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Review: Breed 77
 
IN MY BLOOD - EN MI SANGRE

Album:
 IN MY BLOOD - EN MI SANGRE, 2006, JAS UK. Ltd.

Stil:
 Alternative Rock, Nu Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 M.U., 10.11.2006

Review:
 Jetzt druckfrisch auf dem Markt und bei uns sogar noch ein paar Tage vorher zum Testen, das brandneue Album IN MY BLOOD - EN MI SANGRE der britischen Band Breed77. Es ist ihr 3. Studioalbum. Da fast alle Bandmitglieder aus Gibraltar stammen, sind spanische und auch orentalische Einflüsse nicht zu vermeiden. Das spürt man auf diesem Album ganz deutlich.

Denn der erste Song "Petroled (You Will Be King)" beginnt daher schon fast erwartungsgemäß mit rassigen Flamencoklängen. Allerings besinnt man sich nach knapp einer halben Minute auf den eigentlichen Kern. Man kehrt zu einer rockigen Spielweise zurück, die, man glaubt es kaum, sehr stark an die Band System Of A Down erinnert. Dies verwundert einen auch nicht, denn diese Band gehört zu ihren Vorbildern.
Übergangslos geht es in den zweiten Song "Empty Words" über. Lediglich der CD-Player zeigt diesen Übergang an. Leicht mystisch beginnt dieser Song. Aber halt! Kommt mir das nicht bekannt vor? Richtig. Nach einer kleinen Denkpause erinnerte ich mich. Das klingt verdammt nach Thorn Eleven. Und tatsächlich. Nach kurzem Vergleich hat das Lied wirklich eine starke Ähnlichkeit zu dem Song "Sway" von Thorn Eleven. Dieser getragender Rhythmus ist eindeutig...
"Viento De Levante" wird, wie schon beim ersten Song, mit spanisch, folkloristischen Klängen eingeleitet. Danach kehren die Jungs wieder zum System Of A Down-Stil zurück. Hart, rockig und dennoch melodiös kommen sie daher. Ein ausgewogener, harmonischer Song, der zwischendurch ins Spanische wechselt. Eine wirklich interessante Kombination.
Rockig, spanisch geht es mit "Blind" weiter. Rauher Gesang, phantastische Gitarrenklänge. Allgegenwärtig ist der spanische Einfluss. Eine überaus gelungene Mischung aus beiden Stilrichtungen. Auch hier wechselt man ständig zwischen englischem und spanischem Gesang.
Orientalisch angehaucht geht es mit "Remember That Day" weiter. Den durchgehenden Stil dramatischer Meldodien und Gesangsharmonien behalten sie auch hier bei. Neben etwas ruhigeren Passagen gibt es auch wieder stark rockige Elemente. Zum Teil findet man hier aber auch Einflüsse der Band Santana wieder. Besonders bei den Gitarrensoli wird man sofort an diese legendäre Band erinnert.
Ist Breed77 nun der Atem ausgegangen; könnte man fast denken? Denn die beiden nachfolgenden Songs "Look At Me Now" und "So You Know" kommen etwas ruhiger daher. Sie gehören wohl am ehesten in die Kategorie Rockballaden. Sehr viel Stimme, sehr viel Gefühl, sehr viel Harmonie. So könnte man diese Songs wohl am ehesten bezeichnen. Zum Teil schon etwas schnulzig angehaucht.
"The Game" beginnt wieder mit flamencohaften Klängen, die sich durch den ganzen Song durchziehen. Diese Passagen werden in spanisch, die rockigen in englisch gesungen. Stilistisch schwebt man auf einer Welle, gemischt aus System Of A Down- und Santana-Klängen.
Mit "Alive" kehrt man endlich zur rockigen Spielweise zurück. Wenn man nicht wüsste, dass es Breed77 ist, würde man spätestens jetzt auf System Of A Down tippen. Unverkennbar, diese Ähnlichkeiten.
Wie es schon der Titel "Libertad" (zu deutsch "Freiheit") andeutet, beginnt dieser Song spanisch-folkloristisch und man singt wieder einmal in spanisch. Ab der Mitte wird es rockig, jedoch ziemlich schwer und getragen. Fast ein bisschen düster und ein etwas mystisch.
Zum Abschluss dieses Albums wird es mit "Tears" nochmals etwas ruhiger. Dieser Song, man könnte es ebenfalls in die Kategorie Rockballade einordnen, steht stilistisch im engen Zusammenhang mit seinem Vorgänger "Libertad". Das Ende erinnert einen, auf Grund des Chors und der ganzen Art der Aufmachung, ein bisschen an "The Wall" von Pink Floyd.

Fazit: Ein Album mit vielen fremden Einflüssen. Angefangen von System Of A Down, über Thorn Eleven, Santana und etwas Pink Floyd bis hin zu spanischen und orientalischen Elementen, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Album ziehen. Ein sehr gutes, solide gemachtes Album, das man sich jederzeit anhören kann. Allerdings muss man eine kleine Vorliebe für die spanischen Einlagen besitzen. Denn teilweise singen Breed 77 ihre Lieder in spanisch und teilweise sogar gemischt, d.h. man wechselt innerhalb eines Songs mehrmals die Sprache. Jedoch ist dies eine ganz interessante Mischung. Stilistisch bleiben sie das ganze Album über ihrer Linie treu. Mit elf Songs und einer dreiviertel Stunde Laufzeit erhält man ein wirklich gutes Album. Meine Empfehlung: Jederzeit kaufenswert!

Titel-Liste:
 
  1. Petroled (You will be King)
  2. Empty Words
  3. Viento De Levante
  4. Blind
  5. Remember that Day
  6. Look at me now
  7. So you know
  8. The Game
  9. Alive
  10. Libertad
  11. Tears

Laufzeit:
 45:40 Min.


 
 
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