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Kinder auf Metal-Konzerten |
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G e g e n d e n S t r o m : Übersicht
Autor:
Kinder auf Metal-Konzerten
Der Anlass zu diesem Artikel ist eine Reihe von Beobachtungen, die ich im Laufe des letzten Jahres auf verschiedenen Konzerten gemacht habe:
Die erste war auf der Kreator/Celtic Frost-Tour im letzten Frühjahr, als eine junge Mutter mit ihrem noch viel jüngeren Kind auf den Schultern bei der Show des Openers Watain in den ersten Reihen gestanden hat.
Die zweite Beobachtung machte ich auf dem letztjährigen Wacken Open Air, wo ein paar Zelte weiter zwei kleine Kinder eine Woche lang untergebracht waren.
Die letzte Beobachtung stammt vom Knock-Out-Festival in Karlsruhe, bei dem ein nicht einmal zehn Jahre altes Kind stundenlang ohne sichtbaren Gehörschutz direkt vor den Bassboxen auf der vorderen Absperrung saß. Dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt, hat das Gespräch mit Anderen gezeigt. Wir haben es hierbei also mit einem gängigen Phänomen zu tun.
Das bringt mich zu der Ansicht, dass Kinder auf Metal-Konzerten oder gar Festivals nichts zu suchen haben!!! Ich werde im Folgenden versuchen, diese Meinung zu begründen:
Metal-Konzerte haben gewisse Eigenschaften, die nicht unbedingt kindsgerecht sind. Zu allererst sind sie laut, zum Teil sogar verdammt laut. Ich selbst besuche mittlerweile kein Konzert mehr ohne ausreichend Gehörschutz und nein: Ich bin kein Weichei! Aber ich würde nur gerne in zwanzig Jahren immer noch Musik hören können und nachdem ich mehrmals mehrtägiges Pfeifen im Ohr nach Konzerten hatte…aber das führt weg vom Thema… Kinder besitzen jedenfalls ein empfindlicheres Gehör als Erwachsene und benötigen dieses sogar noch länger als Erwachsene. Warum muss man dieses also schon in jungen Jahren schädigen? Außerdem bin ich der Meinung, dass jeder Mensch selber wissen muss, was er seinem Gehör oder seinem Körper generell zumutet, Kinder haben auf Konzerten diese Wahl aber nicht! Die entsprechenden Eltern könnte man darum fast schon wegen Körperverletzung anklagen…
Eine weitere Eigenschaft von Metal-Konzerten ist der große Konsum von alkoholischen Getränken seitens der Besucher. Man könnte auch sagen, dass auf den meisten Konzerten gesoffen wird ohne Ende. Dementsprechend ist auch das Verhalten einer großen Anzahl von Konzertbesuchern. Muss man das Kindern wirklich zumuten? Man könnte jetzt natürlich auch dagegen argumentieren, dass Kinder betrunkene oder ausfällig werdende Menschen auch anderswo sehen, den Betrunkenen in der Innenstadt etwa oder den Nachbarn beim Sommerfest des Schützenvereins… Ja klar, aber nicht in diesem Ausmaß!
Zum Verhalten der Konzertbesucher gehört gerade auf Konzerten der härteren Gangart der Moshpit. Ich will jetzt keineswegs das Moshen generell verurteilen, das könnte ich gar nicht, da ich selbst schon zu oft Teil dieser sich bewegenden Menschentraube war. Aber in den Augen von Kindern muss das doch einer einzigen Massenschlägerei gleichen und damit Ausdruck von Gewalt sein. Gerade heutzutage, wo die Kinder- und Jugendgewalt in aller Munde ist, muss man Kindern eine solche Vorstellung doch wirklich nicht bieten, oder?
Als vielleicht weniger gewichtiger Grund könnte man noch die Uhrzeit der Konzerte anführen: Konzerte finden in der Regel zu Uhrzeiten statt, zu denen Kinder im Vorschul- und Grundschulalter längst im Bett sein sollten.
Zum Thema "Kinder auf Festivals" will ich erst gar nicht viel sagen, da jeder, der schon einmal ein Festival besucht hat, um die Bedingungen weiß, die dort vorherrschen.
Daher anschließend mein Appell an alle Eltern, doch bitte einmal etwas genauer nachzudenken, mit welchen Sinneseindrücken sie ihre Kinder auf einem Metal-Konzert konfrontieren und vielleicht sogar überreizen. Und mit dem bloßen Gehörschutz ist es angesichts der hier aufgeführten Punkte noch lange nicht getan.
Man kann alternativ ja immer noch einen gemütlichen Sonntag-Nachmittag zusammen mit der Familie und einer Live-DVD verbringen, wo mit Hilfe der heutigen Dolby Surround Technik das Konzert-Feeling schon recht gut rüberkommt.
Hinweis: Wir haben dieses Thema bereits redaktionsintern diskutiert und waren keineswegs alle einer Meinung, weswegen dieser Artikel nur der persönlichen Meinung des Verfassers entspricht.
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