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Interview: Pagan’s Mind
 
Pagan’s Mind - Nils K. RueProgressiver Metal gehört nicht zu den allgemeinen norwegischen Exportschlagern. Umso erfreulicher ist es, dass mit Pagan’s Mind bereits seit über 10 Jahren eine solche Band ihre Vision des fortschreitenden Stahls verfolgt. Die Qualität der Songs hat dabei stetig zugenommen. Die bisherige Krönung dieser Arbeit stellt die gemeinsame Tour mit Symphony X dar. Hier präsentierten während einer beachtliche Spielzeit was in ihnen steckt und verhalfen ihren Songs zu ungeahnten Live-Vollendung. Vor dem Konzert nahm sich Sänger Nils K. Rue Zeit, mir Fragen zum neuen Album HEAVENLY ECSTASY zu beantworten. Außerdem nahm er kein Blatt vor den Mund, wenn es um das umtriebige Symphony X-Management und ihre merkwürdigen Regeln ging.

Datum:
 R.W., 20.10.2011

Wir fragten...
 Hallo Nils. Wie geht’s?

Nils: Mir geht es gut. Heute ist das letzte Konzert der Tour mit Symphony X und morgen gehen wir wieder nach Hause.


Ihr geht morgen nach Hause?

Ja.


Wer wird dann die letzten Shows noch supporten?

DGM.


Also nur DGM.

Ja, ich denke das ist so. Aber ich weiß nicht, ob es da dann noch regionale Bands geben wird, die ebenfalls spielen werden. Aber es sind sowieso nur noch ein paar wenige Tage.


Wie war die Tour bisher?

Sie war sehr gut. Auch wenn es auch ein paar negative Aspekte gab. Vor ein paar Jahren waren wir als Vorband von Sonata Arctica dabei, welche mehr Leute vor die Bühne brachten. Und einige der Einschränkungen, welche das Management von Symphony X durchgegeben hat, in Form einem Verbot, unser Back und unsere Sidedrops aufzustellen, und der Weisung, uns nicht das volle Licht zu geben und solche Sachen, hat einiges an Ärger verursacht. Und auch dem Klima zwischen den Bands geschadet.


Okay. Ich habe aber vorhin in der Halle gesehen, dass das Banner von DGM hängt.

Das ist der erste Abend, wo wir unsere Backrops aufhängen dürfen. Das ist etwas, dass ich Kindergarten-Gehabe nenne.


Und es kam vom Management und nicht von der Band?

Nein, die Band besteht aus sehr tollen, coolen Leuten. Die sind sehr, sehr nett. Die Einschränkungen kamen vom Management. Vom Tourmanager. Ich weiß nicht, wieso sie diese Einschränkungen eingeführt haben. Wir waren auf früheren Tourneen schon Vorband von sehr vielen, verschiedenen Bands, und das war nie ein Problem.


Schräg.

Schräg. Womöglich hängt es mit einem gewissen Ego zusammen.


Also halt ein Amerikanisches Management.

Ja, es ist halt ein Amerikanisches Management, mit einer amerikanischen Attitüde.


Die sind es nicht gewohnt, in Europa zu sein, und kennen unsere Sitten nicht.

Nein.


Ich hörte, dass ihr eine Headliner-Tour in den Vereinigten Staaten gespielt habt, in diesem Jahr. Stimmt das?

Es gab Gespräche darüber, dies nächstes Jahr zu tun. Und hoffentlich wird das auch passieren. Wir haben eine Agentur in den Staaten, die uns wirklich gerne dort auf Tournee schicken würde. Das könnte toll werden. Möglicherweise sind Pagan’s Mind jetzt bereit, eigene Headliner-Tourneen zu spielen. Ich denke nicht, dass wir noch oft als Vorband mitgehen werden. Natürlich mit Ausnahme, wenn Iron Maiden an die Türen klopfen und uns fragen würden. Aber ich denke, eine Headliner-Tour ist die bessere Art, um die Band zu promoten.


Also würdet ihr in den U.S.A. eine Headliner-Tournee spielen?

Ja schon.


Habt ihr bereits vorher schon mal dort gespielt?

Ja, wir haben dort bereits am Progpower-Festival in Atlanta gespielt. Wir waren da bereits drei Mal. Außerdem waren wir drüben auf Tour mit Sonata Arctica. Und wir haben da auch schon verschiedene Konzerte als Headliner gespielt, welche von derselben Agentur arrangiert wurden, über welche wir vorher gesprochen haben. Er ist ein sehr netter Typ.


Er muss ein großer Prog-Fan sein.

Ja, das ist er.


Beleuchten wir ein wenig eure Bandgeschichte. Kurz nach der Gründung von Pagan’s Mind, hattet ihr bereits einen Plattenvertrag. Wie kam das so schnell zu stande?

Das war dank einem Reakteur des größten Heavy-Metal Magazins in Norwegen, welcher ebenfalls ein kleines Label besaß. Also wurden wir von ihm als Pagan’s Mind unter Vertrag genommen, weil er unsere frühere Band mochte. Diese hieß Silver Spoon. Und etwa ein Jahr später kam auf diesem Label unser erstes Album INFINITY DIVINE raus. Das Label hieß Facefront. Und ein Jahr danach kamen wir zu Limb-Music in Deutschland und heute sind wir bei SPV.


Also war er es, der den ersten Vertrag euch angeboten hat?

Ja, den ersten.


War es auch er, welche euch zur New Wave of Norwegion Progressiv Power Metal (NWoNPPM) gezählt hat?

Ich denke, der Begriff wurde so nebenbei kreiert. Diese Bezeichnung kam vor vier oder fünf Jahren auf, als die Leute angefangen haben, über die New Wave of Norwegion Prog-Metal zu reden.


Welche Bands zählen denn noch dazu? Triosphere?

Ja, zum Beispiel Triosphere. Wobei die vielleicht noch ein wenig direkteren Heavy Metal spielen. Aber natürlich zählen da Circus Maximus dazu und (überlegt lange)…


Wig Wam wären dafür wohl zu rock’n’rollig…

Ja, das sind Glamrocker. Die werden nicht zu diesem Genre gezählt.


Was für weitere norwegische Prog-Metal-Bands gibt es noch?

Trivial Act. Conception. Aber das sind beides ältere Bands und uns. Wir haben diese Welle zwar nicht gestartet, aber wir haben vielleicht dieser Musikrichtung neues Leben eingehaucht.


Vielleicht noch Kamelot, aber auch die nicht wirklich.

Das ist eine amerikanische Band mit einem norwegischen Sänger.


Auf einem eurer ersten Alben hat Gus G. ein Gitarren-Solo beigesteuert.

Ja, das war auf dem Re-Release des ersten Albums. Er hat ein Solo auf einem Cover gespielt. Das war King Diamonds „At The Graves“. Und da hat er uns ein Solo eingespielt. Ebenfalls Glenn Glover, der mal King Diamond und mal bei Megadeth gespielt hatte. Und Gus G. hat den letzten Teil des Solos gespielt, was natürlich auch das schönste Soli war.


Also war es für dich klar, dass Gus G. das Zeug zum neuen Ozzy-Gitarrist hat.

Ja schon. Und Gus G. hat wirklich sehr hart an seiner Karriere gearbeitet. Er ist sehr strukturiert vorgegangen und er hat den Posten auch wirklich verdient.


Seit eurer Gründung habt ihr nie Mitglieder ausgetauscht.

Ja, das stimmt. Wir hatten mal einen zweiten Gitarristen auf den ersten beiden Alben. Er ist aber an Krebs gestorben. Das war sehr traurig. Wir füllen nun seine Lücke, in dem wir die Gitarre und das Keyboard gut aufeinander abstimmen.


Ihr hattet also nie solche Streitigkeiten, dass jemand kurz davor war, die Band zu verlassen?

Nein, nie wirklich.


Sehr nett.

Ja schon. Und es ist zudem sehr selten.


Ja, und ihr seid jetzt bereits seit über 10 Jahren zusammen.

Wir sind nun wie ein sehr lange verheiratetes Paar. Wir bekämpfen uns die ganze Zeit (lacht).


Das klingt so, als hättet ihr euch bereits vor der Bandgründung sehr gut gekannt?

Also ich uns Stian der Schlagzeuger, und der Gitarrist Thorsten hatten bereits in dieser Vorgängerband Silver Spoon zusammen gespielt. Wir kommen alle aus derselben Stadt und wir haben Jorn, Ronny und Steinar ebenfalls gekannt. Aber wir waren damals noch keine engen Freunde. Aber als sie dann der Band beigetreten sind, wurden wir enge Freunde.


Welche Stadt war das? Oslo?

Es ist Skien. Das ist eine Industriestadt, 1 ½ Stunden von Oslo entfernt. Sie liegt sehr zentral. Aber Ronny und Steiner sind sehr weit oben in Norwegen geboren und aufgewachsen, wo alle diese verrückten Sachen passieren. Das sind die verrücktesten Leute in der Band (lacht).


Okay. Die haben zu viel Dunkelheit abgekriegt.

Ja, zu viel Dunkelheit und zu viele Titten.


Kommen wir zum neuen Album. Das erste das dabei auffällt ist das Album-Cover. Es ist zum ersten Mal nicht in blauen Farben gehalten. Wieso habt ihr diesmal rot gewählt?

Das war das Ergebnis von langen Diskussionen, welche wir in der Band hatten (lacht).Wie immer. Um politisch korrekt zu antworten, war es so, dass ich diesmal keine Zeit hatte. Wir mussten da eine Lösung finden und sind jetzt sehr glücklich mit dem Ergebnis. Da wir unseren Sound ein wenig verändert haben, wollten wir auch das visuelle ein wenig ändern.


Habe ich das richtig verstanden, dass du bisher immer die Cover gestaltet hast?

Ja, das ist so. Ich habe bisher alle Covers gemacht.


Also bist du ein professioneller Designer?

Ja.


Weil die Covers sehen ja sehr professionell aus.

Nils: Danke vielmals. Ich arbeite nun seit 16 Jahren in dieser einen Werbefirma.
Tourmanager: Es ist ebenfalls wichtig, dass das Cover auch diesmal auf Nils Ideen basiert.
Nils: Aber ich war zufrieden mit dem Resultat. Es war entspannend zu wissen, dass diese Arbeit getan wird. Weil ich sehr beschäftigt war mit den Aufnahmen und dem Album-Mix.


Ihr habt ja nach wie vor diese Frau auf dem Cover.

Ja, dieser weibliche Aspekt ist wichtig für mich. Ich weiß nicht wieso. Der weibliche Körper ist ein Symbol, welches in der Kunst über tausende von Jahren immer wieder verwendet wurde. Er ist ein sehr starkes Symbol und es zieht die Blicke auf sich. Es ist tatsächlich der stärkste Werbetrick, den man haben kann. Pack eine Frau drauf, und die Leute werden es anschauen. Und es kommt dabei nicht mal drauf an, ob du einen Mann oder eine Frau bist.


Auf euren Covern sind diese Frauen immer nackt.

Ja, die sehen nackt auch besser aus.


Ja.

Die meisten jedenfalls (lacht).


Brüste wirken schöner, wenn sie nackt sind.

Ja, das tun sie. Brüste sind gut!


Der Album-Titel HEAVEN ECSTASY kann provozieren. Was bedeutet der Titel für dich?

Er besitzt verschiedene Bedeutungen und er ist zugleich mysteriös. Es ist ein toller Titel, weil er die Leute mit dem Thema Orgasmus provoziert. Da wird natürlich die sexy-Seite des Titels angesprochen. Er provoziert die Leute wegen dem Wort „Ecstasy“, was ja eine Droge ist. Der Titel kann aber auch eine außerkörperliche Erfahrung andeuten. Weit oben im Himmel von Engeln umgeben. Es steht sogar in der Bibel, dass du während dem Sex näher bei Gott bist, denn je zuvor. Näher kann man ihm nicht kommen. Sex zu haben mit einer anderen Person. Sex zu haben, ist also etwas göttliches. Es kommt von Gott, oder von wem auch immer all das hier erschaffen hat.


Okay, ich werde dieses Interview an den Papst senden.

(lacht laut auf) Und wir werden ihm unsere Platten verkaufen.


Vielleicht wird er dann ja seine Meinung zum Thema Sex ändern. Weißt du, wo das in der Bibel genau geschrieben steht?

Nein, ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Ich muss sogar zugeben, dass ich die Bibel nicht gelesen habe. Aber ich weiß, dass das da drin steht.


Pagan’s Mind geben sehr viel Wert auf das Schreiben der Melodien.

Weißt du, Musik ist Melodie. Es ist natürlich auch Rhythmus. Aber für mich und die andern Jungs haben Melodien immer die wichtigste Rolle gespielt. Musik muss für mich wirklich melodisch sein. Auf den letzten Alben haben wir uns verstärkt auf diesen Aspekt konzentriert. Und dank den Melodien findet man auch schneller Zugang zur Musik.

Natürlich. Die Leute mögen Melodien. Wenn man sich die größten Bands der Geschichte anschaut, stellt man fest, dass diese sehr viele Melodien haben.


Ihr konstruiert eure Lieder auf Flip Charts. Also genau so, wie es auch Dream Theater tun.

Ja, ab und zu tun wir das. Es ist zum Teil wie in einer Universität, wenn wir unsere Songs schreiben. Wir dirigieren das. Aber alle machen da mit und geben ihre Ideen ein. Es ist für uns ein Werkzeug, um die Dinge zusammen zu fügen. Wenn du strukturiert vorgehst, gewinnst du auch Zeit, und verlierst weniger.


ihr schreibt ebenfalls, dass ihr 80 Prozent eurer Riffs wieder wegschmeißt.

Ich denke, wir sind sehr, sehr heikel, wenn es darum geht, was wir verwenden und was nicht. Es ist kein Problem, ein Riff auf der Gitarre zu spielen. Aber das heißt nicht, dass es automatisch auch gut ist. Es ist dasselbe, wie wenn du ein Bild malen möchtest. Man malt ebenfalls vorher Skizzen bevor man sich ans Original macht. Und da fallen dann auch Ideen wieder weg. So entsteht bei uns die Musik.


Wie schwer ist es denn, die passenden Texte zu schreiben, wenn es so hart ist, die richtigen Riffs zu finden?

Zu aller erst komponieren wir die Musik und alle Melodien, und das letzte was wir schreiben, sind die Lyrics. Als Schreiber der Texte möchte ich zuerst die Musik in mir drinnen fühlen können. Ich möchte die Stimmung erfassen, bevor ich die Texte schreibe. Weil diese auch zur Musik passen sollten. Und diese können mir in meinen Träumen erscheinen, oder wen ich total betrunken bin, oder mitten am Tag während des Mittagessens. Wann auch immer. Vielleicht auch beim Schauen eines Filmes, beim Lesen eines Buches oder beim Musikhören, die kommen dann einfach.


Hast du ein Notizheft dabei, wo du immer deine Ideen reinschreibst?

Ja, ich habe ein Notizbuch bei mir, wo ich die Ideen reinschreibe. Zum Teil sind das auch nur einzelne Worte, auf denen ich die Texte dann aufbauen kann.


Einer eurer hervorragendsten Songs ist kein eigener, sondern David Bowies „Hallo Spaceboy“.

Der für sich ist eine Art kleine Erfolgsgeschichte. Weil die Leute immer durchdrehen, wenn wir dieses Lied Live spielen.


Es ist unglaublich, wie du bei dem Song deine Stimme einbringst.

Das ist wirklich lustig. Weil wir haben sogar eine E-Mail von David Bowie persönlich erhalten. Wir mussten bei seinem Management anfragen, ob wir seinen Song überhaupt verwenden dürfen. Die haben dann gesagt: „Ja, ihr dürft den Song aufnehmen. Aber wir möchten vor einer möglichen Veröffentlichung zuerst den Song hören“. Und dann hat ihn David Bowie gehört und uns zurückgeschrieben. Er meinte: „Jungs, das ist die beste Cover-Version, die ich jemals von diesem Song gehört habe.“ Das ist cool, so was von diesem fantastischen Musiker zu hören.


Da habt ihr euch wahrscheinlich wie Könige gefühlt?

Ja.


Wie schwer war es denn, für diesen Song ein eigenes Arrangement zu machen?

Hm… Seine eigene Version ist ziemlich abgespaced und unterscheidet sich ziemlich von unserer. Wir kamen auf die Idee, den Song zu covern, als wir von Bowie eine Live-DVD aus einem kleinen Club in London geschaut haben. Er hatte da diese Bassistin dabei. Als er das da gespielt hat, war der Songs viel Rock’n’Rolliger als auf dem Album. Der hat wirklich Arsch getreten. Wir haben damals darüber gesprochen, einen bekannten Song auf diesem Album zu covern. Die typischen Iron Maiden oder Metallica-Covers waren für uns aber nicht kreativ genug. Also haben wir uns vorgenommen, nach einem Pop-Song oder sonst was ganz anderem Ausschau zu halten. Und ich denke, dass die Idee mit „Hallo Spaceboy“ sehr gelungen ist.


Kommen wir zum Live-Album, welches er kürzlich raus gekommen ist. Ihr habt das, wie bereits Kamelot, im Rockefeller in Oslo aufgenommen.

Ja, es ist toll, dass in seiner Heimatstadt aufzunehmen.


Also ist Oslo deine Heimatstadt?

Ja, eine Art. Vor allem musikalisch.


Habt ihr denn euren Übungsraum dort?

Nein. Wir haben unseren Übungsraum in unserer Heimatstadt. Aber wir reisen oft nach Oslo. Wir mögen es, in Oslo zu spielen und haben viele Fans dort.


Also war es ziemlich speziell für euch, die DVD dort aufzunehmen?

Ja, absolut.


Ihr habt dieses Live-Album nicht über euer reguläres Plattenlabel raus gebracht. Ich habe gehört, dass ihr da nicht in allen Punkten mit eurem Label einverstanden wart. Was war es genau?

Das ist eine schwierige Frage. Weil wir uns entschieden hatten, unser eigenes Label zu gründen. Das Live-Album hat jetzt ein norwegisches Label raus gebracht. Wir sind aber nicht zufrieden mit der Arbeit, welche diese gemacht haben. Es ist viel zu viel Stress, wenn du als Band Songs schreiben, diese spielen und gleichzeitig noch eine Plattenfirma führen willst. Es ist ein Geschäft dass braucht… ich weiß nicht…


Es bedeutet einen Vollzeitjob?

Ja, es braucht einen Vollzeitjob. Es war cool, dass mal so durchzuziehen, und wir haben auch ein paar CDs verkauft. Aber es war zu viel Arbeit, es raus zu bringen. Aber egal, wir haben jetzt unsere eigene Plattenfirma, und es ist jetzt alles legal und es fließt kein Schwarzgeld mehr. Wir tun es jetzt legal.


Also sind Pagan’s Mind jetzt eine Firma.

Wir sind eine Firma.


Du hast mal gesagt, dass ihr mit der Band noch nicht dort seit, wo ihr gerne hin wollt. Wo wollt ihr mit der Band hin? Große Headliner-Shows?

Natürlich. Wir tun das jetzt seit 10 Jahren. Und ich weiß, dass viele Bands 20 Jahre lang kämpfen. Wie zum Beispiel Symphony X. Die sind jetzt seit 20 Jahren dabei und die haben uns erzählt, dass sie es erst im letzten Jahr geschafft haben, von der Musik zu leben. Es ist ein langer und harter Weg. Ich rede nicht darüber, aufzugeben. Aber man will natürlich immer zuoberst sein. Egal, ob man heute schon sehr viel Spaß damit hat.


Ihr werden daneben auch noch eure Vollzeitjobs haben.

Ja, das haben wir. Aber unsere Chefs lassen uns auf Tour gehen und alles. Darum gibt es da keine Probleme.


Das sind dann nicht bezahlte Ferien?

In Norwegen hast du fünf Wochen bezahlte Ferien. Also geht bei uns sehr viel Zeit für die Tourneen drauf. Wir nehmen auch zusätzlich unbezahlte Ferien.


Und was sagen eure Frauen dazu?

Unsere Frauen? Ich denke, das hat sich in letzter Zeit sehr gut raus gearbeitet.


Keine Probleme?

Nein, das hat sich mit den Jahren gelegt.


Ihr spielt nicht jeden Abend dieselben Songs?

Wir wechseln ein Bisschen von Show zu Show. Weil das sehr inspirierend ist. Es würde uns langweilen, über so viele Tage, jeden Abend dasselbe Set zu spielen. Es ist eine gute Sache, um dich musikalisch fit zu halten.


Auf was habt ihr euch bezüglich der Setliste heute geachtet?

Das Z7 ist der beste Ort, an dem wir auf dieser Tour spielen. Vielleicht zusammen mit Milano, welches ebenfalls sehr gut ist. Diese Bühne besitzt einen Stadion-Sound. Heute werden wir wahrscheinlich einen Song wie „Live your Life like a Dream“ spielen. Welcher sehr episch ist.


Wir sind am Ende des Interviews. Was möchtest du deinen Fans noch sagen?

Die Schweiz ist ein sehr nettes Land, um hier zu spielen. Die Leute sind sehr freundlich. Aber neben diesen Worten: Seit freundlich zu einander, trinkt und fährt nicht zusammen, und unterstützt Kunst, Musik und die Liebe. Was auch immer gut zum Leben ist.


 
 
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