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Stahlwerk in Düsseldorf Freitag, 15.06.2007
Bands: Life Of Agony, Spoiler NYC, DevilDriver, Drowning Pool, Panic Cell |
Fünf Bands standen am Freitag, den 15. Juni 2007 auf der Bühne im Düsseldorfer Stahlwerk. Bei diesem starken Line-Up Grund genug, bei strömenden Regen durch halb Nordrhein-Westfalen zu fahren. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Panic Cell
Nachdem um 18:30 der Einlass begann und zügig von statten ging, betraten eine Stunde später die fünf Jungs von Panic Cell die Bühne. Das britische Quintett zeigte eine bemühte Performance vor der noch spärlich gefüllten Halle. Von den 800 im Vorverkauf an den Mann gebrachten Tickets befanden sich geschätzte 100-150 Besitzer in der Halle. Verhaltene Reaktionen auf die Band waren die Folge. Zwar wurde brav nach jedem Stück applaudiert, dennoch sprang der berühmte Funken nicht aufs Publikum über.
Dies lag jedoch weniger am kernigen Heavy Rock der Briten, sondern an der Tatsache, dass der Sound viel zu matschig gemischt wurde. Außerdem war es viel zu laut und Frontmann Luke Bell hatte des öfteren, wie alle Band des Abends, Probleme mit Rückkopplungen. Nach einer halben Stunde waren Panic Cell dann fertig, die mit vernünftigem Sound sicherlich mehr erreicht hätten.
Drowning Pool
Nach einer guten halben Stunde Umbaupause war es um 20:35 Uhr an der Zeit für Drowning Pool. Hier zeigte sich der Sound schon viel klarer, man konnte die Gitarre vom Bass unterscheiden. Das amerikanische Quartett legte eine richtig gute Show auf die Bretter und stieg mit "Sinner" ein. Auch im Anschluss präsentierte die Band um Neu-Sänger Ryan McCombs (ehemals bei Soil aktiv) einen Querschnitt durch die bisherigen Alben, kein Hit fehlte.
So waren "Step up", "Bodies" oder auch das geniale "Tear away" in der Setlist vorhanden. Zwischendurch wurde dem verstorbenen Ur-Sänger Dave Williams sowie Gitarrengott Dimebag Darrell gedacht. Mit dem Pantera-Cover "Cowboys from Hell" beendeten Drowning Pool nach ebenfalls dreißig Minuten ihre Setlist. Die Band zeigte sich spielfreudig und agil, was sehr gut beim Publikum ankam. Vor der Bühne wurde es voller, sicherlich waren zu diesem Zeitpunkt 500 Leute in der Halle.
DevilDriver
Als nächstes standen DevilDriver auf der Bühne, die zu diesem Zeitpunkt die meisten Leute in die große Halle zogen. Das neue Album namens THE LAST KIND WORDS kam am selben Tag in die Läden, DevilDriver spielten quasi eine Record-Release-Show.
Und diese hatte es in sich. Sofort zu Beginn wurde mit "End of the Line" gezeigt, wo der Hammer hängt. Die brutalste Band des Abends präsentierte mit "Not all who wander are lost" und "Clouds over California" direkt zwei Songs aus dem neuen Tonträger. Das Publikum nahm das neue Material genau so gut an wie die Songs von den zwei Alben zuvor, die Livepremiere ist geglückt. Wie im Interview mit uns verraten, plant die Band eine DVD.
Teile des heutigen Gigs wurden von einem Kameramann mitgeschnitten. Zwei Circle Pits, zu denen das Publikum von Frontmann Dez Fafara angestachelt wurde, sowie das finale "Meet the Wretched" rundeten die halbe Stunde Spielzeit ab. Neben Drowning Pool in meinen Augen der beste Auftritt des Abends.
Setlist DevilDriver:
- End of the Line
- Nothing's wrong
- I could care less
- Not all who wander are lost
- Ripped apart
- Clouds over California
- Meet the Wretched
Spoiler NYC
Co-Headliner des heutigen Abends waren die New Yorker Streetpunks von Spoiler NYC. An Bass und Mikrofon steht hier Life Of Agony-Bassist Alan Robert, welcher mit seinen beiden Mitstreitern ebenfalls eine halbe Stunde zur Verfügung bekam. Der aggressive Punk des Trios passte musikalisch zwar absolut nicht zu den restlichen Bands des Abends, kam beim Publikum dennoch gut an. Großartige Reaktionen blieben jedoch verständlicherweise aus.
Die Vetternwirtschaft wurde durch die Ankündigung von Life Of Agony-Frontmann Keith Caputo, welcher die Band präsentierte, nochmals deutlich. Dadurch hinterlassen Spoiler NYC einen faden Beigeschmack. Ihr Set lässt sich mit solide beschreiben, Alan sollte jedoch den Gesang verbessern, da hingen einige Töne doch stark daneben.
Life Of Agony
Als Headliner standen nach einer halbstündigen Umbaupause die New Yorker Legenden von Life Of Agony auf der Bühne. Zu diesem Zeitpunkt füllten rund 1000 Leute das Stahlwerk gut aus, die Band wurde frenetisch begrüßt. Nach dem "Plexi"-Intro ging es mit "Respect" und "This Time" vom RIVER RUNS RED-Album los. Im Publikum ging sofort die Post ab, und auch die vier Musiker auf der Bühne zeigten sich agil. Joey Z. an der Gitarre und Bassist Alan Robert tobten über die Bühne, während Frontmann Keith Caputo mit einer Flasche Wein bewaffnet und seinen typischen Posen den sehr guten Gesang vortrug.
Das letzte Studioalbum, BROKEN VALLEY, bekam live mit "Love to let you down" sowie "The Day he died" nicht allzu viel Beachtung, der Fokus lag klar auf den Frühwerken der Band.
Nach 14 Songs war dann mit "Through and Through" sowie "Underground" Schluss.
Traurigerweise ist zu erwähnen, dass der gerade einmal 33 Jahre alte Keith Caputo seine Lyrics nicht auswendig kann. Der gute Mann hat sich die Songtexte nämlich auf die Monitorboxen kleben lassen und unauffällig abgelesen. Ansonsten waren Life Of Agony sicherlich ein würdiger Headliner.
Setlist Life Of Agony:
- Plexi (Intro)
- Respect
- This Time
- Other Side of the River
- The Day he died
- Method of Groove
- Weeds
- Seasons
- Heroin Dreams
- Lost
- Bad Seed
- Love to let you down
- River runs red
- Through and Through
- Underground
M.K., 17.06.2007
Fotos von: Mario Kloschinski |
Band-Infos:
| | Panic Cell: www.paniccell.com
Drowning Pool: www.drowningpool.com
Spoiler NYC: www.spoilernyc.com  |
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