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Konzertbericht
 

Westfalenhalle in Dortmund
Freitag, 08.12.2006

Bands: Iron Maiden, Trivium, Lauren Harris

Achter Dezember 2006. Dortmund, Westfalenhalle. Dieser Abend war von vielen Fans der eisernen Jungfrauen lange herbeigesehnt, startete der Vorverkauf für dieses Eine von zwei Deutschlandkonzerten im Rahmen der "A Matter of Life and Death"-World Tour doch schon im Frühjahr, und erfahrungsgemäß darf man sich nicht viel Zeit lassen, denn die Tickets sind begehrt und schon einen Monat später oft nur noch bei ebay zu horrenden Summen zu ersteigern.

Entsprechend groß war natürlich auch der Andrang von Fans. Bereits um 16:00 Uhr standen knapp 500 Fans vor den Türen in den Startlöchern. Maskottchen Eddie grinste einen an, wohin man auch blickte. Dennoch war die Stimmung vor der Halle recht verhalten, abgesehen von wenigen "Maiden Maiden!" Sprechchören tat sich nicht viel, bis schließlich mit einer halben Stunde Verspätung um 18:30 Uhr die Fans eingelassen wurden.

Als sehr ärgerlich stellte sich für die einströmenden Massen heraus, dass die erste Reihe bereits belegt war: Fanclubmitglieder wurden eine halbe Stunde eher eingelassen.

Sicherlich wollen jene für ihren 30 Euro Fanclubbeitrag im Jahr auch neben vier kleinen, mehr oder weniger nutzlosen Fanheftchen etwas geboten kriegen. Ob das jedoch auf Kosten der über 50 Euro zahlenden "Standardfans" gehen sollte, die zum Teil seit Mittag bei Wind und Wetter vor der Halle ausgeharrt hatten, wage ich zu bestreiten.

Lauren Harris

Lauren Harris
Daran war aber nichts zu ändern, allmählich füllten sich Saal und Ränge, bis schließlich Lauren Harris samt Band das Abendprogramm eröffnete. Die junge Tochter von Steve Harris erwies sich als wahres Energiebündel, wenngleich ihr Stageacting noch ein wenig unbeholfen wirkte. Das tat der Stimmung keinen Abbruch, denn allein optisch war sie allemal ein Blickfang. Stimmlich gut, und emotional begeistert bei der Sache machte Lauren ihre Sache insgesamt gut.
Die Musik selbst allerdings passte wenig zu dem Rest des Abends, wurde doch abgesehen vom UFO Cover "Natural thing" zum Abschluss überwiegend Pop-Rock und radiotaugliches Material geboten.
Was dem der Band sicherlich gut tun würde wäre eine zweite Gitarre. Technisch war das Gebotene zwar nicht ohne, aber gerade Live um der Fülle des Sounds wegen wäre eine Unterstützung sicher nicht verkehrt.

Trivium

Trivium
Die Umbaupause wurde wie zu erwarten von später dazugestoßenen Maidenfans dazu genutzt, sich mit allen erdenklichen Mitteln Zutritt zu den vorderen Reihen zu verschaffen, was in diesem Fall wörtlich zu verstehen ist. Dass je größer und bekannter eine Band ist, die Fans dementsprechend fanatischer sind ist eine Sache, aber Fairness steht immer noch auf einem ganz anderen Blatt.

Doch dann starteten Trivium durch. Sehr galant springt Sänger Matthew Kiichi Heafy, der Gitarre wüste Riffs entlockend vor sein Mikro - um festzustellen dass es keinen Ton von sich gibt, so sehr er es auch anbrüllt.
Von den meisten Fans kaum bemerkt gibt die Technik wenige Sekunden später den Streik auf und Trivium können sich auf das Spielerische konzentrieren. Sie bieten eine routinierte Show und wirken eingespielt. Nahezu zu eingespielt, denn es sitzt jeder Schritt und Tritt, es wirkt alles irgendwie einstudiert. Über ihren Stil wurde nach dem Auftritt auch in der Halle gestritten, waren die Trivium Fans schwer begeistert, taten insbesondere die alten Maidenfans Trivium als "billige Metallica Kopie" ab. Aber da sollte sich wohl jeder selbst ein Urteil bilden.

Iron Maiden

Nachdem Tochter Lauren zu den Klängen von UFO die Bühne verließ, betritt der Papi sie nun: "Doctor Doctor" läutet die Show der Jungfrauen ein.
Und wie schon zuvor im Internet vielfach zu lesen war, machen sie ernst: Das neue Album A MATTER OF LIFE AND DEATH soll komplett ausgespielt werden. Das klingt selbstbewusst. Ist es aber auch wie der zugehörige Auftritt beweist.
Allein schon bei der Bühnendeko hat man an nichts gespart. Passend zum Antikriegsalbum als welches man A MATTER OF LIFE AND DEATH ja fast bezeichnen kann bildet die Bühne eine Kriegslandschaft aus Sandsäcken und Stacheldraht. Darüber tront, einer Schießbude gleich, Nicko hinter seinem Schlagzeug verschanzt.
Bruce Dickinson - Iron Maiden
Gleich vom ersten Song an ist die Halle in Stimmung. "Different world", "These colours don't run" und "Brighter than a thousand >Suns" werden abgefeiert. Bruce zeigt sich gesanglich nicht in Bestleistung, aber gegen Ende einer Tour wo er fast täglich zwei volle Stunden auf Achse ist kann man das wohl auch kaum erwarten. Steve ist schon nach zwei Songs völlig durchnässt, Jannick dreht sich ständig um die eigene Achse und Adrian macht einen souveränen Eindruck. Dave hält sich bescheiden zurück, steht seinen Kollegen aber spielerisch in Nichts nach. Einzig Nicko ist etwas fernab kaum zu sehen, nur hin und wieder schaut ein grinsendes Gesicht umrahmt von zwei Trommelstöcken hinter dem gigantischen Drumset hervor.
Nach einer kurzen Begrüßung geht es mit "The Pilgrim" weiter, wie Bruce verkündet und wohl auch jeder erwarten konnte. Überraschend hingegen ist es, wie gut "The longest Day" und "Out of the Shadows" in die Setlist passen.
Janick Gers - Iron Maiden
Auf dem Album oft von vielen als Schwachstelle empfunden, ist live davon überhaupt nichts zu spüren. Als Headbangnummer entpuppt sich wie zu erwarten "The Reincarnation of Benjamin Breeg" bis mit "For the greater goof of God" der wohl beste Song der neuen Scheibe folgt. "Lord of light" macht Spaß, bevor mit "The Legacy" auf epische Art der erste Teil des Abends sein Ende findet. Gerade hier machen sich aber Abnutzungserscheinungen Bruces Stimmbänder bemerkbar, kann er doch die höchsten Töne von "The Legacy" schlichtweg gar nicht mehr herausquälen.
"Fear of the dark" läutet den Zugabenteil der Klassiker ein. War die Stimmung vorher schon hervorragend, so wird sie jetzt endgültig zum Überkochen gebracht. Sämtliche 16.000 in der Halle scheinen mitzusingen.
"Iron Maiden" setzt da natürlich noch ein drauf, zumal Bruce endlich auch von den seit Beginn des Konzertes auf der Bühne stationierten Flak-Scheinwerfern Gebrauch macht und die hintersten Reihen der Tribüne beleuchtet.
Nach einer knapp dreiminütigen Pause geht es dann in den Zugabenteil, "2 Minutes to Midnight" allen voran. In "The Evil that Man do" kommt dann schließlich Eddie persönlich auf die Bühne, drei Meter groß und wie auf dem Cover der neuen Scheibe abgebildet. Klar, dass er gleich wieder Janick attackiert, welcher sich während seinem Solo auch mit Händen, Füßen und Gitarre zur Wehr setzt. Verblüffend, mit welch einfach Mitteln man großartige Effekte erzeugen kann, die Menge war jedenfalls restlos begeistert.
Mit "Hallowed be thy Name" kommt der Abend endgültig zum Ende. Von Bruce inbrünstig gesungen, von 1.600 unterstützt, und natürlich auch mit einem letzten Gruß von Eddie. Im großzügig dimensionierten Panzer kommt er von hinten auf die Bühne herangerollt, mit glühenden Augen und rauchender Lunte. Eine bleibende Erinnerung, welche real aber bald ihr Ende findet. Nachdem etwa 30 Dumsticks, 20 Schweißbänder und 10 Plektren ins Publikum verteilt wurden ward es dunkel auf der Bühne.

Fazit: Eine großartige Show. Eine Band voller Spielfreude wo gerade Steve Harris hervorsticht, spielt er doch "Iron Maiden" mit letzten Kraftreserven so aufopferungsvoll wie in den Anfangstagen. Auch die visuelle Unterstützung lässt nichts zu wünschen übrig. Das Verhalten vieler Fans hingegen sehr. Kein noch so großer Fanatismus sollte auf Kosten der Fairness gehen, und dazu gehört halt einfach dass man sich mit Respekt behandelt und ein Konzert nicht einer Prügelei gleicht. Auf das es beim nächsten Gig wieder gesitteter zugeht, Maiden haben es verdient!

    S.J., 11.12.2006
    Fotos von: Stefan Junge

Band-Infos:
 
  • www.trivium.org 
  • www.monstroentertainment.com/lauren.php 

  •  
     
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