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Review: Astral Doors |
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Album:
| | ASTRALISM, 2006, Locomotive |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 25.03.2006 |
Review:
| | Mittlerweile gehören Astral Doors mit ihrem Ausnahmesänger Nils Patrik Johansson zu einer ernstzunehmenden Größe im Bereich des Melodic Metal. Welche Band kann schon von sich behaupten, neben exzellenten Musikern einen Sänger zu besitzen, den man zweifellos in einem Atemzug mit Ronnie James Dio nennen darf.
Gerade das zweite oder dritte Album ist für viele Bands ein Meilenstein, den es zu meistern gilt. War alles nur eine Eintagsfliege oder ist wirklich Potenzial vorhanden, dauerhafte Qualität abzuliefern? Soviel kann man beim neuen Langeisen schon verraten: Keine Angst, die Schweden haben das Spielen noch nicht verlernt! Nur geht diesmal manches mit etwas mehr Tempo vonstatten.
Wer damit gerechnet hat, dass ähnlich wie beim ersten Album eine sanfte Einleitung erfolgt, der sei gewarnt. Schon der Opener "EVP" stürmt mächtig nach vorne und schlägt eine sichtbare Schneise in die Menge der verdutzten Zuhörer. Zwei Riffs und dann: Vollgas. Gleich wird mir auch wieder bewusst, welch einen Spaß es macht Nils Patrik einfach zuzuhören. Fast vergesse ich das Headbangen - ist auch ein bisschen zu schnell dafür - besonders beim Vollgas-Gitarrensolo nach zwei Minuten.
Eine kleine Verschnaufpause verschaffen die Akustik-Gitarren bei "Black Rain", bis kurz darauf ein richtiges Riff-Gewitter herein bricht. Es erinnert mich stark an den Ober-verkehrt-herum-Kreuzträger Ozzy, was aber in keinem Fall nervt - ganz im Gegenteil.
Mittlerweile haben die Heavy-Riffs schon knietiefe Furchen gegraben, sodass auch bei "London Caves" die Jungs keinen Zentimeter von ihren eingeschlagenen Kurs abweichen. Fast hat man es mit den Gitarren zu gut gemeint, die oftmals Nils Patrik's akustischem Freiraum zu nahe kommen. Hier besteht die Gefahr, viel Pluspunkte zu verspielen, doch man ist noch meilenweit vom Space Odyssey-Desaster entfernt.
"From Satan with Love" aber auch "Israel" beamen einen zurück in die Zeiten des Debüts. Diesmal werden für den Refrain fette Chöre von der Leine gelassen. Wer etwas in die Höhe springt, kann mühelos am Bühnenhintergrund die Dio-Klassiker erkennen.
"Fire in our House" und "Raiders of the Ark" gehören mehr der tempoforcierten Fraktion der Neulinge an. Mit brachial treibenden Gitarren geht hier die Post ab, dass nur noch eine qualmende Gummispur auf dem Asphalt übrig bleibt.
Die klassischen Organ-Keyboard-Parts des Mid-Tempo-Songs "Tears from a Titan" versetzen einen dann wieder zurück in die Vergangenheit der 70er und 80er - allerdings mit der Qualität von heute.
Die Nackenmuskeln unterbeschäftigt? Keine Angst, beim Shake your Heads-Titel "Oliver Twist" fällt es schwer, die Extremitäten zur Ruhe zu zwingen. Dieser Galopp ist einfach unwiederstehlich.
Fans von Balladen kommen auch nicht zu kurz. Zwar werden sie bis zur letzten Minute auf die Folter gespannt, aber bei "Apocalypse Revealed" ist es dann endlich so weit - hüstel - zumindest die erste Minute. Nein ich muss Balladenfreunde doch enttäuschen. Auf diesem Album war dafür offensichtlich kein Platz.
Fazit: Man muss nicht unbedingt mit Originalität strotzen um eine überzeugende Leistung abzuliefern. Es genügt auch, seine wahren Stärken (Nils Partik) zu erkennen und das Songwritung dementsprechend zu optimieren. Und so schlecht waren die guten alten 80er mit Dio, Rainbow und Ozzy wahrlich nicht, als dass man heute mit etwas moderneren Arrangements nicht erfolgreich daran anknüpfen könnte. |
Tipp:
| | Fans von Astral Doors? Zugreifen! Dio-Fans? Zugreifen! Hier wird melodischer Metal geboten, der einfach Laune macht. Und wer sich mit fast einer Stunde Spielzeit etwas überfordert fühlt, kein Problem. Einfach bei Halbzeit eine Bier- oder Pipi-Pause einlegen und dann weiter im Programm. |
Titel-Liste:
| | - EVP
- Black Rain
- London Caves
- From Satan with Love
- Fire in our House
- Israel
- Raiders of the Ark
- Tears from a Titan
- Oliver Twist
- Vendetta
- The green Mile
- In Rock we trust
- Apocalypse Revealed
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Laufzeit:
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Bandinfos |
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