerwartet doch ein 7. Album gab und dieses auch noch wirklich gut geworden ist. Aber wie geht doch noch der schöne, alte Spruch: Totgesagte leben länger! Das kann man natürlich nicht vorhersehen oder gar planen... so etwas passiert einfach. Wir hatten diesmal das Glück, mit dem richtigen Album zur richtigen Zeit aus dem Nichts aufzutauchen. Außerdem denke ich, dass nach über 15 Jahren Bandgeschichte endlich der Projekt-Dünkel abgefallen ist und die Tatsache, dass es sich bei Iron Savior um eine echte Band mit langjährigen Freundschaften handelt, auch im Herzen der Fans angekommen ist. Man glaubt uns, was wir sind. Das ist für uns alle ein wirklich schönes Gefühl!


Auf THE LANDING gibt es genau das, was man von Iron Savior gewohnt ist. Melodischen, eingängigen, ehrlichen Power Metal der keinem Trend hinterher hechelt. Innovationen gibt es da nur marginal. Da denke ich sofort an Axel Rudi Pell der das ebenso praktiziert und seinem Stil treu bleibt und vielleicht gerade deshalb eine treue Anhängerschaft hat. Siehst Du den Stil von Savior als einen ruhenden Pol im wechselwendigen Musikgeschäft nach dem Motto: Wir machen die Musik die uns am Herzen liegt und wenn es den Fans gefällt ist es gut aber verbiegen werden wir uns nicht?

Das ist auf jeden Fall unser grundsätzlicher Ansatz. Niemand von uns macht Iron Savior aus rein kommerziellen Aspekten heraus. Wir haben alle andere Jobs, mit denen wir auskommen. IS ist also nichts, mit dem wir erfolgreich sein müssen. Wir können uns daher den Luxus erlauben, eben nur das zu machen, auf das wir persönlich stehen. Wenn das mit möglichst vielen Fans eine Schnittmenge bildet, ist das natürlich supercool. Denn natürlich möchte ja auch jeder Künstler für sein Werk anerkannt werden... und sein Ego geschmeichelt wissen, haha. Dennoch versuchen wir unbedingt niemals die Bodenhaftung zu verlieren und wollen einfach nur ehrlich sein. Sich verbiegen um des lieben Geldes wegen passt nicht in dieses Bild. Das mit dem totalen Kommerz überlassen wir dann gerne Dieter Bohlen, der darin ja Experte ist!


Nun habt Ihr mit THE LANDING die Messlatte hoch gelegt und eine Band muss sich immer auch am letzten Album messen lassen. Wie wirst Du dich für das nächste Album motivieren? Als ehrgeiziger Musiker soll ein neues Album doch sicher mindestens so gut werden wie das letzte.

Allerdings... das wird ein echt hartes Stück Arbeit. Bei THE LANDING hat einfach unheimlich viel zusammengepasst. Angefangen von meiner völlig unbefangenen Songwriting-Arbeit (ich hatte ja im Geiste schon mehrfach aufgegeben und konnte demnach zu 100% machen, was ich will, da ein Erfolg nicht das vordringliche Ziel war), der gelungenen Produktion und dem richtigen Zeitpunkt... Das sind Faktoren, die man nicht so einfach wiederholen kann. Aber klar, wir werden alles geben, um an das Ergebnis ran zu kommen und natürlich auch versuchen, uns selbst zu toppen. Es hat für mich auf THE LANDING eine ganze Menge „Ah-ha“ Erlebnisse gegeben, die ich natürlich im Hinterkopf behalten habe. Insofern bin ich momentan guter Dinge, dass wir die Qualität halten werden. Ob uns eine weitere Steigerung gelingt... nun, das werden wir sehen, wenn ich in ca. 2 Jahren das Interview für das 8. Studioalbum gebe, haha!


Als Songwriter, Gitarrist, Sänger und Produzent bist Du bei Savior ein Hans Dampf in allen Gassen wie man im Deutschen so schön sagt. Neben der Belastung die das mit sich bringt hast Du aber auch maximale Kontrolle was am Ende als Ergebnis dabei raus kommt. Bist Du jemand der gerne die Fäden in der Hand hält? Oder hat sich das einfach so ergeben, denn wer viel kann muss meist auch viel machen?

Sowohl als auch. Am Anfang hatte ich gar keine andere Möglichkeit, als alles alleine zu machen, da ich gar keine Kohle für teure Studios und Produzenten hatte. Ich hatte damals die technischen Möglichkeiten und ein gewisses Know How, um fast alles selber machen zu können. Das war schlicht und ergreifend die billigste Lösung! Das hat sich bis heute nicht geändert. Ich muss eben immer zusehen, dass ich mit möglichst geringem finanziellem Aufwand, da das Budget für Iron Savior noch nie besonders reichhaltig war, maximale Leistung bekomme. Sprich, ein schickes Studio und ein erlesener Produzent standen einfach schon aus Kostengründen nie zur Diskussion. Allerdings mag ich es aber auch, die Fäden in der Hand zu halten. Denn nur so hat man – wie Du ja schon angemerkt hast – die bestmögliche Kontrolle über sein „Baby“. Mich auf einen Produzenten einzulassen wäre sicherlich eine interessante Erfahrung, der ich mich auch nicht verschließen möchte. Sollte es also mal soweit sein, dass das Budget diesen Luxus zulässt, würde ich das bestimmt mal ausprobieren. Und wenns scheiße wird, kann ich's selbst ja noch mal machen, haha!


Du bist gebürtiger Hamburger und wohnst in der Heavy Metal Hauptstadt Deutschlands. Warum ist Hamburg so ein gutes Pflaster für den Metal? Bei Hamburg fallen mir sofort Helloween, Gamma Ray, Running Wild und eben Iron Savior ein und das sind ja noch lange nicht alle. Was macht die Metal Szene in Hamburg so besonders?

Ich glaube, dass das tatsächlich auf die alte NOISE Zeit zurückgeht, die mit den Hamburger Bands Helloween und Running Wild natürlich am einprägsamsten war. Damals haben sich einfach Strukturen gebildet, die sich bis heute irgendwie halten. Das mag purer Zufall sein oder auch nicht... Tatsache ist jedenfalls, dass die genannten Bands auf die Szene „ausstrahlen“ und somit diese auch immer noch prägen. Ein gutes Beispiel dafür ist unter anderem Stormwarrior, die ja keinen Hehl daraus machen, wie alte Helloween sein zu wollen. Lars hat ja genau deswegen den Kontakt zu Kai am Anfang der Bandgeschichte gesucht. Hamburg ist eben einfach ein guter Nährboden für diese Art von Metal.


Da fiel gerade ein Stichwort: Helloween. Manche Leute werden es vielleicht nicht wissen aber Du warst damals in der Band Gentry und hast zusammen mit Kai Hansen dort Gitarre gespielt. Aus Gentry und einer weiteren Band (Ironfist) ging dann kurz darauf Helloween hervor. Heute im Rückblick, hat Dich das eigentlich nie geärgert, dass Du damals bei Helloween nicht dabei warst einer Band die zu den ganz großen in Deutschland zählt?

Nein, nicht wirklich. Natürlich stelle ich mir ab und an mal die Frage, was wäre gewesen wenn... Allerdings muss ich dann auch in Betracht ziehen, dass es vielleicht dann gar nicht diesen großen Erfolg gegeben hätte... Allerdings vielleicht wäre er dann noch größer geworden... Vielleicht wären Außerirdische gelandet und hätten Kai und mich entführt... Es ist letztendlich müßig darüber zu spekulieren, was geschehen wäre. Tatsache ist, dass ich damals aus gutem Grund ausgestiegen bin. Wir haben uns den Arsch abgeprobt, hatten schon so coole Songs wie „Murderer“, „Victim of Fate“, „Gorgar“, „Phantoms of Death“ und sogar „Metal Invaders“ am Start, waren aber damit unserer Zeit zu weit voraus, da die meisten noch AC/DC hörten und mit unserem Speedmetal nix anfangen konnten. Das war total frustrierend. Als wir dann noch aus unserem Proberaum im Keller der Gemeindekirche flogen, verließ mich die Motivation gänzlich (im Keller gab es keine Toilette... Hansen dillerte daher in eine Ecke des Vorraumes, was der Küster dann nicht sooo super fand...). Ich bereue das also nicht wirklich. Das ist einfach so und feddich, wie der Hamburger so sagt. Allerdings hätte ich nichts dagegen, mit Iron Savior den Erfolg von Helloween zu haben, haha!


Da wir gerade bei Kai Hansen sind, 1996 habt ihr beide wieder zusammen gefunden und gemeinsam Iron Savior gegründet. Thomen Strauch der langjährige Blind Guardian Schlagzeuger war auch dabei, mit dem Du später noch Savage Circus gegründet hast. Einige Zeit später hat Kai dann Iron Savior verlassen, hast Du heute noch Kontakt zu ihm?

Kleine Korrektur: Iron Savior ist von mir ins Leben gerufen worden. Kai kam dann dazu und später dann Thomen. Ja klar, natürlich habe ich zu Kai noch Kontakt. Allerdings spielt dieser sich seit vielen Jahren eben nur auf der rein privaten Ebene ab und wird deshalb natürlich auch nicht wahrgenommen. Mit Kai ist es eben so, wie das mit alten Freundschaften so ist. Manchmal driftet es für eine Zeit auseinander, dann nähert man sich wieder an... Ich weiß bei Kai und er bei mir, dass uns sehr viel verbindet und man im Notfall immer aufeinander zählen kann. Das ist eine gute Basis, auf der man auf die Jahre gesehen mal mehr und mal weniger miteinander zu tun hat. Im Moment ist es wieder eher mehr.


Wenn ich richtig informiert bin, Du kannst mich da gerne korrigieren, war Deine erste Arbeit als Produzent das Debüt Album von Gamma Ray HEADING FOR TOMORROW. (schon wieder ein Zusammentreffen mit Kai Hansen) Inzwischen hat Du einen guten Namen als Produzent aber was hat Gamma Ray damals dazu veranlasst die Sache in Deine Hände zu legen? Die Scheibe ist große Klasse geworden keine Frage, nur warum haben Dir die Jungs zugetraut das Du direkt aus dem Stand ein Spitzenergebnis ablieferst?

Eigentlich gab es für diese Scheibe gar keinen Produzenten, sondern nur einen Tontechniker, Ralph Krause aus Berlin. Der war als Techniker auch sehr gut, war aber rein musikalisch nicht so auf der Höhe. Insofern bin ich einfach in diese Produzentenrolle rein gerutscht, obwohl ich offiziell nur Assistant Engineer war. Ich konnte schon damals nicht meine Klappe halten, wenn ich etwas noch nicht gut fand... Für Kai war das damals gut, da er sich auf seine Performance konzentrieren konnte und ich – natürlich mit Kai im Team – für die künstlerische Qualität zuständig war. Ralph Krause war für die Technik zuständig und hat da auch einen wirklich guten Job gemacht. Um das ganze dann noch abzurunden, wurde für den Mix noch Tommy Newton verpflichtet. Den Mix haben Newton, Hansen und ich dann im Team erledigt.
Naja, so ganz aus dem Stand war das ja bei mir nicht. Ich hatte ja schon seit einigen Jahren in Studios gearbeitet, bin mit dieser Musik groß geworden und kam gerade aus LA zurück, wo ich den ganzen Kram noch mal offiziell studiert hatte. Insofern war ich ja kein blutiger Anfänger... und offiziell eben auch nur Assistant Engineer ;-)


Bleiben wir noch bei Kai Hansen, der hat sich bei Helloween damals über die Doppelbelastung als Gitarrist und Sänger beschwert, macht aber heute bei Gamma Ray genau das wieder. Und Du machst es eben bei Iron Savior. Hast Du je daran gedacht die Stelle am Mikro einem anderen zu übertragen, wobei das ja nicht unproblematisch wäre da Dein markanter Gesang eben so gut zur Musik von Savior passt und ein Erkennungsmerkmal der Band ist.

Das habe ich tatsächlich schon mal heimlich erwogen, es aber sofort wieder verworfen. „Leider“ ist meine Stimme einfach über die Jahre zu einem zwingend notwendigem Trademark von Iron Savior geworden. Bei Helloween war das damals was anderes... Da gab es „nur“ die EP und die „Walls“ bei der Kai als Sänger auftrat. Da hatte sich seine Stimme noch nicht so sehr festgesetzt und als dann Kiske das Mikro übernahm, hatte damit keiner ein Problem. Nach nunmehr 7 Studioalben ist eine andere Stimme am Leadgesang einfach keine Option für Iron Savior und ich muss einfach damit leben, dass ich live immer nur meinen Fuß auf die Monitorbox stellen kann und vielleicht bei Soli mal woanders hingehen kann, haha. Da ich aber leidenschaftlich Gitarre spiele und genau so gerne singe, ist dass OK für mich. Aber anstrengend ist das, alter Schwede...


Da wir gerade bei Deinem Gesang sind. Deine raue, kräftige Stimme ist wie gemacht für Heavy Metal. Nun ist mir aufgefallen auf dem Song „Before the Pain“ klingst Du in der ersten Hälfte gar nicht so rau. Hast Du das bewusst so gemacht da die Nummer deutlich weniger Härte hat als der Rest auf THE LANDING?

Ja klar... der Song handelt von meinem Bruder, der 2005 verstorben ist. Den habe ich eben so gesungen, wie ich mich gefühlt habe... Na ja und zum Ende hin würde ich sogar sagen, dass dieses rein gesanglich fast das Härteste auf dem Album ist... da habe ich meine ganze Wut, Verzweiflung und Trauer aus mir raus geschrien.


Vom Song "The Savior" gibt es ein Video auf YouTube was die Entstehung des Tracks im Studio zeigt. Auf mich wirkt das Video sehr authentisch da es ohne großen technischen Aufwand und Effekt Overkill gemacht wurde. War das Video eine spontane Sache so aus dem Bauch raus?

Ganz genau. AFM bat mich um ein bisschen Videomaterial für die Promo. Da ich aber nur von den Drum-Recordings Material hatte, habe ich mich kurzerhand mal selbst beim Singen und Gitarrespielen gefilmt, ein paar Tage später noch ein paar Aufnahmen bei der Chorsession gemacht und das ganze dann mit iMovie zusammengeschnitten. Das das Video so gut geht, hätte ich nie gedacht. Inzwischen steht der Counter bei YouTube auf über 60.000. Voll cool!! Und offensichtlich ist genau diese schlichte und authentische Art das, was die Fans gut finden und honorieren. Ich denke, wenn wir tatsächlich mal ein echtes, offizielles Musikvideo machen, würde das stark in diese Richtung gehen.


Der Song „The Savior“ ist mein Lieblingssong auf THE LANDING. Das Stück hat jede Menge Power und eine Melodie die sofort zündet und bereits in der zweiten Strophe singt man mit. Welche Nummer gefällt Dir persönlich am besten und warum?

Das ist eine gemeine Frage, denn ich finde eigentlich alle Songs gleich gut... aber wenn Du mich festnagelst, hat „Heavy Metal Never Dies“ eine ganz persönliche Bedeutung für mich, da es der erste komplette Song und der erste Text war, den ich für das Album geschrieben habe. Angesichts der vorhin beschriebenen Dockyard-Scheiße bekommt der Song dadurch eine gänzlich andere Bedeutung und ist eben kein normaler ich-find-metal-toll Song. Außerdem bin ich selbst überrascht, was für eine lange Halbwertszeit der Song hat. Ich höre den ja nun schon über ein Jahr, freue mich aber z.B. im Auto immer wieder aufs neue, wenn Track 5 kommt. Hervorheben möchte ich aber auch unbedingt noch „The Savior, Starlight, March of Doom, Moment in Time, Hall of the Heroes, RU Ready, Faster than all, Before the Pain“ und „No Guts no Glory“, haha!


Der Song „Hall of the Heroes“ ist recht episch ausgefallen und erinnerte mich etwas an Blind Guardian. Ist das Zufall denn Du hast schon mehrfach als Gastmusiker bei den blinden Wächtern gespielt?

Das Epische ergibt sich meiner Ansicht nach aus dem schleppendem Tempo in Verbindung mit den unterlegten Keyboards. Ein solches Tempo verlangt für meinen Geschmack einfach nach „Größe“. Somit musste sich alles in diesem Song an diese Vorgabe halten... Da „Größe“ ja bei Blind Guardian auch durchaus eine Rolle spielt, kann ich Dein Gefühl nachvollziehen. Allerdings finde ich, dass sich die Songstruktur doch ganz erheblich von Blind Guardian unterscheidet. „Hall of the Heroes“ ist ja sehr klassisch nach dem Riff-Strophe-Bridge-Refrain mit Solo in der Mitte aufgebaut. Ich glaube, es gibt keinen einzigen Blind Guardian Song, der diesen klassischen Aufbau hat. Seltsamerweise hatte ich selbst bei der gesamten Produktion niemals Blind Guardian im Kopf und fühlte mich auch nie an die Jungs erinnert... allerdings höre ich diesen Vergleich tatsächlich schon das eine oder andere mal. Na ja, ist ja nicht das Schlechteste positiv mit der erfolgreichsten Band Deutschlands in Verbindung gebracht zu werden!


Iron Savior ist nicht nur der Bandname sondern auch eine Figur in der Geschichte die auf den Alben erzählt wird. Das scheint ein Cyborg halb Mensch, halb Maschine oder RAUMSCHIFF zu sein. Da liegt nahe, dass Du ein Science Fiction Fan bist. Eine Vorliebe die Du mit so einigen anderen Gitarristen teilst, mir fallen da Joe Satriani und Michael Angelo Batio ein. Warum dieses Thema? Wolltest Du dich von all den Schwertschwingern und Drachentötern aus dem Fantasy Bereich die bei vielen Metal Bands besungen werden abheben?

Das war tatsächlich damals bei Bandgründung der Gedanke. Ich war ja damals sehr intensiv mit den Blind Guardian Produktionen behaftet und habe die Band und was diese kommuniziert sehr deutlich mitbekommen. Das Thema Fantasy, auf dass ich auch wirklich sehr stehe, war somit aber durch Blind Guardian komplett besetzt und auch andere ließen die Schwerter krachen und die Schilde klirren, so dass ich mir eine andere „Welt“ suchen musste. Das fiel mir insofern nicht schwer, da ich eben SciFi noch mehr als Fantasy schätze. Und „schwupps“ war das die „Welt“ in der sich meine damals noch ungeborene Band bewegen sollte.


Ganz aktuell hast Du gegen Ende Dezember 2011 Deinen Ausstieg bei Savage Circus bekannt gegeben. Du hast Savage Circus zusammen mit Thomen Strauch 2004 gegründet. Eine Entscheidung die Dir somit bestimmt nicht leicht gefallen ist. Du warst als Songwriter, Musiker und Produzent dort sehr engagiert und die Belastung wurde Dir zu viel. Wenn man sich Dein Statement auf der Homepage von Iron Savior anschaut klingt da zwischen den Zeilen schon ein Vorwurf Richtung der anderen Bandmitglieder von Savage Circus mit durch. Ich hoffe ich berühre da keinen wunden Punkt. Für mich sieht es aus als wäre fast die gesamte Arbeit auf Deinen Schultern abgeladen worden und die anderen hätten sich nicht genügend engagiert. Aber vielleicht interpretiere ich da auch etwa hinein. Möchtet Du dich an dieser Stelle noch eingehender dazu äußern?

Na ja, das ist schon so ähnlich gewesen. Ich habe da schon so um die 90% der anfallenden Arbeit geleistet. Das war eine Zeit lang (wie oben erwähnt) auch OK für mich, aber nun mochte ich einfach nicht mehr. Es war mir einfach zu anstrengend immer wieder der Motivator zu sein, immer anzutreiben und immer doch letztendlich alles selbst machen zu müssen. Kamen beim ersten Album von den Schweden aus Umea wenigstens noch eine ganz ansehnliche Anzahl von kurzen Parts, die ich dann „weiterverarbeiten“ konnte oder einfach nur als Inspiration nutzen konnte, war ich beim 2. Album dann wirklich komplett alleine. Die Vocals sind zwar in Umea aufgenommen worden, allerdings habe ich vorher jeden Song komplett vorproduziert und sämtliche Gesänge für das Demo selbst gesungen. Natürlich ist das Ergebnis ok, aber letztendlich haben die beiden in Umea einfach nur das nachgesungen, was ich bereits gesungen hatte. Ein bisschen mehr Initiative und eigene Ideen hätte ich mir schon gewünscht. Das alles jetzt noch ein drittes mal zu machen kam für mich einfach nicht in Frage. Darunter hätte Iron Savior wieder ganz erheblich gelitten und das war für mich einfach keine Option. Letztendlich habe ich irgendwann den Spaß und auch den Glauben an SC verloren... und irgendwie stand die ganze Sache trotz der Erfolge von Anfang an unter keinem gutem Stern. Von daher ist mein Ausstieg der konsequente Schlussstrich unter ein Kapitel, das für mich persönlich seine Höhen und Tiefen hat und auf das ich dennoch mit Stolz zurückblicke.


Die MEGATROPOLIS hatte ein tolles Cover von dem Künstler Stephan Martinere. Auch THE LANDING besitzt ein wunderbares Cover Artwork, sehr stimmungsvoll. Das war aber nicht immer so, wenn ich da an das Cover der UNIFICATION denke...... Ich habe mir das Album damals gekauft weil ich Iron Savior kannte, ich hatte das Debüt Album bereits. Sonst wirkte das Cover der UNIFICATION, ich hoffe Du bist jetzt nicht böse auf mich, eher abschreckend. Was hat den Sinneswandel bewirkt ein musikalisch gutes Produkt nun auch angemessen zu „verpacken“?

Also, es gab gar keinen Sinneswandel. Ich wollte schon immer ein möglichst cooles ScFi Cover. Leider ist mir das erst auf der BATTERING RAM das erste mal so einigermaßen gelungen. Beim Debüt sollte schon der Schriftzug und das Logo im Vordergrund stehen, aber spätestens bei der UNIFICATION war für mein Geschmack ein episches SciFi Cover angesagt. Tja, das ist dann nix geworden... der Zeichner hatte mir damals komplett andere Entwürfe geschickt, auf denen das Mutterschiff eher wie bei Independence Day aussah. Welcher Teufel den Burschen geritten hat, das Cover dann derart anders zu malen und diese komplett lächerlichen „Space-Waschmaschinen“ zu entwerfen, weiß kein Mensch. Ich befand mich damals in den U.S.A. und das Cover wurde mir per Email zugeschickt. Damals gab es nur 56k Modem... in quälender Langsamkeit baute sich also dieses unsägliche Cover Zeile für Zeile auf dem Bildschirm auf... und mit jeder weiteren Zeile schwand die Hoffnung, dass es irgendwie vertretbar werden würde... Das waren 30 Minuten pure Hölle, denn mir war klar, dass das nicht mehr zu ändern ist. Nun ja, inzwischen habe ich mit dem Cover meinen Frieden als das schlechteste Cover of all times gemacht. Kann auch nicht jeder von sich sagen, haha! Auf der DARK ASSAULT sollte ja ein Dimensionsriss dargestellt werden. Den hatte ich mir schon eher in der Klasse von NextGen vorgestellt. Letztendlich muss man sagen, dass der Graphiker das einfach nicht besser hinbekommen hat. Schade eigentlich, denn die Idee war gut... Auf der BATTERING RAM hat dann das erste mal jemand verstanden, was ich möchte und hatte die Fähigkeit, das auch umzusetzen. Der Hintergrund ist zwar für heutige Verhältnisse eher low budget, aber das Raumschiff sowie die gesamte Erscheinung des Covers finde ich auch heute noch gut. Das Martienere natürlich ein Top-Typ ist, ist klar. Von daher ist MEGATROPOLIS schon echt cool... Allerdings finde ich, dass Felipe es geschafft hat, mit dem aktuellem Cover noch eins drauf zusetzen. Das ganze strahlt eine derartige Macht und Energie aus, wie es bisher noch auf keinem unserer Cover war. Darüber bin ich natürlich total begeistert, denn ein starkes Cover ist zwar nicht unbedingt ein Hinweis auf musikalische Qualität, macht ein Produkt aber interessant. Und THE LANDING ist rein optisch ein echter Hingucker geworden.


Die Homepage von Iron Savior war in den letzten Jahren im Stil des Covers von MEGATROPOLIS. Im Moment wird die Homepage von Eurem Webmaster Harald Krüger komplett umgestaltet. Man kann aber an der Startseite bereits sehen, das Design wird sich eng an das Cover von THE LANDING anlehnen. War das Deine Idee und können wir für die Zukunft erwarten, dass das Design mit jedem neuen Album wechselt?

Die Homepage überlasse ich weitgehend Harald, der sich jetzt anlässlich des neuen Albums wieder mal richtig reingekniet hat. Inzwischen ist das Design fertig und die Seite wieder online. Ich finde, das Harald mal wieder einen richtig coolen Job gemacht hat. Also, schnell mal www.iron-savior.com klicken.


Du besitzt ein eigenes Tonstudio, die Power House Studios in Hamburg. Ich habe mal gehört Du hast in Los Angeles eine Ausbildung als Tontechniker gemacht. Ich weiß nicht ob das nur ein Gerücht ist oder ob die Sache stimmt. Bitte kläre mich da mal auf.

Ja, das stimmt. Ich habe mal eine Ausbildung in Hollywood gemacht. Da ich aber schon vorher ein paar Jahre in Studios gearbeitet hatte, hat mir das jetzt so rein technisch nicht so sonderlich viel gebracht... aber man sammelt ja auch Lebenserfahrung. Es war jedenfalls eine coole Zeit, die ich damals sehr genossen habe.


Du warst am Dockyard Label beteiligt und sogar Geschäftsführer. Nun ist es so, dass die Bands oft auf die Label schimpfen und umgekehrt. Einer schiebt den schwarzen Peter auf den anderen. Du kennst alle Seiten der Medaille. Wie siehst Du die Zusammenarbeit zwischen Bands und Label, was läuft da häufig schief?

Die Wahrheit liegt da meistens in der Mitte. Wenns für Bands nicht so läuft, wird natürlich gerne mal aufs Label geschimpft, die dann scheiß Promotion gemacht haben, nicht genügend Anzeigen geschaltet haben etc. Dass man selbst mit einem nur durchschnittlichem Album auch einen Anteil hat, wird meistens – wenn überhaupt – erst später mit ein wenig Abstand eingesehen. Das liegt zum Teil auch daran, dass Musiker zwar wissen, was ein Label so macht, aber wenig Vorstellungen davon haben, was das alles so kostet. Da gibt es also schon fast auf natürliche Weise eine Schere zwischen den Ansprüchen der Musiker und den Einschätzungen des Labels, was denn für eine Band ausgegeben werden soll/kann/muss. Und klar ist auch, dass sich hier regelmäßig die Vorstellungen des Labels durchsetzen, da dieses ja auch schließlich alles vorfinanziert und das wirtschaftliche Risiko trägt. Andererseits gibt es aber auch durchaus Label, die extrem wenig investieren wollen (oder können) und somit das Potential eines Acts nicht annähernd ausnutzen. Leider ist es so wie mit allen Dingen im Leben: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt... und wer zu oft nicht gewinnt, geht pleite, haha! Idealerweise haben Künstler und Label ähnliche Vorstellungen von einem möglichen Erfolg... und wenns gut läuft, sind sowieso alle glücklich. Das ist momentan bei AFM und IS der Fall! Und wenns nicht gut läuft und Künstler und Label sich einig sind, dass es auf keinen Fall an ihnen liegen kann, ist immer der Produzent Schuld, haha!


Einige große Label wollen ab Ende 2012 keine CDs mehr auf den Markt bringen sondern nur noch MP3 zum Download anbieten. Mal von den klanglichen Einbußen abgesehen bedeutet das: kein Cover Artwork mehr, kein Booklet, keine CD. Für mich als Musikfan eine ganz schlechte Entscheidung. Ich will eine CD die ich in die Hand nehmen kann und nicht nur eine digitale Datei die irgendwo auf meinem Rechner schlummert. Was hältst Du als Musiker und Produzent von so einer Ankündigung?

Ich kann mir das nicht für den Metal Sektor vorstellen. Ich denke, dass es hier eher um die Masse von „Eintagsfliegen“ im Dancefloor Sektor geht. Da gibt es ja noch viel mehr Veröffentlichungen als im Metal Sektor und ich denke auch der Klientel, die solche Sachen kaufen, sind Booklets und haptische Erlebnisse völlig egal, da sie den Song nach wenigen Wochen eh schon wieder vergessen haben. Das sind User, die sich eine CD nur kaufen, um die gleich auf den iPod zu ziehen... Tja, und da macht es für mich schon Sinn, den physikalischen Tonträger zu knicken und rein auf den digital Vertrieb zu setzen. Für Metal und andere Musikrichtungen, wo die Bindung zwischen Hörer und Künstler wesentlich tiefer sitzt, kann ich mir das nicht vorstellen. Es ist im Metal Bereich ja immer noch so, dass die digitalen Verkäufe etwa 10% ausmachen... Das spricht eine deutliche Sprache, die von den einschlägigen Labels sicherlich verstanden wird. Vielleicht wird es irgendwann die CD als physikalisches Medium nicht mehr geben... aber nur, weil sie dann durch ein zeitgemäßeres ersetzt wird. Ich könnte mir vorstellen, dass es USB Medien gibt, die dann ebenso aufwendig wie eine CD verpackt sind. Aber bis es soweit ist wird noch gaaaaanz viel Wasser die Elbe hinab fließen.


Wir sind am Ende und ich darf mich ganz herzlich bei Dir bedanken und wünsche Dir und Savior alles gute und viel Erfolg. Kein Interview ohne die berühmten letzten Worte. Was möchtest Du den Iron Savior Fans noch mitteilen?

Ich möchte mich bei allen Fans und Freunden bedanken, die mir in schweren Zeiten die Treue gehalten haben. Ohne Eure Unterstützung würde es dieses Album nicht geben. Dafür danke ich Euch allen! \m/ Piet


 
 
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