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Interview: Skew Siskin
 
Kurz zuvor Skew Siskin noch in Stuttgart live auf der Bühne erlebt, ließ sich Michael S. ein angebotenes telefonisches Interview mit Sängerin Nina C. Alice und Gitarrist Jim Voxx am 07.12.2007 nicht entgehen. Und es hat sich gelohnt, denn beide waren in richtiger Plauderlaune.

Datum:
 M.S., 07.12.2007

Wir fragten...
 Schön dass das mit dem Interview geklappt hat. Mir war eure Band gar kein Begriff, bis ich euch in Stuttgart als Vorband von Motörhead gesehen habe. Sagt doch mal allgemein was zur Band, vielleicht auch kurz die Geschichte.

Jim: Mit Unterbrechung gibt es uns seit 1992. Zwischendurch hatten wir drei größere Unterbrechungen, wobei ich die aktive Zeit der Band auf sechs Jahre begrenzen würde. Dazwischen haben wir mehrmals die Besetzung gewechselt und seit Ende des Winters diesen Jahren haben wir wieder neu angefangen.


Kann man euch zwei als Rückgrad der Band bezeichnen?

Jim: Wir sind zumindest von Anfang an dabei gewesen, die Besetzung am Bass und an den Drums hat sich immer wieder mal geändert.


Wenn man sich eure Biographie anschaut, dann fällt eure enge Verbindung zu Motörhead auf. Wie kam es denn dazu?

Jim: Als wir in Amerika getourt haben, hat Lemmy bei einer Radioshow unsere CD auf dem Tisch liegen sehen und auch noch ein Lied von uns gehört, das sie in dieser Sendung gespielt haben. Da hat er den DJ gefragt, ob er die CD an sich nehmen kann und sie dann auch gleich mitgenommen und wohl auch für gut empfunden. Dann hat er uns mal in Los Angeles bei einem Auftritt gesehen, da sind wir immer aneinander vorbei geschlichen, zu einem wirklichen Kontakt kam es aber nicht und irgendwann, als wir wieder in Berlin waren, kam ganz offiziell über das Management die Nachricht, dass er mal nach Berlin kommen und mit uns im Studio etwas machen wollte. Das war Ende 1993, als er das erste mal da war und da hatten wir zufällig gerade neue Recordings gemacht und hatten den Song "Before".
Den hat er sich angehört und spontan gefragt, ob er dazu Bass spielen könnte und da hat Nina zu ihm gesagt, dass er auch gleich dazu singen könnte. Also saßen Nina und Lemmy da und haben das erste Mal zusammen getextet und so ist das dann entstanden. Und von da an ist er im Abstand von ein paar Jahren vorbeigekommen, weil es sich gezeigt hat, dass er zusammen mit Nina gut texten kann und so haben wir immer wieder mal was zusammen aufgenommen.


Interessant finde ich, dass die ganze Sache von Lemmy aus ging!

Jim: Jaja, das ging wirklich absolut von ihm aus.


Und das bekannteste Resultat dieser Zusammenarbeit ist dann wohl "Borne to raise Hell", oder?

Jim: Als er das erste Mal da war hat er gesagt, er habe auch einen Song mitgebracht und das war dann "Borne to raise Hell" und das haben wir dann auch aufgenommen, aber um diese Zeit hatten wir keinen Plattenvertrag und das zog sich dann hin, bis er uns gefragt hat, ob er das auch für sich selbst benutzen dürfe. Die Version, die wir mit ihm aufgenommen haben, liegt hier immer noch unveröffentlicht rum.
Nina: Aber im Bezug auf Skew Siskin ist "Born to raise Hell" nicht das bekannteste Stück, weil kaum einer weiß, dass er das Stück damals für uns geschrieben hat. Eigentlich ist das bekannteste Stück "Life's a Bitch" auf "What the Hell", was damals (1999) auch eine Art Single war und auch später auf anderen Platten war Lemmy immer wieder vertreten. Bei "Shake me" zum Beispiel, wenn man es von der Skew Siskin-Seite aus sieht. Wenn man Promo macht für Skew Siskin muss man eher diese Songs herausheben, weil kaum einer weiß, dass ich bei Motörhead auch immer mal wieder mitgesungen habe. Wir haben auch mal "Boogie Man" von Motörhead gecovert, der in Frankreich auf einem Motörhead Tribute-Sampler drauf ist.


Musikalisch besitzen Motörhead und Skew Siskin auch eine gewisse Ähnlichkeit, zumindest bei dem, was ich von euch kenne.

Nina: Ich würde sagen, dann weißt du nicht, dass wir von AC/DC vielleicht zu 70% beeinflusst sind und von Motörhead nur zu 30%, was aber auch nur über die Jahre gekommen ist, weil wir viel mit Motörhead zusammen gemacht haben und da natürlich ein Einfluss kleben bleibt.
Jim: Das liegt auch daran, dass wir zufällig beide dieselben Backgrounds haben. Was Lemmy erlebt hat, hat Nina über ihre Eltern mitbekommen und das hat sich irgendwie gedeckt.
Nina: Lemmy kommt ja eigentlich aus einer Hippie-Band, das muss man einfach mal so sagen. Hawkind waren ja vielleicht die Hippie-Band überhaupt und sind es auch heute noch und das ist meine Kindheit. Diese ganze Hippie-Ära habe ich mit den Löffeln gefressen, daraufhin wurde ich dann Punk, weil mich dieses ganze Gequatsche als Kind und Teenager genervt hat und irgendwann kam ich dann zum Rock und AC/DC. Als ich dann Jim kennen gelernt habe, habe ich gesagt: Texten wie Lemmy wäre geil und Riffs wie AC/DC und dazu singen möchte ich irgendetwas zwischen Janis Joplin und Ian Gillan und das ganze soll dann klingen wie Skew Siskin und das haben wir auch ganz gut hinbekommen, denn zwei Monate nachdem die Platte fertig gemischt war, stand Lemmy persönlich auf der Matte und baggerte unser Management an, ob man nicht etwas zusammen machen kann. Wobei das dann noch über ein Jahr gedauert hat. Es ist immer so eine Sache zwischen Musikern: Man bewundert sich gegenseitig, aber man muss auch im Studio zusammen arbeiten können und mit Lemmy hat es absolut super geklappt. Da gab es auch schon andere Fälle…


Gehen wir doch zur jetzt gerade abgeschlossenen Tour? Wie viele Termine habt ihr da mitgespielt?

Jim: Das waren neun Termine.
Nina. Und zwei eigene Clubshows.


Und was war euer Höhepunkt:

Jim: Jede Stadt!
Nina: Stuttgart und Erfurt…


…mich freut es, dass du Stuttgart nennst, da war ich ja auch anwesend…

Nina: Ja, Stuttgart war wirklich super! Das war mein persönliches Highlight. Wir haben schon öfters in Stuttgart gespielt, unter anderem auch vor ein paar Jahren mit Saxon und da war ich auch schon positiv überrascht. Für Skew Siskin war aber die ganze Tour ein Highlight, nachdem Jim und ich erst das Label gegründet haben, dann die Platte fertig gestellt haben und dann nach einer Frankreich-Tour auch noch die deutsche Motörhead Tour bekommen haben war das schon ein guter Abschluss von diesem Jahr.


Wie war denn das Verhältnis zu den anderen Bands?

Nina: Absolut super.
Jim: Ausnahmsweise sehr gut, das haben wir auch schon oft anders erlebt. Die Leute haben sich auch hinter der Bühne gut ausgetauscht, es hat wirklich ein gutes Klima geherrscht.
Nina: Alles sehr loyal und respektvoll! Eine Tour, wie man es sich wünscht.


Beschreibt mal kurz den Tagesablauf auf Tour, war der normal wie auf anderen Touren?

Jim: Also normal war der nicht, denn bei vier Bands ist der Zeitplan sehr eng. Ab acht Uhr morgens wurde aufgebaut…
Nina: Moment mal, aus welcher Perspektive?


Schon aus eurer.

Nina: Ja, weil ich steh doch erst um zwölf auf!
Jim: Aber die Crew musste ab acht aufbauen und so ab zwei, drei mussten wir dann so langsam da sein, denn da fingen schon die Soundchecks an und da wusste man nie, wie lange die dauern. In der Regel hatten zuerst Motörhead ihren Soundcheck, dann Overkill und Valient Thorr und wir hatten oft nur noch eine halbe Stunde inklusive Aufbau und kurz danach ging dann auch schon die Show los bis elf, halb zwölf.


Gerade in Stuttgart wurde die Halle einiges später als angekündigt geöffnet und man hört bis zuletzt noch Soundcheck.

Jim: Ja, da gab es größere Probleme. Da haben alle ziemlich hektisch gearbeitet, um das zu beheben.
Nina: Bei vier Bands gibt es auch ziemlich viel Elektrisches. Noch dazu mit amerikanischen Steckern, englischen Steckern, europäischen Steckern,... dann geht noch ab und zu etwas kaputt!


Jetzt eine Frage, die ihr vielleicht getrennt voneinander beantwortet: Welche Rolle spielt es für eure Band, dass ihr eine Sängerin habt?

Nina: Ich glaube, das spielt vor allem hinter den Kulissen eine Rolle, weil ich mache nicht alle Partys mit, zumindest dann eher soft, was das Trinken anbelangt, wobei wir sowieso keine Trinker-Band sind. Aber wenn auf einer Tournee dann doch trinkfeste Leute aufeinander treffen, dann zieh ich mich doch eher zurück, wobei ich festgestellt habe, dass das viele Sänger machen, um ihre Stimme zu schonen. Ich bringe halt das weibliche Flair in die Band, den femininen Touch und das kommt auch gut an.
Jim: Für mich spielt das überhaupt keine Rolle, weil ob das jetzt eine Sängerin oder ein Sänger ist, ich verlange von beiden dasselbe und dass Nina weiblich ist, ist auch eher zufällig so gekommen.
Nina: Ich denke im Metal gibt es viele Leute, die denken, Frauen haben da nichts zu suchen, das wurde mir auch schon mehrmals so ins Gesicht gesagt, aber darauf scheiß ich ehrlich gesagt. Das geht mir echt so was von am Arsch vorbei, denn ich habe auf Tour auch schon Typen kennen gelernt, die so was von Weichei waren, die ich von morgens bis Abend in der Pfeife rauche. Innerhalb der Band sehe ich mich als Kumpel, es ist wie in einer Familie. Wenn du eine Schwester hast, weißt du ja wie es da auch mal abgehen kann, da wird dann halt auch mal gepöbelt… Nach außen hat das aber nur insofern einen Einfluss, dass auch mal gesagt wird: "Hey, die kann nicht nur singen, sondern die sieht auch noch geil aus!", was bei männlichen Sängern wohl eher selten gesagt wird. Ob das aber ein Vorteil ist, kann ich nicht sagen, es ist aber auch nicht interessant. Das einzige was zählt ist, ob der Song geil ist oder nicht, das hat absolute Priorität.


Wie sieht denn jetzt die Zukunft für eure Band aus? Schon die nächste Platte oder Tour in Planung?

Jim: Diese Tour waren ja jetzt nur neun Gigs, da ist man ja eigentlich gerade mal aufgewärmt. Wir haben jetzt erst angefangen mit dem live spielen und planen jetzt gerade Shows fürs nächste Jahr. Die Platte ist in Deutschland ja auch erst seit zweieinhalb Monaten draußen, da ist also alles noch neu. An eine neue Platte denken wir also noch gar nicht, sondern wir sind jetzt dabei, wie wir in Skandinavien touren, dann wollen wir zurück nach Deutschland und dann im Ostblock touren. Anschließend hoffentlich noch einmal in Frankreich und dann noch in Spanien. Da wir jetzt dieses Label haben (Monongo Music Production, M.S.), müssen wir unseren Kreis ständig erweitern, denn im Moment ist die Platte draußen in: Deutschland, Österreich, Skandinavien, Holland, Belgien und Spanien demnächst, es fehlen also noch England und der Ostblock. Das sind solche Sachen, an denen wir gerade arbeiten, um das Ganze zu einer runden Sache auszubauen um dann bei der nächsten Platte darauf aufbauen zu können und dann gleich eine Tour durch mehrere europäische Länder machen können.


Wie entsteht denn bei euch ein Album? Zieht ihr euch da gemeinsam in den Proberaum zurück?

Jim: Bei der letzten Platte fing alles ganz normal an, da wir eine lange Pause hatten und wir hatten dann einen einzelnen Auftritt in Paris im Zenith und dieser Auftritt war für uns ein magischer Abend. Der Sound war zwar mies, aber der Auftritt war besonders gut und die Leute sind ausgeflippt. Wir sind danach zurück nach Berlin gefahren und haben nicht gewusst, dass ein großer Promoter für Frankreich diese Show gesehen hatte und bekamen ein paar Wochen später den Hinweis, dass wir wohl für Frankreich für eine Motörhead-Tour vorgesehen sind. Da hatten wir aber gerade mal etwa 40% der Aufnahmen für die Platte fertig und als dann die Bestätigung kam, waren wir schlagartig unter großem Zeitdruck, weil wir wussten, dass wir ohne neue CD erst gar nicht anzutreten brauchen, denn so eine Tour ist eine sehr große Chance. Wir haben also im Schnelldurchlauf die CD fertig gestellt und einen Tag vor der Tour kam die dann aus dem Presswerk, da haben wir die dann nur noch schnell in den Bus gepackt und sind losgefahren. Während der Tour ergab sich dann ein Kontakt nach dem anderen, es kamen Zeitschriften, die uns zum Album des Monats gewählt hatten und es entstanden Kontakte zu Vertrieben. Es baute sich also alles ziemlich schnell auf. Dabei hatte ich zum Mischen der Platte nur fünf Tage Zeit, Nina hat in zehn Tages alles eingesungen. Nina und ich schreiben dabei die Songs gemeinsam und meistens haben wir dann noch Gäste, wie in diesem Fall Wolf Hoffmann (Ex-Accept) und unseren alten Bekannten Ivan Kral (u.a Iggy Pop, Patti Smith).


Ihr könnt die Musik also schon als Beruf betreiben?

Jim: Wir machen das einfach! Wir komponieren auch Musik für andere Leute und haben auch ein eigenes Studio, wo auch andere Leute aufnehmen und mit allem zusammen bestreiten wir unseren Lebensunterhalt.
Nina: Über Geld spricht aber nicht!
Jim: Also reich sind wir nicht, aber wir arbeiten dran!


Damit bin ich mit meinen Fragen an euch durch. Gibt es sonst noch etwas, was ihr unbedingt loswerden möchtet?

Jim: Man sollte nicht die Sachen tun, die wir tun! (lacht)



Band-Infos:
 
  • www.skewsiskin.net 

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