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Adrian Weiss
 
Adrian WeissZwei Jahre nach seinem ersten Solo Album BIG TIME steht der Deutsch- Amerikaner Adrian Weiss erneut in den Startlöchern mit einer neuen Scheibe. Die Songs sind bereits fertig geschrieben und die Demo dazu schon im eigenen Home Studio aufgenommen. Exklusiv für HardHarderHeavy rückte der sympathische Musiker, der in der Nähe von Düsseldorf wohnt, eine CD mit der ersten Fassung des kommenden Albums heraus. Da lag es auf der Hand dem Gitarristen mal über die Schulter zu schauen und zu erfragen, welche Arbeitsschritte genau bereits gemacht wurden und was noch aussteht bis das finale Produkt die Hörer erfreuen kann. Und dabei kamen nebenbei noch so skurrile Sachen ans Licht etwa wie man seine Musiklehrerin systematisch in den Wahnsinn treibt oder warum Geigen als Baumaterial für Hamsterkäfige eher ungeeignet sind.

Datum:
 U.B., 05.09.2013

Wir fragten...
 Hallo, Adrian. Du bist gerade von einem USA Aufenthalt zurück und warst in Chicago. Nun ist Chicago ja nicht nur als Hauptstadt des Jazz bekannt sondern auch für seine Gangster wie Al Copone, Männer die mit Geigenkästen herumliefen in denen aber keine Geigen sondern Maschinenpistolen waren. Aber zurück zu Dir, erst mal vielen Dank für die Ehre die Demo als Erster zu bemustern und bereits in einer noch so frühen Phase das komplette Album anhören zu dürfen. Nach unserem Interview vor knapp zwei Jahren zur BIG TIME musste ich dir ja hoch und heilig versprechen, keine dummen Bemerkungen zu deiner Ausbildung im jugendlichen Alter an diesem komischen Streichinstrument mehr zu machen. Ich versuche mich daran zu halten, Pfadfinder Ehrenwort. Du bist ja was die Produktion von Alben betrifft schon ein alter Hase. Mit den Bands Thought Sphere und Forces At Work hast du schon einige Alben aufgenommen. Nach der Solo Scheibe BIG TIME steht jetzt die zweite Adrian Weiss CD an. Bist Du im Vorfeld bei einem eigenen Album eigentlich aufgeregter und kribbliger als wenn Du mit Forces At Work an einer CD arbeitest?

Adrian: Ja - zwischendurch bin ich schon sehr aufgeregt, wenn ich voll drin bin im Songwriting und ich kann manchmal dann auch an nix anderes denken. Da ich ja bei einem Solo-Album erst mal fast alles selber mache, ist die Nervosität bzgl. des Endresultats doch auch noch größer...


Bei der Big Time firmierte das Album unter deinem Namen, bei Live Auftritten heißt es aber auch mal “Adrian Weiss Band”. Ist die Einbeziehung der Band ein Ausdruck: hey ich bin zwar der Kopf aber meine Musiker Kollegen sind auch wichtig, und das soll dann auch im Titel seinen Ausdruck finden?

Kann man so sehen. Jedenfalls darf sich live eigentlich jeder in der Band austoben. Es ist schon Tradition bei Konzerten, dass der Lars am Schlagzeug mindestens ein Solo hinlegt. Generell ist er aber auch recht frei in dem, was er spielt und kann sich gut ausleben. Und Demian Heuke, der 2. Gitarrist spielt auch live viele Soli. Bei den letzten Gigs haben wir auch einige Jams gemacht, wo dann jeder mal "dran" ist. Neu in der Liveband ist übrigens der Marcel Willnat, der auch bei Forces At Work die tiefen Saiten bedient.


Die Songs für Dein zweites Album hast du ja schon fertig. Wann kommen dir die Ideen für einen Song, geht das ganz spontan oder musst Du bewusst daran arbeiten? Wann hast du die kreativste Phase?

Sehr gute Frage! Alles entsteht in der Regel aus einer (i. d. R. recht) einfachen Idee, aus der sich dann immer mehr ergibt. Z. B. bei "The Offering" - da hatte ich dieses treibende Mid-Tempo-Rockriff. Dazu habe ich dann eine Melodie erarbeitet, was doch recht lange gedauert hat. Meistens jamme ich einfach (teilweise sehr lange) zu den Riffs, bis ich was cooles habe. Bei dem Song kam aber die Idee für das Hauptthema später beim Nachdenken, weil mir beim Spielen nix Gutes einfiel. Plötzlich habe ich aber dann die Melodie im Ohr gehabt und gesummt und dann habe ich natürlich sofort zur Gitarre gegriffen. Hab mich dann riesig gefreut, weil es dann einfach passte. Bei dem einen Song hatte ich die Hauptmelodie plötzlich im Büro bei der Arbeit im Ohr. Um sie nicht zu vergessen, griff ich dann sofort zum Diktiergerät und hab sie eingesungen. Naja aber die Ideen kommen bei mir dann nicht unbedingt immer von selbst. Ich muss schon irgendwie im Modus sein und mir immer wieder sagen: "Lass dir was einfallen, du willst Songs schreiben..."


Für die Demo Aufnahmen hast du dir ein neues acht Spur Bandgerät zugelegt. Beschreibe doch bitte wie die Demo entstanden ist. Welche Instrumente hast du zuerst aufgenommen? Meist sind das ja Bass und Drums. Was hast du während der Aufnahmen eventuell noch geändert? Gib uns doch mal einen Abriss welche Arbeitsschritte ein Song von der ersten Idee bis zur fertigen Aufnahme durchläuft.

Genau! Immer erst die Drums und dann der Bass. Wenn ich Demos mache, programmiere ich die Drums und den Bass mit meinem Sequencer. Viele machen so was am PC, ich bin da ein wenig old-school-mäßiger und benutze immer noch das gute alte QY70 (ein digitaler stand-alone Sequenzer aus den 90ern)! Dann überspiele ich die Spuren auf das 8-Spur-Gerät und nehme damit die Gitarrenspuren auf, die ich natürlich per Hand einspiele. Meist erst die Rhythmusgitarren, dann die Leads (also Themen und Melodien) und zum Schluss die Soli. Die Reihenfolge bei den Gitarren kann aber variieren. Manchmal spiele ich auch keine Rhythmusgitarren ein, sonder verwende Klaviersamples zur Harmonisierung - Quasi als harmonischer Leitfaden. Das kann sehr hilfreich sein, weil die vollen Akkorde im Gegensatz zu den reinen Basstönen mir oft noch melodische Inspiration geben und die Wirkung einfacher Melodien erst richtig ermöglichen. So bin ich z. B. bei "Aim To Please" vorgegangen. Später, wenn das Album aufgenommen wird verwenden wir aber dann auch akustische oder cleane Gitarren zur Harmonisierung, i. d. Regel mit ausgearbeiteten Arrangements und Voicings.


Wenn du einen Song schreibst, wie lange feilst du dann noch an Feinheiten? Bist du im Nachhinein mit allen Stücken der BIG TIME restlos zufrieden oder würdest du noch kleinere Änderungen vornehmen wenn du könntest. Wie selbstkritisch bist du?

Klar beim Aufnehmen des Demos wird viel gefeilt. Es ist ja die erste wirklich komplett hörbare Version der Songs und man hat die Möglichkeit selbst zu hören, was da läuft, ohne gleichzeitig spielen zu müssen. Manche Sachen funktionieren nicht so gut, wie man zunächst dachte und dann wird geschraubt. Oft entstehen beim Aufnehmen dann noch ganz neue Melodien oder Themen, mit denen man gar nicht "gerechnet" hatte. Feilen kann manchmal sehr lange dauern. Gerade bei manchen Soli oder besonders schwierigen Passagen, die ich noch nicht richtig spielen kann, kann mich manchmal eine Stelle von 5 Sekunden zwei Stunden aufhalten. Dann muss man erst die Stelle üben, sich den Kram merken, dann stimmt's immer noch nicht, nochmal usw....kann schon nervig sein.

Im Nachhinein stellt man immer fest, dass man hier und da Dinge hätte besser machen können - klar auch bei der BIG TIME. Aber das ist immer so. Aber man muss bei einer Produktion dann auch los lassen können und sagen: So - ist es jetzt fertig. Denn wenn man zu "perfektionistisch" ist, wird man niemals fertig und macht sich unnötig bekloppt. Und das bringt einen ja auch nicht weiter...... Ich habe mit den Jahren immer mehr gelernt, auf den Gesamteindruck und die Gesamtwirkung eines Songs zu achten. Wenn ich das Gefühl habe, der ist jetzt rund und es funktioniert, dann bin ich zufrieden.

Aber das Gute am Demo ist ja, dass man weiß: "Ich kann's später bei der richtigen Produktion noch besser machen... :)


Auf der BIG TIME wie auch auf der kommenden Scheibe, die noch keinen Titel hat, finden sich aus meiner Sicht sehr emotionale Tracks. Schlägt sich beim Songwriting deine Stimmung in der Musik nieder, oder gehst du da absolut nüchtern zu Werke? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Häufig fokussieren sich meine Songs auf eine zentrale tragende Melodie. Ich liebe es, die Intensität der Interpretation der Melodie zu variieren und so auch mit Emotionalität und Ausdruck zu füllen. Dafür stehen einem auf der elektrischen Gitarre unheimlich viele Möglichkeiten zur Verfügung. Mit Nüchternheit hat das dann wenig zu tun, wenn das passiert. Ich lasse mich dann eher mitreißen. Nüchtern ist da eher das Ausarbeiten der Rhythmik und des Ablaufarrangements. Aber wenn das steht, und im Groben alles klar ist, regiert der Bauch. ;)


Auf der BIG TIME waren bei einigen Songs die Satriani Einflüsse unverkennbar und das meine ich im positiven Sinne. Der gute Satch ist einer DER Gitarristen auf diesem Planeten ohne Frage, wenn man wie der klingt ist das ein großes Kompliment. Nun sind auf dem neuen Album immer noch Songs die an den Großmeister erinnern aber nicht mehr so stark ausgeprägt. Ist das Zufall oder soll mehr und mehr deinen eigenen Stil zum Tragen kommen?

Ja, ich hoffe doch, dass sich mein persönlicher Stil weiterentwickelt hat und auch auf dem neuen Album noch mehr zum Tragen kommen wird. Satriani ist natürlich ein großer Einfluss, aber auch Vai, Petrucci oder Fusioner wie Greg Howe u. v.a. sind für mich große Inspirationen - nach wie vor. Aber für einen selbst ist es sicher immer schwerer zu beurteilen, nach wem man klingt. Wichtig ist mir, dass alle meine Inspirateure zum Tragen kommen und nicht der Eindruck entsteht, ich würde versuchen, einen Gitarristen nachzuahmen. Aber das hat mir glücklicherweise bei der Big Time auch noch keiner vorgeworfen.


Schreibst du ein Stück in einem Rutsch oder kombinierst du auch verschiedene Ideen? Stellst du manche Passagen auch mal zurück um sie später vielleicht in einen anderen Song einzubauen?

Das ist sehr, sehr unterschiedlich. Manche Ideen entstehen an einem Tag und am selben Tag ist der Song schon fertig. Andere einzelne Ideen sind schon ca. 10 Jahre alt und wurden jetzt erst zu richtigen Songs verarbeitet, nachdem die passenden Versatzstücke als Ergänzung gefunden wurden. Der Flotte Teil bei "Aim To Please" zum Beispiel ist schon sehr alt. Das Hauptthema des Songs ist dann mehr oder weniger zufällig beim Basteln entstanden. Überhaupt entstehen beim Ausprobieren und zwanglosen Jammen oft die besten Ideen. Aber auch das kann man nicht erzwingen.


Du hast mir im Vorfeld des Interviews gesagt, dass die Titel für die Songs noch Arbeitstitel sind und du vielleicht noch den ein oder anderen Titel ändern möchtest. Auf der Big Time genau wie auf dem neuen Album fiel mir auf, dass die Titel sehr schön die Stimmung des jeweiligen Stückes wieder spiegeln. Anscheinend legst du viel Wert darauf das Song und Titel gut miteinander harmonieren, sehe ich das richtig?

Die Songtitel sollen an sich interessant klingen und gleichzeitig auf irgendeine Art die Grundstimmung des Songs beschreiben. Ist manchmal auch nicht so einfach, passende Titel zu finden. Da tue ich mich manchmal schwer. Und genau wie beim Songwriting ist das Titelfinden häufig genauso zufällig. Man hört irgendwo eine coole Phrase in einem Film oder so und zack, hat man einen Songtitel. Bei manchen weiß ich noch nicht recht, ob die schon so in Ordnung sind. Vielleicht finde ich bei dem Einen oder Anderen etwas passenderes, aber vielleicht bleibt's auch so.


Was sofort auffällt wenn man deine Solo Stücke mit denen der Band Forces At Work vergleicht, bei der du eine der beiden Gitarren spielst, ist der große stilistische Unterschied. Dein Solo Schaffen bewegt sich im melodischen, eingängigen Guitar Hero Stil ala Satriani und Forces At Work ist brutal komplizierter Prog, vertrackt ohne Ende und mit recht düsterem Einschlag. Schlagen da zwei Herzen in deiner musikalischen Brust und liebst du beide doch sehr gegensätzlichen Stile?

Ja, kann man so sagen. Die Musik von Forces At Work lebt eben von dem, was entsteht, wenn wir 5 Jungs zusammen sind. Und das ist halt der harte, oft vertrackte Sound. Wenn ich alleine Musik mache ist es einfach anders. Da dominieren dann die Melodien. Ich bringe bei Forces At Work aber meinen eher eingängigen und melodiösen Stil auch gerne ein, wenn es passt. Die Gegensätze in den Musikrichtungen machen aber auch den Reiz aus und manchmal habe ich auch einfach mehr Bock auf die härtere Geschichte und manchmal umgekehrt...


Seit dem Frühjahr entsteht in penibler Arbeit eine Custom Gitarre für dich. Gefertigt von einem Gitarrenbauer der nur in Kleinserie, komplett von Hand fertigt. Das Modell wird Big Time heißen. Also eine Custom Gitarre die nach deinem ersten Solo Album benannt ist. War das deine Idee sie nicht Adrian Weiss Signature zu nennen? Ich habe bereits die Entwürfe gesehen und bin begeistert. Eine ganz ausgefallenen, futuristische Form weit weg von den etablierten Gibson, Fender und Ibanez Instrumenten. Sind bei der Form auch Ideen und Vorstellungen von dir mit eingeflossen? Was waren deine Wünsche hinsichtlich der verwendeten Hölzer, Pickups etc.? Wird die Gitarre noch rechtzeitig zu den abschließenden Studioaufnahmen fertig?

Ja, sie heißt "Orthos - Big Time". Die Idee, sie nach dem ersten Album zu benennen, stammt von Gitarrenbauer Timo Schramm. Beim Design und bei der Ausstattung habe ich meine eher bescheidenen Eingaben gemacht, aber weitgehend TS Customs die Gestaltung überlassen. Timo ist selbst ein sehr guter E-Gitarrist, kennt meinen Stil sehr gut und weiß, was ich brauche. Wir haben mehrfach telefoniert und uns auch persönlich getroffen und es war dann einfach klar, dass er weiß, was für eine Gitarre gut für mich ist. Ich bin natürlich sehr gespannt, denn sie soll zu Herbstbeginn fertig werden. Und ja, sie wird zu den Studioaufnahmen für das neue Album eingesetzt werden! Ich freue mich drauf!


Wenn ein Paar Elternfreuden entgegen sieht, denken sie sich meist schon vor der Geburt einen Namen für das Kind aus. Nun liegst du mit dem neuen Album quasi schon in den Wehen hast aber noch keinen Namen / Titel für dein “Baby”. Und während die werdenden Eltern fasziniert auf das Ultraschall- Bild schauen gibt es von deinem “Nachwuchs” ja auch ein “Schall”-Bild in Form einer Demo CD. Nun wird es also Zeit die Dinge beim Namen zu nennen. Nach welchen Kriterien wirst du du den Albumtitel wählen? Ein Titel den man sofort behält, der einen guten Klang hat oder vielleicht nach ganz anderen Gesichtspunkten?

Wenn die beiden ersten Kriterien erfüllt sind, bin ich glücklich. Habe schon ein paar Ideen gehabt, aber nichts hat mich bisher voll überzeugt. Aber wird schon kommen - ein guter Titel. Man kann nichts erzwingen, wie beim Songwriting..... :)


Du bist, was die Fertigstellung des Albums betrifft ein Hans Dampf in allen Gassen. Du hast die Songs geschrieben, spielst alle Gitarren, hast die Demo selber produziert. Was wirst du noch in Eigenregie machen bevor das Album komplett fertig ist?

Die Demo ist ja im Prinzip erst mal ein Entwurf für mich und die Leute von der Band - quasi als Fahrplan, um die Songstrukturen zumindest grob festzulegen. Das Ganze soll ja dann noch vom Input der Band angereichert werden. Der Drummer Lars Zehner wird sich seine Grooves, Beats und Breaks überlegen. Marcel wird sich interessante Basslinien ausdenken und Demian an der 2. Gitarre wird sicher, was Arrangements und Ausarbeitung der Gitarrenarbeit angeht noch gute Ideen reinbringen. Außerdem wird er einige Soli beisteuern, die ich auf der Demo vorläufig alle übernommen habe....aber die Geschichte wird noch viel interessanter und vielschichtiger klingen, wenn der Input der Band dabei ist. Heißt also: Ab jetzt passiert nichts mehr im Alleingang. Höchstens noch organisatorische Sachen...Absprachen mit Studio, Engineer, Zeitplan, weitere Gastmusiker etc.


Dein erstes Solo Album BIG TIME hatte ein tolles Cover Artwork von Killustrations, ein Grafiker der sich auf Album Cover spezialisiert hat. Wirst du wieder mit dem Künstler zusammenarbeiten?

Sehr gerne. Habe ich vor, falls er Zeit hat. Werde auf ihn zugehen, sobald absehbar ist, dass die Produktion zum Abschluss kommt. Er macht ja in Sachen Artwork so Einiges und ist selbst auch als Musiker (u. a. Sänger der Band THE VERY END - (unbedingt anhören!!!) sehr aktiv. Er ist wirklich ein hervorragender Künstler, vor allem weil er auch wunderbar auf die Vorstellungen des Musikers eingeht und sich gleichzeitig selbst verwirklicht.


Das Album wird wieder rein instrumental sein. Hast du eventuell mal erwogen einen Song mit einem Gastsänger aufzunehmen? Aber wahrscheinlich willst du dich um das Schreiben der Lyrics drücken, haha.

Habe ich auch drüber nachgedacht. Aber irgendwie hatte ich beim neuen Album genügend instrumentales Material. Kann mir vorstellen, vielleicht beim 3. Album ein 50/50 - Ding zu drehen. Hälfte Instrumental, Hälfte mit Gesang und dann wie Slash mit unterschiedlichen Sängern. Steve Vai macht das ja auch gerne in der Art, wobei er selbst singt. Das werde ich aber sicher nicht tun (grins). Die Lyrics würde ich wohl tatsächlich den Sängern überlassen. Auch aus Faulheit natürlich, aber ihre eigenen Texte können die eigentlich immer am besten singen.


Ich bin ein Fan von deinen Home Videos auf YouTube. Besonders dein Humor gefällt mir, muss dein amerikanischer Teil sein, den Deutschen sagt man ja nach eher humorlos zu sein. Dürfen wir da zur Veröffentlichung des neuen Albums wieder ein cineastisches Meisterwerk von Regisseur Weiss erwarten?

Danke. Ich finde die Deutschen ganz und gar nicht humorlos. Aber sie sind ganz anders drauf als die Amis. Neue Home Videos wird es nicht erst zum neuen Album geben. In wenigen Tagen wird schon Teil 6 erscheinen. Im Laufe des Herbstes dann Teil 7. Zum Release des neuen Albums wird es dann sicher auch noch mindestens eins geben. Also rein in die Kinos, Popcorn kaufen und Handys aus!


Eingangs hatte ich versprochen nicht mehr an deine Verfehlung aus Jugendtagen zu erinnern aber Politiker halten sich auch nie an Versprechen, warum sollte ich da besser sein. Du hast mir bei unserem ersten Interview gebeichtet, du hast nicht mit der Gitarre angefangen sondern der Geige. Und was mich dann absolut schockiert hat, du wurdest nicht etwa von deinen Eltern unter Androhung brutaler Gewalt dazu gebracht Geige zu spielen, sondern du wolltest das selber. “Unfassbar”, würde Stefan Raab da sagen. Was ist eigentlich aus der Geige geworden? Hast du deinen Eltern und Freunden ein letztes Mal vorgespielt und das Teil nach Ritchie Blackmore Manier zertrümmert? (Das wäre natürlich super cool) Oder einen Hamsterkäfig daraus gebastelt?

Ich habe nie eine eigene Geige besessen. Die Scheißdinger sind super teuer. Die billigsten Fabrikpappgeigen für Anfängerkinder kosteten schon Anfang der 80er Jahre mindestens 500 Mark. Deswegen haben meine Eltern mir eine geliehen von der Musikschule. Wenn man dann irgendwann besser wird und es ernst meint mit dem Instrument, ist es üblich, dass man sich dann langsam ein eigenes Exemplar zulegt. Soweit ist es bei mir aber nie gekommen. Mein erstes eigenes Instrument war eine E-Gitarre. Meine Geigenlehrerin hatte es zuvor meinen Eltern nahe gelegt, mich vom Geigenunterricht abzumelden. Zum Schluss bestand mein Unterricht hauptsächlich aus Diskussionen über die Frage, ob AC/DC geiler ist als eine Etüde von Bach. Der Meinung war ich jedenfalls und wir kamen auf keinen grünen Zweig. Da haben meine Eltern dann irgendwann die Geige zurückgegeben und ich begann für eine E-Gitarre zu sparen.


Geige abgegeben, aber den Geigenkoffer hast du also noch. Hmm, ich hoffe dir gefällt das Interview und ich laufe nicht Gefahr, dass du nächste Woche vor meiner Tür stehst, mit Geigenkoffer, und mir ein Ständchen bringst mit dem Song “Requiem in Blei-Dur”. Hüstel. Damit sind wir am Ende des Interviews, ich darf mich bei dir bedanken und werde mir jetzt ganz schnell einen Flug in den brasilianischen Dschungel buchen, da gibt es zwar Giftschlangen und Krokodile aber immer noch besser als einem Mann aus Chicago mit Geigenkoffer zu begegnen. Die letzten Worte gehören wie immer dem Musiker, leg los und richte ein paar Worte an die Fans.

Erstmal vielen Dank an Ulf und HHH für das Interesse und das Interview! Mein erstes Album BIG TIME könnt ihr euch auf meiner Webseite www.adrianweissmusic.de oder direkt bei Bandcamp unter www.adrianweiss.bandcamp.com komplett kostenlos anhören und natürlich auch kaufen, wenn Ihr wollt. Konzerte gibt es auch demnächst ein paar. Fest steht der 18.10.13 im Lustwandel in Düsseldorf und der 30.11.13 im Sunshine in Selm. Im Dezember wird es ein Konzert im Pitcher in Düsseldorf-Friedrichstadt geben.... Also schaut vorbei!


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