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Review: Belphegor
 
PESTAPOKALYPSE VI

Album:
 PESTAPOKALYPSE VI, 2006, Nuclear Blast

Stil:
 Death Metal

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 S.J., 21.11.2006

Review:
 Pestapokalypse IV ist wie der Name vermuten lässt das sechste Album der Österreicher, vorausgesetzt man zählt den Erguss von 2002 "infernal live orgsam" nicht dazu, wobei es sich ja auch um ein Livealbum handelt. Kursänderungen gibt es keine zu Vermelden. Einst im Fahrwasser des prügelnden Black Metal gestartet, haben sich Belphegor mittlerweile ihren Status als ernst zu nehmendes Schlachtschiff im Death Metal erkämpft.

War GOATREICH-FLESHCULT in meinen Augen zu eindimensional ausgefallen, klärt die Pestapokalypse mit "Hell's Ambassador" gleich die Fronten. Widerspruch wird nicht geduldet. Da gibt es prächtige Prügelattacken, unermüdlich vorantreibende Highspeed-Thrashparts und doomige Verschnaufpausen, die den folgenden Blastbeat aber nur schmerzhafter machen. Doch genau so sollen Belphegor schließlich klingen: Agressiv, gemein und dämonisch. Mission soweit erfüllt.
"Seyn Todt in Schwartz" kommt mit einer melodischen Dark Funeral Schlagader daher, lässt aber aufgrund des einprägsamen Drummings und der entsprechend basslastigen Produktion dennoch keinen Zweifel zu, mit wem man es hier zu tun hat.
Den "Todt" überstanden, steht man dem "Angel of retribution" gegenüber. Der hat heute glücklicherweise einen geruhsamen Tag, und so kommt man nahezu ohne weitere Genickschläge zum Meister höchstpersönlich: "Chants for the devil 1533" geht wieder voll auf die Zwölf. Mit gewohnt monotonen Melodien werden die Akzente gesetzt.
"Pest Teufel Apokalypse" stellt mit seinen Breaks zu Anfang und dem melodischen Soloeinlagen einen der Höhepunkte des Albums dar.
In "The ancient enemy" drängen sich mir ein weiteres Mal hinsichtlich der Melodieführung Dark Funeral Parallelen auf, auch wenn die überzeugten Black Metaller mich für diesen Satz wohl auf ewig hassen werden.
Genau jene kritisieren meist auch den folgenden Song "Bluhsturm Erotika". Eisregen Abklatsch und Imitat tönt es immer wieder aus verschiedenen Ecken. Doch nicht alles was düster klingt und überwiegend deutsch vorgetragen wird ist automatisch mit Eisregen gleichzusetzen. Vergleichbar sind sie in diesem Punkt sicherlich, doch ist "Bluhsturm Erotika" alles andere als eine billige Kopie und schafft es eindeutig, eigene Akzente zu setzen.
"Sanctus perversum" prügelt sich um ein durchhaltestark durch fünf Minuten Songlänge bis "Das Pesthaus/Miasma Epilog" das endgültige Ende der Apokalypse besiegelt.
Für den Hörer bleibt wohl nur die Hoffnung auf Auferstehung um diesen Kotzbroken roher dämonischer Gewalt auf ein neues Genießen zu können.

Fazit: Hier wird geprügelt, aber mit Verstand. Belphegor haben es wirklich bis zur Königsklasse des Knüppel-Death Metal geschafft und liefern ein pechschwarzes Stück Todesmetall ab, das so schnell wohl nicht zu toppen ist.

Titel-Liste:
 
  1. Belphegor - Hell's Ambassador
  2. Seyn Todt in Schwartz
  3. Angel of retribution
  4. Chants for the devil 1533
  5. Pest Teufel Apokalypse
  6. The ancient enemy
  7. Bluhsturm Erotika
  8. Sanctus Perversum
  9. Das Pesthaus/Miasma Epilog

Laufzeit:
 38:10 Min.

Band-Infos:
 
  • www.belphegor.at 


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