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Interview: Magnum
 
Magnum Bob Catley20 Jahre WINGS OF HEAVEN. Das bekannteste Album der Engländer Magnum feiert dieses Jahr Geburtstag und beschenkt wird nicht etwa die Band, sondern die Fans. Das schöne Präsent hört auf den Namen WINGS OF HEAVEN LIVE und bietet neben dem Album vor allem im ersten Teil noch Platz für andere Klassiker. Anläßlich der dazugehörenden Tour suchte ich mit Magnum Sänger Bob Catley bei ihrem Zwischenhalt im Z7 in Pratteln (Schweiz) das Gespräch. Dabei war neben allen wichtigen Infos zum Live-Album auch Catley's Engagement bei Avantasia ein Thema.

Datum:
 R.W., 15.05.2008

Wir fragten...
 Roger: Hallo Bob. WINGS OF HEAVEN ist euer bekanntestes Album. Stimmt das so?

Bob: Also wenn du die Leute fragst, welches das beste Album vom Magnum ist, werden sie sagen, dass es Wings Of Heaven ist. Ich würde auch sagen, dass es Wings Of Heaven ist. Wir sind aber für alle unseren Alben bekannt, zumindest für unsere Fans. Aber zu Wings Of Heaven fühlten sich auch viele Leute hingezogen, welche nicht unbedingt Magnum-Fans waren. Wir hatten drei Hit-Platten. Also so was du bei einer Rockband als Hitplatte bezeichnen kannst, also Platten mit einer Chartplatzierung von 20 und besser. Also nicht Nr. 1-Alben, aber in den Top-20. Und wir hatten drei solche Alben. Damit haben diese Alben viel mehr neue Leute erreicht als die anderen. Und wir haben davon viele Platten verkauft. Und darum waren wir auch im Fernsehen und so. Es war großartig. Wir hatten vorher schon eine Fanbasis. Aber der Erfolg von Wings Of Heaven hat diese irgendwie verdoppelt oder verdreifacht. Das war vor 20 Jahren. Und hier sind wir nun, 20 Jahre später. Wings Of Heaven plus 20, nehme ich an. Und es läuft wirklich gut.


Und Wings Of Heaven plus 20 ist Wings Of Heaven Live.

Ja genau. Also Wings Of Heaven Live. Wir spielen auf dem Live-Album das ganze Album. Aber wir spielen darauf vorher auch einige Songs um die Leute ein wenig in Stimmung zu bringen. Und dann kommen wir mit den Wings Of Heaven Songs. Das ist in der zweiten Hälfte der Show zu hören.


Wie wichtig ist es für euch, diesen Geburtstag zu feiern?

Sehr wichtig. Wir waren letzten Mai (2007) auf Tour mit dem PRINCESS ALICE AND THE BROKEN ARROW-Album und haben überall gespielt. Und wir schauten für eine weitere Tour im Herbst, aber wollten nicht dasselbe spielen und die Leute damit langweilen. Und dann fragte uns unsere Plattenfirma, ob wir nicht ein Live-Album aufnehmen wollten. Und da dachten wir, dass das mit 2008 zusammen passen würde, wo das Wings Of Heaven-Album 20 Jahre alt würde. Und so nahmen wir die Shows mit den Wings Of Heaven-Stücken bereits im November auf. Das war nur eine UK-Tour. Aber wir haben eine Aufwärm-Show irgendwo in Frankreich gespielt, was cool war, weil wir seit den 80er Jahren nicht mehr in Frankreich gespielt haben. So war es cool, wieder mal da zu sein. Und danach haben wir 7 Konzerte in Großbritannien gespielt, wo wir auch das Live-Album aufgenommen haben. Wir haben anschließend jeweils die beste Version der Songs genommen und sie zusammen auf das Album gepackt. Wir nahmen uns Zeit dafür und haben nichts überstürzt. Und es ist jetzt raus gekommen. Und alle sagen, dass es wirklich gut klingt. Weil es gibt einige Live-Alben, welche nicht so gut klingen. Und so ist es halt geschehen. Und SPV haben es jetzt im März raus gebracht, was großartig ist, weil jetzt Wings Of Heaven exakt 20 Jahre alt wird. Also von 1988 bis 2008. Und es kommt jetzt sehr gut.


Habt ihr das Album je vorher am Stück Live gespielt?

Wir haben vorher nie das gesamte Album gespielt. Ich meine über die Jahre haben wir "Don't wake the Lion" in die Show integriert und ebenso "Days of no Trust" und "Start talking Love". Aber wir haben nie das gesamte Album gespielt. Mit den Jahren rutschten auch einige Songs aus der Setliste und andere kamen dafür rein. Es war jetzt nett, wieder zurückschauen und die Songs wieder zulernen und zu üben. Weil wir einige schon lange nicht mehr gespielt haben. Zwei der Songs von Wings Of Heaven haben wir überhaupt noch nie vorher gespielt.


Günti: Ihr habt euch ja in gewisser Weise darauf vorbereitet auf der Tour zu A STORY TELLERS NIGHT, wo ihr dieses Album ebenfalls am Stück gespielt habt.

Ja, wir haben so was bereits vorher gemacht. Wir haben also gewußt, dass es funktioniert. Wir haben die Storytellers Night geteilt. Und haben das auch für eine DVD mit dem Namen LIVING IN A DREAM gefilmt, welche vor ein paar Jahren raus gekommen ist. Das Live-Album Wings Of Heaven Live hat ebenfalls zwei Teile. Also zuerst eine Stunde und danach eine zweite mit Wings Of Heaven. Aber diese aktuelle Tour ist eine Show ohne Pause. Wir haben ein paar Songs auf die Seite gelegt welche im ersten Teil der Show waren und haben andere Songs wie zum Beispiel "Back To Earth", "Midnight" im gleichen Zeitumfang zurück gebracht. Also Songs, die wir schon sehr lange nicht mehr gespielt haben. Und es klappt sehr gut. Wir wollten nicht wieder die gleichen Shows spielen. Und so ist es nun gut für uns. Ich habe eine wirklich gute Zeit. Und es gefällt mir hier.


Roger: Wie haben die anderen, also z.B. euer Gitarrist und euer Bassist die alten Lieder wieder gelernt. Hattet ihr Noten oder habt ihr euch schlicht das Album angehört?

Wir haben uns das Album angehört und die Songs danach zusammen geübt. Gerade die Songs, welche wir immer gespielt haben, waren dabei kein großes Problem. Und wir haben das Set jetzt ziemlich intensiv geübt, um es wirklich gut hinzukriegen. Das war nicht zu hart. Außer den beiden Songs, welche wir noch nie vorher gespielt haben. Also "Different Worlds" und "One Step Away". Und die haben wir vom Album geübt. Aber die anderen z.B. "Wild Swan" kennen wir wirklich gut und haben sie ja auch über all diese Jahre gespielt. Die waren nicht hart zu lernen. Okay, auch "Don't Wake The Lion" war schwierig, weil wir mal aufgehört haben, dieses Stück zu spielen. Und wir haben es auch lange nicht wieder zurück gebracht, weil es für dieses Stück eine große Produktion mit speziellem Licht braucht. Der Song wirkt in kleinen Clubs nicht. Weil es da sehr viele verschiedene Sachen drin hat. Es besitzt sehr viel Atmosphäre. Aber jetzt, wo wir wieder auf den größeren Bühnen zurück sind, können wir es wieder spielen. Ich meine für das Stück brauchst du das Licht, weil es einen großen Part in der Mitte besitzt. Und das würde ohne nicht funktionieren. Wir haben es für diese Tour also wieder ausgepackt. (lacht)


Ihr habt also das Album während 8 Konzerten aufgenommen. Stimmt das?

Ja. Also an 7 Konzerten in Großbritannien und an einem in Frankreich. Das war im letzten November.


Es ist also sehr schnell auf den Markt gekommen. Weil andere Bands zum Teil Jahre an ihren Live-Alben arbeiten?

Ja, wir haben es im November aufgenommen und es ist im März raus gekommen. Und SPV haben gewußt, dass wir es auf der Tour aufnehmen würden. Es war bereits Ende November fertig gemixt, also hatte die Plattenfirma das Album bereits Mitte Dezember, was es ihnen ermöglicht hat, das Album bereits im März raus zubringen. Es musste da auch raus kommen, weil wir bereits eine Tour im Mai gebucht hatten. Es musste also unbedingt im März rauskommen. (lacht) Weil es kann ja nicht erst nach der Tour in die Läden kommen oder erst nächstes Jahr. Es muss jetzt raus kommen.


Also habt ihr an den Live-Aufnahmen nichts verändert?

Nein, es ist ja ein Livealbum. Wir haben es lediglich gemixt.


Also hast du nichts im Studio nachgesungen?

Nein, also wenn da mal irgendetwas nicht i.O. war, z.B. ein Gitarren-Soli oder wenn ich wirklich daneben gesungen hatte, konnten wir es dank einem Tuner ersetzen. Weißt du was ein Tuner ist? Also damit kannst du Teile einer Stimme eines Auftritts von einem Liveauftritt in einen anderen mixen. Weil ich möchte mich auf dem Album auch nicht falsch singen hören. Und wir haben das danach gemixt. Und mit der heutigen Technologie könntest du eh alles machen. Das Album wurde also nicht noch einmal aufgenommen, sondern einfach gemixt. Und mit der neuen Technologie kannst du im Studio sehr viel erreichen. Und für das ist es auch da.


Ihr habt diesen Wings Of Heaven Song "Pray for the Day", welcher die Berliner Mauer behandelt. Ihr habt diesen Song ein Jahr vor dem Fall der Mauer aufgenommen und singt darüber, man solle für den Tag beten, an dem die Mauer falle. Wie war es, als nur ein Jahr später die Mauer tatsächlich gefallen ist?

Das ist halt passiert. Das Album kam 1988 raus und die Mauer fiel 1989. Tony (Clarkin, Gitarrist und Songwriter von Magnum) schien da eine Vorahnung gehabt zu haben. Oder irgendjemand hat vielleicht das Album gehört und gesagt. "Ja, ihr habt Recht. Lass uns so was machen. Ja, Magnum haben Recht, lass uns die Mauer zum einstürzen bringen!" (lacht) Ich denke, es wäre auch ohne diesen Song passiert, hoffe ich mal. Aber wahrscheinlich war es nur Zufall. Ich meine, wenn es eine Woche nach Veröffentlichung passiert wäre, wäre es wohl ein Wunder gewesen. Aber ich denke 1989 sind wohl in ganz Europa und vor allem im Osten einige Dinge passiert. Ich denke, es war wohl an der Zeit, dass so was passierte. Aber gut ist es geschehen. Ich denke es ist besser für die Welt so. Mindestens besser für Deutschland. Wobei das davon abhängt, mit wem du sprichst. Einige sagen, dass es gut war, dass die Mauer eingestürzt ist, und ein paar Jahre später kamen auch negative Stimmen darüber auf. "Weißt du überhaupt, über was du da singst? Das ist keine gute Idee! Komm lasst uns die Mauer wieder errichten!" Und das registriere ich dann halt ebenfalls (lacht).


Aber heute würdest du nicht singen: "Baut die Mauer wieder auf!"?

Nein, wir werden keinen Song mit diesem Text schreiben. Mach dir keine Sorgen darüber. Weil sonst würde es vielleicht sogar passieren. Nein, nein, nein. Ich denke es war mehr Zufall dabei.


Im Booklet steht etwas über einen gestohlenen Bus?

Der Bus wurde gestohlen?


Ja, denn darum wünscht ihr im Booklet dem Dieb gute Weihnachten?

Nein, der Bus wurde ausgeraubt.


Oh, also nur ausgeraubt?

Ja, da hat uns jemand Geld gestohlen.


Aber nicht der ganze Bus wurde geraubt?

Nein, nicht der ganze Bus, sondern nur Geld. Wir hatten da Geld drin, und jemand hat uns wohl beobachtet als wir das Geld versteckt haben und hat es danach geklaut. Wir sind nicht sicher, wo es war. Aber es war an einer der Shows, wo wir das Live-Album aufgenommen haben. Jemand ist da wohl rum gehangen und hat es an sich gerissen. Es war viel Geld. Und es wird wohl nie mehr vorkommen, glaube mir. Und wir haben gedacht, wir sprechen die Person im Booklet persönlich an, welche uns bestohlen hat und sagen ihm, dass wir hoffen, dass er schöne Weihnachten gehabt hat, mit UNSEREM Geld. Es war nur eine traurige Sache, dass das passiert ist. Ich meine, wenn dich jemand ausrauben will, dann kann er das auch. Und du kannst fast nichts dagegen tun. Also egal wie viel Sicherheitspersonal du anstellst. Wir wissen nicht, wer es war und die Polizei konnte ihn auch nicht finden. Aber das ist passiert, vergiss es. Ich meine, was kannst du dagegen tun? Nichts! Es gab keine Zeugen.


Aber wenigsten war es nicht der ganze Bus?

Nein, es war nicht der ganz Bus. Es war aber viel Geld, für welches wir hart gearbeitet hatten. Wir haben das verloren. Und es war nicht angenehm. Und es waren darum auch keine schönen Weihnachten für uns.


Also hattet ihr keine Geschenke für eure Familien?

Nein, also das nicht. Wir hatten trotzdem schöne Weihnachten. Aber es war nicht angenehm. Es war wie, wenn jemand in dein Haus kommen würde und dir deine Möbel klaut. Ich meine der Bus ist unser Haus, unsere Heimat während der Tour. All unsere Sachen sind da drin. Zum Glück war es nur Geld, was uns geklaut wurde. Es hätte auch alles andere sein können. Die hätten auch mich klauen können: "So, wir gehen jetzt Bob kidnappen! Das gibt sicher Millionen von Dollars als Lösegeld! Was, nicht so viel? Dann könnt ihr ihn behalten!" (lacht)


Das Wings Of Heaven Live-Album ist Kex Gorin gewidmet, eurem früheren Schlagzeuger. Der hat euch 1984 verlassen?

Ja, er hat und 1984 verlassen und hat auf den ersten drei Alben gespielt. Also auf Kingdom Of Madness, Magnum II und Chase The Dragon, die bei Jet-Records raus gekommen sind. Er hatte Krebs und hatte nicht mehr lange zu leben, eine schreckliche Sache. Wir haben eine Benefits-Show für ihn gespielt und Auktionen gemacht. Also alles um Geld für die Medikament zu sammeln, welche ihn noch länger am Leben erhalten hätten. Das war der Plan, aber er ist schlussendlich kurz vor Weihnachten gestorben. Das ganze gesammelte Geld ging nun an seine Familie.


Ihr habt das Konzert ja ein paar Tage vor seinem Tod gespielt, also etwa 4 Tage vorher?

Ja, wir haben ein Konzert im Robin in Bilston gespielt. Also im Robin II in Bilston. Also nicht im Robin I. Das gibt es nicht mehr. Sondern im Robin II, den sie heute einfach Robin nennen. Bilston ist näher zu Wolerhampten, im mittleren Westen in der Nähe von Birmingham. Wir haben da die Show für ihn gespielt. Aber er ist kurz danach gestorben. Tragisch. Er war ein guter Freund von uns. Schade.


Kommen wir zu was anderem. Ich möchte mit dir über Tobias Sammets Avantasia-Projekt sprechen, auf welchem du gesungen hast. Ist das okay für dich?

Ja, das geht in Ordnung. Absolut. Ich bin ja im Sommer mit dabei. Und ich mache auch andere Solosachen.


Du wirst ja bei einigen Shows mit singen. Was können wir von diesen Konzerten erwarten? Weißt du mehr darüber?

Also nicht so genau. Ich denke, dass da insgesamt sechs Sänger anwesend sein werden. Es ist eine große Sache. Es ist so etwas wie eine Heavy Metal Rock Oper.


Also so mit Jon Lande und so?

Ja. Jorn Lande wird dabei sein. Tobias Sammet, ich selber und andere. Oliver Hartmann wird dabei sein. Es wird großartig. Also so mit sechs Sängern und einer ganzen Band, einer ganzen Crew und einer großen Bühnenproduktion. Es ist eine große Sache. Ich bin dabei am Sweden Rock und es wird für mich in Wacken enden. Also alle Shows so in der Nacht und meistens als Headliner, so auch in Wacken. Ich freue mich wirklich darauf. Ich bin glücklich darüber, beim zweiten und dritten Avantasia-Album mitgemacht zu haben. Ich bin bei den Shows in insgesamt drei Lieder involviert. Es wird also nicht wirklich anstrengend für mich. Und wenn ich davon zurückkomme, werde ich sofort ins Studio gehen und am nächsten Magnum-Album mitarbeiten. Weil das dann bereits am Entstehen sein wird. Wir können dann nicht einfach sagen: "Komm geh kurz deinen Avantasia-Gig spielen, wir sehen uns dann morgen wieder." Nein, nein. Denn jedes Avantasia-Konzert kostet mich ca. 3 Tage und nicht nur einen Tag. Es können auch vier Tage sein. Das hängt von unseren Flügen ab. Es wird vor allem eine große Reiserei sein. Also so in den Flughäfen und in Bussen wie diesen hier rumhängen. Ich meine, wenn wir zwei Konzerte in einer Woche mit Avantasia haben werden, werden wir auch gleich zusammen im Bus zum nächsten Konzert fahren. Ich freue mich wirklich darauf. Jorn Lande ist ein guter Freund von mir, ebenfalls Tobias Sammet. Ich werde also in sehr guter Gesellschaft sein. Und es wird großartig. Wir werden vor sehr vielen Leuten auftreten, die Songs sind toll und ich mag das Album. Es heißt SCARECROW und darauf singt auch Alice Cooper. Aber ich denke nicht, dass er auch dabei sein wird. Eric Singer, der Schlagzeuger von Kiss er wird wahrscheinlich in der Band sein.


Wahrscheinlich nicht, da Kiss in dieser Zeit ebenfalls in Europa unterwegs sein werden.

Okay, dann wird er wohl nicht dabei sein. Aber er war auf der neuen Scheibe. (lacht) Sorry dafür. Aber ich bin nicht sicher, wer alles dabei sein wird. Ich kenne nicht alle Details. Ich hoffe aber dass die sie wissen. Die haben bereits angefangen zu üben und ich werde nach dieser Tour ebenfalls dazu stoßen.


Wie kamst du in Kontakt mit Tobias Sammet? Ich weiß, dass er ein großer Magnum-Fan ist.

Ja, Tobias liebt Magnum. Meine Managerin Annie Minion sagte mir, da sei ein Typ von einer Band Namens Edguy und das er ein großer Magnum-Fan sei. Und dann quatschte ich mit ihm und er fragte mich, ob ich gerne auf Avantasia II dabei sein möchte. Und ich sagte zu. Ich wusste damals nicht, wer Edguy sind. Kenne sie aber natürlich heute. Ich weis jetzt alles über sie und wie groß sie in Deutschland und Südamerika sind. Die machen erstaunliche Sachen. So habe ich ihn schnell kennen gelernt und wir sind gute Freunde geworden. Ich habe lso zwei Songs auf dem zweiten Avantasia-Album gemacht, und bin wieder auf dem dritten Scarecrow-Album. Ich bin eine Art Vorbild für Tobi. Er kommt zu mir und fragt mich, was er nun tun soll. Avantasia besitzt eine gute Geschichte und hat gute Texte. Ich mag es, diese Charakteren zu spielen. Ich genieße das wirklich sehr. Ich habe ebenfalls bei Arjen Lucassen und seinem Projekt Ajreon mit gemacht. Und da war ich ein außerirdischer Fisch. (lacht) Aber er ist brillant. Ich musste ihn zuerst fragen, um was es überhaupt geht. Und er hat mir erzählt, dass dieser Fisch aus dem See kommt. Diese außerirdischen Fische gaben den Menschen einst die Zivilisation und Gefühle, Wissen und so. Das ist, woher wir gekommen sind. Wegen diesen außerirdischen Fischen. Aber es ist sehr gut und macht Spaß.


Edguy haben ja auch schon einen Song von euch gecovert. Das war "The Spirit". Was bedeutet dir das?

Oh, nur nicht diese Version von The Spirit!!! Frag mich nicht darüber!!! (lacht). Nein, nein. Es war in Ordnung. Er hat die Erlaubnis von Tony erhalten, welche du dafür brauchst, aber nicht immer kriegst. Aber Tobias hat gefragt und es war okay. Ich meine, dass ist eine knackige Version. Ich besitze sie und finde sie sehr gut. Er singt sie ein wenig anders als ich. Aber es ist eine sehr gute Version.


Denkst du, dass es auch Edguy-Fans gibt, die Magnum erst durch diese entdecken?

Ja, das ist etwas, was hoffentlich passiert und hoffentlich auch in den nächsten 10 Jahren immer wieder passieren wird. Ich meine, wenn ich mit Tobias Sammet an Avantasia arbeite hat das zwei Seiten. Magnum-Fans entdecken dadurch Edguy und umgekehrt. Und so gewinnen beide aus dieser Zusammenarbeit.


Letztes Mal hier im Z7 hast du erzählt, dass du im Herbst gerne auf Solotour gehen würdest. Was ist aus diesen Plänen geworden?

Mein Soloalbum wird im September erscheinen. Ich habe es in Deutschland aufgenommen habe.


Das ist das Album, von welchem Frontiers Records bereits sei Januar jedem erzählt, dass dein Soloalbum bald erscheinen wird.

Ja, es wird jetzt im September erscheinen, denke ich. Es wurde von Magnus Karlsson (ev. derjenige, welcher neu bei Primal Fear Gitarre spielt) geschrieben und produziert von Pink Cream 69 Bassisten Dennis Ward. Ich habe es bereits gehört und es klingt wirklich toll. Ich werde aber sehen, was sich im Herbst machen lässt. Natürlich würde ich gerne Solo touren. Ich mache das vor allem für Magnum, weil das natürlich auch Werbung für sie ist. Aber auch da muss ich mit den Terminen schauen. Ich meine, wenn die Leute von mir hören, nehmen sie automatisch auch Magnum war. Ich bin ja schließlich deren Sänger. Und es ist auch wahrscheinlich ein ähnliches Publikum. Aber du musst schon Platz dazwischen lassen, damit es die Leute auch wahrnehmen. Und auch Zeit, weil ich es sonst nicht durchhalten würde. Ich hoffe auch ein paar Akkustik-Konzerte geben zu können. Es gibt da eine Band namens Million, welche interessiert ist mit mir etwas zu machen. Es wäre nett mit denen zusammen im Herbst auf Tour zu gehen.


Du schreibst ja weder die Musik noch die Texte für deine Soloalben?

Ich habe noch nie in meinem Leben einen Song geschrieben.


Wieso nicht?

Ich weis nicht. Es gibt Leute, die können Songs schreiben, ich nicht. Ich bin ein Sänger. Aber ich arbeite mit guten Songschreibern und ich bin glücklich genug diese Möglichkeit zu haben. Das ist für mich mehr als in Ordnung.


Verstehst du denn die Texte, die du singst?

Ja, außer sie sind auf Schwedisch oder so... Nein, eigentlich verstehe ich die Texte immer. Ab und zu wechsle ich ein oder zwei Wörter aus, um es besser singen zu können oder um es grammatisch korrekter zu machen. Ich bin in Englisch ziemlich gut, da ich ja damit aufgewachsen bin. Es kommt vor, dass ich einzelne Wörter auswechsle, damit die Songs für MICH Sinn machen. Weil wenn es für mich keinen Sinn macht, wie sollte es dann für die Zuhörer Sinn machen? Ich meine, ich singe das ja dann. Aber das kommt nicht sehr oft vor. Für gewöhnlich akzeptiere ich die Texte so wie sie sind. Aber ich schaue schon darauf, dass die Songwriter das schreiben, was ich auch selber mag. Weil schließlich wird da ja auch mein Name drauf stehen. Und das muss ich schon noch kontrollieren. (lacht) Aber das geht ziemlich gut. Und ich bin in einer glücklichen Lage, denke ich. Und ich werde es auch weiterhin tun. Das neue Album heißt "Immortal" und ist ein gutes Album. Ich hoffe, dass ich es gut promoten kann, wann immer es möglich ist.


Ihr habt Mark V Stuart hier auf Tour?

Ja, Mark, unser Tourmanager und Soundmischer.
Magnum Bob Catley



Günti: Mark startete ja als Mark Stanway?s (Keyboarder) Techniker und machte den Bühnenmix. Später wurde er regulärer Mischer und heute ist er auch euer Tourmanager. Er nahm auch alle eure neueren Alben auf? Er gehört also auch zur Magnum-Familie, nehme ich an?

Ja, das ist so. Ich wüsste auch nicht, was wir tun sollten, wenn er uns verlassen würde. Ja, aber grundsätzlich gehört jeder, der mit uns arbeitet zur Magnum Familie. Weil nur so, kann man auch arbeiten. Du musst den Leuten vertrauen können. Wir sind sehr gute Freunde geworden. Ähnlich wie eine Familie, schon. Ich denke "Magnum-Familie" ist eine sehr schöne Art, das zu beschreiben.


Roger: Wir sind ja hier in der Schweiz, und darum auch eine typische Schweizer Frage.

Eine typische Schweizer Frage? Kann ich jodeln? (jodelt)


Das wäre natürlich auch eine gute Frage. Aber meine Frage geht in Richtung Krokus.

Krokus? Ich habe schon lange nichts mehr von denen gehört.


Ich wart mit denen in den 80er Jahren auf Tour.

Ja, wir haben für die eröffnet. Es war lustig. Weil wir mit denen eine Art Wettbewerb hatten, wer von uns die höhere Chartposition erreichen würde. Und wir haben gewonnen (lacht) Wir als Supportband. Wir fanden es cool, mit denen auf Tour zu gehen und es war toll. Aber unser Album hat ihres überholt. Ich habe das Jahr vergessen. Das war 1982 oder so. Es war zumindest in den frühen 80er Jahren. Ist wirklich schon lange her. Krokus? Die habe ich seit?keine Ahnung wie lange nicht mehr getroffen. Ich kenne noch eine andere Schweizer Band: Gotthard. Die kommen doch von hier?


Ja, Gotthard sind Schweizer.

Gotthard, dann habe ich recht. Ich kenne die besser als Krokus und ihren Manager Frank.


Günti: Ihr wart ja mal zusammen auf Tour und u.a. im Volkshaus in Zürich.

Ja, da haben wir vor langer Zeit mal zusammen gespielt. Die haben da für uns eröffnet. Das ist lange her. Die würden das heute nicht mehr tun. Heute wäre es wahrscheinlich umgekehrt.


Roger: Ja, in der Schweiz werden die mittlerweile größer als Magnum sein.

Ja, in der Schweiz. Aber auch in Deutschland. Das ist mittlerweile eine bekannte Band. Vielleicht auch in Österreich. Ja ich kenne sie. Und auch meine Managerin Annie kennt sie, speziell deren Manager Frank. Es ist nett hier zu sein. Wir kommen mit sehr vielen Bands rund um die Welt gut aus. (sinniert)


Ich habe gelesen, dass ihr bereits begonnen habt, an einem neuen Magnum-Album zu schreiben.

Ja, Toni hat bereits damit begonnen. Er musste aber damit kurz stoppen. Er hat bereits 15 Lieder geschrieben. Es waren ursprünglich noch mehr, aber davon haben wir jetzt 15 ausgesucht. Und an diesen werden wir jetzt arbeiten. Ob alle 15 auf dem Album landen werden, weis ich noch nicht, aber 15 werden aufgenommen. Wir werden jetzt noch an den Tempi arbeiten und danach mit dem Aufnehmen beginnen. Wir haben den Schlagzeuger Harry James von Thunder auf dem Album und auch auf Tour und es wird wohl großartig. Ich kann dir noch nicht viel darüber erzählen, weil wir insgesamt noch nicht sehr weit fortgeschritten sind. Und du wirst mich jetzt sicher Fragen, wann es rauskommen wird? Also sicher erst im nächsten Jahr. (lacht) Das hängt auch von unserer Plattenfirma ab. Ich werde nicht immer bei den Aufnahmen dabei sein, weil ich im Sommer auch noch die Avantasia Sache mit Tobias Sammet mache. Und auch Magnum haben ein paar Festivals in Deutschland. Also in Unterempfenbach, keine Ahnung wo das ist. Und auch in Tuttlingen, das weis ich, wo es liegt. Das ist in Nähe, wo ich mein Sollalbum aufgenommen habe. Aber danach werden wir es wohl fertig aufnehmen.


Kommen wir zur wirklich letzten Frage: Kannst du jodeln?

(jodelt) Oh, der Busfahrer schläft. Hoffentlich habe ich ihn nicht geweckt. Also wie du hörst, kann ich es nicht.



 
 
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