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Enjoy it! |
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Review: Al Atkins |
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Album:
| | THE SIN SESSIONS, 2007, Soulfood |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | S.J., 08.05.2007 |
Review:
| | Oft frage ich mich, wie bitter es wohl sein muss, wenn die ganz große Rock-Karriere haarscharf an einem vorbeigezischt ist. Ich denke da zum Beispiel an Dave Evans, den ehemaligen AC/DC Sänger, der nie den Ruhm und die Verehrung wie die Gebrüder Young erfahren hat - wurde er doch kurz bevor AC/DC groß rauskamen durch Bon Scott ersetzt.
Oder auch Iron Maiden. Was hatten die doch für einen Musikerverschleiß bevor das erste (sensationelle) Album erschien.. Das lustige: All jene "übergangenen" Musiker treffen sich wieder, bemerken dass sie (gedrungener Maßen) bodenständig geblieben sind, und veröffentlichen ordentliche Rockscheibchen ohne Starallüren.
So zum Beispiel die neue Scheibe von Al Atkins, seines Zeichens Sänger von Judas Priest in ihrer Urformation. Er holte sich in der Vergangenheit schon Unterstützung vom ehemaligen Iron Maiden Gitarristen Dennis Straton oder auch Brian Tatler von Diamond Head und lässt sich nach wie vor nicht unterkriegen. Anno 2007 steht seine neue Veröffentlichung "The sin sessions" in's Haus, und wir nahmen sie genauer unter die Lupe:
"Demon Deceiver" ist ein gelungener Opener. Mit Akustik Gitarrensounds eröffnet, folgen angenehme Leadmelodien, aber auch ein treibender Groove der den Song vorwärts bewegt. Überraschend, dass ausgerechnet ein Instrumental Song am Anfang einer Scheibe eines Sängers einer heute großen Band steht. Zweifellos zeugt das aber davon, dass es wohl keinerlei Ego-Probleme innerhalb der Band zu geben scheint.
"Money talks" ist nicht etwa ein AC/DC Cover, sondern ein langsam groovender Track, unterlegt mit Atkins' rauer Stimme. Der Song ist nicht anstrengend, geht geradeaus, ist aber auch kein reines Kraftpaket. Rundum: Angenehm, und kein bisschen Langweilig.
"Blood, Demons and Whiskey" klingt nicht nur im Titel nach fetzig dreckigem Rock. Der Song hält was der Titel verspricht. Atkins' Stimme, die auch in so mancher Southern Rock Combo passen würde passt nur zu gut.
In "Drown" zeigt Atkins, dass er aber nicht nur die versoffene Lemmy-Stimme darbieten kann, sondern durchaus auch für klare Gesangspassagen zu haben ist. Leider kann der Song an sich nicht so ganz überzeugen. Zu plätschernd, ohne Höhepunkte vorbeirauschend. Einzig das Solo kann noch ein paar angenehme Akzente setzen.
In "Scentenced" kehrt Atkins seine Southern Rock lastige Stimme mehr nach außen den je. Der Song ist kein Southern Rock - nicht zu verwechseln. Was Atkins musikalisch bietet, ist 80er, riffbetonter Metal mit Übergängen zum Heavy Rock. Bisweilen kann man sich denken, warum er einst bei Judas Priest sang, aber ich glaube nicht, dass seine Stimme wirklich zu den Briten gepasst hätte. Im Vergleich zu Rob Halford ist er wohl eh der Verlierer.
So gern ich ja die Vergangenheit ruhen lassen würde... Atkins selbst lässt mich ja nicht. Da folgt nun unverhofft "Victim of Changes". Tja, wie gesagt: Man höre sich Halford bei dem Song an, man höre sich ihn dabei an. Lassen wir das. Fraglich, wie er überhaupt auf die Idee kam sich an diesen Song heranzuwagen, sollten ihm die Judas Priest Vergleiche doch ohnehin schon genug anlasten.
"Bleeding" tönt da doch schon deutlich besser. Der Song hat Groove, das Drumset haut rein und - es ist etwas eigenes. Deutlich besser als verkrampfte Coverversuche.
"God help me" ist da ein wenig vielseitiger gestaltet. Dennoch bleibt es der schnörkellose Rock, der ein wenig an die letzte Veröffentlichung von anfangs erwähntem Dave Evans erinnert.
Fazit: Fakt ist: Spaß macht die Scheibe definitiv. "British Steel ist sie trotz allem nicht". Doch was soll's. Lobenswert auf alle Fälle, dass der Mann die Musik über all die Jahre nicht aufgegeben hat. Was nicht heißt, dass die Platte nur aus Mitleid gekauft werden soll. Wer auf geradlinigen Rock steht, kann hier seinen Spaß haben. Bier nicht vergessen! |
Titel-Liste:
| | - Demon Deceiver
- Money talks
- Blood, Demons and Whiskey
- Drown
- Scentenced
- Victim of Changes
- Bleeding
- God help me
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.alatkins.com  |
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