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Konzertbericht: Rock Harz Festival |
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Rock Harz Festival Freitag, 06.07.2007
Bands: A.O.K., Clawfinger, Destruction, Die Apokalyptischen Reiter, Oomph!, Slayensemble, Zed Yago ... |
Bei jedem Vorhaben gibt es Änderungen die vorhersehbar und beabsichtigt sind, andere wiederum kommen ungeplant. Letztere sind meistens die unliebsamen, und zu ihnen zählt zweifelsohne die Absage von W.A.S.P. auf dem diesjährigen Rockharz OpenAir. Doch fangen wir nicht gleich mit den Nachteilen an, man merkte schließlich von Anfang an dass die Organisatoren des Festivals eine Menge an Aufwand betrieben haben mussten, und so gab es auch viele Neuerungen: Allen voran das neue Festivalgelände: Ein paar Kilometer weiter, diesmal im Osteroder Ortsteil Förste gelegen. Versuchte man nicht gerade von Osterode aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und das Geld für ein Taxi zu sparen, ließ sich dieses erstens erreichen und die freundlichen Männer in den gelben Westen winkten überall eifrig in sämtliche Richtungen.
Das Gelände selbst teilte sich in drei separate Campingplätze auf die über eine (zu keiner Zeit überfüllte!) Zufahrtsstraße zugänglich waren. Zwar war der Boden aufgrund der Regenfälle der vergangenen Tage sehr matschig, aber auch in diesem Punkt hatte die Organisation aus dem letzten Jahr offenbar gelernt und hinreichend Stroh ausgelegt. Der Wind hatte auch nachgelassen. Den vielen schiefen und zerrissenen Pavillons die überall auf dem Platz zu finden waren jedenfalls nach zu urteilen, war es am Donnerstag offenbar recht böig. Ganz egal: Zelt aufbauen, Grill anwerfen und erstmal von den Anreisestrapazen erholen.
Die Apokalyptischen Reiter
Um sieben Uhr waren Die Apokalyptischen Reiter die erste Band die ich auf dem Festivalgelände vor Augen - und auf die Ohren bekam. Nicht wenig Fans waren angereist, und diese hatte die Band auch sofort in ihren Bann gezogen. Bei der ganzen Energie die sie versprühte und wie sie es schafften ihre Anhänger mitzureißen stellt sich die Frage ob nicht ein wenig mehr Spielzeit als eine Dreiviertel-Stunde angebracht gewesen wäre.
Aber wie auch immer, nichts ist auf dem Rockharz so straff wie der Zeitplan. Während auf der Hauptbühne noch der letzte Beckenschlag und Akkord nicht ganz verklungen waren, ging es gegenüber auf der Kreiswohnbaubühne auch gleich voll weiter. Das Festivalgelände war deutlich größer gestaltet als im letzten Jahr, was nicht nur mehr Platz für Futter- und Merchandisestände ermöglichte, sondern man sich unter den Fans auch leichter wieder finden konnte als permanent in einer unübersichtlichen Menschenmenge steckend. Nachteil: Man hatte es auch weiter zu laufen. Also: Hoch die Müden Knochen, kurz durch den Schlamm geschleppt und anschließend weiter eifrig die Nackenmuskeln trainiert.
Slayensemble
Das Slayerensemble gab dazu allen Anlass. In einer halben Stunde schafften es die Osnabrücker ihr Set mit einer ganzen Menge Slayer-Klassikern zu spicken. Aggression pur, nur leider hatte die Sache einen Haken: Der Sound. Auch durch Ausprobieren verschiedener Hör- und Blickwinkel schaffte ich es nicht eine der beiden Gitarren klar zu vernehmen. Schade, aber Bass, Schlagzeug und Singsang klingen allein bekanntlich auch gar nicht so schlecht...
Statt den an dieser Stelle ursprünglich vorgesehenen Clawfinger durften nun erst Mal die W.A.S.P. - Ersatzmänner ran, und dieser Ersatz fiel dafür, dass es eine so kurzfristige Angelegenheit war überraschend hochkarätig aus: Destruction enterten die Bühne. Ein großes Kompliment geht an dieser Stelle an die Festival-Organisation die spontan so gut agierte. Vorab wurden die Fans schon auf der Festival-Homepage über die Geschehnisse unterrichtet, und auch ein provisorisches neues Programmheftchen wurde noch gedruckt um auf die geänderten Zeiten aufmerksam zu machen.
Destruction
Destruction spielten eine energiegeladene Show mit vielen alten Hits. Schmier war präsent und fit wie eh und je, auch den 80er Jahre Patronengurt hat er scheinbar seit dem nicht abgenommen. Neben Klassikern wie "Curse the gods" gab es auch ein wenig neues Material wie "Soul Collector" zu bestaunen. Zuletzt im Zugabenteil gab es natürlich noch den "Mad Butcher", und mit einem "besonderen Gruß an alle, die sich hier morgen noch Kreator anschauen" verabschiedeten sich die drei Rabauken.
A.O.K. und Zed Yago
Der Rest des Abends verlief laut Plan: A.O.K. und Zed Yago (überragend!) spielten auf der Kreiswohnbaubühne, auf der Hauptbühne gaben sich noch Oomph! und Clawfinger vor reichlich Publikum die Ehre. Eine genauere Beschreibung lasse ich, die Bands sind mir persönlich einfach nicht bekannt- oder geläufig genug als dass ich mir ein Urteil über sie erlauben möchte.
Festzustellen war allerdings: Die Stimmung war mit wenigen Ausnahmen wirklich gut im Publikum.
S.J., 06.07.2007
Fotos von: Stefan Junge |
Der zweite Tag:
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