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Review: Beyond Fear
 
BEYOND FEAR

Album:
 BEYOND FEAR, 2006, Steamhammer

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 J.G., 26.12.2006

Review:
 Seit JUGULATOR, dem Judas Priest Album mit dem damaligen Frontmann Tim Owens sind fast 10 Jahre ins Land gezogen. Auch die Erfahrungen mit Jon Schaffer bei Iced Earth haben schon ein paar Spinnweben angesetzt. In beiden Fällen fühlte sich Tim nicht recht wohl oder konnte die in ihn gesetzten Erwartungen einfach nicht erfüllen.

Rob Halford und Matthew Barlow sind in ihrer Art nur schwer zu kopieren und selbst wenn dieses Unternehmen gelingen würde, steht auf der anderen Seite der Bühne eine geschlossene Fanschar, die prinzipiell gegen alle Neuerungen ins Feld zieht. Da hilft nur ein Solo-Projekt weiter, um allen zu zeigen, was man wirklich zu bieten hat.

The Ripper is back – und zwar gewaltig. Um seiner einzigartigen, und durchaus variantenreichen Stimme mehr Geltung zu verschaffen, holte sich Tim Owens mächtig fette Gitarren an seine Seite. Das Kind hat auch gleich einen ordentlichen Namen bekommen und nennt sich einfach Jenseits der Furcht bzw. Beyond Fear.

Das Album beginnt genau so, wie man es von Tim erwarten darf. "Scream Machine" ballert aus allen Rohren Gitarrenriffs und Gesangssalven in die Menge. Und was diesen Ansturm unbeschadet überstanden hat, wird von Double-Base Drum-Attacken niedergemäht.
"And... you will die" lebt vor allem durch die einerseits recht forsch agierende Rhythmus-Fraktion und andererseits durch langgezogene Vocals, die sich nicht nur am oberen Tonhöhen-Limiter entlang hangeln.
Der ordentliche Arschtreter "Save me" bewegt sich im Mid-Tempo-Fahrwasser und lebt von intensiven Vocals die mit eindrucksvollen Drumming in Szene gesetzt werden. Gitarren sind diesmal nur metallisches Beiwerk.
Neben dem Operner ist "The Human Race" ein weiteres Turbo-Highlight. Aber keine Angst, hier wird nicht einfach drauf losgeballert, bis die Verstärker qualmen, sondern für jede Menge Abwechslung gesorgt.
"Coming at you", das erste Stück mit einem gewissen Groove, fällt etwas aus dem bisherigen Rahmen und klingt mit seinen fetten Chören fast eine Spur zu kommerziell, aber mit unverkennbarem Rippe-So und.
Die Ballade "Dramas Dome true", zeigt, dass sich Ripper Owens auch in ruhigeren Gewässern durchaus zu behaupten weiß. Dabei reizt er wie auch bei dem anschließenden "Telling Lies" weniger die hohen Tonlagen aus, sondern bewegt sich in angemessenen Mittellagen.
Damit sind zunächst alle Facetten beschrieben und wenn auch die restlichen Songs nicht als überflüssiges Füllmaterial abqualifiziert werden dürfen, so liefern sie kaum weiteren Überraschungen.
Zu guter Letzt schafft es "The Faith" spielend, jeden Ripper Owens-Freund dazu zu bringen, der Scheibe einen weiteren Durchlauf zu gönnen.

Fazit: Wer Ripper Owens schon aus Judas Priest-und Iced Earth-Zeiten mehr zugetraut hat, als er dort zeigen durfte und musste, wird hier sicherlich nicht enttäuscht sein. Im Gegenteil, es überrascht vermutlich der große Tonumfang des Frontmanns, der sich nicht nur auf ultrahohes Kreischen beschränkt.
Etwas gewöhnungsbedürftig sind vielleicht die häufigen gleich geschalteten Drum- und Gitarrenparts, die manchen Songs den Fluss nehmen und eine unnötig hektische und abgehackte Stimmung verbreiten. Dies trübt jedoch kaum den Gesamteindruck.

Tipp:
 Ripper Owens-Fans bekommen eine volle Packung auf die Lauscher und erleben ihren Favoriten in gut aufgelegter Bestform. Da ist nur zu hoffen, dass weitere Alben folgen werden.

Titel-Liste:
 
  1. Scream Machine
  2. And... you will die
  3. Save me
  4. The Human Race
  5. Coming at you
  6. Dreams come true
  7. Telling Lies
  8. I don't need this
  9. Words of Wisdom
  10. My last Words
  11. Your Time has come
  12. The Faith

Laufzeit:
 47:19 Min.

Band-Infos:
 
  • www.timripperowens.com 


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