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Korpiklaani
 
Korpiklaani - Jonne JärveläKaum eine andere Band versteht es besser den Fans die finnische Kultur nahe zu bringen wie Jonne Järvelä und sein Klan des Waldes. Korpiklaani – Finnlands eingefleischte Humpaa-Metaller – sind mindestens ebenso bekannt für Ihre Songs rund um den ein oder anderen "Happy Little Boozer", als auch dafür die finnische Folklore in ihren Songs einzufangen. Im August erscheint nun mehr das neueste Werk MANALA, was den Waldläufern Anlass genug war sich ein paar Tage frei zu nehmen und Häuptling Jonne meiner Neugierde zu überlassen.

Datum:
 A.K., 30.06.2012

Wir fragten...
 Wenn man auf die 20jährige Karriere der Band zurück blickt, könnte man Korpiklaani schon mit einem guten Wein vergleichen: Je älter er wird, umso besser wird er. Am besten beschreibt man Korpiklaani wohl als: "Eine verzauberte Achterbahnfahrt aus Humppa und Metal".
Wenn ihr somit zurückschaut auf den Weg den Ihr bereits gegangen seid, welche Momente werdet Ihr stets in Erinnerung behalten?


Jonne: Ganz vorne steht da die erste Tour außerhalb Finnlands von 2004. Vielleicht weil es uns als Band am wichtigsten ist die Musik umgeben und vor allem für gute Menschen zu spielen. Korpiklaani sind live am besten.
Auch jedes Album ist ein besonderer Moment für uns. Wir sind immer sehr stolz auf unser neuestes Album und sind jedes Mal der Meinung dass es unser Bestes ist und das Album nach Album. Es war auch ein besonderer Moment, als wir es geschafft hatten diese schmutzige finnische Band auf Nord- und Südamerika Tour zu bekommen.
Auch die ersten Male auf großen Festivals wie Wacken, Summer Breeze, Metalcamp... Es gibt so viele nennenswerte Momente und es hat den Anschein, dass die meisten davon an den Punkten war, an denen wir etwas zum ersten Mal gemacht haben. Vielleicht ist es weil, wenn man etwas zum ersten Mal macht man etwas Neues und mehr erreicht hat. Es ist immer wieder aufregend.


UKON WACKA brachte solch unvergessliche Songs wie "Tequila" mit sich, was mich zu der Frage bringt, ob auf MANALA eine ähnliche Hymne enthalten sein wird, zu welcher die Fans ihre Gläser heben und mitsingen können?

Nicht in der Form wie Du es dir vermutlich vorstellst, aber wir sind dem Thema "Alkohol" etwas Tiefer auf den Grund gegangen mit einem Song über die Geburt des Bieres. "Petoeläimen kuola" auf Englisch Predator's Saliva erzählt von der Geschichte als Osmotar, der Vater des Bieres seine erstes Bier aus Gerste zubereitet, welche von Pellonpekko angebaut wurde. Pellonpekko ist ein uralter heidnischer Gott der Felder, der Ernte und natürlich des Bieres. Osmotar reibt sich die Hände, was zur Geburt der Tiere führt, welche die Zutaten für das Bier aus dem Wald holen. Aber das Bier gärt nicht. Osmotar findet heraus woran es liegt und lässt den Predator's Saliva heranschaffen. So geschah es und das Bier begann zu gären.


Als Du damit begonnen hast die Songs für MANALA zu schreiben, hattest Du da schon eine genaue Vorstellung wie das Album klingen soll?

Nein. Darüber mache ich mir zuvor keine Gedanken. Vielleicht sind wir darin etwas naiv, aber Ich mag es eine offene, kindische Art beizubehalten wenn ich Songs schreibe. Ich schreibe ständig Songs wenn ich die Zeit dazu habe, da ich es sehr gerne mache. Dann kommen die besten davon auf´s Album und der Rest… bleibt ungenutzt. Bisher haben wir noch nie auf überschüssiges Material zurückgegriffen. Selbst wenn es auch sehr gute Songs sind. Es waren dann eben nicht die richtigen Songs für eines der bisherigen Alben.


Um beim Thema zu bleiben: MANALA ist ja als Konzeptalbum zusehen. Wie hast du die Story entwickelt welche du mit den einzelnen Songs erzählen wolltest?

Ich hatte die Kalevala bereits zu Beginn im Kopf, aber bei einigen Songs sind wir dann doch vom Thema abgewichen. Es gibt keine wirklich durchgehende Geschichte wie man sie normalerweise von einem Konzeptalbum erwartet. Ähnlich wie der finnische Nationalepos Kalevala kein Buch mit einer einzigen Geschichte ist. Es ist mehr eine Sammlung von Erzählungen, Gedichten und Liedern der alten Menschen und diese wurden im 1.800 Jahrhundert als Buch zusammen gefasst, welches vieles über die finnische Bevölkerung und unserer Mentalität erzählt. Viele Songs stehen in Verbindung zu Kalevala, aber es sind auch andere Mythen wie Ruumiinmultaa mit eingeflossen. Auf Englisch hieße es "Soil of the Corpse" (Anmerk. "Friedhofserde") und berichtet von einem Volksglauben, welcher mit dem Streben nach finanziellem Reichtum in Verbindung steht, wie er in Lappland und teilen Nordfinnlands bekannt ist. Wollte man Reich werden ging man einen Pakt mit dem Teufel ein, nahm heimlich Erde vom Friedhof an sich und mischte diese in den Kaffee oder das Getränk anderer Menschen. Es war verboten die Erde Menschen zu verabreichen mit denen man verfeindet war. Trank derjenige nun von der Erde verstarb er oder wurde verfiel dem auf Dauer oder zeitweilig dem Wahnsinn. Im Gegenzug erhielt der, welcher die Erde verabreicht hatte finanziellen Wohlstand, doch nur solange wie er neue Opfer über eine Zeitspanne von ein paar Monaten darbrachte. Wurde dieser Pakt nicht eingehalten, würde man vom Teufel getötet oder er ließ einen den Verstand verlieren. Es heißt, das dieser Aberglaube bis heute in manchen Regionen Lapplands überlebt hat.
Ein weiteres Beispiel wäre Sumussa hämärän aamun, Im Nebel eines dunklen Morgens, Ututyttö oder Terhenneiti der Kobold des Nebels. Man sagt, dass schon viele Geister im Nebel gesehen wurden. Einige sind ruhelose Seelen, welche zurückblieben um auf Erden zu wandern, aber andere sind Visionen aus dem Land der Toten, (Manala) die Unterwelt.
Nebel und Dunst lassen die Grenzen beider Welten so sehr verwischen, dass wir das Reich der Toten mit seinen Vorfahren in der Welt des Lebens nach dem Tod sehen können. Aufgrund dessen, nennt man Ututyttö auch den Überbringer des Todes.


Wenn wir im Hinterkopf festhalten, dass die UKON WACKA-Tour gerade erst beendet wurde und die kommende Tour schon auf Euch wartet, lässt die Frage zu was Euch am besten an den Gigs gefällt?

Es ist schwer zu beschreiben, aber wenn ich auf der Bühne stehe, fühle ich mich erst richtig lebendig. Mir gefällt einfach alles daran wenn technisch alles gut läuft. Ich mag die Jungs mit denen ich spiele, die Musik die wir machen, mag es direkt vor den Menschen zu spielen auch wenn ich meist derjenige bin der vor den Shows am nervösesten ist. Aber das legt sich sobald wir den ersten Song spielen. Was ich nicht so sehr mag ist es während der Stücke zu sprechen. Ich liebe es wirklich zu spielen und zu singen.


Andererseits, was gefällt die am wenigsten am Tourleben?

Reisen. Es ist okay wenn wir mit dem Bus reisen, aber ich hasse Flughäfen und zu fliegen. Unglücklicherweise haben wir beinahe genau so viel Zeit auf Flughäfen verbracht, wie die Zeit die wir in den letzten Jahren zuhause verbringen konnten.


Gibt e seine besondere Show die Du niemals vergessen wirst?

Da waren so viele unvergessliche Shows, das ich aus verschiedenen Gründen keine davon herauspicken kann. Ich kann nicht mal sagen, ob ich große Festivals bevorzuge oder eher persönlichere Clubsituationen. Beide haben ihre guten Seiten.


Kehren wir zurück zum Studio für die Aufnahmen zu MANALA: Wie würdest Du die Zeit beschreiben?

Ich habe es genossen. Die Atmosphäre im Studio war gut und entspannt. Vielleicht gerade deswegen da vieles bereits geplant und vorproduziert war. Die Demoversionen hatte ich zuhause erstellt. Dann sind wir die Songs mit dem Produzenten Aksu Hanttu durchgegangen und er hat hier und da ein paar Veränderungen vorgeschlagen oder einen anderen Blickwinkel. Dies was Anku´s dritte Korpiklaani Produktion und ich könnte mir nicht vorstellen die Arbeit einem anderem Produzenten zu überlassen. Es herrscht ein starkes Vertrauen zwischen uns und er arbeitet wirklich hart daran, das best mögliche Ergebnis für die Musik zu bekommen anstatt ans Geld zu denken, was eine Seltenheit im Musikgeschäft heutzutage ist.
Das Album haben wir größtenteils im Petrax Studio aufgenommen, welches ursprünglich eine Farm Mitten im Wald war. Dort gibt es keinerlei Ablenkung, wie zum Beispiel Kneipen… Es ist ein hervorragender Ort um in Stimmung zu kommen Korpiklaani-Aufnahmen zu machen. Einmal hatte jemand vergessen die Türen zu schließen und ein verfluchtes Lamm spazierte in den Kontrollraum des Studios. Wir hatten Sorge, dass es auf den Teppich kackt und natürlich ging es uns auch durch den Kopf, daraus Kebab zum Abendessen zu machen?
Der Hauptraum im Petrax war einst eine Garage für Traktoren und Mähdrescher, da kannst Du dir sicher gut vorstellen, wie riesig dieser Raum ist. Da benötigt man keine künstlichen Effekte. Man kann den Klang einfach mittels Trennwänden kontrollieren. Die Aufnahmen gingen wie von selbst, nur die englischen Versionen waren manchmal etwas schwierig für mich.


Das Album wird ja sowohl in finnischer als auch in englischer Fassung veröffentlicht. Welche gefällt dir von beiden am besten?

Ich mag die finnischen Versionen mehr, aber es war interessant zu hören wie die Sprache deinen Song verändern kann. Man kann einen Song nicht in beiden Sprachen gleich singen. Der gesamte Rhythmus des Gesangs ist anders. Außerdem war es wirklich schwierig die Songs aus einer Art "Altfinnisch" ins Englische zu übersetzen. Aber alles in allem war es eine spannende Sache es zu machen und sich nachher anzuhören.


Und wie ich fast am Ende eines jeden Interviews frage: Was möchtest Du den Fans und Lesern gerne sagen?

Ich habe auch stets dieselbe Antwort auf diese Frage… Wir danken Euch sehr dass ihr unsere Gigs besucht und die Alben gekauft habt. Wir sehen uns auf den Gigs und trinken mal ein Bier zusammen, nicht wahr!?


Ich danke dir herzlich für deine Zeit, Jonne und wie Du schon sagtest, wir sehen uns bei euren Gigs!

Danke dir, Andy! Cheers, Jonne Järvelä


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