 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Abandoned |
 |
| |
Album:
| | THRASH YOU!, 2007, Dockyard 1 |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.K., 08.06.2007 |
Review:
| | Die hessischen Bay Area Thrasher Abandoned präsentieren mit THRASH YOU! ihr zweites Album für die aufstrebende Hamburger Plattenfirma Dockyard 1. Der Promozettel verspricht eine Steigerung zum Debüt THRASH NOTES. Na dann bin ich ja mal gespannt.
Mit dem 52-sekündigen Intro "Incantation" geht es los. Man hört hier nichts anderes als Riffs und etwas Drums, alles sehr langsam gehalten. Auch eine kurze Gitarrenmelodie darf sich einfinden.
Nahtlos geht es mit "Visions of Death" weiter, und sofort wird in den Arsch getreten. Man beginnt mit einem melodischen, von zwei Gitarren gespielten Riff, der vom schnellen Drumming Konrad Cartini's unterstützt wird. Frontmann und Gitarrist Kalli Kaldschmidt kommt nun ins Spiel und treibt den Song noch weiter voran. Der Gesang erinnert mich etwas an Peavy Wagner von Rage. Im Mittelteil wird dann noch weiter aufs Gaspedal gedrückt, doppelläufige Leads werden von einem gefühlvollem Gitarrensolo abgelöst. Ein toller Opener mit einer Menge Melodie und insgesamt zwei Soli.
Mit einem Part, zu dem Metalcore-Kids wild um sich treten würden, beginnt "We are in Hell", bis eine sauber gespielte Melodie und die Double Bass hinzukommen. Weiter geht es nun mit weiteren, doppelläufigen Leads und netten Breaks. Der Gesang von Kalli wirkt hier etwas unmotiviert dahergesungen, wird aber von an den Hardcore erinnernden Gangshouts unterstützt. Kurz nach dem Refrain findet sich ein verzerrter Part mit schnellen Riffs ein. Abwechslungsreich ist hier das Stichwort.
Weiter geht es mit "Disorder". Sofort zu Beginn wird schnell gespielter Thrash Metal geboten. Sehr schön ist das parallele Zusammenspiel von Riffs, Gesang und Drums. Der Refrain bleibt im Kopf hängen und sollte live funktionieren. Im Mittelteil, nach einem kurzen Solo, geht es etwas ruhiger zur Sache, bis die Double Bass ins Spiel kommt. Schnell gespielter Bay Area Thrash.
"Die in Dignity" folgt und startet im typischen Bay Area-Tempo. Auffallend ist das oftmalige Verwenden von Gangshouts, gerade in den Strophen. Im tollen Refrain fällt die sehr gute Gesangslinie auf und bleibt direkt im Ohr hängen. Weiter gehts nun mit einem schnellen Part, der einmal mehr Gangshouts mit sich bringt. Im direkten Anschluss gibt es ein Gitarrensolo zu bestaunen, worauf es mit einer weiteren Strophe weiter geht. Danach wird noch einma der Refrain zelebriert, Schluss.
Melodisch und langsam beginnt "Sands of Time". Trotz allem darf ein harter Riff und eine Double Bass hier nicht fehlen. Der melodische Riff hat einen arabischen Touch. In den Strophen ist dann Feierabend mit langsam, die Thrash Metal-Keule wird ein weiteres Mal geschwungen. Der Refrain hätte deutlich einfallsreicher gestaltet werden können, dafür gibt es jedoch ein schönes, wenn auch viel zu kurzes, Gitarrensolo. Im Mittelteil wird der Riff von Beginn wiederholt, das Tempo ist also deutlich langsamer. Nun wird doch noch ein sehr schönes, langes Gitarrensolo hinterhergeschoben, bis einmal mehr Zeit für den Refrain ist.
Mit "Feel the Fire", dem siebten Song auf THRASH YOU!, geht es nun weiter. Ein modern angehauchter Riff startet das Lied, bevor es mit dem typischen Bay Area-Geknüppel weiter geht. Der schnelle Gesangsstil von Kalli erinnert mich an Tom Ayara von Slayer. Natürlich dürfen Phrasen wie "Metal is the Law!" nicht fehlen. Im Refrain gibt es eine (etwas ausgelutschte) Gesangslinie zu bestaunen. Nach dem zweiten Refrain folgt ein ruhigerer Part, der jedoch nur wenige Sekunden andauert. Danach ist Höchstgeschwindigkeit angesagt, und auch die Verzerrheit des Gitarrensolos erinnert an die Thrash Band schlechthin, Slayer. Viel passiert danach nicht mehr, außer das der Refrain in sämtlichen Variationen durchgespielt wird.
"Damned for all Time" startet mit eingängigem Drumming und einem weiteren Mosh-Part, wie auch schon "We are in Hell". Auch in den Strophen geht es anfangs langsamer als man von Abandoned gewohnt ist weiter, bis das Tempo bedingt durch Drummer Konrad Cartini angezogen wird. Irgendwie störend ist, dass es zwischen Strophen und Refrain keinen wirklichen Übergang gibt. Entschädigend ist da schon eher das Gitarrensolo, welches sich der Geschwindigkeit des Songs anpasst. Sehr schön ist der Fakt, das Bassist Günt Auschrat kurz vor Schluß auch mal gut zu hören ist.
Richtig schnell beginnen die vier Hessen mit "This is the End". Im Refrain wird es jedoch langsamer, Kalli wechselt sich hier mit den schon fast üblichen Gangshouts ab. Im Mittelteil geht es nun weiterhin langsamer, dafür mit viel Groove, zur Sache, während Kalli Spoken Words darbietet. Im Anschluss hieran gibt es ein kurzes Gitarrensolo, während das Tempo wieder angezogen wurde. Dann gibt es noch kurz den Refrain, nochmal bisschen Speed, aus.
"Repentance" bietet Kontrastprogramm. Anderthalb Minuten mit ruhigen Gitarren, eine davon bietet eine traurige Soloperformance, während die zweite im Hintergrund zupft. Sehr schön, erinnert an Metallica's gute Zeiten.
Das längste Stück folgt nun mit "Too blind too see", welches fünfeinhalb Minuten lang ist. Dieses Lied beginnt langsam, bietet jedoch schon in der zweiten Minute ein nettes Gitarrensolo. Kurz darauf, nach einer Strophe, wird die Band noch langsamer, was Kalli für weitere Spoken Words nutzt. Weiter geht es mit einem längeren Instrumentalteil, in welchem das Tempo öfters mal wechselt. Erst eine Minute vor Schluß findet Kalli das Mikrofon wieder, der Song läuft nun wieder in geregelten Bahnen ab. Das Tempo zieht in der letzten Minute noch mal ordentlich an.
Weiter geht es mit "In Search of Sanity". Hier geht es im gemäßigten Bay Area-Tempo zur Sache, im Refrain wird wieder melodisch gesungen. Schon nach der zweiten Strophe gibt es einen Part, der sehr an Iron Maiden erinnert, bis man durch rhythmische Double Bass-Attacken zum Solo geleitet wird. Dann gehts weiter mit Gesang und dem Refrain.
Der Riff zu Beginn von "Trapped" erinnert doch sehr an die Black Metal-Kollegen. Dies scheint auch die Band zu bemerken, und so geht es mit schnellen Drums und harten Riffs weiter, die sich mit dem Anfangsriff abwechseln. Kalli kommt nun ins Spiel und bietet sowohl seinen typischen Gesang als einmal mehr auch gesprochene Worte. In der zweiten Hälfte findet sich ein gefühlvolles Gitarrensolo wieder, das zeitgleich einen langsameren Part einläutet. Dieser hält jedoch nicht zu lange an, die Jungs drücken wieder aufs Tempo. Kurz darauf ist aber schon Schluss.
"V.O.D. Reprise"...der Titel verrät es schon, "Visions of Death" wird hier noch einmal zitiert. Jedoch entscheiden sich die Jungs von Abandoned für ein weiteres Solo, welches mit ruhiger Musik und äußerst langsamen, klarem Gesang von Kalli (inkl. Background) verbunden wird. Dann ist auch schon Schluss. Sehr fein.
Fazit: Der Promozettel hat nicht zu viel versprochen. Abandoned haben von THRASH NOTES zu THRASH YOU! einen großen Schritt gemacht in Punkto Songwriting. Abwechslungsreiches Material wird hier gespielt, inklusive einiger überraschenden Tempowechsel sowie teils langsam und gefühlvoll, teils auch sehr schnell gespielten Gitarrensoli. Auch Kalli hat mit seiner Stimme Fortschritte gemacht.
Ein rundum zufriedenstellendes Zweitwerk. Eine Band, die mit ihren Leistungen, sollten diese konstant gut bleiben, deutlich am Thron von Kreator, Sodom und Destruction sägen kann. |
Tipp:
| | "Visions of Death", "Die in Dignity" und "Sands of Time" haben mir sehr gut gefallen. |
Titel-Liste:
| | - Incantation
- Visions of Death
- We are in Hell
- Disorder
- Die in Dignity
- Sands of Time
- Feel the Fire
- Damned for all Time
- This is the End
- Repentance
- Too blind too see
- In Search of Sanity
- Trapped
- V.O.D. Reprise
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.gebolze.de  |
|
|
 |
|
 |
|
 |
Bandinfos |
 |
 |
Neue Reviews |
 |
|