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Konzertbericht: Free Eagles |
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MC Clubheim in Werl Donnerstag, 26.07.2007
Bands: Pearlinger, McDeath, Degree Of Freedom, Disruptive Minds, My Circus, BackBenches |
Auch dieses Jahr gab es wieder ein kostenloses Festival beim Free Eagles Motorradclub in Werl. Neben sechs Bands unterschiedlicher Stilrichtungen gab es desweiteren die Bikes der Mitglieder zu bewundern. Auch für die Verpflegung wurde kostengünstig gesorgt.
BackBenches
Opener waren BackBenches aus Welver. Die seit 2005 aktive Band, die sich stilistisch im Rock einordnet, bot einen 45 minütigen Gig vor relativ wenig Publikum. Dies verwunderte, da das Event umsonst war. Außerdem war es noch relativ früh. Zwar hielt sich die Band insgesamt mit Ansagen zurück, dafür kam man aber in den Genuß guter Musik mit druckvollen Gitarren.
Zusätzlich präsentierten sie zwei Coversongs; "I want you to want me" von den Cheap Tricks sowie "Seven Nation Army" von The White Stripes. Auch die Eigenkompositionen konnten überzeugen. Von diesen gefiel mir "Little Boy" am besten. Die Stimme von Sängerin Sarah Isaak hat einen hohen Wiedererkennungswert. Insgesamt ein solider Auftritt, der auf Großes hoffen lässt.
Setlist BackBenches:
- BackBenches
- Little Boy
- Home
- Running in Circles
- Untouched and gone
- 35
- I want you to want me
- Being me
- Seven Nation Army
- A quiet Case
- ABN Ambro Marlboro
My Circus
Gegen 19:45 Uhr löste das Quintett von My Circus aus Paderborn die Welveraner ab. Die Band, die bereits Vorband von Madsen gewesen ist, findet sich zwischen Nu Rock und etwas Industrial wieder. Manche Parts einiger Songs erinnerten an Pain.
Das Zelt zeigte sich zu Anfang recht gut gefüllt, im Laufe des Auftritts leerte es sich jedoch zunehmend. Die Besucher machten sich auf dem Gelände der Biker breit.
Das lag vielleicht auch daran, dass die Ansagen von Sänger und Gitarrist Markus beim Publikum nicht wirklich ankamen. Auch seine Posen, die er zur Untermalung der Lyrics in die Songs einbaute, nützten da nicht mehr viel. Das dargebotene Material zeigte im Laufe der Zeit auch poppigere Anleihen und hatte starken Ohrwurmcharakter. Zum Abschluss des Auftritts wurde noch der Eurythmics-Song "Sweet Dreams" gecovert, allerdings eher in der Marilyn Manson-Variante.
Setlist My Circus:
- A Place to hide
- You don't know me
- When I cry
- Not the one
- Lovesong
- Why
- Discover my Soul
- What I say
- Tease me, please me
- No one cares
- Sweet Dreams
Disruptive Minds
Disruptive Minds gelang der bis dahin beste Auftritt des Abends. Das war daran festzumachen, dass es vor der Bühne wieder deutlich voller wurde und sogar die Mitklatschaktionen von Sänger Kolja funktionierten mit dem Publikum. Pogotanz oder sonstige Bewegung blieb jedoch aus. Gitarrist Rosi zeigte starken Einsatz und sprang sogar Richtung Publikum.
Auch der Rest der Truppe zeigte sich davon animiert und wurde nach ca. 20 Minuten deutlich agiler. Besonders gefallen hat mir die wandelbare Stimme von Kolja, die bei "Can't breathe" besonders gut zur Geltung kam. Mit dem ruhigen "The Same" wurde ein guter Auftritt beendet. Einzuordnen sind die Fünf zwischen Punk Rock und Grunge.
Setlist Disruptive Minds:
- Virus
- Spareparts Storage
- Rollercoaster
- Alienation
- Razorblade Scars
- Libido
- Indifferent
- Can't breathe
- The Same
Degree Of Freedom
Degree Of Freedom toppten wieder einmal alles zuvor dagewesene. Die Menge ging sofort beim ersten Lied, "Structured", gut ab. In den nachfolgenden, großen Pogotanz wurde auch ein kleines, ca. fünf Jahre altes Mädchen involviert, welches ordentlich Spaß daran hatte, sich zum "Gangsta Rock" des Werler Quartetts zu bewegen. Auch wurden die Refrains von Hits wie "Chuck Norris" und "Xena" von der begeisterten Menge lauthals mitgesungen. Die Ansagen von Frontmann und Bassist Frank Poschner funktionierten ebenfalls um einiges besser mit dem heimischen Publikum als zwei Tage zuvor beim Bandcontest im Soester Sonic Club.
Degree Of Freedom sind ein lokales Phänomen: Obwohl ihre Musik weder bahnbrechend neu, noch im Trend liegt, ziehen sie jedes Mal die meisten Leute vor die Bühne. So auch heute. Ein gewohnt guter, Degree Of Freedom-Auftritt, welcher mit "Astronomy" von Blue Öyster Cult und "Rocker" von AC/DC zwei Coversongs beinhaltete.
Setlist Degree Of Freedom:
- Intro
- Structured
- Devil's Hour
- Take a Ride now
- Shelter Helper
- Astronomy
- Go on rockin', Baby!
- Stamford
- Rocker
- Chuck Norris
- Xena
McDeath
Oberkörperfrei betrat der Großteil des Dortmunder Quartetts McDeath die Bühne, um dem verbliebenen Publikum mit Thrash Metal einzuheizen. Dennoch leerte sich das Gelände etwas, was wohl an der Uhrzeit lag. Den vier Jungs auf der Bühne war dies egal, sie legten sich ins Zeug und schüttelten ordentlich die Mähnen.
Sänger Thorsten "Toto" Lipiensky versuchte zwischendurch noch, sein Talent als Rapper unter Beweis zu stellen. Auch die Mitsingspielchen der Band funktionierten mit dem zu ca. 40% gefüllten Zelt. McDeath sprangen übrigens kurzfristig für Proud Of ein, die zuvor abgesagt hatten. Der Auftritt auf dem Free Eagles MC Bikertreffen, bei dem auch brandneue Songs den Weg in die Setlist fanden, stellte für das Quartett die Generalprobe für das Wacken:Open:Air da.
Dort wird die Band Samstags auftreten. Zum abschließenden "Sons of eastern Ruhrpott" gab es vor der Bühne einen großen Moshpit, an dem unter anderem Frank von Degree Of Freedom begeistert teilnahm. Guter Auftritt!
Setlist McDeath:
- Kingdom
- Spit of Fury
- Stronger
- Philosophy of Hate
- Through Hell
- Reborn
- Tears
- Lord of the Thrash
- Tortured by the Troops of God
- Sons of eastern Ruhrpott
Pearlinger
Als letzte Band des Abends betraten um Mitternacht Pearlinger aus Hagen die Bühne. Das übrig gebliebene Publikum wurde mit fünfundvierzig Minuten Screamo-Punk unterhalten, der mich an Gruppen wie Aiden oder auch 36 Crazyfists erinnerte. Im Zelt befanden sich ungefähr so viele Personen wie beim Opener BackBenches. Die Band hatte jedoch Fans mitgebracht, die vor der Bühne tanzten.
Hierfür war das restliche Publikum wohl schon zu müde. Nach ca. 25 Minuten gab es kurzzeitig technische Probleme bei Gitarrist Christian Kaergel, der sein Kabel austauschen musste. Dies wurde jedoch schnell gelöst und es konnte weiter gerockt werden. Das Quartett, welches zu frühen Zeiten noch Ska-Punk zelebrierte, präsentierte nun (O-Ton:) "tanzbaren Jazz".
Und dieser kam gut an. Die Band wurde erst nach einer Zugabe von der Bühne gelassen, und um 00:50 Uhr war das diesjährige Free Eagles MC Open Air beendet.
Setlist Pearlinger:
- Intro
- Visible
- The Show
- Hate me if you can
- No 2nd Try
- Same Excuses
- Hatred
- More than a thousand Words
- Hope she's right
- Autumn calls
- Good bye
- Human Civilization
Fazit: Für das zweite Umsonst & Draußen-Fest der Free Eagles MC Werl konnten die Veranstalter ein sehr gutes Line-Up bieten. Auch das Wetter spielte mit und bei den Essens- und Getränkepreisen konnte man sich wirklich nicht beschweren.
Musikalisch überzeugten vor allem die Bands BackBenches, McDeath und Pearlinger. Auch Degree Of Freedom kamen trotz (oder gerade vielleicht wegen) Gangsta Rock gut an. Ein wenig enttäuschend waren My Circus. Disruptive Minds boten eine solide Show.
Hoffen wir auf ein weiteres Umsonst & Draußen im Jahr 2008!
M.W./M.K., 04.08.2007
Fotos von: Melanie Wiechers |
Band-Infos:
| | BackBenches: www.backbenches.de
My Circus: www.my-circus.de
Disruptive Minds: www.disruptiveminds.com
Degree Of Freedom: www.gangstarock.de
McDeath: www.mcdeath.net
Pearlinger: www.pearlinger.de
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