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Review: AC/DC Maximum Rock'n'Roll |
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Herausgeber/Autor:
| | Murray Engelheart, Arnaud Durieux |
Ausgabe:
| | Gebunden: 507 Seiten, Größe: 20,5x25,5cm |
Auflage:
Verlag:
ISBN:
Preis:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | J.G., 21.12.2009 |
Review:
| | Über manche Bands rentiert es sich kaum, viele Worte zu verlieren oder gar ein ganzes Buch zu schreiben. Da tuts auch ein wenig Speicherplatz bei MySpace und gut ist. Ganz im Gegensatz dazu gibt es Bands, da weiß man gar nicht, wo man mit dem Erzählen anfangen soll. Seit über 30 Jahren im Geschäft und schlappe 150-200 Mio. verkaufte Alben sprechen eine deutliche Sprache. Dabei musste sich der Neuanfang BACK IN BLACK mit bisher 43 Mio. verkauften Einheiten nur noch Michael Jacksons THRILLER mit ca. 60 Mio. Einheiten beugen - und das ist wohlgemerkt ein POP-Album.
Über die Ausnahme-Athleten aus Down-Under gibt es schon unzählige Schinken und Bildbände, aber kaum ein Buch rückte den Jungs von AC/DC so nahe auf den Leib, wie das mir vorliegende AC/DC - MAXIMUM ROCK'N'ROLL. Die beiden Rockjournalisten Murray Engelheart und Arnaud Durieux, wobei erster bereits seit 25 Jahren als Spezialist in Sachen AC/DC gilt, haben sich dafür ganze fünf Jahre Zeit genommen. Zeit die wirklich nicht verschwendet war.
Mit diesem Wissen im Rücken und der nötigen Leidenschaft bei der Sache, ist es den Beiden gelungen, nicht nur einige bisher unveröffentlichte Fotos für ihr Buch zu verwenden, sondern haben so manche bereits wieder vergessene Geschichte oder Episode aus dem Leben der Young-Familie und den übrigen Mitstreitern ausgegraben.
Erfreulicherweise beginnen die beiden wirklich ganz am Anfang und so erfährt der geneigte Leser nicht nur etwas von der Familiengeschichte, sondern auch jede Menge über die "grauen Eminenzen", wie Angus und Malcoms älteren Bruder George, der im Laufe der Zeit so viele Steine ins Rollen gebracht hatte, ohne die es AC/DC sicherlich nie (zumindest in dieser Form) gegeben hätte.
George Young und die Easybeats, der Besuch des Yardbirds-Konzerts im Januar 1967 von Angus Young, wo es "Klick" bei ihm gemacht hatte, Angus als Zorro verkleidet, der mit dem Plastikschwert seine Gitarre spielt, Bon Scott, der Mann mit der flinken Linken, der sich gerne mit Größeren prügelte und sein Wirken bei The Valentines, sind Geschichten auf den ersten 80 Seiten und beschreiben die (Vor-)Geschichte bis ca. 1970.
Dana wird es erst und mit Riesenschritten nähert man sich dem 75er Debüt HIGH VOLTAGE. Auf dem Weg dorthin wird auch Drummer Phil Rudd genauer beleuchtet. Wer hat eigentlich schon etwas vom 74er Sunbury Festival gehört, auf dem damals sogar eine noch völlig unbekannte Band namens Queen auftrat? Ein Jahr später wären AC/DC wieder mit von der Partie gewesen und gerieten auf der Bühne glatt mit der Crew von Deep Purple aneinander, dass die Fäuste nur so flogen. Die Deep Purple-Roadies hatten einfach nach dem Auftritt das Licht ausgeschaltet, sodass AC/DC als nächste Band bis vier Uhr morgens mit dem Aufbauen hätten warten müssen. Trotz schlagkräftiger Argumentation mussten die Australier abziehen ohne eine Note gespielt zu haben.
Aber egal ob die Sache mit dem Finanzamt, das elf Jahre rückwirkend Steuern haben wollte, jeder Menge weiterer Schlägereien, Exzesse mit Mädchen, Alkohol bis zum Abwinken, Kettenraucher-Sessions bis die Augen tränen oder einfach nur alles rund um das Rockmusik-Business, auf den 500 Seiten wird es nie langweilig. Es zeigt aber auch viele der vom Normalbürger sicherlich als Schattenseiten empfundenen Kapitel im Alltag einer Band, die unzähligen Entbehrungen, das ständige Reisen und der stetige Kampf um Anerkennung, Ruhm oder schlichtweg Geld um zu überleben.
So bleiben mir nur drei Sätze zu zitieren: "AC/DC sind ein Musterbeispiel für Konzentration auf das Wesentliche und für Durchsetzungskraft im Musikbusiness. Sie legen akribischen Wert auf Details, die andere überhaupt nicht als solche erkennen würden. 'This is it'... AC/DC sind schlicht und einfach AC/DC."
Fazit: Wer sich nicht nur für die Musik von AC/DC interessiert, der erfährt hier erschöpfend die Geschichte einer der erfolgreichsten Rockbands dieses Planeten, die im Grunde bescheiden geblieben sind und sich als oberstes Ziel "familiären Zusammenhalt" auf die Fahnen geschrieben haben, denn wenn nicht immer wieder der Eine für den Anderen eingesprungen wäre, dessen Kämpfe gefochten hätte und für den nötigen Rückhalt gesorgt hätte, wären AC/DC vermutlich schon längst wieder Geschichte. Glücklicherweise sind sie aber noch heute aktive und schreiben somit weiter an ihrer eigenen Geschichte, die hoffentlich noch lange anhalten mag. |
Inhaltsverzeichnis:
| | Einleitung
- Hartes Pflaster
- Der Rhythmiker
- Der siebte Sohn
- Die Anfänge
- Der Verrückte
- Wie ein Wirbelwind
- Sind sie zu laut, bist du zu schwach
- Achtung Hochspannung!
- TNT
- Dirty Deeds
- Anarchy in the UK
- Ärger zu Hause
- Let there be rock
- Das gelobte Land
- Powerage
- Highway to Hell
- Zu nah an der Sonne
- Nicht gerade ein ehrgeiziger Typ
- Back in Black
- For those about to Rock
- Flick of the Switch
- Fly on the Wall
- Blow up your Video
- The Razors Edge
- Ballbreaker
- Stiff upper Lip
- Die Zukunft ist ungeschrieben
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