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Klangstation Bonn Freitag, 30.03.2007
Bands: Gun Barrel, Jon Oliva's Pain |
Ende März gaben sich die Herren um Savatage-Urgestein Jon Oliva die Ehre und spielten ein grandioses und über zweistündiges Best-of Konzert in der mehr als gut besuchten Bonner Klangstation.
Jon Oliva's Pain
Leider kam ich viel zu spät zu diesem Event, somit habe ich die Lokalmatadore Gun Barrel gar nicht erst gesehen. Und selbst der Hauptact spielte schon, als ich ankam. Später habe ich jemanden mit einer Setlist gesehen und kann deshalb rekonstruieren, dass das Set mit den beiden Savatage Klassikern "Warriors" und "Sirens" gestartet wurde.
Ein weiteres Handicap war die Tatsache, dass ich als eher unterdurchschnittlich große Frau von vielen durchschnittlich großen männlichen Geschöpfen umgeben war, was mir die Sicht auf die Bühne extrem erschwerte. So fand ich mich im Durchgang zwischen Küche und Toiletten wieder, wo ich hin und wieder einen Blick erhaschen konnte. Aber im Mittelpunkt sollte ja sowieso die Musik stehen, also machen wir erst mal damit weiter.
Der erste Song, den ich also nun bewusst erleben durfte war "The Evil beside you", dicht gefolgt von "The Answer", beide vom aktuellen Jon Oliva's Pain Album "Chapter Two: Maniacal Renderings". Doch dann ging es erst so richtig los. Angekündigt wurde das gesamte 1991er Savatage Album STREETS, und zwar von vorne bis hinten! Natürlich unter besonderer Erwähnung, dass dies noch nie zuvor da gewesen sei. Und los ging es mit dem Titeltrack, der auch bei den Fans großen Anklang fand. Weiter ging es wie auf dem Album mit "Jesus Saves" mit großer Unterstützung des Publikums, was Jon Oliva jedes Mal ein breites Grinsen aufs Gesicht zauberte. Restlos begeistert vom Publikum sprach Herr Oliva nun Wünsche nach etwas Trinkbarem aus, vorzugsweise Jägermeister. Zwischendurch gab es aber immer wieder solche netten Zuneigungsbekundungen von Jon Oliva gegenüber dem Publikum wie: "I like shows like these, because I can see your faces."
Weiter ging es nach Plan mit "Tonight he grins again" sowie "Strange Reality", wobei bei zweitem wirklich keiner in der Halle mehr still stand. Medley-artig wurden nach und nach weiter die Songs von STREETS zum Besten gegeben. Highlights waren "New York City Don't Mean Nothing" oder "Ghost in the Ruins", bei welchem die I-don't-know-anymore Rufe wahrscheinlich selbst bis in die Bonner Innenstadt zu hören waren. Weitere Highlights waren "Agony and Ecstasy", "Somewhere in Time" und das Ende des Streets-Opus "Believe", welches Jon seinem verstorbenen Bruder Criss Oliva widmete. Die Zeile "I am the way" von so vielen Stimmen gesungen zu hören geht einem wirklich unter die Haut. Ähnlich emotional wurden nun die Bandmitglieder vorgestellt, wobei diese Vorstellungen mehr in Liebeserklärungen seitens Jon seinen Mitstreitern und der Crew gegenüber ausarteten. Selbst die Merchandise Verkäuferin wurde bedacht und ihr sollte der nächste Song gewidmet werden.
Es war wieder Zeit zu rocken und es wurde wieder aktuelles Pain Material gespielt. Jon betitelte den Opener des Albums THROUGH THE EYES OF THE KING mit "Hall of the Mountain King 2" oder "Hall of the Mountain King 20 years later". Es folgten Jons Lieblingssong des Albums "Timeless Flight" sowie der Titelsong "Maniacal Renderings".
Leider gab es an diesem Abend ein paar technische Probleme mit einigen Monitoren, weshalb Jon sich entschuldigte er könne sich nicht immer selbst hören. Aber bei den nächsten Songs würde das eh keine Rolle spielen, da er alte Savatage Sachen selbst im Schlaf spielen könne. Schön zu beobachten war von meinem Standpunkt die Tatsache, dass bei Savatage Songs die Leute, die es zwischendurch an die Bar verschlagen hatte auch wieder den Weg Richtung Bühne fanden oder dies zumindest versuchten. Absolute Klassiker wie "Edge of Thorns" und "Gutter Ballet" ließen darauf schließen, dass es nun langsam aber sicher auf das Ende hinauslief.
Nachdem die Band also eigentlich nicht wirklich die Bühne verlassen hatte folgte eine erneute Liebeserklärung von Jon an seinen verstorbenen Bruder. Dass dieser selbst heute noch Einfluss auf neue Songs habe sei Jon zufolge einfach "wunderbar". Der letzte Song des Abends war (wie sollte es auch anders sein) "Hall of the Mountain King". Mit Sprüchen wie "I love you all", "God bless you" und "Peace" verabschiedeten sich also Jon und seine Pains nach mehr als 2 Stunden Spielzeit vom Publikum.
Fazit: Ein wirklich gelungenes Konzert mit einer tollen Band und sehr loyalen Fans. Super Stimmung sowohl auf Seiten der Band als auch beim Publikum, was man hervorragend an der Raumtemperatur ablesen konnte. Puh!
V.B., 30.03.2007 |
Band-Infos:
| | www.jonoliva.net  |
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Bandinfos |
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