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Review: Blind Guardian
 
A TWIST IN THE MYTH

Album:
 A TWIST IN THE MYTH, 2006, Nuclear Blast

Stil:
 Melodic Metal

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 J.G., 16.09.2006

Teamwertung:
JG JR DK NB SJ RZ Ø
4,5 4,0 x 6,0 4,0 X 4,8

Review:
 Blind Guardian, eigentlich ein Garant für Beständigkeit innerhalb der Band, Qualität des Songwriting, Eigenständigkeit der Themen und eingängigen Highspeed Melodien. So war es zumindest früher einmal.
Ganz allmählich schlich sich dann der Hang zu bombastischen Arrangements in die Songs, der schließlich im letzten Album A NIGHT AT THE OPERA von 2002 gipfelte.
Zu diesem Zeitpunkt begann es dann auch innerhalb der Band zu kriseln, bis letztlich Drummer Thomen Stauch die Koffer packt und Savage Circus gründet. Sänger Hansi Kürsch war mittlerweile auch nicht untätig und beteiligte sich gemeinsam mit Gitarristen Jon Schaffer von Iced Earth seit 1999 an dem Projekt Demons & Wizards.

Nun aber wieder zurück zu Blind Guardian, die nach längerer Suche in Frederik Ehmke den passenden Drummer für ihre Combo gefunden haben. Somit stand der Produktion des neuen Werkes A TWIST IN THE MYTH nichts mehr im Wege.

Das neue Album wurde bereits mit der Single-Auskopplung FLY gebührend eingeläutet - sollte man meinen. Warum man aber gerade dieses vertrackte Stück auf die Single gepackt hat, wissen wohl nur die Götter - ich frag' mich jedoch welche?

"This will never End", eingeleitet mit einem hohen Schrei von Hansi Kürsch, lässt zumindest stimmlich kaum Zweifel an der altgewohnten Qualität. Und was Solo nicht wirkt, bekommt eben fette Chöre verpasst. Von der düsteren Ausrichtung des Songs werden Erinnerungen an das 95er Album IMAGINATIONS FROM THE OTHER SIDE geweckt.
Deutlich dezenter, jedoch mit ähnlich prägnanter Chor-Unterstützung verstärkt "Otherland" die Stimmung des Vorgängers in geschickter Art und Weise. Der Refrain ist allerdings deutlich gefälliger und mit einem gewissen Ohrwurm-Feeling versehen.
Zu den wenigen Highlights dieses Albums zählt für mich u.a. "Turn the Page". Flotte Rhythmen, gerade noch erträglicher Bombast und Mittelalter-Einflüsse hinterlassen einen angenehmen Eindruck, der Blind Guardian würdig ist.
"Fly" kurz und schmerzlos, wie es gerne die Politiker äußern: "Kein Kommentar!"
Das balladenhafte "Carry the blessed Home" ist einerseits sehr gefällig und eingängig. Allerdings hätte ihm stellenweise etwas weniger Bombast besser zu Gesicht gestanden. Zu wirr stürmen verschiedenste Stilelemente auf den Zuhörer ein, manche davon erinnern sogar an Gitarren-Riffs von Queen.
Schade, schade, gerade von "Another Stranger me" hätte ich mir mehr erwartet. Der Hard Rock Song bietet eigentlich genügend Potenzial und wird unverständlicherweise immer wieder mit Fill-in-Riffs durchzogen, die kaum noch Platz für eine klare Linie lassen. In Kombination mit den fetten Bombast-Blöcken bleibt kaum Zeit zum Luftholen.
Bis auf einige unmotivierte Gitarren-Soli bietet "Straight through the Mirror" alles, was dem gleich folgenden "Lionheart" voll abgeht. Es wirkt rund und wurde mit einem genialen Chorus versehen. Genau das fehlt den Nachfolger, der eher nach einer Vorab- oder Rohfassung klingt und eigentlich nochmal die Komponier-Maschine durchlaufen sollte.
"Skalds and Shadows", schon mal gehört? Nun irgendwie schon, dann aber doch nicht. Warum Blind Guardian immer noch versucht auf Tolkien-Themen herum zureiten, kann ich einfach nicht nachvollziehen, denn originell geht anders.
"The Edge", "The new Order", aua, wo sind denn die griffigen Melodien hingekommen? Scheinbar hat man versucht neue Akzente zu setzen, wenn ich nur erkennen könnte wo. Also BG klang bisher anders.
Und welcher echte Blind Guardian-Fan möchte bei dem abschließenden "Dead Sound of Misery", je nach Stimmungslage nicht gleich zum Taschentuch greifen und seine Trauer bekunden oder lieber doch die Axt aus dem Keller holen und das Scheibchen dem Recycling zuführen?

Fazit: Man sollte niemals vorschnell urteilen und deshalb hat dieses Album schon einige Ehrenrunden in meinem Player absolviert. Aber es hilft alles nichts. Egal wie lange ich zuhöre und mir Mühe gebe, das Album zerfällt immer wieder in einzelne Teile. Da ist einmal die gute alte Highspeed-Blind Guardian-Zeit, dann deutlich erkennbar der Bombast jüngerer Werke und, tja das ist mein Problem, auch Stoff, den ich niemals bei Blind Guardian vermutet hätte, geschweige denn gut finde. Etwas Rest-Material aus alter Zeit, ein paar unveröffentlichte Werke der Neuzeit und konfuses und orientierungloses Neumaterial genügt eben nicht für ein rundum gutes Album.
Wenn das der Wegweiser in die Zukunft ist, dann mein Rat: Deckel drauf, mit Blind Guardian 1986-2006 beschriften und ab ins Archiv.

Tipp:
 Liebe Blind Guardian Fans, für mich wurde hier leider die Toleranzschwelle überschritten. Was ihr davon haltet, müsst ihr selbst entscheiden. Liebes Neuvolk, wenn ihr Blind Guardian hören wollt, dann greift bei den vielen Re-Releases von 1988-1992 zu - da weiß man, dass man Blind Guardian hat!

Titel-Liste:
 
  1. This will never End
  2. Otherland
  3. Turn the Page
  4. Fly
  5. Carry the blessed Home
  6. Another Stranger me
  7. Straight through the Mirror
  8. Lionheart
  9. Skalds and Shadows
  10. The Edge
  11. The new Order
  12. Dead Sound of Misery

Laufzeit:
 57:12 Min.

Band-Infos:
 
  • Blind Guardian


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