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Review: Batlord |
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Album:
| | MUSIC TO BE BURIED TO, 2007, Eigenproduktion |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | M.K., 06.05.2007 |
Review:
| | Laut Promozettel mischen Batlord Horror-Rock mit 60's Garage Rock. Hört sich spannend an. Frontmann und Mastermind Scorpio gibt an, vom beschauen einer Leiche in einer Leichenhalle während einer Party das Songwriting zu MUSIC TO BE BURIED TO begonnen zu haben. Makaber, aber interessant: Wie das Album nach so einem Erlebnis klingen mag?
Das Album startet mit "The Seductor", sofort zu Beginn gibt es eine Hammond-Orgel zu hören, unterstützt von simplen Drumming. Der nun folgende Riff bleibt gut im Gehörgang kleben und Scorpio's Einsatz verschafft dem Song mehr Tiefgang, es wird im Mid-Tempo gerockt. Die Fuzz-Gitarren duellieren sich mit der Orgel von Ryan Johnson. Im Mittelteil des Songs bekommen wir ein Keyboardsolo zu hören, und mit einer netten Bridge geht es weiter. Schöner Opener, hat mir gefallen.
Der Beginn von "You're my next Nightmare" erinnert durch das Sampling zu Beginn an die guten, alten Scooby Doo-Folgen. Der Song an sich rockt noch etwas mehr drauf los als der Opener, man kann gut mit dem Kopf dazu nicken. Gerade der Refrain bleibt sehr gut im Kopf hängen, ein wahrer Ohrwurm. Ebenfalls bleibt festzuhalten, dass das Keyboard bzw. die Orgel nicht so sehr im Vordergrund steht wie im Opener. Ein leicht dramatischer, trotzdem eingängiger Rocksong mit einem passenden Gitarrensolo. Der Refrain und dessen Aufbau erinnert etwas an Alice Cooper.
Rein elektronisch, mit Keyboard, beginnt "Undertaker". Der nachfolgende Riff ist in meinen Augen viel zu leise. Das Songwriting stellt sich zu Beginn als simpel raus, die Strophen und der Refrain sind wirklich nichts besonderes, machen "Undertaker" jedoch zu einem sehr eingängigen Song. Zu diesem Song hat die Band ein Video gedreht, welches auf der unten aufgeführten Homepage einsehbar ist. Solider Rock-Song mit einem leicht progressivem Ende.
Weiter geht das 60's Horror Revival mit "I know what you're doing". Durch den Riff kommt sofort zu Beginn eine punkige Atmosphäre auf, wie man sie von den Murderdolls kennt. Mit 2:18 Minuten ist der vierte Song auf MUSIC TO BE BURIED TO der kürzeste, dementsprechend wird der Song ohne große Spielereien durchgezogen, ein schnell gespieltes Gitarrensolo bietet die einzige Ausnahme. Wie gesagt, ein punkiger, knackig-kurzer Song.
"Torture Queen", das fünfte Stück, beginnt mit einem überraschend funkigem Riff, in den Strophen wird jedoch mehr Wert auf Melodie gelegt. Generell wird in den Strophen schon fast balladeskes Songwriting geboten, während im Refrain wieder funkig gerockt wird. Das eingefügte Solo weiss zu gefallen, der Song an sich ebenso. Schön abwechslungsreich, ohne den roten Faden zu verlieren.
Ohne Pause geht es weiter mit "Running towards our dying Day". Die Stimme von Frontmann Scorpio kommt teilweise mit Echo aus den Boxen, hört sich gut an und erinnert kurzzeitig an Marilyn Manson. Der Refrain ist ein weiterer Ohrwurm, wenn auch zugegebenermaßen extrem simpel gespielt. Das nachfolgende Gitarrensolo fällt überraschend kurz aus, da sich die Keyboardmelodie vom Beginn des Songs dazwischen wuseln kann. Dann ist auch schon fast Schluß. Kann man sich anhören.
Sehr ruhig, fast balladesk, startet man in "The Moper (El Abatido)". Der Song entwickelt sich zu einer kraftvollen Halb-Ballade mit teils verstörenden Sounds im Refrain. Die Hammond-Orgel bekommt im siebten Stück des Albums wieder mehr Platz geboten, hat teilweise jedoch mit den Gitarrensoli-Versatzstücken zu kämpfen. Trotzdem gefällt mir "The Moper" sehr gut.
Mit tribalartigem Drumming von Dieter Weinzettl und dem Einsatz der Orgel beginnt "Indoctrination of the Will". Auch hier entwickelt sich ein ruhiges Lied, welches größtenteils mit Keyboard, Drums und Gesang auskommt. Trotzdem stellen Batlord einen abwechslungsreichen Song auf die Beine, gerade das Schlagzeug überzeugt mich hier. Im Anschluss gibt es noch das Prelude "The Leather Sack" zum nachfolgenden Song.
Dieser nennt sich "Just because I wish that you were dead (Doesn't mean that I don't love you)" und kommt mit sehr makraben Lyrics um die Ecke. Schwarzer Humor wird hier geboten, während die Musik klar dem Gesang untergeordnet ist. Denn auch hier wird auf aufwändiges Songwriting verzichtet, man beschränkt sich auf mehrstimmigen Gesang, Keybord (das Solo erinnert kurzzeitig an Helge Schneider) und jazziges Drumming. Toller Song! Auch hier gibt es mit "The Plupit" ein kleines Prelude für den zehnten Song auf MUSIC TO BE BURIED TO.
Genau dieses Prelude bietet den Übergang zu "Eulogy for a Mind". Dieser Song ist ein Keyboard- bzw. Orgel-Instrumental und könnte locker auf Soundtracks für uralte Vampirfilme oder ähnliches platziert sein. Mit "Hauptbahnhof" folgt auch hier ein kleines Prelude zum folgenden Lied.
Eben jenes Lied heißt "The worst of Dracula & Jesus Christ" und beginnt ruhig. Der Riff bleibt im Ohr, der Gesang ist anfangs flüsternd, wir dann jedoch zu leicht abgedrehtem Gesang. Der Refrain könnte auch von den groovig-funkigen Rob Zombie-Songs stammen. Mit 5:36 Minuten stellt "The worst of Dracula & Jesus Christ" das längste Lied auf MUSIC TO BE BURIED TO dar. Im ruhigen Mittelteil des Songs gibt es ein weiteres, ausgiebiges Orgelsolo mit einem äußerst hektischen Part. Das Solo ist im Endeffekt viel zu lang, es langweilt mit der Zeit doch etwas. Ein Riff kämpft nun tapfer gegen das Tasteninstrument an, hat jedoch keine Chance. Der Song endet mit Orgel und Sampling und ist nicht unbedingt empfehlenswert.
Weiter geht es mit "The Loner's Creed", einem weiteren, ruhigen Song. Das Keyboard hat auch hier viel zu melden, das Schlagzeug liefert den ruhigen Hintergrund. Ballade ist das Zauberwort, hier wird Wert auf Melodie gelegt, der Gesang überzeugt auf ganzer Linie. Hier weiss sogar die Mischung aus Gitarren- und Keyboard-Solo zu gefallen. Schöne Ballade.
Der letzte Song auf dem Debütalbum von Batlord, "The Insomniac", beginnt mit einer typischen Horror Rock-Gitarrenmelodie. Der Gesang setzt ein, und der Song wird zu einem Mid-Tempo-Rocker. Schönes, gradliniges Songwriting wird hier geboten, inklusive gutem Refrain und grooviger Basslinie von Buzi. Natürlich darf das, schon fast obligatorische, Orgelsolo auch hier nicht fehlen. Zum Ende hin folgt ein unerwarteter Break, und MUSIC TO BE BURIED TO endet mit leiser werdenden Riffs und Samplings.
Fazit: Batlord präsentieren mit MUSIC TO BE BURIED TO ein unterhaltsames Album, welches sich zu 80% im langsamen Mid Tempo aufhält. Die Produktion ist etwas dünn, jedoch passend, da man sich musikalisch an den 60ern orientiert.
Der Gesang von Scorpio überzeugt durchgehend, auch die musikalische Qualität geht in Ordnung. Vielleicht sollte man dem Orgelmenschen etwas weniger Zeit für Soli geben, so war die Spielerei in "The worst of Dracula & Jesus Christ" eindeutig zu lang.
Im Endeffekt bleibt MUSIC TO BE BURIED TO ein solides, abwechslungsreiches Horror Rock-60's Garage Rock-Album mit teils makabren, vom schwarzen Humor getränkten Texten. |
Tipp:
| | Ich empfehle "The Seductor", "The Moper (Al Abatido)" und "Just because I wish that you were dead (Doesn't mean I don't love you)" |
Titel-Liste:
| | - The Seductor
- You're my next Nightmare
- Undertaker
- I know what you're doing
- Torture Queen
- Running towards our dying Day
- The Moper (El Abatido)
- Indoctrination of the Will
- Just because I wish that you were dead (Doesn't mean I don't love you)
- Eulogy for a Mind
- The worst of Dracula & Jesus Christ
- The Loner's Creed
- The Imsomniac
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.batlord.com  |
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