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Review: Before the Dawn |
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Album:
| | THE GHOST, 2006, Locomotive |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 25.04.2006 |
Review:
| | Bereits im Jahre 1999 wurde Before the Dawn anfänglich als Soloprojekt von Sänger und Gitarrist Tuomas gestartet. Unzählige Line-Up-Wechsel später meldet sich die Truppe mit ihrem dritten Album THE GHOST wieder zu Wort - und das ziemlich laut und eindrucksvoll.
Glücklicherweise macht "Disappear" seinem Namen keine Ehre, denn Reisaus nehmen muss man hier wahrlich nicht. Die eingängigen Gitarren-Riffs pflügen gleich zu Beginn die ersten tiefen Furchen in den Gehörgang. Der Song lebt vom Wechselspiel gluturalem Lead-Gesanges und cleaner Background-Begleitung.
Deutlich treibender, ja nahezu peitschend fliegen einem bei "Repentance" die Riffs nur so um die Ohren. Eine länger Synthie-Passage nimmt etwas die Schärfe, bevor die Gitarren wieder mit voller Drehzahl zu sägen beginnen. Dagegen ist auch der Synthie nahezu machtlos.
Mit "Fade away" bewegt man sich mittlerweile fast in härteren Industrial Regionen, die ein Peter Tägtgren bei seine Projekt Pain so gerne auslebt. Das flotte Tempo und die starke Rhythmusbetonung macht es schwer seine Extremitäten ruhig zu halten. Etwas überraschend ist das eher hardrockige Gitarrensolo.
Spätestens bei "Scar" hat man es schwer einen genauen Stil auszumachen. Hier kämpfen melodische Dark Metal-Elemente gegen Industrial und fast schon an Nu Metal erinnernde Solo-Einlagen.
"Angels Tombston" beginnt zunächst als mächtige Mid-Tempo-Walze, bevor dann der Nachbrenner gezündet wird. Das leicht melancholisches Grundthema wird noch durch die lang getragenen Refrain-Chor-Einlagen mit clean Voice verstärkt.
Die megabreite Groove-Maschine mit melodischem Ohrwurm-Refrain hat "Black Dawn" im Gepäck. Hier fällt das Headbangen wirklich nicht schwer. Dies ist auch einer meiner persönlichen Favoriten.
Den größten Abstand zur groben Melodic Dark Metal Linie weißt eindeutig "Ghost Town" auf. Nu Metal und auch Ansätze von Rap lassen sich kaum verleugnen. Dies sorgt sicherlich für etwas Abwechslung, muss aber wegen mir nicht unbedingt vertieft werden - wird es auch nicht!
Für einen standesgemäßen Ausklang sorgt "...Nowhere", der sich an der Grenze zu einer richtigen Ballade entlang hangelt.
Fazit: Eine solide Leistung der Finnen, die in jedem Fall Lust auf mehr macht. Größtenteils eingängige Melodien, die oftmals sofort zum Mitnicken einladen, gepaart mit knackigen Gitarren-Riffs und Refrains Marke Doppel-Rahm-Stufe inkl. melodischem Background-Chor - Dark Metaller, was willst Du mehr?
Was mir auffiel, war das Bemühen, jedes Solo instrumental etwas anders zu gestalten. Egal ob Gitarren oder Synthie, auch die Instrumente selbst wurden klanglich immer wieder etwas variiert.
Ich fand es jedoch schade, dass versäumt wurde, die Gesangsleistung mithilfe einer anderen Abmischung aufzuwerten. Tuomas stimmliche Qualitäten hätten den megafett abgemischten Instrumenten durchaus Paroli bieten können, aber so wurde sie einfach in die letzte Reihe verfrachtet. Es fehlt auch etwas an Transparenz, die bei dieser dichten Art von Musik die Identifikation der einzelnen Instrumentalisten erschwert. Musik - Top, Produktion - Mittelfeld. |
Tipp:
| | Alle Children of Bodom Fans und Leute, die auf diese Art Musik stehen, können hier bedenkenlos zugreifen und werden sogar noch eine Spur melodischer und abwechslungsreicher bedient. |
Titel-Liste:
| | - Disappear
- Repentance
- Fade away
- Scar
- Angels Tombston
- Black Dawn
- Enemy
- Stormbringer
- Ghost Town
- ...Nowhere
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Laufzeit:
Band-Infos:
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