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Interview: Samael
 
SamaelDie Schweiz wird nicht in erster Linie mit dem Begriff Black Metal in Verbindung gebracht. Zu unrecht, wie Szenegrößen à la Celtic Frost und Samael eindrücklich beweisen. Letztere musizieren seit 1987 und klingen dabei gar nicht typisch nach Black Metal. Mit elektronischen Spielereien führten sie das Genre in den 90er Jahren sogar in neue, ungeahnte Sphären. Trotzdem war der Metal immer präsent. Besonders auf den neueren Alben wie das in diesem Frühling veröffentlichte LUX MUNDI. Wir trafen Sänger und Gitarrist Vorph (Vorphalack) um mit ihm über Spiritualität, gute Musik und über das neue Album zu sprechen.

Datum:
 R.W., 11.11.2011

Wir fragten...
 Hallo Vorph. Wie habt ihr die Bands von heute zusammengesucht?

Vorph: Eigentlich sind es nicht wir, die die Bands zusammen gestellt haben, sondern die Agentur. Das sind Maxim-Production, eine polnische Agentur. Wir sind vor ein paar Jahren bereits schon einmal mit Keep Of Kalessin getourt. Das war eine großartige Tournee. Und so sind wir glücklich, sie auch diesmal dabei zu haben.


Reist ihr den alle in diesem Bus?

Ja, zwei Bands teilen sich diesen Bus. Die andern Bands reisen für sich selbst.


Wie ist die Stimmung untereinander?

Wir verstehen uns gut. Es gibt fast keine Privatsphäre. Aber jeder versteht es, dass er seine Bedürfnisse ein wenig dem Ganzen unterordnen muss. Und alles geht gut.


Kommen wir zum neuen Album. Ich habe gehört, dass ihr beim Komponieren dieses Albums überhaupt keinen Druck verspürt habt.

Ja, das stimmt. Wir haben unsere eigene Plattenfirma. Wir verkaufen nur Lizenzen an Nuclear Blast und an den Musikvertrieb. Es ist also nicht so, dass wir etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt abliefern müssen. Wenn wir fertig sind, sind wir fertig. Wir wollen uns auch die nötige Zeit zum Schreiben der Songs nehmen. Wir haben gar nicht so viel Zeit im Studio verbracht. Ich denke, die längste Studio-Session, welche wir hatten, war bei SOLAR SOUL. Aber diesmal waren wir besser vorbereitet. Und als alles richtig vorbereitet war, sind wir ins Studio gegangen. Wir hatten diesmal nicht verschiedene Sessions. Bei SOLAR SOUL waren wir über ein Jahr im Studio. Nicht konstant, aber immer wieder. Da haben wir mal ein wenig aufgenommen und später wieder. Dieses Mal waren wir mehr fokussiert.


Hattet ihr diesmal einen Zeitplan?

Nicht wirklich. Wir haben einfach Song für Song aufgenommen. Als wir genug Songs hatten, wussten wir, dass das Album fertig war. Aber wir haben uns nicht vorgenommen, dass es ein 10 Song-Album oder ein 12-Song-Album werden sollte. Das war nicht geplant. Wir hatten genug Songs. Und wir wollten nichts als Bonus-Tracks nutzen. Denn heute wirst du immer wieder von den Plattenfirmen gefragt, ob du nicht etwas zurückhalten kannst, oder etwas Extra. Wir wollten alles auf dem Album haben.


Bonus-Tracks sind ja etwas, was man generell für die Plattenfirma haben sollte.

Naja, man ist dazu nicht verpflichtet. Aber sie fragen danach. Wir werden aber zum Beispiel nicht in Japan released. Ich weiß, dass wir denen zusätzlich etwas spezielles bieten müssten, wenn wir in Japan raus kommen würden. Das ist so, weil ansonsten die meisten die billigeren Importe kaufen. Aber das war nie eine Option für uns. Das Digipack unterscheidet sich von der normalen CD. Aber darauf gibt es keine Bonus-Tracks zu hören.


Mit den vielen Orchester-Sachen erinnert es mich ein Bisschen an Dimu Borgir. Dimu Borgir haben ja dieses böse Image, welches Samael nicht haben.

Ja schon. Wobei das Image nicht etwas ist, was wir wirklich kontrollieren. Wir haben zwar definitiv bei der Gründung der Band in etwa diese böse Richtung gesetzt. Aber danach hat es sich einfach immer weiterentwickelt. Es ist aber nicht etwas, über das wir ständig nachdenken. Und es gibt immer noch Leute, die denken, wir wären wie vor 20 Jahren. Das stört uns nicht. Aber ich denke, dass sich unsere Musik entwickelt hat. Und wir haben das als Personen ebenfalls. Die Musik ist eine Art Reflexion von dem, was wir im Moment sind.


Also müsst ihr auch nicht böse sein?

Ich weiß nicht einmal, was es heißt, böse zu sein. Was ist das? Es ist mehr etwas, was andere über dich sagen würden. Du bezeichnest dich sicher nie selber als böse. In erster Linie. Zumindest denke ich das. Du bist eventuell ein Freidenker, und die Leute können auch mal nicht mit dir einverstanden sein. Deine Gedanken können ein wenig ungewöhnlich sein und sie sollten vielleicht nicht so sein, wie sie sind. Andere könnten das nun als böse anschauen. Aber ich glaube nicht wirklich ans Böse.


Dimu Borgir haben ihren eigenen Designer für die Bühnen-Kleider. Habt ihr das auch?

Ja, das habe ich sogar. Eine Lausannerin, welche mal ihre eigene Gothic- und Alternativ-Marke hatte,. designt meine Bühnenkleider. Sie macht das jetzt nicht mehr als Vollzeitjob. Sie tut es nur noch für einzelne Leute, welche sie kennt.


Cool. Das heißt du hast deine eigenen Kleider.

Ja. Natürlich habe ich das mit ihr auch angeschaut, was ich genau möchte. Sie hat etwas vorgeschlagen und ich hatte meine eigenen Ideen davon, was ich haben möchte. Also etwas, in welchem ich mich wohl fühle. Und sie hat dann das ganz designt.


Ich habe mich beim Hören eurer Musik gewundert. Denn normalerweise höre ich keinen Black-Metal. Aber bei euch habe ich den Zugang sofort gefunden. Gibt es schlicht ein universelles Gesetz für gute und schlechte Musik?

Das ist eine sehr gute Frage. Wir hatten diese Diskussion mal in der Band. Gibt es etwas, was wir als schlechte oder schlechte Musik bezeichnen können? Egal was Leute darüber denken könnten. Ich tendiere dazu, das zu glauben. Aber wir sind uns diesbezüglich in der Band nicht einig. Also kann ich hier nur meine eigene Meinung erzählen. Aber ich fühle, dass es Dinge gibt, die schlicht gut sind. Musikalisch ist es dann egal ob es sich nun um Rock, Pop, Electronic oder was auch immer handelt. Das gleiche auch für andere Dinge. Wenn es gut ist, dann kannst du fühlen, dass es etwas spezielles ist. Es packt dich sowieso. Es bringt dich weiter. Das ist es, was für mich die Musik sehr interessant macht. Die unerwarteten Schritte, die eine Band macht.


Ihr seid eine Black Metal Band. Gibt es einen Unterschied zwischen Spiritualität und Religion?

Ich denke, dass ist definitiv so. Spiritualität und Religion sind fast das Gegenteil. Religion ist ein Dogma, sie ist armetisch. Man folgt einem Buch. Es gibt Regeln, es gilt Dingen zu folgen. Es gibt keine Spiritualität in der Religion. Die Religionen mögen wohl zum Teil versuchen, an der Spiritualität anzuschließen. Aber die meiste Zeit ist etwas total unterschiedliches. Spiritualität ist eine Art Suche. Eine Suche nach einem besseren Leben oder für einem selber, damit man eine bessere Person wird. Was auch immer das für dich bedeutet. Weil wir wohl kaum dieselbe Vorstellung davon haben werden, was eine bessere Person genau ist. Für mich ist Spiritualität eine Suche. Eine Art immer währendes Ausschau halten nach etwas. Zuerst versucht man sich vorzustellen, was es genau ist, und dann versuchst du es irgendwie zu erreichen. Das ist zumindest, was ich darin sehe, und ich bin keine religiöse Person. Aber ich denke, ich habe eine Art Spiritualität.


Für die Liedtexte hast du sicher viel über Religion nachgedacht.

Ja, denn Religion ist ein Teil unserer Gesellschaft. Wir kommen ja aus dem Wallis, wo die Leute sehr katholisch sind. Wir hatten Religionsunterricht in der Schule, wir hatten Religion in allem, was wir taten. Und da gab es wohl etwas, was uns dazu gebracht hat, gegen sie zu schreiben. Speziell in der frühen Zeit der Band, also bei den ersten drei Alben. Und dann habe ich irgendwie realisiert, dass ich gar nicht dagegen kämpfen muss. Ich muss es nur ignorieren. Ich denke weiter als das. Aber ich kam zurück zur Idee auf diesem neuen Album. Mit Liedern wie "Antigod" oder "Let my People be". Ich wollte sagen, dass es nicht nur darum geht, dass wir gegen Religion zum Selbstwillen sind. Wir haben das hinter uns gelassen, und Religion existiert für uns deshalb nicht mehr. Sie ist immer noch ein Gesellschaftsproblem. Ich glaube nicht daran, dass ich das Ende der Religion in meinem Leben noch erleben werde. Weil die Leute dazu tendieren, etwas zu brauchen, an was sie sich in ihrem Leben halten können. Meine Religion ist für mich die Musik. Sie ist wirklich etwas wichtiges. Ich hätte ohne sie viel mehr Probleme, eine normales Leben führen zu können. Ohne Musik. Darum kann ich auch verstehen, dass man Kraft erhält, wenn man an etwas glaubt und betet. Aber das sollte eine Art freie Religion sein, wo es möglichst keine Regeln gibt. Und solange es keine Regeln gibt, stimmt es für mich. Aber da gibt es Gesetzte und Regeln in der Gesellschaft, welche du befolgen musst. Aber man sollte das nicht haben, um sich selber einzuschränken. Sondern frei denken können, worüber auch immer.


Du solltest also frei sein für deine eigene Spiritualität und nicht spirituell sein für die Religion?

Ich denke, dass Religion dazu tendiert, spezielle die katholische Religion, alles auf der Schuld aufzubauen. Sie wollen dich schuldig machen, damit du beginnst so zu handeln und zu denken wie alle andern. Und das ist es, mit dem sie spielen. Die wollen dich an ihre Regeln binden, dich an ihre Denkweise binden. Und das ist eine Schändung. Denn das macht die Leute als Menschen nur kleiner, als sie eigentlich sein könnten. Ich denke, wenn man jedem den nötigen Spielraum geben würde, würden wir ein besseres Leben führen.


Da ist was dran.

Ich denke so.


Und ihr macht die Musik ja nicht, um eure eigene Spiritualität und Religion anderen aufzuzwingen.

Wie ich bereits sagte. Es gibt ein paar Songs auf dem neuen Album, welche von Religion handeln. Aber da gibt es auch andere Themen. Ein Lied handelt vom Krieg, wir hatten bereits auf dem SOLARIS ein Lied mit dem Namen „Walkyris New Rise“. Religion ist nur etwas, wovon in irgendwann mal den Wunsch verspürte darüber zu singen. Es ist nichts, was ich bewusst und hauptsächlich schreiben möchte. Es passiert einfach. Und wenn du dich gerade mit einem gewissen Thema befasst, dann fließen diese auch in die Texte ein. Da gibt es aber auch andere Dinge. Für mich ist es auch so, dass ab dem Zeitpunkt, wo die Leute unser Album gekauft haben, es ihres ist. Die entscheiden, was das für sie bedeutet. Ich mache nur einen Schritt und die Käufer machen dann den nächsten. Diese Interaktion zwischen dem was du sagst und dem was die Leute verstehen ist sehr interessant.


Also habt ihr auch intensiven Kontakt mit den Fans, die euch per E-Mail zu den Lyrics schreiben?

Nicht wirklich per E-Mail. Aber wir haben einen Fanclub. Wir versuchen, einen engen Kontakt zu den Fans zu haben. Wir haben ein Forum, wo wir mit Fans chatten und wir haben viele auf Tour getroffen. Das ist immer schön. Ich mag unsere Fans wirklich. Weil die nie langweilig sind. Es macht immer Spaß mit ihnen. Wir sind glücklich darüber.


Ihr habt diese Freiheit in der Spiritualität aber ebenfalls eine gewisse künstlerische Freiheit in der Musik.

Wieso nicht? Solange du keine Produkt bist, das von jemandem anders designt wurde. Wenn du dein eigener Designer bist, kannst du tun, was immer du willst. Es dient dazu uns glücklich zu machen, und uns stolz auf unsere Arbeit zu machen. Und das passiert mit dem neuen Album. Wir sind sehr stolz darauf. Wir genießen es, diese Songs zu spielen. Heute Abend werden wir die Hälfte des Albums spielen, also sechs von zwölf. Wir würden sogar gerne noch mehr davon spielen, aber wir wissen, dass die Leute auch ein paar alte Sachen hören wollen. Also versuchen wir das Ganze ein wenig auszubalancieren. Aber das ist etwas, was uns antreibt, das weiter zu tun. Mit neuem Material zu kommen und etwas zu tun, was für uns aufregend ist.


Ich finde das sehr interessant. Weil in den 90er Jahren habt ihr euren Stil mit technoiden Sachen angereichert.

Ich denke, die Hauptveränderung, war 1996 mit dem PASSAGE-Album. Weil Xy vom Schlagzeug an die Keyboards gewechselt hat und wir darauf eine Schlagzeugmaschine genutzt haben. Und das war eine Art Turnout für die Band. Natürlich, wenn du mal eine Schlagzeugmaschine hast, fängst du an, mehr zu experimentieren mit Sounds. Weil du dann keinen wirklichen Schlagzeug-Sound mehr haben musst. Du kannst andere Arten von Lärm haben. Und als er dann am Keyboard war, hatte er mehr Optionen für Experimente offen. Und das ist der Weg, den wir schließlich gegangen sind.


Wie schwer war es denn, die Fans von diesem neuen Sound zu überzeugen?

Ich fühlte nicht, dass es hart war. Mir wurde gesagt, dass es wohl schwierig werden würde. Unsere damalige Plattenfirma war gegen diese Idee. Die kümmerte es weniger, was wir im Studio taten, aber Live dachten die, würde das niemals funktionieren. Aber es tat. Natürlich kommen bis heute Leute zu uns und fragen, wieso wir den keinen echten Schlagzeuger haben? Oder wann wirr wieder mit einem echten Schlagzeuger zusammenarbeiten? Oder wir nicht wieder zurück zu einem Schlagzeuger wechseln? Die möchten dann ihren alten Weg haben. Und wir sind nicht old-fashioned. Wir machen es halt einfach anders.


Das ist sehr sympathische und ein wenig wie Metallica, welche immer etwas gemacht haben, was niemand von ihnen erwartet hat.

Man will sich selber auch überraschen. Das ist es, was die Sache interessant macht. Wenn du fühlst, dass du es nur so machst, wie es alle anderen Bands tun, ist es nicht so spannend. Es ist einfach wie im Leben. Es ist dieses Gefühl, wenn du realisierst, dass du genau gleich wie alle anderen bist. Du brauchst etwas, das dich anders macht. Und danach suchen wir immer wieder als Band. Und ich denke, dass machen auch sehr viele Leute in ihrem eigenen Leben.


Ihr seid keine Band, welche ständig ihre Plattenfirma wechselt.

Wir hatten ein paar verschiedene Plattenfirma. Wir hatten unser erstes Album bei Osmos Production, welches ein französisches Label war. Wir waren damals die erste Veröffentlichung auf diesem Label. Dann waren wir für lange Zeit bei Century Media und hatten ein Album bei Regain, welches ein Schwedisches Label ist. Und jetzt sind wir bereits seit drei Alben bei Nuclear Blast. Ich weiß nicht, was als nächstes kommt. Ich mag die Arbeit mit Nuclear Blast irgendwie. Ich kann es nicht sicher sagen, aber wahrscheinlich werden wir den Vertrag mit ihnen verlängern. Weil das jetzt das letzte Album war, dass wir im Vertrag mit ihnen raus gebracht haben. Aber wie ich erwähnt habe, verkaufen wir Lizenzen, was eine andere Art von Vertrag ist. Wir tun immer noch exakt das, was wir wollen und liefern ihnen dann das ab. Die haben dann das Produkt für eine bestimmte Zeit, und dann kommt es wieder zu uns zurück. Was nicht dasselbe ist, was wir zum Beispiel mit Century Media hatten. Die haben das Produkt für immer. Es wird nie zu uns zurückkehren.


Nicht einmal nach 10 Jahren oder so?

Nein. Nach 10 Jahren haben wir eine Klausel, dass wir die Lieder noch einmal aufnehmen können.


Und vorher ist es euch nicht erlaubt, die Songs nochmals aufzunehmen?

Für das müssten wir eine spezielle Abmachung vereinbaren. Die würden dann von uns Geld erhalten, weil sie die Besitzer der Songs für diese Periode sind. Zurzeit denken wir darüber nach, bei Gelegenheit einige Lieder nochmals aufzunehmen. Nicht nur ein Album, vielleicht zwei oder drei verschiedene Alben. Wir denken da an CEREMONY, PASSAGE und ETERNAL. Ein paar Lieder von jedem dieser Alben nehmen, sie so erklingen zu lassen, wie heute und sie so vielleicht einmal herauszubringen. Aber ganz genau wissen wir das noch nicht. Es ist zurzeit noch nicht fest abgemacht. Wir sind da noch nicht sicher. Das Hauptaugenmerk ist im Moment definitiv das Live-Spielen.


Und ihr seid nach wie vor mit Nuclear Blast zufrieden?

Ja, weil die ihren Job gut machen und wissen wie es geht. Es ist bei ihnen ein Bisschen wie in einer großen Industrie mit ihren vielen Bands. Das ist das einzige Negative an unserer Situation. Wenn sie dein Album herausbringen, hängen die sich für ein paar Wochen richtig rein, und danach machen sie etwas anderes. Das Album ist dann für sie bereits wieder alt. Wenn du aber bei einem kleinen Label bist, dann werden sie sich um dein Album vielleicht ein Jahr lang kümmern, und immer noch daran interessiert sein. Das ist vielleicht das Schlechte an Nuclear Blast. Anderseits machen sie ihre Arbeit korrekt. Sie kümmern sich um die Werbung, wenn das Album raus kommt. Sie sorgen dafür, dass die Leute über das neue Album informiert werden. Und das ist es, was für uns wirklich zählt.


Ihr gehört zu einer der bekanntesten Schweizer Bands außerhalb unseres Landes. Fühlt ihr euch Verantwortlich für die Schweizer Metal-Szene?

Nicht wirklich. Für mich geht es aber auch nie um Orte. Ich habe das immer wieder betont. Einer unserer größten Einflüsse, als wir die Band gestartet haben, war Celtic Frost und Hellhammer. Und das waren sie nicht, weil sie aus der Schweiz kamen, sondern weil sie schlicht gut waren. Die haben es schlicht anders als alle anderen gemacht. Da gab es Venom, Batterie… Aber die hätten von jedem anderen Ort kommen können. Es war einfach nun mal so, dass Celtic Frost aus Zürich kamen. Aber für mich ist es nicht wichtig, woher eine Band kommt. Es kümmert mich nur, wie gut sie sind und wie sie mich ansprechen.


Ihr habt immer wieder auf Wacken gespielt.

Ja, wir waren ein paarmal da.


Vor ein paar Jahren, wart ihr da schon fast Headliner.

Es war aber nicht eine Headliner-Show. Wir haben da um 2:00 Uhr morgens gespielt. Wir haben da als Letzte gespielt, was aber nicht bedeutet, dass wir Headliner waren. Aber wir konnten dadurch ein paar Projektionen einbauen. Wir hatten ein paar Projektionen und das könnte es auch sein, wieso sie uns so spät spielen ließen. Wacken ist aber immer toll. Es ist ein Festival, welches über eine eigene Seele verfügt. Die mögen nicht immer das stärkte Billing haben, aber die Leute gehen dahin, egal welche Bands spielen. Es ist wie ein Pilgerort, eine Art Metal-Pilgerort.


Warst du da auch schon als Fan?

Nein, ich war noch nie dort als Fan. Aber wir haben da bereits vier oder fünfmal gespielt. Das erste Mal war es 1993. Es war damals noch nicht so groß, wie es heute ist. Ich erinnere mich, dass damals Doro Headliner war. Die hatten damals nur zwei Bühnen und wir haben im Zelt gespielt. Ich erinnere mich, dass es damals geregnet hat und so alle ins Zelt gekommen sind und es so ziemlich eng wurde. Es war wahrscheinlich das größte Konzert, welches wir damals gespielt haben. Es ist ein schönes Open-Air und wir erinnern uns gerne an jedes Konzert, welches wir dort gespielt haben.


Ihr werdet bis Ende Oktober auf dieser Tour sein.

Die letzte Show wird am 9. Oktober in Barcelona sein.


Was sind eure Pläne für die Zeit nach der Tournee?

Das weiß ich noch nicht. Wir haben dann noch ein Konzert in der Westschweiz Ende Oktober und danach haben wir keine Konzerte mehr geplant bis im Januar, wenn wir auf dieser Metal-Cruise mitfahren werden.


Oh, ihr spielt da ebenfalls?

Ja. Zusammen mit Coroner und Eluveitie. Da werden mindestens drei Schweizer Bands auf dem Boot spielen. Und ich habe gesehen, dass Cannibal Corpse bestätigt sind, Amorphis. Viele Bands, mit denen wir gut befreundet sind. Das wir sicher toll.


Ihr werdet eure Badesachen nicht vergessen dürfen.

Ich weiß nicht. Es wird dann Winter sein, aber dort ist es sicher heiß. Ich weiß nicht .Aber Hauptsächlich werden wir dort sein, um Musik zu spielen. Ich verhalte mich wirklich sehr seriös, wenn wir auf Tour sind. Ich möchte keine Tournee brauchen, um Ferien zu machen. Ich meine, wenn ich in die Ferien gehe, dann entscheide ich mich auch dafür. Wenn ich dagegen auf Tour gehe, konzentriere ich mich auf die Musik, die ich gut spielen möchte. Auf der Kreuzfahrt werden es aber nur zwei Konzerte von jeweils wahrscheinlich 50 oder 45 Minuten sein. Also werden wir versuchen, vielleicht zwei verschiedene Sets zu spielen. Damit die Leute, die uns zweimal schauen kommen, nicht dieselbe Show zweimal sehen.


Also sollten die 700000 Tons Of Metal ein Mix zwischen Arbeit und Urlaub werden.

Das schon. Aber ich muss immer auf meine Stimme achten. Wenn ich anfange zu trinken und richtig Party mache, dann neige ich dazu, viel und laut zu reden. Und das hat dann auch seine Konsequenzen. Ich werde versuchen, dass ein wenig zu vermeiden.


Ich wünsche dir viel Spaß und eine gute Zeit dort.




 
 
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