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Interview: Adrian Weiss
 
Adrian WeissWährend viele meiner Schulkameraden damals für Fußballer wie Beckenbauer und Gerd Müller schwärmten, hatten es mir immer schon die Rock und Metal Gitarristen angetan. Alien-artige Geschöpfe wie Ritchie Blackmore, Jimmy Page oder Gary Moore die mit fast schon arroganter Lässigkeit die Finger über den Gitarrenhals wirbeln ließen, wie es nach den Gesetzen der Physik eigentlich unmöglich ist. Daran hat sich in folgenden Jahrzehnten bis heute nichts geändert und ich bin immer froh wenn sich die Gelegenheit ergibt so einem Saiten-Zauberer bei einem Interview mal näher auf die schnellen Finger zu sehen. Und wenn man Glück hat wie in diesem Fall, ist der Gesprächspartner auch noch für den einen oder anderen Spaß zu haben.

Datum:
 U.B., 23.12.2011

Wir fragten...
 Hallo Adrian, herzlichen Glückwunsch zum Soloalbum BIG TIME. Wie Du meinem Review entnehmen kannst hat mir die Scheibe sehr gut gefallen. Du bist sicher stolz auf das Album. Ich weiß aber, dass ambitionierte Musiker auch immer sehr selbstkritisch sind und immer unzufrieden. Gibt es da irgendetwas was Du vielleicht noch ändern würdest wenn Du die Möglichkeit hättest?

Adrian: Ich will jetzt nicht auf alle möglichen kleinen Details eingehen - ich denke entscheidend ist das stimmige Endergebnis und ich habe mit der Produktion abgeschlossen - im positiven Sinne.
Natürlich fallen einem im Nachhinein immer wieder Kleinigkeiten auf, die man hätte besser machen können, aber ich bin im Großen und Ganzen mit der Produktion sehr glücklich und klar: Sehr stolz.


Bevor ich näher auf die BIG TIME eingehe kommen wir erst mal zu Dir. Im Info Blatt zum Album steht zu Deiner Person: "...der in Deutschland lebende US-amerikanische Gitarrist". Jetzt habe ich aber recherchiert, Du bist in Deutschland geboren und da Du auch hier lebst, eindeutig Deutscher. Ich kann doch nicht zulassen, dass die Amerikaner uns einen Gitarren Virtuosen wegnehmen. Schon genug, dass die Österreicher Mozart für sich beanspruchen, der war nämlich von Geburt an auch Deutscher. Wie siehst Du das?

Ja, ich bin in Deutschland geboren und habe immer hier gelebt. Da meine Eltern jedoch beide US-Staatsbürger sind, habe ich auch (nur) die Staatsbürgerschaft der U.S.A.. Also bin ich ganz offiziell Amerikaner. Für die Amerikaner bin ich aber natürlich ein Deutscher. Z.B. Guitar-9-Records in North Carolina, die auch mein Album vertreiben, haben mich als "Powerful German Rock and Metal" kategorisiert... aber letztendlich ist es doch egal, wo man her kommt. Ich lebe jedenfalls in Deutschland und gedenke auch, hier zu bleiben - also keine Sorge! Haha!


Zu meinem großen Bedauern habe ich erfahren, Du hattest eine sehr schwere Kindheit und hast vom Alter von 5 Jahren an für 10 Jahre Geige gespielt. Aua. Hat man Dich dazu gezwungen? Jetzt kannst Du dir das traumatische Erlebnis von der Seele reden, grins!

Nee, ich habe mir das Instrument damals mit 5 Jahren selbst ausgesucht. Ich fand damals, das Geigen total hübsch aussehen. Ich habe nach der Suzuki-Methode gelernt. Diese verbot es einem, im ersten halben Jahr die Geige anzufassen. Man übte zunächst mit einer Pappgeige (hat mein Vater für mich gebastelt), um die Motorik des rechten Arms hinzubekommen. Kein Scherz! Ich habe dann aber trotzdem die Geige heimlich ausgepackt und angeguckt, weil ich die so cool fand...
Ich habe dann nach einiger Zeit festgestellt, dass Geige spielen ganz schön viel Arbeit erfordert, wenn man gut klingen will, und bin dann mit dem Üben mit der Zeit sehr nachlässig geworden, bis ich mit ca. 15 zur Gitarre kam.


Na, Du hast ja noch rechtzeitig den Absprung geschafft und spielst jetzt ein ordentliches Instrument. Schau den armen David Garrett an, (übrigens auch Deutsch- Amerikaner) der ist bei der Geige hängen geblieben. Der spielt zwar auch mal Crossover, Rock Stücke auf der Geige aber das ist natürlich nicht das Selbe. Könntest Du dir vorstellen heute noch auf der Geige... oder ist die Vorstellung zu schrecklich?

Ich habe ewig keine Geige mehr in der Hand gehabt. Ich glaube das war 1993 oder so....nee, es gibt genug Leute, die super geigen können. Da muss ich jetzt nicht auch wieder mit anfangen. Und wer weiß, ob ich es überhaupt je (wieder) hinbekommen würde...


Nein, Spaß bei Seite. Sicher hat Dir die Zeit an der Geige auch geholfen ein guter Gitarrist zu werden oder?

Klar. Ich habe auf der Geige ja schon sehr früh meine Fein-Motorik trainiert. Das war sicherlich sehr hilfreich. Der Wechsel zur E-Gitarre fiel mir auch gar nicht schwer. Natürlich ist alles dort anders, aber wenn du auf einer Geige einigermaßen klarkommst, klappts auf der Klampfe auch nach einigem Üben. Und generell die "musikalische Früherziehung", die ich genießen durfte, war sicherlich sehr förderlich. Es bedurfte einfach noch der inneren Leidenschaft, die dann erst mit dem Entdecken der E-Gitarre kam.


Im Web habe ich bei ROCK HARD gesehen die BIG TIME ist dort Demo des Monats Januar 2012 und ein Interview mit Dir gibt es noch oben drauf. Du bist also ein gefragter Mann und das Album hat für Aufsehen gesorgt darüber bist Du bestimmt nicht traurig, stimmts?

Haha! Das war wirklich der Knaller mit dem "Demo des Monats" im Rock Hard Magazin. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, schon gar nicht mit einer Instrumentalscheibe. Ich bin immer noch sprachlos und freue mich natürlich riesig.


Warum läuft die BIG TIME bei ROCK HARD eigentlich unter Demo, das ist doch ein komplettes Album und keine Demo?

Das hat mehr oder wenige historische Gründe. Unter "Demo" läuft in der Rock Hard alles, was nicht über ein Label oder eine Plattenfirma, sondern privat veröffentlicht wird. Das stammt wohl noch aus der Zeit der Anfänge des Rock Hards als es nur "richtige", offizielle Alben und Demo(tapes) gab. Später - ich sag mal ab Anfang/ Mitte der 90er - begannen Bands in Eigenregie (professionell produzierte) Alben zu veröffentlichen, was ja heute normal ist. Demos und Alben aus Eigenproduktion unterscheiden sich ja kaum noch, da die meisten Bands eh erst mal die Produktion fertigstellen und dann nach einem Label suchen. Wenn keins gefunden wird, wird quasi aus dem Demo ein Album in Eigenrelease - wie auch in meinem Fall.


Im Booklet der Big Time hast Du zu den meisten Songs kurz beschrieben welche Stimmung das jeweilige Stück ausdrücken soll. Ist es Dir wichtig, dass Deine Songs eine bestimmte Stimmung oder Assoziation transportieren?

Naja. Eigentlich bedarf es dabei auch keiner schriftlichen Beschreibung, zumal ja die Songtitel schon einiges beinhalten. Aber ich dachte, dass es für den Zuhörer interessant sein könnte, auch etwas zu den Hintergründen und den Motiven der einzelnen Songs zu erfahren.
Wenn beim Hörer die entsprechende intendierte Stimmung auch ankommt, freue ich mich natürlich, aber Hauptsache der Hörer wird unterhalten.


Du spielst auf der BIG TIME teils mit atemberaubenden Tempo. Mir fallen beim Vornamen Adrian noch zwei schnelle Leute ein. Adrian Smith von Iron Maiden und Adrian Sutil der Formel 1 Pilot. Fast scheint es als hätten die Adrians das Speed Gen im Blut. Bleiben wir mal bei Deinem Namensvetter Adrian Smith, magst Du sein Gitarrenspiel und was hältst du allgemein von Iron Maiden?

Ich finde Maiden gut, bin aber kein Mega-Fan, wie so mancher andere. Ehrlich gesagt habe ich mich mit dem Spiel von Adrian Smith gar nicht genau auseinandergesetzt. Yannick Gers - oder wie er heißt - ist mir schon viel eher ein Begriff. Ihn finde ich sehr gut, besonders auf der FEAR OF THE DARK.


Viele Leute wissen nicht, dass Adrian Smith (noch vor der Zeit von Maiden) als Sänger angefangen hat und als er sah wie die Mädels seinen Freund Dave Murray anhimmelten, der in der Band Gitarre spielte, beschloss er auch Gitarrist zu werden. So weit zur Motivation von Adrian Smith. Was hat Dich angetrieben? Um so komplexe Sachen wie Du sie spielst zu beherrschen muss man viel üben, wie motivierst Du dich? Hast Du auch mal gar keine Lust?

Zum richtigen Üben komme ich heutzutage kaum noch. Früher habe ich einige intensive Phasen des Übens gehabt. Ich war aber nie jemand, der 8 Stunden täglich mit der Gitarre verbracht hat. Wichtig ist letztendlich bei aller Disziplin darauf zu achten, dass man richtig Spaß beim Üben hat und dass man seine Stärken ausbaut. Es ist auch gerade als Leadgitarrist wichtig, viel zu improvisieren und Gelerntes schnell musikalisch anwenden zu können. Reines mechanisches Hacken bringt einen selten weiter. Aber das ist evtl. auch bei jedem ein wenig anders. Ich kann nur für mich sprechen.


Speziell beim Song "Summer Drive" klingst Du sehr stark nach Joe Satriani. Ich weiß aber, dass John Petrucci von Dream Theater Dich noch mehr beeinflusst hat. Hast Du "Summer Drive" bewusst so angelegt als kleine Hommage an Satriani?

Nee - eigentlich gar nicht. Hat sich einfach so ergeben. Die Rhythmusarbeit und die entsprechenden Ideen stammen übrigens von Demian Heuke, mit dem ich zusammen das Stück arrangiert habe. Die Leads sind dann einfach so entstanden als ich zu den Backings gejammt habe. Irgendwann wurde mir auch klar, dass das nach Satriani klingt....aber es ist auch schwer, nicht von ihm beeinflusst zu sein.


Bleiben wir bei Satriani, der spielt häufig eine siebensaitige Ibanez Prestige genau wie Du. Jetzt klingst Du auch noch stellenweise sehr stark wie er, da stellt sich die Frage was die Frisur betrifft, da könntest Du aber noch einiges machen, so ein Vin Diesel Look wie er... oder besser nicht?

So lange meine Haardichte noch vertretbar ist, bleiben meine Haare lang....aber das hat Satriani sich sicherlich auch so gedacht - bis das nicht mehr der Fall war. Der Vorteil an langen Haaren ist meiner Ansicht nach, dass man sich nie Gedanken über seine Frisur machen muss. Die Haare sind einfach lang. Früher in der Schule fand ichs immer schlimm, wenn ich nach dem Friseurbesuch von meinen Mitschülern wegen meiner blöden (neuen) Frisur ausgelacht wurde. Das hat nun ein Ende....seit ca. 1992.


Victor Smolski der Gitarrist von Rage hat sich auf der BIG TIME mit einem Gitarrensolo revanchiert. Du hattest auf seiner Solo Scheibe MAJESTY AND PASSION bereits mitgewirkt. Victor Smolski hat mit Klavier und Violine begonnen. Du bist also mit der Geige nicht allein. Sieht so aus als ob ein klassischer Einstieg doch etwas für sich hat. Da Smolskis Vater ein bekannter russischer Klassik Komponist ist, hat das natürlich auf den Sohn abgefärbt und das Album fiel mit einigen Stücken von Bach dementsprechend schon sehr klassisch aus. Auch Malmsteen, noch ein Gitarren Flitzefinger, steht auf Bach. Michael Angelo Batio liebt Mozart, wie ist das bei Dir, magst Du auch Klassik? Könntest Du dir vorstellen mal ein Album im neoclassic Stil ala Malmsteen zu machen?

Ich bin natürlich als Geigenspieler mit klassischer Musik aufgewachsen und schätze sie auch heute noch. Meine Eltern stehen voll drauf und hören sie auch heute noch ständig. Trotzdem glaube ich nicht, dass ich mal ein richtiges Neo-Klassik-Album machen werde. Wenn ich eine Gitarre in die Hand nehme, kommen andere Sachen - evtl. kann aber auch mal ein Klassikelement vorkommen.


Das mit der Geige lässt mir keine Ruhe, (ich bohre halt gern in alten Wunden, hihi) was sagen denn Deine Eltern zu Deiner Musik? Sind die stolz nach dem Motto: unser Sohn ist ein toller Musiker, aber wenn er bei der Geige geblieben wäre es NOCH schöner?

Das war - glaube ich - anfangs so, als ich mit der Klampfe in meinem Zimmer saß und verstimmt irgendwelche AC/DC und Metallica-Riffs gehackt habe. Aber spätestens seit der BIG TIME sind meine Eltern davon überzeugt, dass die Entscheidung für die E-Gitarre das Richtige für mich war. Es ist auch die erste von mir veröffentlichte Platte, mit der sich meine Eltern voll anfreunden konnten... die stehen halt nicht auf Progressive Thrash/Death/Djent-Metal, hahahah...!


Du bist anscheinend ein sehr vertrauensseliger Mensch, steht doch auf der Promo Info Deine komplette Adresse und sogar die Handy Nummer. Hast Du nicht Angst in Zukunft von liebeshungrigen Gitarren Groupies Tag und Nacht belästigt zu werden?

Nein, im Gegenteil. Das ist die offizielle Einladung dazu. Bisher ist aber noch kein Groupie aufgetaucht. Irgendwas ist schief gelaufen...ich hätte im Info vielleicht noch erwähnen sollen, dass es Freibier und Nudelauflauf gibt. Vielleicht kommen dann welche.


Auf Nudelauflauf stehen die Groupies eher weniger...
Ich habe bei YouTube Dein Home Videos gefunden. Einige fangen sehr lustig an (mit Gummihandschuhen und WC-Ente bewaffnet die CD vorstellen, haha), hast Du viel Humor und blödelst auch mal rum?


Nein - ich bin ein sehr ernster und verbissener Musiker.
Das war auch gar nicht lustig gemeint. Das Kamerateam kam einfach zu einem sehr ungünstigen Moment als ich gerade bei der Hausarbeit war und hatte wenig Zeit, so dass ich keine Zeit hatte, mich umzuziehen.


Ah ja,... scheint ein komisches Kamerateam zu sein. Die filmen Dich auch ständig wenn Du im Bademantel Gitarre spielst. Ist mehrfach in den Home Videos zu sehen. Auf der Bühne bist Du aber noch nicht im Bademantel aufgetreten oder? Das wäre mal was Neues. Nun behaupte nicht das wäre zu ausgefallen. Buckethead (bekannter Gitarrist) spielt mit Maske und Popcorn Pappeimer auf dem Kopf. Wann sehen wir Dich im Bademantel performen?

Den Bademantel trage ich eigentlich oft über meinen normalen Klamotten, weils wärmer ist und ich mir die Heizung spare. Ich wohnte zur Zeit der Homevideos in einer Wohnung mit so einem uraltem Nachtspeicher-Elektroheizsystem... war dort irrsinnig teuer zu heizen, also hatte ich einfach im Winter immer einen Bademantel an. Kann ich empfehlen... hält gut warm. Also beim nächsten Winter-Open-Air ohne Bühnenheizung werde ich dann wohl im Bademantel auftreten.


Auf einem Video mit deiner damaligen Band Thought Sphere spielt ihr eine total rockige Version von Spandau Ballets Song "Gold". In dem Video bist Du (Überraschung) nicht nur an der Lead Gitarre sondern auch am Bass zu sehen. War das ein "Ausrutscher" oder spielst Du öfter so einen Langsaiter?

Haha! Ja, ich habe dort in der ersten Hälfte des Videos einen Bass in der Hand und in der zweiten eine Gitarre. Richtig... Das Gitarrensolo spiele ich übrigens auch in dem Video. Problem war beim Videoshooting schlicht, dass unser damalige Bassist keine Zeit hatte. Da haben wir uns einfach mit dem Bass abgewechselt - der andere Gitarrist und ich. Tatsächlich habe ich aber eigentlich nie Bass gespielt. Außer... warte: Mein allererster Gig als Rockmusiker... das war Mai 1994 meine ich. Da habe ich bei einer Punkband Bass gespielt - aber nur einen Gig. Danach habe ich dort zur Gitarre gewechselt. Es gibt von dem Gig auch ein Video. Werde ich auch irgendwann mal hochladen... :-)


Du hast schon mehrfach an den Guitar Fight Club (GFC) - Wettbewerben teilgenommen. Fight Club, wie habe ich mir das vorzustellen? Sperrt man da zwei Musiker mit ihren Instrumenten in einen Ultimate Fighter Käfig und die hauen sich dann solange die Gitarren um die Ohren bis nur noch einer steht? Wäre doch schade um die Instrumente! Kleines Späßchen, nein erzähle uns bitte wie der Wettbewerb abläuft.

Zunächst gibt es das auf der GFC-Seite ausgeschriebene Bewerbungsverfahren, dass komplett online abläuft. Man läd sich ein Backing Track herunter und nimmt auf seinem Rechner oder in seinem Studio oder wie auch immer ein Solo dazu auf und reicht das als Bewerbung wieder ein. Eine unabhängige Jury wählt unter den Bewerbern die besten 8 aus, die dann am live Finale teilnehmen dürfen.
Dort findet dann im K.O.-System ein kontrolliertes Fight-Turnier statt. Man wechselt sich dabei beim Solieren ab, wobei eine Liveband die Sache begleitet - und zwar mit der Musik der Backing Tracks aus dem Bewerbungsverfahren. Vorne - im Publikum - steht ein Dirigent, der per Handzeichen ansagt, welcher Gitarrist dran ist... Es ist eine sehr aufwändige und gut organisierte Veranstaltung.


Du warst bereits zwei mal auf dem beachtlichen zweiten Platz, so auch 2011 und zusätzlich erster in der Kategorie Crazy Goin. Was bedeutet Crazy Goin?

Es gibt beim GFC immer vier musikalische Kategorien, die irgendwelche Genre-verwandten Titel tragen. Crazy Goin´ stand halt als Beispiel für AOR-Hard-Rock oder so was, hat aber keine tiefere Bedeutung, soweit ich weiß.


Bei YouTube gibt es zwei ca. 10- minütige Videos von den Finalen im Fight Club. Da frickelst Du mit dem anderen Finalisten um die Wette. Nach welchen Kriterien und wer entscheidet da wer gewinnt?

80 % der Stimmgewalt hat eine 4-köpfige Jury, die aus prominenten Musikern besteht. Die fünfte Stimme hat das Publikum. Gemessen wird bei letzterem nur die Lautstärke und zwar mithilfe eines Dezibel-Messgeräts.
Ist die Jury unentschieden. Entscheidet das Publikum. Die Konstellation kommt nicht selten vor. Kriterien sind Performance, Ton und Musikalität.


Einige Gitarristen wie Malmsteen oder Batio haben eine eigene Signature Gitarre die nach ihren Wünschen angefertigt wurde. Wie sähe die Gitarre aus, wenn Dir das mal angetragen wird? Zahl der Bünde, Material Korpus und Griffbrett, Tonabnehmer, Cutaway etc.

Gute Frage. Heutzutage gibt es viele sehr gut spielbare Gitarren. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was man dabei noch verbessern soll. Muss ich mich mal mit befassen....aber bisher wollte mir leider noch keiner eine bauen :-)


Michael Angelo Batio hat als "special Stage Move" die Over- Under Grifftechnik. Hermann Li von Dragonforce (noch ein Ibanez Fan) lässt die Gitarre mit nur einer Hand am Vibrato Hebel auf und ab schwingen. Hast Du auch eine Besonderheit bei Deinen Auftritten?

Ja - ich habe in meiner rechten Hosentasche immer ein sehr dickes Portemonnaie, das ich meist vergesse, vorher anderweitig zu verstauen. Es sieht dann meist ziemlich blöd aus, scheint aber zu meinem Markenzeichen geworden zu sein...


Auf einem Gary Moore Konzert in Köln trat als Vorgruppe Mama`s Boys auf, lange her. Der Gitarrist spielte bei einen Song mit einem Geigenbogen auf der Gitarre, der Sound war recht interessant. Hast Du so was schon mal versucht? Bei Deiner Ausbildung wärst Du prädestiniert dafür.

Wie soll das denn funktionieren? Die Gitarrenseiten sind ja alle auf einer Höhe. Die kann mit einem Bogen ja gar nicht einzeln streichen, oder?
Nee, also das muss ja nun wirklich nicht sein... wie klang das denn?


Ich bin kein Musiker, ich kann nur sagen es klang nicht schlecht, einzelne Saiten streichen geht nicht aber Akkord artig über alle schrubben.

Vielen Dank für das Interview Adrian, ich drücke Dir für die Finals beim Guitar Fight Club in 2012 ganz fest die Daumen, los fege die anderen von der Bühne!! Ich hoffe ich habe Dich mit der Geige nicht zu sehr genervt aber mit dem Instrument habe ich es nicht so. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, ich kenne aber immerhin den Unterschied zwischen einer Geige und einem Cello... das Cello brennt länger!


Ulf, danke für dein Interesse an meiner Musik und den Support! Ich versuche mir bis zum nächsten Mal auch einen guten Geigenwitz drauf zu haben... ;-)


 
 
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