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Review: Altaria |
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Album:
| | THE FALLEN EMPIRE, 2006, Metal Heaven |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 03.04.2006 |
Review:
| | Begonnen hatte alles als Projekt ersonnen von zwei genialen Gitarristen. Jani Liimatainen von Sonata Arctica und Emppu Vuorinen von Nightwish wollten etwas Abwechslung gründeten zu diesem Zweck eine eigene Combo. Schnell stellte sich aber heraus, dass für Emppu die Doppelbelastung zu groß ist. Er verlässt die Truppe als erster. Nachdem vor Kurzem auch Jani Liimatainen ausgestiegen ist, muss Altaria von nun an ohne Gründungsmitglieder den richtigen Weg finden.
Ihr Songmaterial lässt die skandinavische Herkunft kaum vertuschen. Gefällige Melodien werden auch hier zu Hauf geboten. Und es gibt wieder etwas mehr Härte zu hören, als beim letzten Langeisen, was sicherlich kein Schaden ist.
Der Opener "Disciples" ist noch verhältnismäßig "hart" gehalten, auch wenn die ersten zarten Klänge etwas verwirren. Aber schon hier zeichnet sich sehr gut der rote Faden ab, der sich durch alle weiteren Songs zieht. Trotz harter Instrumentierung sind die Hooklines mehr als gefällig und die Refrains so melodisch, dass sie schon nach dem ersten Durchlauf bekannt erscheinen.
"Valley of Rainbows" erinnert etwas an melodische Songs von ihren schwedischen True-Metal Kollegen Dream Evil. Ob hier Taage Laiho absichtlich den Stil des Dream Evil Frontmanns Niklas Isfeldt nachahmt möchte ich jedoch bezweifeln. Genauso wie beim späteren "The Lion" hat man nach meinem Geschmack eine Portion zu viel Pop aufgeladen. Gefällig hin oder her, soviel Weichspüler hätte es nicht gebraucht.
"Abyss of Twilight" marschiert etwas flotter durch die Boxen und lebt hauptsächlich vom Kontrast der metallisch klingenden Gitarren und den eher sphärisch sanften Synthie-Passagen. Ein Gitarren-Solo sorgt ebenfalls für etwas Abwechslung. In die gleiche Richtung zielt der spätere Track "Outlaw Blood".
Ebenfalls angenehm zügig schickt sich "Crucifix" an, Pop-Anhaftungen durch Tempo abzuschütteln. Manchmal erinnert es mich an die alten fröhlichen Helloween-Songs, allerdings in der kuschelweichen Variante.
Auch wenn alle eine Ballade erwartet hätten und die erste Minute von "Access Denied" die Hoffnung nährt, wird anschließend klar, dass es sich mehr um einen sehr rhythmusbetonten Mid-Tempo-Song mit ungemein starkem Drang nach vorne handelt.
Der Bonus-Track "The dying Flame" wird es schon richten - und tatsächlich hier kommt die erwartete Ballade. Oder doch nicht? Dummerweise wird ab der Hälfte gleich ein Gang übersprungen und vom Ersten direkt in den Dritten geschalten - nix mit Ballade - ok, muss ja auch nicht sein.
Fazit: Schon nach dem ersten Durchlauf wird klar, dass es sich um einen angenehm und überaus melodischen Metal handelt. Freunde dieses Genres werden ihre Freude haben. Der Alles-Paletti-Schein ist allerdings etwas trügerisch. Durch die relativ geringen Unterschiede der Songs (ähnliches Riffing, häufige fette Chöre, kaum prägnante Gitarren-Soli, nur zwei Haupttempos), ist es schwer einzelne Favoriten auszumachen. Richtige Überflieger sind nicht dabei. Was bleibt, ist eine solide (massentaugliche) Kost, ohne herausragende Stärken oder eklatante Schwächen. Ich hätte mir gewünscht, dass zumindest 1-2 Songs etwas aus der Reihe tanzen und weniger die Gefahr besteht, eintönig zu wirken. |
Tipp:
| | Fans melodischer Metal-Scheiben finden hier hörenswerte Kost. Das Album ist von Anfang bis Ende flüssig gestaltet, so dass Zuhören einfach Spaß macht. Auch Fans des ersten Altaria-Albums, denen das zweite Werk etwas (Pop-)Kopfzerbrechen bereitet hatte, können wieder beruhigt aufatmen. |
Titel-Liste:
| | - Disciples
- Valley of Rainbows
- Abyss of Twilight
- Frozen Hearts
- Crucifix
- Showdown
- The Lion
- Outlaw Blood
- Chosen one
- Access Denied
- - Bonus Track - - - The dying Flame
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Laufzeit:
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Bandinfos |
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