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Wicked Temptation
 
Wicked Temptation - Dirk HackenbergWicked Temptation - Peter WagnerIch bin heute Abend hier in Köln auf der Release Party von Wicked Temptation, die Ihr Album SEEINī AINīT BELIVINī am 10.03.2010 veröffentlicht haben und wir hören jetzt mal was die zu sagen haben, da sie sich heute mal vorstellen wollen.

Datum:
 S.K., 20.03.2010

Wir fragten...
 Stellt euch doch einfach mal vor.

Peter: Ja, ich bin der Peter Wagner (Gitarre), von Wicked Temptation.

Dirk: Und ich bin der Dirk Hackenberg und ich singe bei Wicked Temptation.


Das ist schon mal ein Anfang. Wie fühlt Ihr Euch vor Eurem Auftritt?

Peter: Prima! Gut! Könnte schlimmer sein.


Entspannt?

Dirk: Entspannt und trotz dem aufgeregt, weil ich finde so ein bisschen innerlich aufgewühlt muss man sein, sonst braucht man sowas nicht mehr zu machen. Es macht sonst keinen Spaß mehr.

Peter: So ein bisschen prickeln immer.


Wicked Temptation! Wie seid Ihr auf den Namen gekommen? Also ich habe das mal gegoogelt! Habt Ihr das mal gegoogelt?

(Alle lachen!) Dirk: Eigentlich haben wir mal darüber nachgedacht ein Unterwäschemodel für das Cover zu nehmen. Nein! Quatsch! Blödsinn! Wir sind einfach auf der Suche gewesen nach einem Namen, der gut klingt und sind erst mal bei Wicked Sensation gelandet, wenn wir ehrlich sind und haben dann mal so ein bisschen recherchiert und haben festgestellt: "Ohh! Wicked Sensation, da gibt es schon was!"

Peter: Oder es gab zumindest schon eine Band namens Wicked Sensation.

Dirk: Und da haben wir uns gedacht, das geht ja nicht! Da fallen wir nur mit auf die Nase. Schlussendlich haben wir uns dann für Wicked Temptation entschieden; klingt gut, macht auch Sinn. Ich finde der Name macht, wenn man ihn auch schon ausspricht Spaß. Ist ein cooler Name; uns gefällt er.


Ich denke, sonst wär es auch keine Sensation mehr.

(Gelächter)


Wie habt ihr vier zueinander gefunden?

Peter: Ohh. Das ist eigentlich eine ziemlich lange Geschichte. Wir haben Anfang der 90er in einer Heavy - Band Namens Salvage gespielt. Also wir beide auch, wobei der Dirk später hinzugestoßen war. Der erste Sänger war ausgestiegen. Dann wurde Ersatz gesucht und Dirk ist in die Band eingestiegen.
Wir hatten ein kleines Plattenlabel seiner Zeit und wir hatten ein kleines Debut vorbereitet und auch rausgebracht. In Japan ist es, so glaube ich auch ein wenig gekauft worden, sage ich jetzt mal so. Aber als es dann letzten Endes erschienen war, hat sich dann die Band gesplittet. Also ich war dann der Erste, der aus persönlichen Gründen ausgestiegen war. Dann machte die Band halt noch ein bisschen weiter und dann später hat sich das Ganze dann aufgelöst. Irgendwann haben sich dann die Leute wieder zusammengefunden, die sich letzten Endes super verstanden haben und wo die Chemie einfach gestimmt hat. Irgendwann ging man seine eigenen Wege, machte seine Coverbands, seine anderen Projekte. Wir sind sporadisch aber immer in Kontakt geblieben und irgendwann hatten wir die Idee: "Ach Mensch, lass uns doch mal ein bisschen Hardrock spielen, lass uns doch mal ein Spaßcoveralbum aufnehmen. Das haben wir dann bei mir zuhause gemacht. Wie gesagt, das Ganze war als Hard- und Heavyprojekt geplant. Da sind dann zwei drei eigene Stückchen dabei, die wir noch mit aufgenommen hatten. Und irgendwann haben wir gemerkt: "Mensch da steckt ja doch Potential hinter. Warum sollen wir das nicht mal mit ganz eigenen Stücken versuchen?" And here we are!


Seit wann macht Ihr schon Musik? Seit wann spielst Du schon Gitarre, Peter?

Peter: Seit dem ich sieben Jahre alt bin. Ist schon so 35, 36 Jahre her.


Jetzt hast Du Dich aber 5 Jahre jünger gemacht!?

Peter: Habe ich mich verrechnet ? Ich habe mit sieben Jahren angefangen Gitarre zu spielen; mittlerweile zähle ich 43 Lenze. Du jetzt kann jeder selber rechnen.


Du hast wenigstens noch Haare. Ich mit meinen 35 nicht mehr.

(Gelächter)
Peter: Und die sind nicht angeklebt.
(Gelächter)


Dirk spielst Du auch ein Instrument oder ist die Stimme Dein einziges Instrument?

Dirk: Das Einzige was ich hoffentlich richtig kann ist singen. Alles andere ist zum Hausgebrauch. Drei Akkorde auf der Gitarre, vier Töne am Bass. Die schwarzen und die weißen Tasten am Keyboard und beim Schlagzeug treffe ich auch die Trommeln. Also ich kann von allem ein Bisschen, aber es reicht nichts es richtig zu machen. Deswegen, als ich mal Abitur gemacht habe vor vielen Monden. 1986, um genau zu sein, da hat man mich gefragt: "Hast Du Lust in einer Abi-Band zu singen?" Da habe ich gesagt: "Komm, machen wir." Das war dann so. Du hast ja genug Platten im Schrank. So bin ich zum Singen gekommen. Hab richtig Blut geleckt. Damals schon. Hab Spaß daran gehabt und das weiter verfolgt. Eigene CD-Produktion. Wie gesagt, Salvage war die Erste, dann Essex, Halifax, La Morna und was es noch alles gab. Eigene Coverband seit einem Jahr, mit ich sehr gut unterwegs bin. Ich habe jetzt auch wieder richtig Blut geleckt, was Eigenes zu machen. Das ist mit Peter eben, eine sehr gute Geschichte. Wir ergänzen uns sehr gut und haben Spaß zusammen, auch wenn wir im Studio sind und das ist schon 'ne tolle Sache. Auch mit Marc und Hans, das ist schon eine sehr souveräne Geschichte.


Wir habt ihr vier zusammengefunden? Seid ihr alte Schulkameraden …?

Peter: Ursprünglich war die Band Salvage, wo alles drauf zurückzuführen ist, Schulkameraden. Und dann, wie gesagt, stiegen einige Musiker aus. Dann hat per Zeitungsannonce über den Reviermarkt, wie das damals so üblich war; zueinander gefunden. Also, es waren ursprünglich Schulkollegen und dann eben halt nicht mehr. Ich war der einzig übrig gebliebene Schulkollege.
(Gelächter)


Ihr macht Musik , weil …?

Peter: … wir dumm sind!

Dirk: ...und weil es Spaß macht.


Dann müsste ich ja auch Musik machen! (Gelächter) Wen würdet Ihr den gerne mal supporten? Was ist Euer Traum, mit welcher Band zu spielen?

Peter: Da sag ich mal ganz klar Dio!

Dirk: Das wär ein richtiger Traum! Keine Frage.


Was hat Euch inspririert Musik zu machen?

Peter: Der Punkt war für mich schon relativ früh klar. Ich hab damals im Fernsehen Jimi Hendrix live gesehen. Bin dann immer in das Schlafzimmer meiner Eltern gerannt und habe also auch Luftgitarre gespielt und von da an war das klar. Ich habe in manchen Situationen im Schlafzimmer auch dann gestört. (Gelächter) Kann schon mal vorkommen. Irgendwann sind wir dann mal auf Mallorca gewesen, da war ich so sechs. Da haben wir, die ganze Familie, in so einem Bistro gesessen und nebenan war ein Gitarrengeschäft, der hat seine Flamencogitarren verkauft, der Typ. Ich bin dann darüber. Mein Vater hat da so einen Joke mir gegenüber gemacht: "Hier Dein Papa, sitzt hier und kommt gleich und bezahlt und Du kannst Dir eine Gitarre aussuchen und mitnehmen." Ich habe das dann wörtlich genommen. Wo mein Vater nicht mit gerechnet hat, dass der Gitarrenhändler mir wirklich die Gitarren mitgibt. So ist es dann passiert. Ich habe es dann geschafft die Gitarre in das Restaurant mitzunehmen. Die Leute haben dann alle gelacht. Mein Vater kam dann nicht umher mir wirkliche eine zu schenken. So nahm alles seinen Lauf.


Dirk, und wie bist Du zum Singen gekommen? Unter der Dusche?

Dirk: Es war, wie gesagt, ein Zufall. Zum einen die Abiturbands damals, als einer gesucht wurde. Da ging es darum: "Hast Du Lust? Du hast ja ne Menge Platten im Schrank!" Irgendwie war das wirklich so. Ich hatte wirklich schon für damalige Verhältnisse viele Platten im Schrank. So hat das alles angefangen. Das erste Mal gesungen und auch keine Berührungspunkte gehabt, davor. Fröhlich in das Mikrofon gehustet. Dann habe ich richtig Spaß gehabt dabei. Dann habe ich die erste eigene Band gehabt, wo wir dann auch ein paar Gigs mit gehabt haben. Ich habe dann da auch noch ein bisschen Bass bei gespielt. Und dann ging es in die semiprofessionelle Schiene in dieser Zeit. Dann kam noch die Ausbildung und Studium dazu. Aber ich habe das Ganze nie aus den Augen verloren. Für mich ist wichtig, dass ich Spaß daran habe. Ich höre heute noch das, was ich früher gehört habe. Ich höre nach wie vor Dio, Dokken, Whitesnake. Rainbow vor allem. Sie war immer meine Lieblingsband. Das ist eine Sache, die prägt einen irgendwo. Ich bin dann später zu Dio gekommen. Habe dann festgestellt: "Mein Gott, dieser kleine Mann hat soviel Luft in den Lungen und singt so genial und so authentisch, so ehrlich, so kraftvoll...

Peter: ...und das immer noch mit 67 Jahren.

Dirk: ...das ist faszinierend. Und ich hoffe auch, das kann man auch auf diesem Weg loswerden, dass er sehr schnell wieder gesund wird. Er macht eine Magenkrebstherapie im Augenblick. Ich möchte Ronnie nochmal live sehen. Ich habe ich mit Heaven and Hell letztes Jahr gesehen und würde das gerne nochmal tun. Es ist einfach geil.


Wie würdet ihr Eure Stilrichtung beschreiben?

Peter: Klassischer Hard Rock! Ganz einfach. Es gibt mittlerweile so viele Stilrichtungen. Aus meiner Zeit kenne ich Death Metal, Heavy Metal, Speed Metal und klassischen Hard Rock. Ich würde sagen klassischen Hard Rock.

Dirk: Ich denke so Bands , wie Dokken kommen da logischer Weise als Vergleiche auf. Dio vielleicht auch so ein bisschen. Judas Priest unter Umständen vom Riffing her. Wir wollen nicht 1:1 kopieren. Das ist die Musik, die uns gefällt. Wir wollen definitiv auch nicht das Rad neu erfinden. Ich denke das muss schon kreativ sein. Gucken, was dabei rauskommt. Da wir diese Einflüsse haben, klingt das auch so, wie wir das gerade beschrieben haben.

Peter: Und das kann man und wollen wir auch nicht vermeiden.


Haben Eure Lieder auch eine Message?

Peter: In jedem Fall Spaß haben. Was sich da textlich hinter verbirgt, da sollte der Kollege Dirk was zu sagen.

Dirk: Wir haben sicherlich verschiedene Themen drauf. Bei diesem Album habe ich so die letzten zweieinhalb Jahre verarbeitet. Zum einen Trennung . Eine Beziehung, die keine richtige war. Wer sich die Texte genauer anguckt, der kann das ganz gut herauslesen. Nicht nur zwischen den Zeilen.

(Dann kommt Hans hinzu. )


Hallo Hans. Wer bist Du? Was machst Du?

Hans: Ich bin Hans Inīt Zand. Ich bin beruflich als Trommler tätig. Ich habe eine Ausbildung als Englischlehrer gemacht. Ich war ein Jahr in Los Angeles auf der Los Angeles Musikakademie. Dann habe ich mich entschieden wieder nach Europa zurückzukommen. Was ich mache? Trommeln. Unterricht geben. Trommeln. Unterricht geben. Trommeln. Unterricht geben, ....


Euer Erstlingswerk ist fertig! Von mir an dieser Stelle: "Herzlichen Glückwunsch!" Ich finde die Scheibe ist Euch sehr gut gelungen. Seid Ihr auch damit soweit zufrieden oder würdet Ihr sagen, dass Eine oder Andere würde ich im Nachhinein besser machen?

Peter: Im nach hinein kann man das immer, aber wenn zwei, drei Wochen vergangen sind und die Scheibe fertig ist, dann findet man beim hören im Auto auf dem Weg zur Arbeit immer noch das Eine oder Andere, was man hätte ändern können.

Hans: Das wichtigste ist die Energie, die auf der Platte gefangen worden ist. Die Freude an der Musik. Die Songs haben Kopf und Fuß. Toller Gesang. Tolle Songstrukturen. Tolle Rhythmen. Tolle Grooves. Wir haben alles selber gemacht. Bei Peter zu Hause. Vielen Dank an Peter. Für das Coaching, das Song schreiben. Wir haben viel darüber geredet, was wir so machen. Es kann und es muss auch immer besser sein, aber man muss auch realistisch sein und irgendwann muss man sich auch mal trauen es los zulassen. Und wir hoffen, dass wir uns so gut mitteilen können, dass wir noch eine Zweite und eine Zehnte, Elfte scheibe machen können. Ende Story.


Euer Lieblingssong von der Platte?

Dirk: "Money" finde ich unglaublich geil und "Children".

Peter: Yes! "Children" und "Money"!


"Hellraiser"!

Hans: Ja! "Hellraiser", wenn da ein Song genannt werden sollte, dann "Hellraiser". Es sind alle Songs wie Kinder. Man sollte nicht auswählen. Sie sind alle gut, sonst wären sie nicht auf der Platte.


Viele Reviews wurden auch geschrieben. Auch von anderen Magazinen und die Bewertungen waren teils nicht so positiv. Möchtet ihr was dazu sagen?

Peter: Entweder man kann eine Review schreiben und man hat mit der Musik nichts zu tun, weil man aus einer ganz anderen Richtung kommt. Dann kann man sie schreiben, aber man sollte sie vielleicht nicht schreiben. Es kann einfach nur ungerecht ausfallen. Die andere Geschichte. Wir schreiben uns auf die Fahne. Wir stehen dazu, dass wir ähnlich wie Dio, Lynch Mob, Dokken etc. klingen. Das sind unsere Einflüsse. Die haben uns geprägt. Das hat uns immer schon Spaß gemacht. Das findet sich in unserer Musik natürlich wieder. Da stehen wir zu. Das wollen wir auch. Und wir wissen, dass es im Publikum Leute und Menschen gibt, die das schätzen. Die wollen wir ansprechen. Die Leute, die die gewissen Reviews geschrieben haben, haben es nicht verstanden, dass wir dazu stehen. Da wird uns fehlende Innovation nachgesagt. Wir haben es schon mal gesagt: "Man kann das Rad nicht neu erfinden!" Das wollen wir nicht. Und wenn die Leute uns dann nachsagen:" Innovation fehlt!" Es gibt keine Innovation in dem Sinne. Man kann das Rad nicht neu erfinden. Und wir stehen dazu, was wir machen. Und wenn die Leute das nicht verstanden haben, dann sollen sie sich einfach mal die Bandinfo angucken. Dann können sie sich entscheiden, ob sie eine Review schreiben.


Habt ihr denn schon eine Tour geplant?

Dirk: Geplant, ist immer so eine Sache. Wir arbeiten immer Hinter Kulissen an einigen Sachen, an einigen Dates. Wir können noch nichts bestätigen. Es ist heutzutage auch nicht ganz einfach unter professionellen Bedingungen kaufmännisch und sauber kalkuliert alles auf die Bühne zu bringen. Jeder muss seine Rechnungen bezahlen. Es ist alles schön und gut. Man muss auch sehen, dass diese ganzen Veranstaltungen sich ein wenig tragen. Das heißt nicht, Du kannst einen Job spielen und jedesmal 500€ mitbringen. Mittlerweile ist es üblich, dass man sich auf Touren einkaufen muss wenn man als Support spielt. Du musst natürlich auch eine sehr finanzkräftige Plattenfirma hinter dir haben. Wir haben ein kleines Label, das aber auch sehr viel für uns tut. Wo wir aber auch sehr zufrieden mit sind. Rhine Rock Records, mit dem Frank Mohr, Jörg Geditz. Die machen einen sehr guten Job inkl. der Biggy Bräckler von Brooklyn Promotion und dem Andreas Bob von Bobmedia. Aber es ist schwierig heutzutage. Wir arbeiten daran und sind zuversichtlich, dass wir es demnächst mal live regelmäßig auf die Bretter kriegen.


Sind weitere Gigs geplant oder ist das heute der Einzige, der gespielt wird?

Hans: Momentan kommt ein Tag nach dem anderen. Es ist sehr schwierig. Ich kann mich nur 100%ig hinter die Wörter von Dirk stellen. Es kann nicht sein, dass Du Geld mitbringst um Deinen eigenen Job zu spielen. Investieren ist ok, aber es muss auch sinnvoll sein.


Also wir brauchen keine Angst haben, dass irgendwann mal ein Schild vor der Tür steht. "Wegen Reichtum geschlossen!"

(Gelächter)


Bastelt ihr denn schon an einem Nachfolger?

Peter: Ich habe den Vorteil zu Hause ein kleines Studio, zu haben. Ich übe ab zu auf meinem Instrument. Da entstehen dann die ein oder anderen Riffs und ich brauche dann nur noch den Finger auf die Aufnahmetaste drücken und die Ideen sind dann sozusagen schon gesammelt. Die Ideen sind schon soweit gesammelt; ich denke mal es sind jetzt genug Riffs vorhanden, um ein neues Album jetzt schon auf die Beine zu stellen. Es muss nur arrangiert werden.


Heutzutage ist es natürlich so, dass ehrliche Arbeit nicht immer belohnt wird. Die Raubkopierer sind auch unterwegs. Habt ihr vielleicht den Wunsch in diese Richtung was zu formulieren?

Dirk: Ich denke einfach, dass man fair sein sollte den Leuten gegenüber, die damit versuchen ihren Lebensunterhalt zu verdienen oder vielleicht die nächste Produktion bezahlen zu können. Und gerade kleinen unbekannten Bands tut es sehr weh, wenn von den Exemplaren, die sowieso nur in kleineren Stückzahlen verkauft werden. Wenn man dann seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, weil man das hauptberuflich macht und einem da die Einnahmen wegen sowas wegbrechen, dann ist das auch ein bittere Geschichte. Leider ist die Industrie auch selbst mit daran schuld, weil sie die CD Preise einfach zu hoch gemacht haben im Laufe der Zeit. Ich kann mich noch daran erinnern als wir noch die D-Mark hatten. Da konntest Du für 12,- oder 14,- DM die CDs kaufen. Wenn Du Glück hast zahlst Du heute im Angebot 13,99 Euro dafür. Und wenn man das dann mal vergleicht und in Relation setzt, dann denke ich einfach haben die Industriebosse da einen riesen Denkfehler gemacht. Gerade durch die Entwicklung der digitalen Speichermedien heutzutage ist da ganz was anderes draus geworden, als sie sich das gewünscht haben. Natürlich auch die Musiker. Aber ich denke da müssen alle noch umdenken. Sowohl die Konsumenten, als auch die Industrie. Ich denke, wenn die heutzutage eine CD für 10,- bis 12,- € anbieten würden, dann gäbe es bei weitem nicht so viele illegale Raubkopien.

Hans: Ich habe drei Jahre in einem Plattengeschäft in Venlo bei Sounds Record Shop gearbeitet. Ein super Laden. Mehrere Preise gewonnen. Ich hab das Geschäft mal von dieser Seite kennengelernt. Das war sehr lehrreich. Im Allgemeinen ist es so, dass dort eine Dreiecksbeziehung ist. Da ist die Plattenfirma. Da ist ein Plattengeschäft und da ist eine Band. Man würde sagen: "Man ist klug und man bündelt seine Kräfte." Man steht zusammen hinter einem Produkt. Nein! Alle müssen sich nach dem Willen der Plattenfirma fügen. Eine Plattenfirma ist wie eine Bank. Nur schlimmer! Ich kenne da Geschichten und auch wie das Geschäft an dieser Seite funktioniert. Das Plattengeschäft bezahlt für den Einkauf der CD den Betrag X. Ist da ein größeres Geschäft mit einer Kette. Jeder weiß worum es geht. Das gleiche Produkt liegt da für den Kunden für einen noch geringeren Preis, als das was jedes einzelne Geschäft dafür zahlen muss. Hey, wer beraubt wen? Das ist klarer Raub! Das ist kein faires Geschäft. Die großen Firmen sind dadurch auch viel kleiner geworden. Seit Jahren schon. Und eigentlich ist es auch richtig so. Die sollten Ihrer Strafe in dem Sinne auch nicht entfliehen können. Die eigenen CDs brennen können ist auch keine kluge Erfindung. Die gleiche Firma, die sich auch Plattenfirma nennt hat diese Technik erfunden. Ich bin echt nicht doof, aber das verstehe ich nicht. Es muss zurück zu einer Situation, wo die Leute das Originalprodukt haben wollen. Ich hätte da eine Idee, wie wir dahin kommen können. Wo Leute wieder darauf Wert legen ein tolles Produkt in den Händen zu halten. Was sich toll anschauen lässt und natürlich gute Musik drauf ist. Das ist natürlich das Wichtigste. Früher haben wir die Plattencover in der Hand gehalten und sie stundenlang betrachtet. Da ging Magie von aus. Zu dieser Situation müssen wir wieder zurück. Ein Produkt auf MP3 ohne Gesicht bringt auch kein Verbündnis mit der Band. Dann ist es auch nicht schwierig. Und ganz bestimmt in der heutigen Gesellschaft, wo sich alles so um das Auge dreht. Es muss alles gut aussehen. Auch wenn es Schrott ist. Solange es gut aussieht, verkauft es sich. Bei Musik macht man das nicht. Das finde ich nicht klug.


Kann man von einem Seelenraub sprechen, zwischen der Zusammenarbeit der Bands und Plattenfirmen?

Peter: Joah! Mittlerweile hat sich das, so glaube ich, auch ein wenig geändert. Vor zwanzig Jahren konnten die den Künstlern ganz klar aufdiktieren, was diese zu tun und zu lassen haben. Heute hat man zumindest wieder den Vorteil, dass die Künstler wieder kreative Freiräume haben. Dahingehend hat sich schon ein wenig verändert.


Habt ihr sonst noch eine Message. Ich fand es schon sehr produktiv, was wir hier besprochen haben. Ich denke schon, dass die Dinge mal angesprochen und nach außen hin getragen werden sollten.

Hans: (wird ganz mutig; im Spaß): Wenn sie uns dafür verprügeln wollen, dann sollen sie doch rüberkommen! (Gelächter). Bis jetzt haben wir alles aus eigenen Kräften machen müssen. Da haben wir auch keine Hilfe gehabt. Jedenfalls nicht über die regulären Wege, die sich bisher entfaltet haben. Solche Leute wie Frank Mohr, unser Plattenchef, die muss man schätzen. Weil die Infrastruktur, wie wir sie die Jahre kannten, die jetzt nicht mehr oder kaum existieren. Da ist dann jetzt auch Raum für Leute, wie Frank Mohr, um da etwas aufzubauen. Das sind Leute, die lieben Musik und sind keine Kalkulatoren in einem netten Anzug. Wie früher!


Vielen Dank, dass Du Ihr Euch Zeit für ein Interview genommen habt.


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